AUSTRIA FIRST
Austria First - Österreichs Patriotenradio
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Peter Westenthaler über Haider, Queen und klare Kante bei Musik und Politik
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Ein politischer Fiebertraum bei der Grippe im Jugendzimmer, der Beginn einer jahrzehntelangen Politkarriere an der Seite von Jörg Haider und der schonungslose Blick auf das heutige, Smartphone-getriebene Polit-Karussell: In der aktuellen Ausgabe von „Musik und Politik“ begrüßt Moderator Volker Höferl den ehemaligen FPÖ-Klubobmann und heutigen ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler. Im offenen Gespräch blickt Westenthaler auf die rasanten Höhen und bitteren Tiefen seiner politischen Laufbahn zurück, erklärt, warum ihm die Politik von heute schlicht zu schnell wäre, und bricht eine Lanze für die strikte Trennung von Kunst und Parteipolitik – inklusive überraschender Töne über Wolfgang Ambros.
Doch abseits des politischen Tagesgeschäfts dreht sich alles um die Melodien seines Lebens: Peter Westenthaler outet sich als bekennender Musikliebhaber, dessen Alltag von morgens bis abends vom Radio begleitet wird. Von unvergesslichen Live-Erlebnissen mit Freddie Mercury und Queen in der Wiener Stadthalle über seine Leidenschaft für den Austropop bis hin zu verborgenen Gesangstalenten auf privaten Feiern reicht der Bogen. Mittendrin in der Sendung hat er auch sein ganz persönliches Lieblingslied platziert – und genau das bringt euch ins Spiel.
Könnt ihr das Lieblingslied von Peter Westenthaler erraten? Dann macht mit bei unserem Gewinnspiel: Schickt euren Musiktipp zusammen mit eurem Namen und eurer Adresse per WhatsApp direkt ins Studio. Unseren WhatsApp-Kanal findet ihr ganz einfach auf https://austriafirst.at. Zu gewinnen gibt es das legendäre AUSTRIA FIRST Kaffeehäferl – das heiß begehrte „Häferl vom Höferl“! Ihr könnt bis Donnerstag um 10:00 Uhr mitspielen. Die gesamte Sendung gibt es zum Nachhören jederzeit auf https://austriafirst.at, in der AUSTRIA FIRST App sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
MUSIK UND POLITIK hört ihr immer neu am Mittwoch von 11 bis 12 Uhr – sowie an den weiteren Sendeterminen am Mittwoch von 17 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 6 bis 7 Uhr – direkt über die Webseite https://austriafirst.at/ oder in der neuen AUSTRIA FIRST App:
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Musik und Politik. Der musikalische Politiktalk auf Austriaföld. Ihr hört Musik und Politik. Eine neue Ausgabe heute mit einem ganz besonderen Gast. Es ist der Ex-Politiker, muss man sagen, Peter Westenthaler, der aber für die FPÖ aktuell im ORF-Stiftungsrat sitzt. Ich freue mich ganz herzlich, dass du heute bei uns bist. Hallo.
SPEAKER_01Ich freue mich auch, danke für die Einladung und wünsche uns eine schöne Sendung.
SPEAKER_00Das wünsche ich natürlich den Hörern auch. Lieber Peter, auch für dich gibt es die beiden Einstiegsfragen bei Musik und Politik, nämlich kannst du Gemeinsamkeiten zwischen der Musik und der Politik erkennen?
SPEAKER_01Naja, insofern, dass beide Metiers in einem Menschen Emotionen auslösen, sowohl positive wie auch negative. Man kann sich herrlich über etwas aufregen, man kann aber auch entspannen. Und so geht es mir auch in der Politik. Wenn ich Politik, was ich jetzt tue, bewerte als Experte und wenn ich sie kommentiere, dann hast du auch diese hochschabande Emotionen und Gefühle, aber die manche es wirklich ärgert. Und bei der Musik ist ähnlich. Du kannst da irgendwann einen Harddog an Festen einziehen und mitchecken. Du kannst dich aber auch berieseln lassen mit sanfter Einschlafmusik. Und das sind die Ranges, die es in beiden Metiers gibt, sowohl in der Musik als auch in der Politik und somit ist es auch vergleichbar.
SPEAKER_00Und in deinem Leben, welchen Stellenwert nimmt die Musik da ein? Auf einer Skala von 1 bis 10? Eins wäre unwichtig. Zehn quasi das Wichtigste der Welt?
