AUSTRIA FIRST
Austria First - Österreichs Patriotenradio
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Marlene Svazek: Heavy Metal, Jagd und klare Ziele für Salzburg - Mein Daheim
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Fernab des politischen Alltags in der Landeshauptstadt trifft Marlies Gasser die Salzburger FPÖ-Landesparteiobfrau und Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek an ihrem ganz persönlichen Kraftort. In ihrer Heimatgemeinde Großgmain, direkt am Fuße des majestätischen Untersbergs, zeigt sich die Spitzenpolitikerin bei einem Spaziergang durch den Wald von einer Seite, die in den klassischen Nachrichten oft verborgen bleibt. Zwischen Kindheitserinnerungen an wilde Fußballspiele mit den Nachbarsbuben und ihrer tiefen Leidenschaft für die Jagd wird schnell klar, woher Svazek ihre Bodenständigkeit und Durchsetzungskraft nimmt.
Doch auch die politische Kante kommt in dieser Ausgabe von „AUSTRIA FIRST Mein Daheim“ nicht zu kurz. Svazek spricht Klartext über ihre ersten Amtshandlungen in der Salzburger Landesregierung, wo sie absurden Förderungen in der Asylindustrie rigoros den Geldhahn zugedreht hat. Sie erklärt, warum der Wolf in Salzburg keinen Platz hat, wieso echte Wahlfreiheit für Familien oberste Priorität genießen muss und warum sie den klaren Anspruch stellt, bei der nächsten Wahl den Landeshauptmann-Sessel zu erobern.
Neben harten politischen Ansagen gibt es aber auch viel Platz für Humor und Überraschendes. Wer hätte gedacht, dass die Salzburger Vize-Landeschefin für Metallica stundenlang im strömenden Regen in der ersten Reihe steht, heimlich fünf Tattoos trägt und bei ihrer Feuerwehr-Grundausbildung für den wohl lustigsten Versprecher des Jahres gesorgt hat? Ein tiefgründiges, ehrliches und überaus unterhaltsames Gespräch über Verantwortung, Heimatliebe und den Mut, authentisch zu bleiben.
AUSTRIA FIRST MEIN DAHEIM hört ihr im Sommer 2026 immer sonntags von 10 bis 12 Uhr – sowie an den weiteren Sendeterminen am Montag von 20 bis 22 Uhr und am Mittwoch von 19 bis 21 Uhr – direkt über die Webseite https://austriafirst.at/ oder in der neuen AUSTRIA FIRST App:
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Austria First, Meinanderheim with Mali Skatar.
SPEAKER_01Ein guter Tag startet mit dem richtigen Radiosender and den hört ihr gerade. Heute, liebe Familie Österreich, reisen wir gemeinsam in unser facettenreichstes Bundesland in Österreich nach Salzburg, wo wir die Landeshauptfrau stellvertreterin Marlene Zwarzig besuchen, die heuer ihr 10-jähriges Jubiläum an der Spitze der FP Salzburg gefeiert hat. We have also anything to plaudern. Angetrieben of authentic überzeugs, a gesund Maas Earth with a not sparkly dosier. Salzburg and your ziele.
SPEAKER_00Austria first, my summer, eating Sonntag from 10 to 12 auf Austria First.
SPEAKER_01And to not hold AustriaFirst.at Salzburg, a vielfältige and charmante Bundesland, has a vielfighted and charmante Landeshauptframe. Stellvertreterin, that you, Australia First Hörer, in Gespräch heute selbst feststellen. She is the youngest Landeshauptframe Stellvertreterin in Österreich and authentic and early the freiheitly Partei here in Salzburg. Herzlich willkommen by Australia First. Mein Daheim, liebe Marlene Swarzek. Liebe Marlene, du bist the either Landespartei-Opfrau unter den Freiheitlichen Landesparteiopleuten. Was macht denn das mit dir?
SPEAKER_02Eigentlich nicht viel, muss ich ehrlich sagen, weil ich habe vor zehn Jahren begonnen und war so ein bisschen das Küken tatsächlich. Und kenne jetzt meine Kollegen doch schon sehr, sehr lang. Und sie haben mich von Anfang an also wirklich alle total unterstützt, haben alle so ein bisschen das Gefühl gehabt, okay, das ist jetzt die Jüngste im Bund, da müssen wir jetzt so ein bisschen helfen. Und ja, mittlerweile sind wir seit vielen, vielen Jahren Kollegen und die könnten wir eigentlich keine besseren Kollegen nicht wünschen. Weil wenn man so einen Zusammenhalt hat und diese Unterstützung über Bundesländergrenzen hinweg, dann tut man sie natürlich schon ein bisschen leichter auch. Also es ist eigentlich völlig egal, dass ich die einzige Landesparteiopfrau bin.
