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Gekaufte Wahrheit: Wie Mainstream-Medien die Demokratie gefährden - Macht & Medien
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Die klassischen Mainstream-Medien haben ihre Rolle als objektive Beobachter längst aufgegeben und fungieren stattdessen als radikale Verteidiger des politischen Status quo. In der aktuellen Ausgabe von „Macht und Medien“ analysiert Werner Reichel gemeinsam mit dem Politologen und Publizisten Ralph Schöllhammer, wie sich Zeitungen wie der Standard oder der Falter durch staatliche Millionen-Förderungen in eine fatale Abhängigkeit begeben haben.
Schöllhammer, Leiter des Zentrums für angewandte Geschichte und Theorie der internationalen Beziehungen am Mathias Corvinus Collegium, legt schonungslos offen, wie linker Haltungsjournalismus funktioniert. Anstatt den Mächtigen auf die Finger zu schauen, betreiben diese Medien einseitigen „Investigativjournalismus“ als verlängerter Arm linker Justizkreise und diffamieren gezielt patriotische Kräfte sowie Andersdenkende. Millionen an Steuergeldern fließen so in die Produktion von regierungsgefälligen Jubelmeldungen.
Wenn die Realität auf der Straße nicht mehr mit der Berichterstattung aus den elitären Redaktionsstuben übereinstimmt, greift das System zu Zensurmaßnahmen. Erfahrt in dieser spannenden Analyse, warum der Bedeutungsverlust der Altmedien unaufhaltsam ist, wie alternative Plattformen die Deutungshoheit des politisch-medialen Establishments durchbrechen und warum die EU mit Gesetzen wie dem Digital Services Act panisch die Meinungsfreiheit beschneidet.
MACHT UND MEDIEN – DAS MAGAZIN GEGEN LINKE MEINUNGSMACHE hört ihr immer neu am Montag von 11 bis 12 Uhr – sowie an den weiteren Sendeterminen am Montag von 17 bis 18 Uhr und am Dienstag von 6 bis 7 Uhr – direkt über die Webseite https://austriafirst.at/ oder in der AUSTRIA FIRST App:
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Macht und Medien. Das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmacher mit Werner Reike.
SPEAKER_00Willkommen sagt Werner Reike. Mein heutiger Gast ist Ralf Schöllhammer. Er ist der Leiter des Zentrums für Angewandte Geschichte und Theorie der internationalen Beziehungen am Matthias Corvinius Collegium in Budapest. And he is analyst and a bekannter politic commentator that during his few auftritte in TV-Senders bekannt is. And Schöllhammer Live an eye YouTube Kanal. Willkommen bei Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Mein heutiger Gast ist Ralf Schöllhammer. Er ist Politikwissenschaftler, Leiter des Zentrums für angewandte Geschichte und Theorie der internationalen Beziehungen am Matthias Carvinius-Kollegium in Budapest und natürlich bekannter Politikkommentator in vielen TV- und Internetkanälen. Lieber Ralf Schöllhammer, vielen Dank fürs Kommen, dass du dir Zeit genommen hast. Lieber Werner, vielen, vielen Dank für die Einladung. Ja, kommen wir gleich zur Sache. In ganz Europa sind die patriotischen, die rechten Kräfte im Aufwind. Die Bevölkerung verliert angesichts des allgemeinen Niedergangs der vielen, vielen Krisen das Vertrauen in den Parteienstaat, die Volksparteien, die ehemaligen Volksparteien, muss man sagen, und die staatlichen Institutionen. Und die Mainstream-Medien reagieren darauf eigentlich fast deckungsgleich mit den Einheits-respektive den Brandmauerparteien. Sie haben ihre eigentliche Aufgabe als Medien, nämlich halbwegs unabhängig zu berichten und die Bevölkerung zu informieren, mehr oder weniger komplett aufgegeben und sind zu Haltungsmedien, zu politischen Aktivisten mutiert, deren einzige Aufgabe es ist, so scheinen es jedenfalls, die aktuellen Machtstrukturen zu bewahren, von denen sie wiederum selbst abhängig sind. Und ich habe den Eindruck, und das ist auch meine erste Frage, ob du diesen Eindruck teilst, dass die Mainstream-Medien sich aktuell aufgrund des immer weitergehenden Vertrauensverlusts summend radikalisieren.
SPEAKER_02Naja, radikalisieren zum Teil, ja, da können wir im Detail noch drüber sprechen, aber ich finde, du hast ganz einen entscheidenden Punkt angesprochen, den ich persönlich auch so enttäuschend finde. Das ist der, dass die Medien oder ein Großteil der Medien oder die traditionellen Medien, ich glaube die Legacy Media, wie man im Englischen sagen würde, dass die eigentlich zum wichtigsten Verteidiger, so zum letzten Bollwerk des Status Quo geworden sind. Und ich hätte mir eigentlich immer gewünscht oder aber auch immer geglaubt, dass eigentlich das Selbstverständnis des Journalismus ist, dass man die Veränderung, die ja zum Wesen vor allem der Demokratie dazugehört, dass man die begleitet, genau wie du gesagt hast, dass man eben Probleme aufzeigt, dass man eben die Missstände aufzeigt, dass man darauf hinweist, dass die Dinge in eine falsche Richtung laufen. Und ich glaube, in Europa ist es ja mittlerweile nur mehr sehr schwer von der Hand zu weisen, dass die Dinge in eine falsche Richtung laufen. Das sagen ja nicht nur du und ich, man macht es nur beispielsweise den durch aller Munde gegangenen Traghi-Report ansehen, dass wenn man jetzt so ein bisschen auf die wirtschaftliche Komponente werfen würde, dass die Migrationsfrage, dass die in den letzten Jahren sehr schlecht gehandelt worden ist, dass man da eigentlich gescheitert ist, wenn man ganz ehrlich ist. Also das sind alles Dinge, die ja mittlerweile offensichtlich sind, aber eigentlich gräbt man sich jetzt ein. Man gibt ein bisschen zu und sagt, ja, das ist ein bisschen daneben gegangen, da sind die Dinge nicht so gut gelaufen. Aber die einzigen, die darauf eine Antwort liefern können, sind wieder die Status-Qo-Parteien, sind praktisch diejenigen, die uns die Suppe eingebrockt haben, wären anscheinend die einzigen, die sie wieder auslöffen können. Und das ist natürlich etwas, was in der Bevölkerung nicht mehr wirklich resoniert. Und dort wendet man sich dementsprechend eben neuen Parteien zu. Was ja, glaube ich, grundsätzlich einer Demokratie positiv ist, halte ich es ja auch für etwas sehr Schönes. Also die Tatsache, dass der Wähler sich nicht auf Getaie und Gederbt oder ein signifikanteil der Wähler nicht auf Getaie und Gederb an eine Partei gebunden fühlt oder an eine bestimmte Parteiengruppe gebunden fühlt, sondern durchaus gewillt ist, neuen Parteien, Reform in Großbritannien oder Meloni in Italien oder der AfD in Deutschland. Aber die Medienstadt würde ich sagen, diesen Veränderungsprozess oder diesen Wunsch nach Veränderung zu begleiten, hat sich eigentlich gegen die Bevölkerung und gegen diesen Wunsch der Veränderung gestellt, ob man da zum Teil des Gefühltes, und da bin ich bei dir mit der Radikalisierung, dass man eigentlich ja sagt, oder ein signifikant Anteil, dass die Bevölkerung zu blöd ist zu wissen, wen man wählt. Und damit sage ich ja indirekt auch, dass die Bevölkerung eigentlich zu blöd ist, an der Demokratie teilzunehmen. Und dann entstehen eben so skurrile Situationen wie in Deutschland, wo man dann versucht, zwischen, also je nachdem welcher Umfrage man da jetzt glauben möchte, bundesweit bis zu 30 Prozent und auf Regionalebene, Stichwort Sachsen-Anhalt oder Sachsen oder Thüringen, über 40 Prozent der Menschen praktisch von politischen Entscheidungsprozess auszuschließen. Und wenn das nicht radikal ist, sag jetzt einmal ein bisschen polemischer, was ist dann radikal?