SPEAKER_01Naja, zumindest neun. Das Wichtigste der Welt ist es nicht, aber es begleitet mich den ganzen Tag, von der Früh vom Aufstand bis zum Schlafengehen. Ich bin ein sehr, sehr Musikliebhaber. Ich kann jetzt nicht sagen, ich bin ein musikalischer Mensch, weil ich selber kein Musikinstrument spiele. Aber ich liebe die Musik, sehr, sehr viele Bereiche. Es gibt kaum einen Bereich, der mich gar nicht interessiert. Und daher, wie gesagt, begleitet mich das den ganzen Tag und es ist fast das Wichtigste. Das Wichtigste ist die Gesundheit mit 10, aber dann kommt schon die Musik.
SPEAKER_00Ihr seid genau richtig. Ihr hört Austria First, ihr hört Musik und Politik heute mit Peter Westenthaler bei uns im Studio. Lieber Peter, du schaust absolut jung aus, hast aber doch schon eine lange Karriere auch in der Politik. Du warst aktiver Politiker bei FPÖ und BZÖ. Wie hat es dich denn eigentlich in die Politik seinerzeigen?
SPEAKER_01Naja, das war ein Fiebertraum, der Ausschlag über dem Moment. Also ich habe mich schon in der Schule immer ein bisschen für Politik interessiert, aber noch nicht so wirklich, sondern ich habe die Programme durchgelesen, habe mich erkundigt, was da so drinnen steht. Und schon damals war der Begriff Freiheit für mich etwas Elementares und deswegen hat es mich da sehr schon in diese Richtung FPÖ gezogen. War allerdings zu der damaligen Zeit, man muss sich vorstellen, Mitte der 80er Jahre, sehr unattraktiv, weil da war eine Regierung mit Sinowatz Steger, naja, das war für einen jungen Menschen, eher zum Fiers einschlafen. Dann kam Heider im 86er Jahr und der hat mich elektrifiziert, der hat mich enorm interessant gemacht, auch für die Politik, weil er einfach so außergewöhnlich war, junger Kärntner mit der Pfeifen damals im Mund, braun gebrannt und immer gut drauf und gute Meldungen geschoben. Das hat mich fasziniert. Und dann kam es zu diesem Parteitag in Innsbruck, vor 40 Jahren mittlerweile, und ich habe damals eine schwere Grippe gehabt, auf Fieber, wirklich auf Fieber, und bin im Bett gegangen und das ist damals nicht im Fernsehen, sondern im Radio live übertragen worden. Was bin ich auf welchen Sender, auf irgendeinen Sender. Und haben wir das ganze Jahr hineingezogen im Bett, im Krankenbett und der Fiebertraum hat dann geendet in dieser Wahl von Jörg Heider und das hat mich sofort fasziniert. Ab dem Zeitpunkt habe ich beschlossen, ich würde mich gerne engagieren, ich würde auch den Jörg Heider gerne kennenlernen. Und das ist mir dann ein paar Wochen später gelungen, da war eine Wahlkampfveranstaltung in Wien, Schwächert am Abend und dort habe ich mich hinbegeben. Pum, voll natürlich, der Saal haben wir das angehört. Von hinten und nach der Veranstaltung ist dann der Jörg Heider durchgegangen und hat Autogramme gegeben. Und die haben es gut. Und dann habe ich mit ihm ins Gespräch gekommen, flankiert war er damals von Gernhard Rumpel und Susanne Ries, seine engsten Mitarbeiter damals. Und dann sagt er auf einmal, wie wir die, wie wir so ein bisschen geredet haben, was ich jetzt mache, sage ich nichts, geht jetzt an, wir gehen da noch in Stock hinauf, ein Bier trinken, weil das war die letzte Veranstaltung, geh mit, brauchen wir ein bisschen. Und dann sind wir halt oben gesessen, die ganze Partie von ihm, er und ich, und haben dort wirklich einen politischen Rand verbracht, haben uns ausgetauscht und am Ende des Abends hat er gemeint, ob ich nicht bei einer mitmachen möchte. Habe ich gesagt, das ist sehr nett, würde ich sofort, das fällt mir dann noch eine Kleinigkeit, nehmen wir die Madura. Das war nämlich im letzten Schuljahr und ein Jahr später habe ich dann die Madura gehabt und dann bin ich dann tatsächlich in die FPÖ, ins Parlament, als Helfer, als Mitarbeiter, ins Pressereferat eingeladen worden und habe dann dort schon gearbeitet.