SPEAKER_01Aber ich freue mich heute über den weiblichen Charme hier auf Austriff, mein daheim und vor allem deine Verstärkung. Übrigens, du bist die Marlene, ich bin die Malis. Ich habe heute die Fragen, du die Antworten. Also die zwei MMs, heute kann nicht schief gehen, oder? Wir werden schauen, dass wir es nicht verwechseln sind. Liebe Marlene, in meiner Sendung geht es darum, die Menschen hinter dem Politiker kennenzulernen und vor allem das Lieblingsfleckl in seinem Heimatbundesland zu besuchen. Und wir sind quasi heute bei dir daheim.
SPEAKER_02Genau, also wir sind in Großgemein, direkt am Fuße des Untersbergs. Und ich bin da aufgewachsen, bin hier auch seit sieben Jahren Vizebürgermeisterin. Und ja, also da daheim. Das ist sozusagen ein bisschen auch meine Strecke. Also wenn ich von daheim weggehe, komme ich immer an dem Fleckl vorbei. Das sind so in Summe acht Kilometer. Und ja, es ist wunderschön. Es ist nicht weit weg von der Stadt Salzburg, muss man sagen. Aber trotzdem halt total Landleben, Idylle und Natur pur.
SPEAKER_01Ja, mitten in der Natur. Wir gehen da durch einen wunderschönen Wald, großgemein dein daheim, deine Wiege bildlich gesprochen. Wenn du dich so an deine Kindheit zurückerinnerst, was ist denn deine liebste Erinnerung?
SPEAKER_02Also ich war extrem viel draußen. Das kann ich mich sehr gut erinnern, gerade wenn ich es vergleiche, so mit der heutigen Zeit, wenn ich mir an meine Nichten anschaue, beispielsweise, oder generell die junge Generation, da passiert einfach schon sehr viel drinnen. Am Smartphone oder vorm Laptop. Bei uns, ich glaube, die war so ein bisschen die letzte Generation, wo das noch nicht so arg war. Und ich kann mich erinnern, also im Winter, ich bin in der Fuhr am Wochenende aussehe und meine Eltern haben gesagt, wenn es finster wird, kommst du wiederheim. Und genau so war es dann. Und ich bin aufgewachsen in einer großen Nachbarschaft mit viel Burm. Also ich habe relativ bald auch lernen müssen, mich da durchzusetzen. Natürlich, da zurückgehört, Fußball spielen lernen, Eishockey spielen, also all das, was Burschen so machen. Und ich glaube, daher habe ich sicherlich ein bisschen Rüstzeug auch mitgekriegt für die spätere Funktion und für das spätere Arbeiten in der Politik, weil da schaut es ja auch nicht, wenn man sich durchsetzen kann. Ich habe so ein bisschen ein kleiner Rowdy. Kann man das sagen? Ich habe immer fair gespielt. Okay, immer fair. Ich habe immer fair gespielt, aber immer versucht, klug zu spielen. Und hin und wieder ist mir das auch gelungen. Dass ich dann den einen oder anderen mit mehr Technik, mehr Klugheit ausgespielt habe.
SPEAKER_01Also wir spazieren da durch den Wald und parlieren ein bisschen so über dich und dein Leben. Und es ist ja jetzt in der Früh und du hast sicher mit einem Frühstück gestartet. Was steht denn da bei dir so auf dem Frühstückstisch? Heute tatsächlich nicht, weil ich ein bisschen Stress gehabt habe.
SPEAKER_02Also heute hat es in der Früh nur ein Cappuccino gegeben. Aber immerhin, das ist eh schon mal ziemlich was. Aber unter der Woche komme ich wirklich selten zum Frühstücken. Weil leider ich gebe zu, ich habe in der Früh nicht die Ruhe, die man eigentlich bräuchte, um in den Tag zu starten. Also bei mir zählt auch jede Minute im Bett, das nutze ich aus bis zum Schluss. Und dann muss halt auch nochmal das Frühstück dran dran glauben. Also ein Kaffee tut es dann oft unter der Woche.