SPEAKER_00Man wendet sich gegen die eigene Leserschaft, gegen die eigene Wählerschaft. Und was ich mit radikalisieren auch gemeint habe, ist, dass ich zumindest den Eindruck habe, vor 15, 10, 15 Jahren hatten die Medien noch zumindest versucht, den Eindruck zu erwecken, objektiv und neutral zu sein, sprich journalistische Medien zu sein. Mittlerweile hat man selbst das aufgegeben und greift wirklich aktiv als politischer Player ins Geschehen ein. Also jetzt eben gerade die Wahl in Sachsen-Anhalt. Also man sieht ja wirklich alle Register, um die AfD von der Macht fernzuhalten. Das hat ja mit Journalismus eigentlich nichts mehr zu tun.
SPEAKER_02In dieser Idee zuzusagen, dass man wirklich den Mächtigen auf die Finger schaut und vor allem auch zu den eigenen Überzeugungen steht und uns dadurch eben auch guten Journalismus leisten kann. Aber das haben wir ja in der Form nicht mehr. Und wir haben das natürlich auch ein bisschen zugelassen, vor allem in Österreich, weil wir eine unsägliche Verquickung von regionalen und bundesweiten Förderungen, Unterstützungen, Inseratten und ähnlichen haben, womit man natürlich die Medien, auch wenn es keiner zugeben möchte, aber natürlich stimmt es, in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht hat. Und da kann ich dann nicht mehr unabhängig recherchieren. Und wir haben das ja auf einer anderen Ebene auch, ich hinein ein Stichwort, diese Zusammenarbeit ist zwar vor wenigen Jahren beendet worden, nur um das der Richtigkeit halber auch gesagt zu haben, aber das war zum Beispiel, wie vor allem Bill Gates begonnen hat, bei größeren Medien diese sogenannten Klimajournalisten zu finanzieren. Also man einfach gesagt hat, man unterstützt, das war zum Beispiel beim Spiegel in Deutschland, dass man denen dann Gelder zur Verfügung gestellt hat, um Reportagen um Journalisten anzustellen, aber natürlich unter der Bedingung, auf eine ganz bestimmte Art und Weise über diese Dinge zu berichten. Und eigentlich hätte da jeder aufschreien müssen. Stell dir kurz vor, man hätte, keine Ahnung, sich von Chevron oder ExxonMobil Journalisten finanzieren lassen, die dann über den Klimawandel oder über fossile Brennstoffe berichtet hätten. Da hätte jeder gesagt, Leute, das kann doch nicht euer Ernst sein. Aber wenn eben in dem Fall als Bill Gates, die hat keine Beschwerungstheorie, das ist Common Knowledge, wie man sagen würde, das ist komplett offensacht dokumentiert, hat auch der Spiegel nie abgestritten, Matthew hat dann diese Zusammenhabe beendet. Aber wenn da praktisch dann mit einer ideologischen Schlagseite Gelder zur Verfügung gestellt werden und das wird dann irgendwie so als Journalismusförderung oder als dem Journalismus gutun präsentiert, das ist halt schon absurd.
SPEAKER_00Das ist absolut absurd, weil hier wirklich immer mit zweierlei Maßstäben gemessen wird. Also wenn die Gelder von Bill Gates oder Charles Soros fließen, ist das nie ein Kritikpunkt, wenn hingegen ein Elon Musk versucht, über X die Meinungsfreiheit hochzuhalten, wird der als das große Böse, der größte Feind der Demokratie und der Freiheit dargestellt. Genau. Vielleicht kommen wir gleich, was du erwähnt hast, über die Verquickung oder die Abhängigkeit der Medien vom Staat oder den staatlichen Geldern. Das ist ja gerade in Österreich extrem ausgeprägt. Beispiel, der Standard hat, ich glaube, 2024 muss es gewesen sein, 13 Millionen Euro an staatlichen Geldern kassiert und zwar in Form von Subventionenförderungen und vor allem über staatliche Inseratengelder. Das Standard wird vermutlich auch von der babblaschen Medianreform massiv profitieren, wie auch zum Beispiel Blätter wieder veralter. Jetzt angesichts solcher massiven finanziellen Abhängigkeiten kann man da überhaupt noch von einem unabhängigen Medium, von einem objektivberichtten Medium sprechen. Ist das nicht vielmehr schon ein quasi verstaatlichtes Medium, ist der Standard nicht mehr so eine Art Wiederzeitung, eine neue?