SPEAKER_00Das war dann letztlich der Beginn einer wirklich langen Karriere. Du hast Höhen erlebt, du hast aber auch viele Tiefen erlebt, jetzt rückblickend, wenn du auf diese Zeit zurückblickst, aktiv machst du jetzt politisch nichts mehr. Du bist Kommentator, unter anderem bei OE24. Aber würdest du rückblickend irgendetwas anderes machen oder gibt es irgendwelche Dinge, wo du sagst, auf die hätte ich gern verzichtet?
SPEAKER_01Doch, das gibt es noch bei so einem langen Leben. Wäre ja nächstes Jahr, ich sage es ja offen, nächstes Jahr schon 60 im November. Da kommen einige Dinge, viele Dinge oder mehr Dinge, die positiv waren, aber natürlich einige, die man sich hätte schenken können. Und das war diese ganze verkorkste PZD-Zeit. Also ich bin halt damals außer Nicht-Politik, aus der Wirtschaft. Ich habe damals gearbeitet bei Frank Strom noch im Magna-Konzern und auf einmal ist der Jörg Heider in der Tür gestanden. Wir müssen reden. Im 2005er Jahr und hat mir dann eröffnet, dass das PZE am Boden liegt bei 1% und sie brauchen einen Balkenschlag und ich muss doch unbedingt Spitzenkandidat werden. Ich habe ihn bereits schlagen lassen. Er ist ja doch immer ein Freund gewesen. Und wenn dich ein Freund, der damals ziemlich verzweifelt war, etwas bittet, dann kann ich schwer abschlagen. Aber diese Entscheidung war von mir nicht wohl überlegt. Hätte ich sie wohl überlegt, hätte ich es nie ja sagen dürfen. Dann war noch eine lustige Geschichte, dass ich dann beim Verabschieden zum Jörg gesagt habe, du, du musst schon wissen, ich kann da jetzt noch keine Zusage geben. Ich muss erst den Frank Strahner fragen, ob der das will. Sagt er, zu mir brauchst du nicht, war gerade bei ihm als auch dafür. So hat der Jörg Heilers hat gedickt und so sind wir dann beim PZDÖ zusammengekommen. Ohne auf die Details einzugehen, wahrscheinlich hätte ich damals Nein gesagt und wäre in der Privatwirtschaft geblieben, hätte man sehr, sehr viel im Nachhaltig angekommen, ist ein Sport.
SPEAKER_00Du bist heute Politikanalyst, wenn du jetzt die Politik von heute dir vor Augen hältst und das mit dem vergleichst, was in deiner aktiven Hochzeit die Politik war. Würdest du heute noch in der Politik sein wollen?
SPEAKER_01Ganz ehrlich, eher nein. Also es war ja damals im Vergleich zu heute, die 90er Jahre. Sie waren zwar auch sehr erfolgreich, bei jeder Wahlverdoppelung manchmal verdreifacht, bis am Ende dann 1999 dieses geniale fast 27%-Ergebnis rausgekommen ist. Das war schon alles schön. Diese Wahlsiege und lauter Gewinne und die Partei ist enorm gewachsen, viel zu schnell in Wirklichkeit, weil natürlich auch Leute dazugekommen sind, die wir vielleicht nicht braucht hätten. Aber die damalige Zeit, die ich schon für sehr schnell empfunden habe, war damals eine Zeitlupe im Vergleich zur Politik von heute. So rasant, so schnell, wie sich heute Politik abspielt mit den neuen Medien, mit den Social Medias, mit dieser, ich sag's mal, Last des mobilen Telefonierens, das gab es ja damals alles nicht, in dieser Form mit Smartphones. Das heißt, du musst heute, wenn du ein erfolgreicher Politiker sein willst, quasi 24 Stunden, sieben Tage die Woche online sein und wenn du das nicht bist, bist nicht erfolgreich. Das heißt, also diese Anfordernis, diese Schnelligkeit, würde man heute nicht mehr antun, das ist etwas, da habe ich wirklich einen Respekt. Ich betreue auch Social Media für verschiedene Zwecke, Werbung für meine Sendungen auf U24. Aber jetzt minütlich aktuell sein zu müssen, immer zu reagieren, da brauchst du einmal einen großen Mitarbeiterstopp, aber du musst selbst immer dahinter stecken. Und ich war immer ein, man hat immer gesagt, ich bin ein Perfektionist, ich möchte immer alles selber machen. Ich würde daran wahrscheinlich scheitern. Also ich brauche eine gewisse Langsamkeit, ich brauche eine gewisse Zeit zum Vorbereiten, um Dinge zu analysieren. Und das würde man halt einfach zu schnell gehen. Also ich beneide niemanden, der heute in der Spitzenpolitik ist, der hat wenig Zeit für sich selber und für seine Familie.