SPEAKER_01Also da höre ich jetzt heraus die Nachteule und lange Schläferin, oder? Wenn du kannst. Wenn ich könnte, ja.
SPEAKER_02Dann total gern.
SPEAKER_01Aber ich habe in der Früh wirklich einen Stress. Wenn man dich trifft, und das hattest du jetzt heute in der Früh auch, hast du immer ein Lachen im Gesicht. Du bist immer gut gelaunt, Marlene. Meist hast du dann Schmier auch noch parat. Wie hältst du dich so motiviert?
SPEAKER_02Ich glaube, ich habe einfach eine Freude an dem, was ich mache. Tatsächlich. So nach zehn Jahren blickt man ja ein bisschen zurück, was die letzten Jahre herausfordernd war. Und also immer war es nicht so, wie es jetzt ist, muss ich auch ganz ehrlich sagen. Aber mit der Erfahrung und mit der Reife, würde ich fast sagen, wird man natürlich auch erwachsen und nimmt Dinge dann ein bisschen gelassener. Und ich glaube, in dieser Phase der Politik bin ich momentan, dass ich sehr vieles hinter mir habe. Auch weiß, was wir schon alles geschafft haben. Natürlich auch weiß, da liegt nur einiges vor uns, was zu schaffen ist. Aber ich habe eigentlich so für mich eine innere Ruhe und Freude gefunden an dem, was ich tue. Und solange das so ist, werde ich es machen. Wenn es irgendwann anders ist, dann ist es eh zum Aufhören.
SPEAKER_01Wenn jetzt aber mal die Akkus so zwischendurch leer sind, wie werden denn die wieder aufgeladen bei dir? Also so? Wenn die Auslauffährsthörer, dass ich zehn hätte, dann würden sie alle zustimmen. Ja, das stimmt.
SPEAKER_02Genau, in der Natur. Ich bin ja leidenschaftliche Jägerin seit vielen, vielen Jahren und habe Gott sei Dank auch das Glück, selber in einem Revier mit dabei zu sein. Und das ist für mich dann schon die Auszeit. Also sobald ich mich ins Auto setze und war es jetzt vorher ins Revier, wo der Empfang zwar da ist, aber er ist schlecht. Man muss sich sehr bemühen, dass man alle Nachrichten empfangt. Und das ist für mich dann so die Auszeit. Zwei, drei Stunden einfach sitzen, mit niemandem reden, einfach nur zuhören.
SPEAKER_01Und da komme ich dann sehr, sehr gut wieder rum. Also heute laden wir sie ein bisschen auf. Dennoch ist es Arbeit, aber es ist auch ein schöner Spaziergang. Und wir sprechen über zehn Jahre Marlene Swarzig, an der Spitze der FPÖ. Das hat sicher so einige Nerven gekostet und gleichzeitig aber sicher auch viele faszinierende und schöne Momente für sich gebracht. Auf jene und diese kommen wir gleich zu sprechen.
SPEAKER_00Austria First, mein Daheim. Gleich geht's weiter.
SPEAKER_01Da sind wir wieder, liebe Austria First Hörer, und wir, also Marlene Swarzig und ich, sind heute in Großgemein, in Marlenes Heimat unterwegs. Hier hat Marlenes Werdegang seinen Ursprung. Hier liegen ihre Wurzeln, die heute tief in der Freiheitlichen Partei verankert sind. Und der Beginn der Verwurzelung, der ist jetzt schon eine Weile her. Gehen wir mal zurück zum Ursprung. Wie begann denn, ganz kurz gefasst, deine Geschichte in der SPÖ?