SPEAKER_02Ja, es ist eine über die Bande gespielte Verstaatlichung, so kann man das nennen. Und diese Beträge, du hast erwähnt zum Beispiel beim Standard und das soll jetzt kein Standard-Bashing sein, aber wir sprechen da immerhin von knapp einer Million im Monat. Das sind alles keine Lapalien mehr. Jetzt kann man natürlich sagen, bei unserem Budgetloch und bei der Finanzkrise in Österreich und bei dem Schultenberg, was sind da 13 Millionen? Okay, gut, wenn man es so ein bisschen zynisch betrachtet, könnte man das sagen. Grundsätzlich und prinzipiell im Medienalltag ist es dann nicht mehr zeitgemäß. Wir merken sie zum Beispiel mit der Sendung, die wir aufnehmen, es ist tatsächlich so, dass eigentlich mit relativ einfachen technischen Mitteln eine hochqualitative, sage ich mal, Medienlandschaft, aber auch hochqualitative Medienprodukte, auch investigativer Journalismus und ähnliches hergestellt werden kann. Also zum Beispiel, wo es ja Teil dieser Medienförderung in Österreich ist zu sagen, die Menschen können sich nicht informieren, wenn sie nicht eine gedruckte Zeitung vor sich liegen haben. Das ist ja komplett absurd. Also meine Eltern, mein Vater zum Beispiel, ist Mitte 80 und der kann mit seinem Smartphone genauso gut umgehen wie jeder andere. Die Printmedien sind zu einem gewissen Grad einfach im Aussterben bedroht, beziehungsweise wenn jemand gern das in gedruckter Form haben möchte, ist ja auch legitim, aber dann kostet das auch was. Aber das muss nicht der Staat oder der Steuerzahler finanzieren. Und das Gleiche gilt ja auch für Audio- und Videoinhalte. Das streckt sich ja dann bis zum ORF. Ist es da dann wirklich notwendig, dass ich neun Landesstudios habe? Ist es notwendig, dass ich da bei der Produktion, dass ich da Sendewagen und diese ganzen Dinge, die es von früher noch gibt, dass ich das in der Form benötige? Das geht einfach viel einfacher. Und wir haben ja Beispiele dafür, dass das einfacher geht. Es ist ganz egal, ob man jetzt dann unabhängige Journalisten ansieht, die praktisch direkt, sei es dann über Substack, über ihre Blogs oder ähnliches sich an die Konsumenten wenden. Oder auch ich mit meinem kleinen YouTube-Kanal, das ist halt so, das wird dann von den Sehern, von den Hörern unterstützt, mit 4 Euro im Monat, mit 5 Euro im Monat, mit 10 Euro im Monat, je nachdem, was halt jemand gewillt ist, zu geben. Und das reicht dann eigentlich aus. Ein fürstliches Leben hat man natürlich nicht, aber es ist auf jeden Fall genug, um die Infrastruktur bereitzustellen, dass man dann dieses Medium produzieren kann. Und das könnten natürlich andere Medien auch machen. Also das ist einfach alles nicht mehr zeitgemessen. Und da bin ich ganz bei dir. Das bedeutet, was ist die Rechtfertigung für diese Beträge? Die Rechtfertigung kann eigentlich dann zu einem gewissen Grad nur mit die regierungsgefällige Berichterstattung sein. Und wenn ich mir ansehe, wie im Falter, wie im Standard, wie in der Wiener Zeitung zum Beispiel nach einem Interview mit dem österreichischen Finanzminister Matterbauer, wie da berichtet wird, das sind Jubelmeldungen. Ich will jetzt nicht den Begriff der Propaganda benutzen, aber man ist da schon an der Kippe dran. Also er ist so gut, er ist so schön, er ist so gescheit, er ist so erfrischend. Also ihr werdet von der Regierung finanziert und auf einmal schreibt ihr, die leistet so tolle Arbeit. Kann man sagen, das ist Korrelation und nicht Kausalität, aber hundertprozentig sicher bin ich mir nicht.
SPEAKER_00Ihr habt Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Ich spreche heute mit Ralf Schöllhammer. Wir sprechen gleich weiter über die Krise der Altmedien und die Abhängigkeit dieser Medien vom Staat dranbleiben.
SPEAKER_01Gleich geht's weiter. Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Reiche.
SPEAKER_00Willkommen zurück bei Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Mein Gast in dieser Ausgabe ist Ralf Schöllhammer. Wir haben gerade darüber gesprochen, auch über den investigativen Journalismus, den es ja de facto in Österreich in dieser Form nicht gibt. Also ich habe ja den Eindruck, dass investigativer Journalismus bei den linken Medien allen voran bei Falter oder auch beim Standard darin besteht, dass man Informationen, die man unter der Hand von Justizkreisen, Staatsanwaltschaft, WKSDA zugespielt bekommt. Und das sind immer Informationen, die der FPÖ oder auch der ÖVP-Schaden schlicht und einfach veröffentlicht. Falter und Standard sind in Wirklichkeit so der Pressedienst der linken Justizkreise. Ist das übertrieben dargestellt?
SPEAKER_02Naja, es ist vielleicht ein bisschen polemisch überspitzt, aber bei der Sache stimmt es schon. Und vielleicht um das Ganze konkret festzumachen, ich finde ja den noch einmal, ich glaube, weder du noch ich, wir sind ja keine Medienfeinde. Ich habe auch kein Problem damit, wenn es linke Medien gibt. Mein Problem ist mehr das, wenn man sich selbst auf die Fahne heftet, objektiv zu sein, wenn man das nicht ist. Wenn man den Standard oder den Falt dahernimmt, wenn die von sich sagen, schaut her Leute, wir wollen eine FPÖ-Regierung verhindern, wir wollen einen Kanzler Kickler oder wen auch immer verhindern, wir sehen uns alles links der Mitte oder vielleicht ein bisschen weiter links und dementsprechend berichten wir. Dementsprechend werden unsere investigativen Berichte sich auch auf diese Parteien oder auf das rechte Spektrum konzentrieren, habe ich damit kein Problem. Aber es wird natürlich mit einem Eindruck der sogenannten Objektivität ja dann das Gefühl vermittelt, dass praktisch das nur auf dieser einen Seite basiert. Aber in Wirklichkeit untersucht man ja nur diese eine Seite. Nehmen wir Ihnen ein ganz konkretes Beispiel. Es gibt jetzt einen Artikel nach dem anderen im Standards zu den rechtsradikalen, neonazisstischen, extremistischen Umtrieben bei der FPÖ. Also die freitliche Jugend, ganz schlimm, da hat irgendwer ASMS oder WhatsApp Nachricht bekommen von einem Identitären, wo ich wieder sagen, wo es da genau das Problem ist, hat sich auch aus den Artikeln nicht erschlossen, aber meinetwegen, oder dass irgendwelche Schädelvermessungen stattgefunden haben, soweit ich das beürteln kann, sowohl von den Identitären wie auch von der freitlichen Jugend jeder sagt, also das ist hören, sagen und distanziert sich davon. Aber ist ja egal. Der Punkt ist der, da wird eine große investigative Offensive gestartet. Aber dass zum Beispiel die SPÖ mittlerweile, dass sie glaube ich wirklich mit ihrer Versprickung mit den Muslimbrüdern und sogar mal mit den islamistischen Bewegungen in Österreich ein Problem und Handlungsbedarf haben, da hört man halt nicht. Also beispielsweise wie in letzter Woche passiert, aber dass zum Beispiel dann die Vorfeldorganisation der SPÖ, dass die dann gemeinsam mit anderen gegen das Kopftuch demonstriert und sich damit de facto auf die Seiten der Islamisten stellt. Ich meine, das kommt ja auch nicht von irgendwo her. Aber da gibt es eben dann keine investigative Recherche. Und das ist ein bisschen mein Problem, dass ich ja dann natürlich meine Kräfte und mein Personal, wenn man so will, nur auf eine Seite fokussiere. Wenn ich offen rausgehe und sage, wir schauen uns nur die rechte Seite an, weil die betrachten wie unsere ideologisch, was auch immer unsere Feinde, okay, passt, kenne ich mich aus. Aber zu sagen, wir sind objektiv und vor allem auch mit dem Berufen auf diese vermeintliche Objektivität, dann auch die staatliche Förderung zu begründen, das ist für mich dann problematisch. Weil sonst wäre es ja so, dass man sagen müsste, auch nach dem Gleichheitsgrundsatz, okay, der Staat finanziert links, Mitte links, weit links stehende Medien, aber dann müsste er natürlich auch rechts, Mitte rechts und weiter rechts stehende Medien finanzieren. Also wenn zum Beispiel wie der Standard, wenn der Investigjournalismus gegen rechts betreibt, müsste man auch, keine Ahnung, jetzt den Express oder wen auch immer finanzieren, weil der Investigativjournalismus gegen Links betreibt, dann war es egal. Aber was sagt man? Man sagt, die, die sich auf die Rechten festbeißen, sind Qualitätsmedien, die, die sich auf die Linken fokussieren, das ist der Boulevard und das entspricht einfach nicht der Wahrheit.