SPEAKER_00Kommen wir jetzt zum musikalischen Teil unserer Sendung. Hört Peter Westenthaler Musik.
SPEAKER_01Ja, sehr oft, fast den ganzen Tag, von der Früh vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen im Auto, überall, wo man Musik hören kann. Ich liebe Musik, ich brauche Musik, ich habe natürlich meine Métiers, die sind aber quer durch von den Aldi bis zu Schlager bis zu Astropop ist alles dabei. Also man könnte da ganze Tage an Sendungen füllen. Also ich höre das alles sehr, sehr gerne und versuche mich auch up-to-date zu halten, dass ich nicht damit nichts versammeln.
SPEAKER_00Wie hat das in der Jugend begonnen? Irgendwann einmal hört man als Kind das eine oder andere Lied. Wie ist dann das Interesse dafür entstanden und welche Musikrichtungen waren da gerade in der Jugend besonders angesagt?
SPEAKER_01Also eher der Ostropop, der ja in den 80er Jahren quasi seinen Höhepunkt erzielt hat mit Ostra 3, mit Falco, das waren halt alles schon sehr begeisterungsfähige Künstler, die mich auch immer wieder begeistert haben. Aber eine Band hat es mir besonders angetan, eine internationale, die ich bis heute auf Nummer 1 habe, das ist Queen, mit Freddie Mercury, die haben mein ganzes Leben irgendwie beeinflusst, war auch die Lieblingsband meiner verstorbenen Schwester. Und damals haben wir uns gemeinsam angehört, waren auf Konzerten und waren sehr, sehr begeistert bis heute von deren Musik. Ich kann, glaube ich, fast jede Nummer auswendig mitsingen. Und das ist das, was mich begeistert. Aber ich mag auch Volksfestmusik, ich mag auch zum Teil klassische Musik, mit meiner Mutter, mittlerweile 83, liebend gerne in die Oper. Also es ist schon ein sehr reichhaltiges Bouquet an Musikinteressen, was ich weniger mag sind, diese Bum-Pum-Bum-Musik, sage ich immer, wo ich immer so eintönig dahin geht, das ist nicht so meins. Es muss schon eine Melodie und eine musikalische Erweiterung dabei sein.
SPEAKER_00Bleiben wir bei Queen, wie ist das entstanden? Hat es da ein Lied gegeben, wo du gesagt hast, Hoppala, da ist Queen, so klingt das, das ist gut? Gibt es da das Erlebnis von damals, wo du gesagt hast, das ist meine Band?
SPEAKER_01Ja, natürlich. Eigentlich, wenn es drei begonnen hat mit der Hymne, Bohemian Rhapsody, die ja, wenn man die Geschichte, da gibt es mit einem Film drüber, sich anschaut, ja eigentlich nie für einen Erfolg gedacht war, zu lang, zu abwechslungsreich. Mir wird das, wie ich es zum ersten Mal gehört habe, schon massiv begeistert. Dann natürlich die Hymne aller Hymnen in der Sportwelt, auch We Are the Champions, die wir heute noch hören bei allen Finalis. Und dann auch noch, was immer gemeinsam gespielt worden ist, Vival Racchio, weil das war halt so richtig auf die Oberschenkel klopfen und klatschen, bum, bum, bum. Da haben alle mitgemacht, das war damals auch etwas zum Mitmachen, Mittanzen, Mitbewegen. Und das waren so die Starters in die Leidenschaft für Queen. Und mittlerweile sind es natürlich alle ihre großen Balladen, die mich massiv begeistern.
SPEAKER_00Und ich bin ein bisschen neidisch, weil ich habe, glaube ich, gehört, du hast sie live gesehen.
SPEAKER_01Ja, ich habe sie zweimal live gesehen, beide Mal in der Wiener Stadthalle und werde ich mein ganzes Leben lang nie vergessen. Und ich büte mir sogar ein, dass uns der, mit meinem besten Freund damals dort, wir waren 17, und ich büte mir sogar ein, dass uns der Frede Merkur einmal gewunken hat, weil wir ein bisschen ausgepflückt haben, uns das Leibal vom, es war damals sehr heiß, weil im Sommer vom Oberkörper gerissen haben und mit dem Leibl dann gewunken haben. Und der hat die Hand auf die Augen gelegt hat, geschaut und hat uns so zugewunken. Also das war schon ein tolles Erlebnis damals und es war einer der Konzerthighlights, die ich erleben durfte.
