Michael Oberlechner: Von der Einheitspartei, leeren Babler-Versprechen & Rock
•Austria First - Das Patriotenradio
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
0:00
|
8:47
In dieser Ausgabe von „Musik und Politik“ begrüßt Volker Höferl den freiheitlichen Nationalratsabgeordneten und Bautensprecher Michael Oberlechner. Der gebürtige Ottakringer nimmt sich kein Blatt vor den Mund, wenn es um das völlige Versagen der Bundesregierung in der aktuellen Wohnkrise geht. Er demontiert die leeren Wahlkampfversprechen von SPÖ-Chef Andreas Babler und stellt klar: Nur ein Systemwechsel hin zu echtem Eigentum kann die Bürger langfristig vor Altersarmut schützen.
Doch der FPÖ-Politiker zeigt auch seine ganz persönliche Seite. So erfahren die Hörer, warum der passionierte Heurigen-Geher im Auto am liebsten die Boxen aufdreht und harten deutschsprachigen Rock hört. Oberlechner spricht über seinen erfüllten Jugendtraum bei einem Stadionkonzert der Böhsen Onkelz, seine Meinung zum musikalischen Ausflug von Marco Pogo und warum er Ozzy Osbourne wohl leider nie mehr live auf der Bühne erleben wird.
Welcher Song bringt den Bautensprecher aber so richtig in Stimmung? Ratet mit und verratet uns das absolute Lieblingslied von Michael Oberlechner! Unter allen richtigen Tipps verlosen wir das begehrte AUSTRIA FIRST Kaffeehäferl – das legendäre „Häferl vom Höferl“. Schickt euren Tipp einfach samt Name und Adresse über unseren WhatsApp-Kanal, den ihr auf https://austriafirst.at findet. Teilnahmeschluss ist Donnerstag, 10:00 Uhr. Wer die Sendung verpasst hat, kann das gesamte Gespräch jederzeit auf austriafirst.at, in der AUSTRIA FIRST App sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen nachhören.
Willkommen zu dieser neuen Ausgabe von Musik und Politik. Mein heutiger Gast kommt aus Wien. Er ist Nationalratsabgeordneter der FPÖ und Bautensprecher. Was das genau ist, werden wir im Laufe dieser Stunde natürlich aufklären. Zuerst aber ein herzliches Willkommen an Michael Oberlechner.
SPEAKER_00
Ja, vielen lieben Dank Volker für die Einladung.
SPEAKER_01
Schön, dass ich da sein darf. Ja, Michael, auch für dich gibt es die ersten beiden Standardfragen meiner Sendung, um einmal eine erste Einordnung vorzunehmen. Was hat denn aus deiner Sicht oder was haben Musik und Politik gemeinsam?
SPEAKER_00
Ja, das ist eigentlich sehr ähnlich. Es gibt ganz, ganz große Unterschiede, ganz viele Richtungen. Das erleben wir ja auch im Parlament, wobei da gibt es gar nicht mehr so viele Richtungen, da haben wir die Einheitspartei und uns, also passt der Spruch vielleicht doch nicht so ganz. Aber es ist auch viel Emotion dabei. Genauso in der Politik und auch in der Musik gibt es sehr viele emotionale Dinge und du kannst dich eigentlich in jede Stimmung versetzen oder auch verstärken und genauso kann Politik hier auch Stimmung machen und das ist in die richtige oder auch in die falsche Richtung, wie wir es jetzt mit dieser Bundesregierung erleben.
SPEAKER_01
Und auf einer Skala von 1 bis 10, wie wichtig ist dir persönlich Musik? Eins ist der niedrigste Wert, zehn ist der höchste.
SPEAKER_00
Gehen wir weit nach oben, gehen wir auf die 8. Warum so hoch? Weil es doch immer wieder Stimmungen verstärkt, die Laune heben kann. Also es tut schon ganz gut. Es ist fürs Wohlbefinden etwas Feines, also durchaus sehr wichtig.
SPEAKER_01
Und wir machen gleich weiter mit viel Wohlbefinden mit unserem heutigen Gast, dem freilichen Nationalratsabgeordneten Michael Oberlechner hier bei Musik und Politik. Gleich geht's weiter. Ein Gast aus Wien ist heute mein Gegenüber im Studio bei Musik und Politik. Es ist der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Michael Oberlechner. Ja, Michael, stell dich mal unseren Hörern vor. Wie bist du in die Politik generell gekommen? Wie hat dich der Weg dann in den Nationalrat geführt?