SPEAKER_00Also wenn man zum Beispiel jetzt das Beispiel des Falters hernimmt, sind diese Medien schlicht und einfach nicht Dienstleister ihrer Geldgeber. Also beim Falter sind die Geldgeber ja die, kann man sagen, die linken Kreise des offiziellen Staates, insbesondere der Stadt Wien, also der Roten Stadt Wien, oder auch das ORF, der Arbeiterkammer, die investieren da massiv Geld. Und entsprechend seiner Geldgeber schreibt und agiert man auch. Also zum Beispiel, ich kann mich erinnern an einen Falter-Cover, wo Michael Ludwig als der Mann des Jahres gefeiert wurde. Auch das Krankenhaus Nord wurde von diesen Medien nicht als Skandal, sondern als Erfolg gefeiert etc. Also im Grunde genommen ist man der publizistische Söldner der linken Kräfte.
SPEAKER_02Das stimmt sicher, aber ich glaube, was mir wichtig ist so zu betonen, ist, weil ich will nicht den Eindruck erwecken zu sagen, die schreiben nur so, weil sie eben von den Parteien oder vom Staat unterstützt werden. Das ist dort schon auch die Überzeugung. Also dort ist man ja der Meinung, darum würden wahrscheinlich, wenn jetzt, keine Ahnung, da Florian Klenk oder der Thomas Meyer oder da Herausschau bei uns sitzen würden, die würden es abstreiten, weil das ja auch nicht ganz falsch ist. Die würden sagen, wieso, wir glauben das ja wirklich, was wir schreiben. Wir werden halt quasi zufällig dafür auch vom Staat finanziert. Und das ist ja nicht ganz falsch. Also das ist, glaube ich, nicht so, dass die sagen, Leute, wenn ihr das nicht schreibt, dann bekommen wir das Geld nicht mehr. Sie bekommen das Geld, weil sie eben so schreiben, weil das eben dann einen, denjenigen, die für diese Vergabeförderung zuständig sind, weil denen das gefällt. Aber das sind, glaube ich, schon vom Steuerzahler finanzierter Überzeugungstäter oder Überzeugungsschreiber, sage ich jetzt einmal. Aber das Problem dabei ist, dass die, und das wird es eben, dann wird es wirklich problematisch, dass ja diese Ansichten von einem immer kleiner werdenden Teil in der Bevölkerung geteilt werden. Das heißt, es wird der Bedarf an staatlicher Finanzierung natürlich immer größer, weil man sich ja immer weniger über die tatsächlichen Leser und die tatsächlichen Konsumenten des eigenen Geschriebenen finanzieren kann, weil die ja diese Welt sich nicht mehr teilen. Also ich schaue mir ganz gerne, mir es geht Twitter und X ist mit Vorsicht zu genießen, dann würde ich es nicht zu sehr hochheben. Aber wenn man sich anschaut, da gibt es ja für die Zuseher, das vielleicht nicht wissen, die da nicht aktiv sind, da gibt es ein bisschen so Anglizismus, dafür entschuldige ich mich, aber das ist, wenn man geratied wird. Also das heißt praktisch, wenn ich einen Post mache und dieser Post halt mehr Kommentare als Likes, das ist normalerweise ein relativ schlechtes Zeichen. Also das bedeutet dann, dass dieses Kommentar tendenziell eher von den Lesern abgelehnt wird. Und wenn man sich da zum Beispiel ansieht, das ist jetzt ganz egal, auch übrigens von der Politik, ob der Bundeskanzler was postet, ob der Standard was postet, ob der Falter was postet, ich glaube, der Falter ist nicht mehr, ich glaube, der ist jetzt ja nur mehr auf Blue Sky, ist es eben so, dass das dort sehr oft passiert, dass die eigentlich von den Lesern oder eben oder denen die anderen, die auf X sind, in der Luft zerrissen werden, weil die das nicht mehr ernst nehmen. Und das spiegelt natürlich, glaube ich, schon zu einem gewissen Grad auch das Gefühl generell in der Bevölkerung wider. Also ich habe jetzt wieder kürzlich gelesen, einen, also es war ein Leitartikel, das war das übliche mit DFÖs in lauter Nazis, aber das andere war dann ein Artikel, praktisch der Grund, warum wir die Migrationskrise nicht bewältigt haben, ist, und das ist ein fast direktes Zitat, ist, weil Europa hat Angela Merkel enttäuscht. Also praktisch, die Angela Merkel ist völlig richtig gelegen, aber wir trotteligen Europäer haben sie praktisch enttäuscht. Das ist so wie, ich glaube, das war Bertolt Brecht, der gesagt hat, nach dem Aufstand in Ost-Berlin 1953, also die Bürger oder die Menschen haben die Regierung enttäuscht, aus dem Grund, er hat das zynisch gemeint, sollte der Staat das Volk abwählen und ein Neues bestimmen. Und so sieht man eben ein bisschen beim Standard das anscheinend auch. Also die Angela Merkel hat alles richtig gemacht, aber wieder der Pöbel, die Trottel, der idiotische Wähler, der hat das nicht kapiert. Und natürlich, dass ich mit so einer Attitüde nicht zu einem Massenmedium werden kann, ist auch nachvollziehbar. Ich mag auch diese Unterscheidung zum Boulevard nicht mehr, diese Abgrenzung. Was bedeutet Boulevard? Jetzt kann man sagen, ja, heute ist Boulevard und der Express ist Boulevard und Ö24 ist Boulevard. Aber die berichten halt drüber, wenn, ich sage es jetzt ein bisschen plakativ, wie oft so verzeiht man das, wenn am Braterstern wer abgestochen wird oder wenn wer verprügelt wird, weil er, keine Ahnung, von irgendeiner Jugendbande. Das ist schon richtig, dass man sagt, da rümpft man dann beim Standard und bei der Presse an so die Nase. Aber das beschreibt halt auch die Lebenswirklichkeit eines wachsenden Anteils der Menschen. Das gehört natürlich die Lebenswirklichkeit in der Dachgeschosswohnung im achten Bezirk, wo ich vermute jetzt einmal viele dieser Journalisten sinngemäß, vielleicht ist es nicht immer der achte Bezirk, wo die sinngemäß leben, das ist richtig, da schaut die Welt ein bisschen anders aus. Aber halt für die Menschen in Favoriten, für die Menschen in Floridsdorf, für die Menschen in Ebreichsdorf, da schaut die Welt halt anders aus. Und dann ist es so, um das Ganze etwas Konkretes festzumachen, wenn jetzt dann plötzlich der Kanzler rausgeht und sagt, wir haben so eine super Idee, Kinderkonto, Zukunftsfonds, wie auch immer sie das dann nennen. Also da kann dann jede Familie pro Jahr dann 5.000, 6.000, 7000 Euro für ein Kind auf die Seite legen. Da muss ich ganz ehrlich sagen, wie viel das sind? Da sprechen wir immerhin von 400, 500, 600 Euro im Monat. Wie viele Familien in Österreich mit zwei Kindern haben auf die schnelle 500, 600 Euro zur Verfügung? Und wie gesagt, dann lese ich wieder einen Artikel im Standard, was das für eine geniale Idee ist. Ja, vielleicht für euch, weil ihr euch das leisten könnt, aber für viele Österreicher ist die Idee, dass man sagt, hey super, jetzt können wir für unsere Kinder da 2000 Euro pro Monat auf die Seite geben. Das hat doch kaum wer. Man spricht immer von der Blase. Und das ist schon das Boulevard auch ein bisschen einer Blase. Aber die sogenannten Qualitätsmedien, würde ich sagen, sind in einer viel größeren Blase.