SPEAKER_02Kurz ist gut. Es war tatsächlich eine sehr lange Geschichte, aber begonnen hat es eigentlich schon in der Schulzeit. Ich habe zur Matura eine Fachbereichsarbeit geschrieben über die FPÖ. Damals über den Erfolg der FPÖ, gerade bei der Jugend. Es hat mir in meiner Schulzeit im Gymnasium jetzt nicht nur positive Reaktionen beschert, muss ich ehrlich sagen. Aber das war so der Startpunkt, wo ich mich wirklich auseinandergesetzt habe mit der FPÖ, mit Wahlprogrammen, mit den Standpunkten. Ich war immer schon FPÖ-affin, aber da habe ich sozusagen dann ein bisschen unterlegt, um auch in der Schule, wo es ja doch immer wieder mal Diskussionen über die Politik gegeben hat, auch Argumente zu haben, warum das jetzt meine Richtung ist. Und dann habe ich Politikwissenschaften studiert, weil es mich einfach interessiert hat. Ich habe ein Doppelstudium begonnen, von Just auch gemacht. Aber das war hauptsächlich deshalb, weil mein Papa gesagt hat, irgendwas gescheites muss auch studieren. Und nach einem Jahr habe ich dann einmal gemerkt, nein, also es ist Politikwissenschaften, wollte unbedingt Journalistin werden, Innenpolitik. Und habe dann im Zuge des Studiums ein Praktikum gemacht bei der FPÖ, weil ich einfach wissen wollte, wie arbeiten Parteien. Also ich wollte die Innensicht kriegen. Und da hat man mir dann nachher gesagt, jetzt hast du ein Praktikum bei der FPÖ gemacht, jetzt brauchst du Journalistin definitiv nicht mehr werden. Und ja, so bin ich dann bei der FPÖ tatsächlich hängenblieben. Ich habe damals ein Jobangebot gekriegt in Salzburg. Das war auch genau die richtige Zeit, weil sie meine Eltern gerade entscheiden haben lassen. Und so war mir klar, ich muss nicht mehr im Studium arbeiten, das geht sich nicht anders aus. Und bin dann klassisch hängen geblieben. Ja, das war 2012 damals. Und dann ist weitergegangen mit Vorfitarganisationen, Gemeindevertretung, so die klassischen Stationen, die man durchlauft.
SPEAKER_01Gut hängen geblieben denn? Und dann bist du am 10. Juni 2016 zur Opfrau hier in Salzburg gewählt worden. Dann stehst du also seitdem an der Spitze der FP Salzburg eine ganze Dekade, in der du Stationen durchlaufen und Erfahrungen gemacht hast, wie sie wahrscheinlich ein ganzes Politikerleben ausfüllen könnten. Welcher Moment war denn jetzt rückblickend für dich persönlich gesehen der emotionalste?
SPEAKER_02Sicher die erste Landtagswahl. Also 2018, der erste Landtagswahlkampf. Ich glaube, ich war damals weird war, 25? Nein, ein bisschen älter. Ein bisschen älter war ich schon.
SPEAKER_01Sehr jung, ja.
SPEAKER_02Aber noch sehr jung, ja. Und ich bin damals angetreten bei der Wahl gegen echte Politkranken. Also der Wilfried Hasler war damals auch schon ÖVP-Chef. Die SPÖ hat auch noch ein Kaliber an der Spitze gehabt da zumals. Und wir haben ja eine Parteiabspaltung auch damals gehabt. Und das war natürlich die ganz große Herausforderung und auch ein bisschen die große Sorge, ob wir das schaffen. Das hat ja niemand gewusst, ein junges Dierndl, und das war ich damals, da steht die das überhaupt, schafft die den Wahlkampf, kann die sich durchsetzen bei Diskussionen gegen echte erfahrene Politkranken. Und als dann dieser Wahltag da war, das war sicherlich einer der schlimmsten Tage meines Lebens, weil ich wirklich wenig geschlafen habe und unfassbar nervös war den ganzen Tag. Und als dann das Ergebnis da gestanden ist, ein Plus vor dem Ergebnis, dann die Parteiabspaltung hat es nicht in den Landtag geschafft und eigentlich wirklich solide, ein gutes Ergebnis abgeliefert. In einer ganz leichten Zeit ist mir ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Und das war eigentlich auch dann so der Beginn, dass sie die. Guten Morgen!
SPEAKER_03Hallo!
SPEAKER_02Dass sie der Beginn in der FPÖ in Salzburg eigentlich die Entwicklung mit dieser Wahl ist. Das war sicherlich der bewegendste Moment, weil ich gewusst habe, so jetzt haben wir es geschafft und jetzt kommen wir aufbauen drauf.