SPEAKER_00
Ja, es ist eigentlich, da habe ich begonnen mit 16, 17 mich dafür zu interessieren, weil ich eigentlich auch schon in den Schulzeiten immer der war, wenn man was nicht gepasst hat, dann wollte ich was verändern und nicht einfach nur schimpfen. Ja, bin dann zur freitlichen Jugend gegangen in sehr jungen Jahren und in der Bezirksgruppe Otterkring, da bin ich mittlerweile Bezirksparteiabmann. Im Landesparteiverstand der FPÖ Wien und bei der letzten Wahl auf einem Landesmandat in den Nationalrat eingezogen. Das ist so ziemlich der Zenit des Ganzen geworden, muss ich echt sagen. Äußerst, äußerst spannend. Neue Aufgaben, ich glaube langsam hineingewachsen. Und zum Bautensprecher ist es ja besonders spannend, weil ja gerade der Vizekanzler Andreas Babler hier das Thema Wohnen ganz besonders auf seine Fahnen heften wollte. Und ich benutze ja ganz bewusst den Konjunktiv, weil gemacht hat er ja de facto nicht. Wirklich war es ja doch die Kompetenzen dafür nicht. Aber dafür ist er österreichweit auf und abgetourt mit der SPÖ und hat ein Jahr billigere Mieten versprochen. Wie gesagt, passiert jetzt gar nichts, außer ein Mitpreisbremsel. Die Mieten gerade in Wien im Gemeindebau sind auf höchst Niveau eingefroren worden. Und das ist der einzige Output, den er hier geben kann. Aber angezählt ist er eh. Aber irgend ein paar lustige Überraschungen werden sicher noch vor dem kommen. Also kann doch spannend werden.
SPEAKER_01
Wenn man das Thema Wohnen über Österreich stülpt, das ist ja wahrscheinlich sehr schwierig, weil ich habe Städte wie, weiß ich nicht, Innsbruck, Wien, wo es generell hochpreisig ist oder auch Salzburg und dann gibt es aber natürlich auch den ländlichen Bereich oder kleinere Landeshauptstädte. Kann man irgendwie sagen, wie Österreich beim Thema Wohnen generell aufgestellt ist? Es gibt ja auch die Miete, es gibt Eigentum, Häuser, Wohnungen. Kann man da irgendwie so einen Einheitswert oder einen Durchschnittswert formulieren?
SPEAKER_00
Ja, es ist wirklich regional abhängig und völlig unterschiedlich. Wir haben doch noch sehr große Eigentümerstruktur, gerade im ländlichen Raum und das ist auch gut so. In den Städten, gerade Wien, ist hier das Beispiel, dass sehr viel Miete und auch im sozialen Wohnbau ist. Und da sollten wir eigentlich auch einen ganz, ganz großen Systemwechsel wieder haben, hin auch zu Eigentum. Das würde auch für Altersarmut schützen und es wieder möglich machen. Aber davon können viele momentan auch dank dieser Bundesregierung ja nicht einmal mehr träumen.
SPEAKER_01
Was ist aus deiner Sicht das Wichtigste, was ich im Wohnbau tun muss? Du hast ja auch vor nicht allzu langer Zeit gemeinsam mit Herbert Kickel das freiheitliche Wohnbauprogramm oder Bautenprogramm vorgestellt. Was sind da die zentralen Punkte?
SPEAKER_00
Das wäre jetzt fast tagessprengend, wenn wir hier alle Punkte anschneiden, aber ich sage gerade in Zeiten massiver Teuerung und einer Verarmung, die stattfindet, würde ich schon den Schwerpunkt im sozialen Wohnbau sehen, gerade auch bei den Gemeinnützigen, hier auch wieder Geld in die Hand zu nehmen. Hier, und das ist das Gebot der Stunde, aber für alle Bereiche, Angebot und Nachfrage, es muss gebaut werden und das sehr, sehr dringend und hier muss ich Anreize schaffen. Alles klar, das war es zum Thema Wohnen.
SPEAKER_01
Wir steigen dann gleich in das Thema Musik ein. Willkommen bei Musik und Politik mit unserem heutigen Gast, dem Wiener Nationalratsabgeordneten der FPÖ, Michael Oberlechner. Der Bautensprecher über dieses Thema haben wir schon gesprochen. Bleiben wir vielleicht ein bisschen bei Musik und Bauten. Welche Musik erklingt denn bei dir, dass die Wände so richtig wackeln?
SPEAKER_00
Ja, das ist meiner Jugend noch geschuldet. Das ist eigentlich fast klassisch in meinem Jahrgang gewesen und in meinem Freundeskreis, also böse Onkels. Da habe ich mir jetzt unlängst einen Traum erfüllen können, hat über 20 Jahre gedauert, endlich am Konzert gewesen. Einfach geil. Ja, kann ich dazu nicht sagen.
SPEAKER_01
Und generell Musik so im Tagesalltag, wann hörst du Musik? Gibt es da Fixpunkte oder ist es immer irgendwo, dass Musik läuft bei dir?
SPEAKER_00
Na, immer nicht. Es ist oft auch ein bisschen Ruhe notwendig oder gerade in Gesprächen, aber im Auto ist es der Löwenanteil mittlerweile geworden. Und da ich doch relativ viel Zeit darin verbringe, ist das durchaus angenehm und vorbereitend auch auf diverse Gespräche, um sich auch ein bisschen in die richtige Stimmung zu versetzen.
SPEAKER_01
Aber lässt du dich da einfach mit dem berieseln, was eben gerade läuft, oder hast du noch abseits der Onkels andere Lieblingsbands oder Lieblingsmusikrichtungen, die du besonders gerne magst?