SPEAKER_00Vor allem die Blase der Qualitätsmedien, die wird immer kleiner und darüber sprechen wir gleich weiter. Gleich geht's weiter.
SPEAKER_01Macht und Medien. Das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Reiche.
SPEAKER_00Willkommen zurück bei Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Man heute Gast ist Ralf Schönhammer. Wir sprechen gerade über die linke Blase, über die Medienblase und den Bedeutungsverlust der Mainstream-Medien. Ist es ein Bedeutungsverlust von diesen klassischen Medien, den Print-Medien, wie wir reden jetzt eigentlich permanent über den Standard und Falt, aber das sind halt zwei schöne Beispiele. Ist der Bedeutungsverlust dieser Medien nicht gekoppelt an den Bedeutungsverlust der klassischen Parteien, weil sich die ja eigentlich mehr oder weniger aneinander gebunden haben?
SPEAKER_02Nee, es gibt, glaube ich, diesen schönen Ausdruck von, diesen schönen Spruch von Abraham Lincoln, der gesagt hat, you can fool some of the people all of the time, all of the people for some of the time, but you cannot fool all of the people all of the time. Ich glaube, dass die Rolle der Medien, man darf sie nicht unterschätzen, aber ich glaube, man darf sie auch nicht überschätzen. Und genau in der Situation befinden wir uns momentan. Wenn man als Medienunternehmen, und das muss nicht nur der Standard oder der Falter sein, da können wir einen Spiegel, da können wir alle mit reinnehmen, wenn ich da zwei, dreimal falsch liege, sagt man, okay, das kann passieren. Wenn es aber dann herausstellt, dass erstens die Fehler nur in eine Richtung passieren und dass es ein bisschen ein Dauerbrenner wird, dann verliert man natürlich auch langfristig das Vertrauen. Und wenn man die Themen würde, die für viele Menschen wirklich existenziell sind, das ist die wirtschaftliche Situation, das ist die Migration, das ist die Richtung, in die sich Europa entwickelt, das ist auch verknüpft mit der Wirtschaftsfrage, die Energiefrage, da ist uns halt über die letzten Jahre viel erzählt worden, auch medial, was einfach nicht gestimmt hat. Ich meine, wir können die Liste ja durchgehen. Wenn zum Beispiel gesagt wird, oder wenn das Medial dementsprechend wiedergegeben worden ist, die Energiewende in Deutschland wird einer Familie nicht mehr kosten als wie eine Kugel Eis pro Monat. Ich glaube, mittlerweile ist es ziemlich klar, dass das nicht gestimmt hat. Wenn es heißt, in Österreich werden wir auch mit der Energiewende nach deutschem Vorbild die Strompreise nach unten bringen und das hat sich nicht erfüllt, dann hat das einfach nicht gestimmt. Und wir können die Liste eben durchgehen, weil geschrieben wird, Schlagzeile, das ist jetzt die qualifizierteste Migration, die wir je hatten. Die werden unser Gesundheitssystem finanzieren, die werden, das war, glaube ich, Dom ist der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, der gesagt hat, die werden eine zweite Renaissance in Deutschland oder in Mitteleuropa auslösen und die Zeitungen haben das alles aufgesogen und niemand oder nur ganz, ganz wenige Stimmen irgendwo auf der Meinungsseite haben gesagt, puh Leute, vielleicht stimmt das doch nicht. Oder wenn man auch andere Person, Stichwort Tilo Sarazin, einfach von der Debatte versucht hat, auszuschließen. Und mein einzige Grund hat gesagt, das stimmt doch gar nicht, Tilo Sarazin war doch überall eingeladen. Ja, das ist schon richtig, weil der Mann ein gewisses Gewicht hatte. Aber wenn zu dem damaligen Zeitpunkt, da Werner Reichl oder der Ralf Schöllhammer genau das gleiche Buch geschrieben hätten wie der Tilo Sarazin, wir hätten wahrscheinlich nicht einmal einen Verleger gefunden. Und auch da hat sich dann herausgestellt, dass all das, was angeblich Lüge, Angstmache und Propaganda war, sich A als richtig und B zum Teil noch als untertrieben herausgestellt hat. Und natürlich bringt man dann, glaube ich, als Leser irgendwann diese Medien auch mit den Parteien in Verbindung, weil man sagt, na gut, wenn diese Medien nicht ehrlich uns gegenüber sind, woher wissen wir dann, dass die Parteien uns gegenüber ehrlich sind? Und das gibt ja schon so ein bisschen ein, ne, das jetzt einmal so eine Scharnierfunktion. Ob das jetzt der Herr Brockl war, ob das der Herr Brandstädter ist, ob es, die hat dann natürlich eine andere parteipolitische Richtung eingeschlagen, aber ob das die Frau Stenzler war, also das würde bei allen Parteien übrigens, ich glaube, da kann man jetzt jemanden rausnehmen, dass so plötzlich dann der Übergang vom Medienmacher oder vom Journalisten oder Anchorman oder was auch immer dann der richtige Begriff ist, zu den politischen Parteien, das ist halt ein fließender. Also ich würde einmal sagen, dass wie du richtig gesagt hast, dass natürlich das politische Parteiensystem und die Medien wesentlich, sag ich mal, dieses nahe Verhältnis, das ist in Deutschland übrigens auch, das ist problematisch. Wenn man dann die Fotos denkt, wieder, das ist ja nicht nur bei uns, auch in Deutschland, wo es da Verbrüderungsszenen gibt zwischen Journalisten und Politikern und Journalisten, die sich dann aufdrängen, ob sie ja bitte, bitte, bitte dann auch mit der Regierungsmaschine irgendwo hin mitfliegen dürften. Das ist dann kein unabhängiger Journalismus mehr.