SPEAKER_00Kann auch nicht jeder von sich behaupten, dass einem Freddie Mercury zugewunken hat. Du hast vorher gesagt, du hörst eigentlich immer Musik. Gibt es da einen festen Tagesablauf oder ist es einfach als Begleitsmedium mehr oder weniger immer dabei?
SPEAKER_01Also wenn immer es geht. Natürlich, ich fahre ja sehr für mein Auto, beruflich auch bedingt, geht nach Österreich, da läuft immer alles, Austria First, aber auch andere Regionalprogramme höre ich sehr, sehr gerne. Die tue man switchen. Es ist oft so, muss mich immer konzentrieren, heute geht es vielleicht mit dem Touchscreen. Aber ich schaue da gerne um, wenn ihr einen Sender habt, gefällt mir jetzt gerade die Musik nicht, switche zum nächsten. Und in der Früh sowieso, beim Appen-Aufstellen läuft da, ich habe noch immer einen Radiowecker, das ist glaube ich heutzutage schon Rarität, aber ich habe das noch immer, das heißt, das Leben fängt schon mehr in der Früh mit Musik an, bis zum Zähneputzen, bis zum Duschen überall hin und am Abend ist es genauso. Zum Einschlafen hören wir auch sehr gerne Einschlafmusik an, sanfte Musik, wo du dann hineingleitest in den Schlafen.
SPEAKER_00Peter Westenthaler ist heute der Gast bei Musik und Politik. Über seine Vorlieben haben wir schon gesprochen. Er hat auch gesagt, dass er mit Austropop mehr oder weniger groß geworden ist. Den gibt es heute noch. Die Austropopper der 80er Jahre sind ein bisschen in die Jahre gekommen, aber es gibt natürlich auch neue Künstler aus Österreich. Und wann immer man über Musik und Politik auch spricht oder wenn Künstler auf Politik angesprochen werden, gibt es immer wieder ein paar, die sagen, die FPÖ, das geht irgendwie gar nicht. Wie ist da dein Verhältnis zu diesen Künstlern?
SPEAKER_01Naja, ich habe immer getrennt zwischen politischer Bewertung, politischen Ansichten und der Kunst. Ich glaube, da muss man trennen. Mir gefallen Lieder von Reinhard Fendrich und auch von Wolfgang Ambrus enorm, ich höre die sehr, sehr gerne, haben auch meine Jugendzeit beeinflusst, aber ich teile nicht deren politische Meinung und sie wahrscheinlich meine auch nicht. Aber trotzdem muss man das trennen können und muss sie in ihren künstlerischen Werken positiv beurteilen. Ich bin ja der Meinung, dass Künstler sich politisch äußern sollen. Durchaus, wenn es um gesellschaftskritische Themen geht, die sie bewegen. Da kann ja keiner was dagegen, weil wir leben in einer Demokratie, jeder hat Meinungsäußerungsfreiheit. Was eine Grenze beginnt zu ziehen, ist Parteipolitik. Ich glaube, ein Künstler sollte sich nicht parteipolitisch einmischen, schon allein aus eigenzweck nicht, weil einfach er davon ausgehen muss, dass viele seiner Fans aus verschiedensten Parteien kommen und er dann, wenn er sich einschlägig äußert, andere vergrämern könnte. Wenn man sich das leisten kann, nur zu, aber in Wahrheit genauso wie beim Sport. Man sagt auch, beim Sport sollte man Sport und Politik trennen und bei Kunst und Kultur sollte man das auch machen, was zumindest die Parteipolitik betrifft. Das würde ich mir wünschen. Da hat so mancher über den Zaum geschlagen, aber ich war jetzt erst vor kurzem sehr positiv überrascht, fast versöhnt, jetzt auf der politischen Ebene mit Wolfgang Ambrus, der in einem großen Interview gesagt hat, ich glaube, es war in der Corona-Zeitung, lasst sie doch mal machen. Jetzt so für 40% des Wollen, dass die Freiheitliche Partei in eine Regierung kommt und das Land regieren soll, dann soll man es auch machen lassen, hat aber nichts Negatives nachgeschoben, sondern gesagt, lasst das machen. Und wenn es gut ist, ist es ja gut. Fürs Land füge ich jetzt hinzu. Und wenn nicht, wird man einer Demokratie wieder abgewählt. So einfach ist das. Aber ich glaube, vielleicht ist da ein bisschen eine Gelassenheit gegenüber den demokratischen Zuständen in Österreich jetzt eingetreten.