SPEAKER_00
Ist eher im deutschsprachigen Rock angesiedelt, also Freiwillig zum Beispiel wird auch sehr geschätzt und jetzt ein bisschen weniger, aber früher waren wir ein bisschen Metal, Metallica, Oseosbören auch in die Richtung ein bisschen.
SPEAKER_01
Hast du in deiner Jugend auch Kontakt direkt mit Musik gehabt? Hast du ein Instrument gelernt? Hast du hier Versuche getätigt? Muss ich zugeben, leider nein. Und wie schaut es mit Singen aus in der Schule, in Co. oder irgend so etwas?
SPEAKER_00
Auch das nicht wirklich, nein. Also ich glaube, da verschone ich die Menschen damit besser.
SPEAKER_01
Okay, aber Musik ist dir wichtig, du hast gesagt, auf der Skala hast du eine 8 und du kommst ja aus Wien, da gibt es ja legendäre Musikclubs. Ich denke nur an das U4, was du da früher in deiner Jugend, Stammgast in diversen Wirtshäusern oder Clubs?
SPEAKER_00
Eher nicht, ich war vielleicht ab und an einmal mit, aber sonst bin ich der klassische Otterkringer, ein bisschen sehr konservativ, was das betrifft. Da habe ich den Heurichen eigentlich präferiert, aber da gibt es auch wunderbare Musik und auch immer wieder nette Abende damit.
SPEAKER_01
Das heißt, diese klassischen Wiener Lieder, Karl Hodena und wie die alle heißen, mit dem bist du vertraut?
SPEAKER_00
Mit dem bin ich ganz gut vertraut, ja. Schätze es auch sehr.
SPEAKER_01
Alles klar, gut, danke fürs erste, Michael Oberlechner. Einen Einstieg haben wir noch gemeinsam und dann werden wir noch ein bisschen weitersprechen über Musik, vor allem auch hier in Wien. Freut euch drauf. Er ist aus Otterkring, er geht gern zu den dortigen Heurigen. Michael Oberlechner, der heutige Gast bei Musik und Politik. Ich glaube, wer auch Otterkring sehr stark in den Fokus gestellt hat, war eine Band, die hat Alkbottle geheißen.
SPEAKER_00
Kennst du die auch? Ja, freilich. In jungen Jahren auch ein, zweimal auf Konzerten gewesen, waren ganz witzig.
SPEAKER_01
Die haben ja dem Bier sehr gehuldigt, wer das auch getan hat oder noch immer tut, ist einer, der dann auch kurzfristig einmal in der Politik vorbeigeschaut hat. Marco Pogo, Turbo Bier, glaube ich, hat seine Band geheißen. Wie stehst du zu dem Kollegen?
SPEAKER_00
Ja, politisch stehen wir doch sehr konträre. Musikalisch habe ich es einfach lustig gefunden. Ein lustiges Experiment, unterhaltsam, sei echt, aber durchaus lustig.
SPEAKER_01
Wien, eine Musikhauptstadt, ich sage von Falco, beginnend oder vielleicht nicht beginnend. Wir haben ja auch Mozart, wir haben tolle Konzerthäuser, den Wiener Musikverein. Und und und, wie schaut es bei der Klassik bei dir aus?
SPEAKER_00
Ja, etwas selten, aber hin und wieder doch, aber sicher nicht der Schwerpunkt in meinem Leben.
SPEAKER_01
Aber als Wiener schon überall drin gewesen, Opa, Musikverein, kennst du die von innen auch?
SPEAKER_00
Von innen auch, aber wie gesagt nicht sehr häufig.
SPEAKER_01
Was war dein letztes Konzert? Kannst du dich daran erinnern?
SPEAKER_00
Ja, mit großer Freude kann ich mich erinnern, nachdem ich es. Ich habe es eingangs sehr erwähnt, aber nach über 25 Jahren hat es sich nicht ergeben, jetzt im Braterstadion bei den bösen Onkels, das war ein Stück Jugend live belebt, das war großartig.
SPEAKER_01
Sonst gibt es noch Künstler, wo du sagst, die würde ich gerne einmal unbedingt live erleben?
SPEAKER_00
Ja, einen davon kann ich leider nicht mehr live erleben, das wäre Osssi Osborn gewesen, das wird sich leider nicht mehr ausgehen in diesem Leben, aber Freiwild wird sicher machbar sein und auf das freue ich mich auch schon sehr.
SPEAKER_01
Mit Osssi Osban kannst du nur dann irgendwann den Crazy Train quasi im Himmel gemeinsam besteigen, aber da hoffen wir mal, dass das noch Jahrzehnte dauert. Ich sage an dieser Stelle einen schönen Dank an Michael Oberlechner. War ein sehr nettes und humoristisches Gespräch über Musik. Vielen Dank für deinen Besuch.
SPEAKER_00
Ja, vielen Dank für die Einladung. Musik und Politik. Der musikalische Politik Talk auf Austria First.