SPEAKER_00Wie du richtig gesagt hast, die Grenzen verschwimmen ja immer mehr, weil die Journalisten ja eigentlich zu politischen Aktivisten und Playern geworden sind. Richtig. Und da sieht man jetzt zum Beispiel bei Sachsen-Anhalt, wo der Spiegel das Cover gebracht hat, der gefährlichste Mann Deutschland darauf Ulrich Sigmund ausgebildet hat. Aber das Interessante daran ist, dass das ja eigentlich auch immer mehr nach hinten losgeht. In Wirklichkeit war ja diese Spiegelkampagne ein Schuss ins eigenen Knie, das wurde zur Lachnummer in den sozialen Medien, eben weil ja auch, glaube ich, der Spiegel lang nicht mehr die Bedeutung hat, die er noch vor 15, 10 oder 20 Jahren hatte. Aber dass man offensichtlich hat man das beim Spiegel und auch bei den Parteien noch nicht ganz mitbekommen.
SPEAKER_02Naja, in dem Fall würde ich sagen, wie du richtig sagst, das sind so ein bisschen die offensichtlicheren Fälle. Aber es gibt dann schon, sage ich mal, die perfideren Sachen auch. Und ich nenne ein ganz konkretes Beispiel. Es besteht eben, weil es in Österreich mit der FBÖ so das gleiche. Es gibt jetzt da neue Parteien, die an der Kippe sind, in Regierungsverantwortung zu kommen. Die haben natürlich ein Parteiprogramm, die haben gewisse Vorstellungen. Und vieles, wer sich selbst ansieht, der Meinung bin ich, darum unterstütze ich diese Parteien auch, dass viele von diesen Ideen und vielen Programmen und viele Elemente dieser Programme recht gut sind. Aber natürlich hat die Gegenseite den Vorteil, dass die sagt, ja, aber wenn man sich anschaut, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und da kann man die ganze Liste durchgehen, die haben sich das Programm auch angesehen und die sagen, das ist ganz schrecklich, das ist ganz böse, ganz fürchterlich. Aber die können ja gar nichts anderes sagen. Weil wenn ich zum Beispiel der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bin, und dann schaue ich mir das AfD-Programm an und dann sage ich, naja, eigentlich zum Beispiel in der Energiefrage, in der Wirtschaftsfrage, auch in der, da geht es ja nicht um den Euro-Ausstieg, aber die Feststellung, dass die Gemeinschaftswährung nicht so funktioniert, wie es uns versprochen worden ist. Man kann sagen, sie ist besser als seine Kritiker sagen, aber sie ist sicher auch zum Teil schlechter als wie die Verteidiger der gemeinsamen Währung sagen, dass man vielleicht da zumindest einmal andenkt, wie eine Alice Weidl, ob eine Alternative möglich ist, würde man sagen, das ist ja in einer Demokratie und einem freien System auch erlaubt. Aber natürlich, wenn das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, ich greife jetzt als Beispiel einfach heraus, das sind Österreicher genauso, wenn die das schreiben würden, dann würde am nächsten Tag im Spiegel stehen, deutsches Institut für Wirtschaftsforschung unterstützt die AfD. Kann man diesem Institut noch vertrauen? Und auf einmal, so schnell können die gar nicht schauen beim DIW, sind die dann das rechtsradikale Wirtschaftsinstitut. Und jetzt sagt natürlich dort der Chef, sagt er, wisst was, bleiben wir doch auf der sicheren Seite und sagen einfach, das Programm ist ganz schlecht, das Programm ist ganz böse, aber dann greift uns auch niemand an. Dann schaut sich ja niemand, ob sie, Claudia Bauer jetzt in Österreich mit der feindlichen Partei. Weil dann sagt man, da müssen wir uns die Finanzierung von denen anschauen. Können wir die noch fördern? Und das ist ein bisschen so der subtilere Mechanismus, der da stattfindet, dass auch Institutionen, die nicht im journalistischen Bereich sind, dass die dann auch keine objektive Analyse mehr abgeben können, weil sich sonst die Medien auf die stürzen. Jetzt kann man sagen, das muss denen egal sein, das müssen die aushalten. Aber das ist dann auch ein bisschen eine Persönlichkeitsfrage, weil natürlich, man vergisst es immer, in allen diesen Institutionen sind ja Menschen tätig. Und es ist halt dann so, dass zum Beispiel, ganz egal, wie die Institution jetzt heißt, der will halt dann nicht vor die Tür gehen und als Nazi beschimpft werden. Nun, man sagt ja, das muss man aushalten. Und manche Leute, ich bin mir nicht sicher, ob ich das aushalten würde, die halten es eben nicht aus. Und da üben dann die Medien indirekt natürlich schon Druck aus, aber natürlich wirkt sie in die andere Richtung aus. Weil die können dann schreiben, das Wirtschaftsforschungsinstituts hat sich das Parteiprogramm angesehen und die sagen, das ist lauter Blödsinn. Aber ich bin eben der Meinung, die sagen nicht, es ist lauter Blödsinn, weil es wirklich lauter Blödsinn ist. Sie sagen, es ist lauter Blödsinn, weil wenn sie was anderes sagen würden, dann würden sie sofort ins Schussfeld kommen. Jetzt haben die eigentlich gar keine Wahl. Und da natürlich üben die Medien auf diese indirekte Art und Weise schon noch eine gewaltige Macht aus. Das ist mehr dieses perfide, praktisch diese Androhung, dass man jemanden gesellschaftlich ins Abseits stellt. Ich glaube, damit schreckt man schon noch viele ab. Und das war ja auch, ob das jetzt eben Austria First ist oder wir haben das auch damals eben erlebt beim Express. Das ist halt, wenn man dann einfach als Dreckspress und ihr sagt sowieso, ihr seid eine Dreckschleuder, eine Fake News-Schleuder. Das macht schon etwas mit einem. Weil wir sind ja als Menschen, als soziale Wesen, ich sage nicht, wir wollen von allen gemocht werden, aber natürlich, man will ja auch nicht gesellschaftlich ausgeschlossen oder geächtet werden. Und das machen die Medien schon noch sehr, sehr gut. Also dieses an den Pranger stellen, dieses praktisch dann ins Lächerliche ziehen, dieses einen zu einer gesellschaftlichen Persona non-kratter zu machen, das ist etwas, was die teilweise schon noch sehr gut beherrschen.