SPEAKER_00Also du glaubst auch, dass sich das ändern könnte, weil, wie du eben sagst, die FPÖ gewinnt von Umfrage zu Umfrage laufend an Vertrauen. Das muss ich natürlich bei Wahlen umsetzen, aber glaubst du, dass es dann auch eine gewisse Entkrampfung geben wird? In der Steiermark sieht man das ein bisschen, würde ich sagen.
SPEAKER_01Naja, überall dort, wo die Freiwilligen wirklich was zu sagen haben, in der Steiermark ist natürlich ein sehr gutes Beispiel. Aber ich darf anfügen, auch unter Jörg Haider, wie Landeshauptmann in Kärnten war, tut plötzlich nicht die Eintönigkeit ausgebrochen, sondern eine unglaubliche musikalische Vielfalt von Volksmusik bis Astropop, die Star-Nacht, die er erfunden hat mit allen Schlagerstars, die sind deswegen nicht noch, haben nicht Kärnten ein paar Bogen gemacht, sondern sind hingekommen. Und trotzdem war der Jörg Haider durch das Landeshauptmann. Das heißt, ja, ich sehe das so, dass ich sollte die Freiliche Partei, und das hoffen wir mittlerweile mehr als 40 Prozent, in eine Regierung kommen, dann wird man sehr rasch erkennen, dass das weder eine Gefahr noch irgendeine Zensur bedeutet, sondern gerade im Kunst- und Kulturbereich eine echte Offenheit. Denn wenn man Freiheit im Programm stehen hat im ersten Satz, dann ist es uneingeschränkt anwendbar für alle Bereiche, also auch für die Kunst- und Kulturszene, da braucht sie wirklich niemand fürchten, sondern im Gegenteil, da wird es einen Aufbruch geben und viele neue gute Initiativen.
SPEAKER_00Darauf hoffen wir natürlich gemeinsam. Eine letzte Frage noch, wir haben jetzt viel über deine Musikgewohnheiten gesprochen. Bist du selber auch musikalisch? Kannst du singen? Hast du einmal ein Instrument gelernt oder gab es da Versuche?
SPEAKER_01Ich wollte immer und vielleicht mache ich es noch, ich wollte immer Klavierspielen lernen. Dieses Instrument hat mich immer fasziniert. Bei der Gitarre habe ich es probiert, bin ich jämmerlich gescheitert. Das hat fast geändert in einem Fingerbruch. Also lieber nicht. Aber Klavier ist ein unglaublich tolles Instrument, so vielfältig. Und meine Frau hat mir sogar einen Klavierkurs vor vielen Jahren geschenkt, bei einer sehr bekannten asiatischen Klavierlehrerin. Leider habe ich das bis heute nicht eingelöst, ich weiß Gott, es noch gibt. Aber vielleicht mache ich das noch. Es gibt so Sachen im Leben, die man sagt, die möchte ich noch machen. Und Klavierspülen ist eine davon und kochen lernen das zweite, aber das hat mit Musik nichts zu tun. Aber Klavierspielen und was ich schon mache, und das seit der Jugendzeit, ich singe ganz gern, das stimmt wirklich. Ich habe begonnen als begnadeter Dusch- und Partywannensänger und das habe auch nie eine Ausbildung gehabt, aber ich habe jetzt schon das ein oder andere Mal auf privaten Partys, oder wenn es halt lustig war, das Mikrofon ergriffen. Nur so schlecht tucht sich das gar nicht an und das macht mir einfach einen Spaß.
SPEAKER_00Also die Hütte war nicht leer, als du zu singen begonnen hast.
SPEAKER_01Ganz im Gegenteil. Die Leute haben applaudiert, das hat ihnen gefallen. Ich habe sogar drüber getraut, einmal über einen Elvis, zum Beispiel. Also das habe ich ein bisschen so eine sonige, tiefere Stimme, da geht es dann schon. Nein, nein, das passt schon. Und wenn ich gut drauf bin und irgendeiner guten Umgebung, dann greife ich schon mal zum Mikrofon.
SPEAKER_00Vielleicht das nächste Mal hier bei Musik und Politik oder du spielst uns am Klavier etwas vor. Ich sage einen recht herzlichen Dank für den Besuch heute bei Musik und Politik an meinen heutigen Gast Peter Westenthaler. Danke.
SPEAKER_01Danke auch, alles Gute.