SPEAKER_00Die Mechanismen, die du jetzt gerade beschrieben hast, kann man das nicht einfach zusammenfassen, wie das ist genau der Deep State, der tiefe Staat in Aktion, dieses Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte, NGOs, Medien, Teile der Behörden, Politik etc., die da dann einen gemeinsamen Druck ausüben auf ihre Gegner, auf die Opposition.
SPEAKER_01Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Reichel. Gleich geht's weiter.
SPEAKER_00So, willkommen zurück bei Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmachte, diesmal mit Ralf Schöllhammer. Wir haben jetzt gerade über die Verflechtungen der Medien mit Politik und den Druck, den sie auf die Opposition und Andersdenkende ausüben, gesprochen. Und ich habe das vorher mit dem Deep State verglichen. Liege ich damit richtig?
SPEAKER_02Ich glaube schon. Mein einziges Problem, und das kann man so eine semantische Diskussion, mein einziges Problem mit dem Konzept des Deep State, ist ein bisschen, dass oft der Eindruck vermittelt wird, das sind so drei, vier, fünf, meinetwegen, zehn Personen, die die Fäden ziehen. Und wenn man diese zehn Personen loswerden würde oder wenn man die wirklich aus dem Amt drängen würde, dann würde sich alles ändern. Es ist schon so, und du hast es vorher völlig richtig gesagt, dass natürlich alle, die da mit drin hängen, die sind von dem auch wirklich überzeugt. Also zum Beispiel, das ist ganz egal, ob das ein Stöckner oder die Sibylle Berg oder der Hans Rauscher oder der Thomas Meyer oder der Andreas Siegedwari sind, die glauben das, was sie schreiben, wirklich. Ich unterstelle denen viel, aber ich glaube nicht, dass sich der hinsetzt und sagt, jetzt habe ich die Marsch Order aus Berlin oder aus Wien oder von der SPÖ oder von auch wiemer bekommen und jetzt muss ich das schreiben. Die glauben das wirklich. Also da hat sich eigentlich der Deep State zu einem gewissen Grad verselbstständigt. Bei uns ist der Deep State eigentlich durch ideologischere Präferenzen und durch ideologische Deckungsgleichheit in den Medien, in der Politik, in den NGOs gegeben. Und wenn wir sehen, ist ja zum Beispiel bei jeder Umfrage zu Betriebsratswahl und ähnliches, wie in diesen Institutionen gewählt wird. Die sind einfach zutiefst rot-grün. Und dementsprechend natürlich verhalten sie sich auch. Und das ist natürlich ein massives Problem, weil die Idee, dass dadurch macht, ja, aber die können ja dann trotzdem objektiv berichten. Nein, können sie nicht wirklich. Und vor allem, du bist ja auch dann bei der Themenauswahl ganz anders, weil du versuchst natürlich dann instinktiv, ich würde sogar zum Teil sagen, fast unterbewusst, jene Themen, die deiner Seite schaden würden, dass du die eher ausklammerst, während Themen, die der anderen Seite schaden würden, die betonst du dann mehr. Ich nehme dir wieder ein konkretes Beispiel her. Ob es da jetzt zu einer, sagen wir mal, zu unlauteren Mitteln gekommen ist bei der Wohnungsvergabe in Oberösterreich, über das kann man diskutieren. Aber ich muss halt dann schon lachen, ob wenn ein Blatt, das in Wien zu Hause ist, sich dann in Oberösterreich eschauffiert über die Vergabe von Wohnungen, wo so ziemlich jeder genau weißt, dass in der Stadt Wien alles, was da staatlich gefördert wird, wenn du nicht in irgendeiner Art und Weise Connections und Verbindungen hast, dann bekommst du gar nichts. Und dann glaube ich, in Linz, da war die Rede von zwei Damen, die, wie sie dann herausgestellt hat, anscheinend die Wohnung auf komplett unproblematische Art und Weise bekommen haben. Aber dann fixiere ich halt auf diese Geschichte und nicht auf die andere. Oder wenn ich beispielsweise in Sachsen anhalt, wenn du die Ehefrau oder Ehemann, Schuldige, der Grünkandidat, den noch vor wenigen Jahren ein bekennender oder ein Stadtbekannter war, glaube ich der Titel damals, ein Stadtbekannter Neonazis ist und jetzt bei den Grünen, dann ist es irgendwo dann unter ferner Liven, ist es eine Schlagzeile, die dann ein bisschen mehr Aufmerksamkeit kriegt, weil wenn dann die alternativen Medien darauf aufspringen, dann müssen auch die anderen darauf aufspringen. Oder ich nenne ein ganz ein anderes, ganz konkretes Beispiel von letzter Woche. Es hat in den letzten 14 Tagen in Deutschland zwei Anschlagsversuche auf Umspannwerke gegeben. Eines in Brandenburg und eines in Nordrhein-Westfalen. Und das ist praktisch, weil der Verdacht nahe liegt, dass das wieder diese linksextreme Vulkangruppe ist, ist zum Zeitpunkt unserer Aufzeichnung nicht erwiesen, aber der Verdacht liegt nahe, zumindest laut deutscher Polizei, aber das wird praktisch medial kaum berichtet, nicht als große Schlagzeile, weil man sagt, wenn wir fünf Tage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt zwei linksextremistische Terroranschläge haben und der Terroranschlag gewertet, dann kommt der Siegmund vielleicht wirklich über 45 Prozent. Jetzt berichten wir zwar darüber, aber nur unter ganz, ganz ferner Lieven. Das ist dann auch eine Form der Beeinflussung. Und das Gleiche ist natürlich dann die Geschichten, wie kann man durchgehen? Ich meine, zum Beispiel, was im Bereich des Islamismus in Europa mittlerweile stattfindet, das zum Teil, weil es alternative Medien gibt und auch, muss man sagen, wegen Elon Musk, der ermöglicht hat, dass das Ganze auch dementsprechend auf X dann unter ein größeres Publikum gebracht wird, was da vor sich geht, das hat man bis vor wenigen Jahren de facto unter den Teppich gekehrt. Ich glaube, da kann man sich nichts vormachen.
SPEAKER_00Aber ist diese Strategie der Mainstream-Medien zu framen oder mittlerweile immer öfter auch absolut Fake News zu verbreiten? Ist das sinnvoll? Also mich erinnert das ein bisschen an die Endphase der DDR. Also wenn jetzt die Realität und die medial dargestellte Wirklichkeit so weit auseinanderklaffen, dass die zum Teil wirklich nichts mehr miteinander zu tun hat, dann verspielt man ja jegliche Glaubwürdigkeit.
SPEAKER_02Naja, das stimmt. Und ich glaube, was man ein bisschen bei diesen, wie es bei diesen traditionellen oder diesen Mainstream-Medien unterschätzt, ist das, dass sie einfach die Zeiten geändert haben und wieder mit einem ganz konkreten Beispiel. Also wir haben jetzt da vor wenigen Wochen diese Invasion, und ich finde, es ist da der angebrachte Begriff, Insyuta in Spanien gehabt. Und es war relativ rasch, war so das Arrangement, sag ich jetzt einmal, nicht allen, möchte ich hinzufügen, nicht allen, aber eines Großteils der sogenannten Mainstream-Medien zu sagen, die ganze Geschichte hat sich eigentlich in 48 Stunden erledigt. Dann war aber das Problem, das vergisst man ja ganz gerne, was da wirklich passiert ist, nur eins kurz aufzudröseln. Dann war es aber so, dass eben dann bestimmte Individuen, bestimmte Blogger, aber man muss sagen, ja, auch Mitglieder der Identitären, es tut mir leid, es war so, die sind in den Flieger gestiegen und sind da hingeflogen und sind dann dorthin gefahren und haben sie das vor Ort angesehen. Und dann sind eben die Videoaufnahmen gekommen. Manche muss man dazugeben, manche waren auch von anderen, waren quasi gefälscht, aber es waren dann doch sehr viele dabei, die verifiziert worden sind und richtig waren. Und da hat sie dann relativ rasch herausgestellt, dass da gar nichts in Ordnung ist und dass man dann noch weit davon entfernt ist, dass Normalität eingeht. Und dann plötzlich war zum Beispiel die Neuzürcher Zeitung, Politiker mit dem Rönt, die waren dann praktisch auf einmal gezwungen, die haben dann Leute hinschicken müssen, weil die natürlich dann sagen, hey, wir stehen ja doch da wie die größten Vollidioten, wenn wir sagen, da gibt es nichts zu sehen, gehen Sie weiter, alles ist vorbei. Und dann kommen da die ganzen eben Blogger, diese praktisch Einzelmedienunternehmen daher mit ihren Handykameras und sagen dann die Bilder eben, sei es das Ganze, ich glaube das wichtigste Beispiel für mich war, wo dann Alu Akbar schreien, junge Männer durch die Straßen ziehen. Und damit, und das ist glaube ich was, was man unterschätzt hat, früher hast du diese Dinge unter den Teppich kehren können, weil es keine Alternativen gegeben hat. Es wäre, wenn das Cutter vor 30 Jahren passiert wäre, oder vor 40 Jahren, dann wäre es einfach für einen Hobbyjournalisten oder einen Hobbyblogger gar nicht möglich gewesen, auf diese Art und Weise die tatsächliche Informationen unter die Bevölkerung. Sicherheit hätte hinfahren können, dann hätte er Fotos machen können, die Fotos hätte er entwickeln lassen müssen. Aber wo hätte er denn diese Fotos dann verbreitet? Jetzt postet er das Video auf X, dann greift Elon Musk das auf, mit was gehört mit 500 Millionen Followers und dann plötzlich sagt man, Moment mal, was ihr uns da erzählt habt über Ceuta, das stimmt ja gar nicht. Und das war, ich möchte wirklich festhalten. Ein groß, nicht alle, aber der Herr Schirritz von der Zeit, der Herr Meyer vom Standard und auch andere, ich habe jetzt nur die zwei herausgegriffen, von zwei ja doch als angeblichen Qualitätsmedien, wie sie bezeichnet werden, Vertreter dieser beiden Medien, haben de facto gelogen. Die haben gesagt, es sind alle wieder weg, es ist kein Migrant mehr in Cuta. Es sind dann gesagt, na gut, es sind diese 500 Minderjährigen und jetzt ist ja der neue Diktus, dass alle sind weg, bedeutet 10.000 sind noch da, bei 10.000 von 90.000 sind ja praktisch fast alle. Man kann natürlich die Sprache dann so lange foltern, bis sie keinen Sinn mehr ergibt. Aber die haben einfach nicht damit gerechnet, dass es dann irgendjemanden gibt, der sich das anzieht.
SPEAKER_00Aber ist genau das, was du jetzt geschildert hast, nicht der Grund, warum man jetzt auf EU-Ebene in Brüssel und auch auf nationaler Ebene in Wien, Berlin, Paris etc. so massiv gegen die Meinungsfreiheit vorgeht, gegen vor allem im digitalen Raum, Stichworte Digital Services Act, Demokratie, Schild, die ganzen Zensurbestrebungen.
SPEAKER_02Nein, natürlich. Man möchte den Zustand der 1980er und der 1990er wiederherstellen, wo es praktisch reicht, wenn man drei, vier Journalisten auf seinem Rolotex hat und damit kann man die sogenannte Message Control betreiben. Absolut. Auch dieses ganze Gerede von der Desinformation, die aus Russland kommt. Das ist ja nur ein Codewort für Information, die nicht dem Mainstream entspricht. Wieder um ein, und ich verspreche, ich halte mich kurz, aber wieder nur um ein Beispiel zu nennen. Ich meine, uns haben praktisch zwei Jahre lang die Mainstream-Medien erklärt, dass die Sprengung der Nord Stream 2-Pipeline von Russland verursacht worden ist. Wenn dann nicht dann andere Journalisten, muss sagen, manche auch von den Mainstream-Medien, muss ich also Ehre wie mehr gebührt, wenn die dann nicht dran geblieben wären, würden wir heute noch mit dieser Lüge leben. Coronavirus-Ursprung, Wuhanlabor, genau das Gleiche. Man möchte zurück zu einer Situation, wo man, genau wie du gesagt hast, wo man die Information so kontrollieren kann. Aber die einzige Art und Weise, das zu tun, ist, indem ich die Meinungsfreiheit beschneide oder, und ich glaube, das wird auch noch kommen, dass ich einfach sagt, du darfst dich nur dann als Journalist oder als ähnlicher betätigen, wenn du von der EU oder vom Staat oder was irgendjemand ein Zertifikat oder ähnliches hast. Also mich wird das nicht wundern, wenn nach der Altersbeschränkung, dann nenne ich es jetzt einmal die Einschränkung kommt von denen, die eben dann Videos hochladen dürfen oder was. Und solange diese Netzwerke in amerikanischer Hand sind, auch wenn man in Amerika viel kritisieren sind, aber solange, glaube ich, werden wir das Problem nicht haben. Aber wenn es eine europäische Twitter oder europäische Facebook oder europäische, was auch immer, dann es wäre Alternative gibt, dass da sofort das Bestreben kommen würde, ja, aber da dürfen dann schon nur die akkreditierten Journalisten ihre Meinung kundtun und ihr anderen dürft nur mitlesen. Genau da würde die Reise hingehen.
SPEAKER_00Vielen herzlichen Dank, Ralf Schellermann, für das wirklich interessante Gespräch. Danke, dass du dir Zeit genommen hast. Danke, dass ich dabei sein durfte.
SPEAKER_01Macht und Medien, das AustriaFirst Magazin gegen linke Meinungsmacher mit Werner Reichke. Immer neu am Montag von elf bis zwölf. Und jederzeit zum Nachhören auf AustriaFirst.at.