SPEAKER_01Also du hast ja, wie du es selbst es betont hast, die Partei nicht in einer gerade rosigen Lage übernommen hier in Salzburg. Gab es Tage auch in der Zeit einmal, wo du alles hinschmeißt? Nicht nur an. Okay, das war jetzt eine klare Antwort. Marlene, aber die Kämpferin, können wir schlussendlich zusammenfassen. Grund genug, eine politische und persönliche Bilanz der letzten zehn Jahre zu ziehen und gleichzeitig mit der festen Überzeugung auch in die Zukunft zu blicken, dass das Beste noch bevorsteht, lieber Marlene. Im Frühling wurdest du nämlich am Parteitag eindrucksvoll bestätigt. Und Marlene wie früher nur besser. Was ist besser geworden?
SPEAKER_02Ich sage es immer mit ein bisschen Augenzwinkern, aber es ist tatsächlich so, ich bin erwachsen worden in diesen zehn Jahren. Also mit 23 ist man noch nicht erwachsen. Es hat damals auch ganz viele Vorteile gehabt, weil ich natürlich so ein bisschen in einer jugendlichen, ich würde jetzt nicht sagen Naivität, weil naiv war ich nie, aber ein bisschen in einem jugendlichen Leichtsinn dieses ganze Projekt angegangen bin. Und natürlich waren sehr schwere Tage dabei, aber ich habe trotzdem immer ein bisschen Leichtigkeit gehabt, weil ich mir gedacht habe, naja, wenn es gut geht, geht es gut. Und wenn nicht, dann habe ich es zumindest versucht. Das war immer so mein Credo, mit dem ich mir auch durch die schweren Tage gerettet habe. Und für mich war aber auch klar, auch wenn ich mir oft gedacht habe, wie soll ich das jetzt alles noch gehen und wie soll ich dieses Problem jetzt wieder lösen, habe ich es so richtig ans Aufgeben. Nicht doch. Natürlich nicht, jetzt schmeiße ich alles hin und jetzt reicht es. Aber im ersten Moment, genau im ersten Moment, ich habe schon gewusst, nein, also das steht sich schon dafür. Durchhalten, es gibt so viele Menschen, die Hoffnung ihn ansetzen und es gibt dann dann eigentlich auch wieder die Energie, dass man sagt, na, machen wir weiter und es wird sie irgendwann schon bezahlt machen.
SPEAKER_01Steht die bessere Marlene neben mir. Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein, das kennst du bestimmt, das Zitat. Stellst du dir in Anspruch, bei der nächsten Wahl Landeshauptfrau zu werden?
SPEAKER_02Definitiv. Also die letzten zwei Landtagswahlen waren ja alle sehr unterschiedlich. Und wir haben schon bei der letzten Landtagswahl eigentlich durchaus den Kampf um Platz 1 ausgerufen, wo bei mir klar war, gegen den Wilfried Haslauer wird es noch schwer. Jetzt weiß ich, das ist machbar. Also erstens diese Erfahrung der letzten zehn Jahre, Mai-Entwicklung, die FPÖ, die ganz anders dran steht. Also wir haben eine personelle Breite, die wir glaube ich noch nie gehabt haben. Wir sind verankert mit Persönlichkeiten. Also die FPÖ ist mittlerweile personell die bestaufgestellteste Partei in Salzburg. Das behaupte ich wirklich mit Überzeugung. Deshalb glaube ich, dass wir wirklich das zeigt zu Nummer 1 haben. Und es ist ein Unterschied, ob man Zweiter oder Erster ist. Also das ist etwas, was ich gerade in dieser Legislaturperiode einfach total mitkriege. Es ist was anderes, wenn du die Hauptentscheidungen triffst, wenn du den Finanzlandesrat hast beispielsweise. Das sind einfach dann ganz andere Möglichkeiten und du kannst auch natürlich freiheitliche Politik auch stärker umsetzen. Und das wollen wir. Und wir sind nicht mehr bereit dazu, ich glaube, wir können es auch.
SPEAKER_01Marlene Swarzeck, eine Politikerin, die gezeigt hat, dass sie sowohl einen kantigen Oppositionskurs, der weder die regierende Dierdellkoalition schonte, noch den eigenen Mitstreitern Raum für Mystigang Lease führen kann und auch bewiesen hat, dass sie nicht nur kritisieren, sondern auch regieren und Verantwortung übernehmen kann. Und in Kürze sprechen wir weiter.
SPEAKER_00Austria First, mein Daheim. Im Sommer, jeden Sonntag von 10 bis 12 auf AustriaFirst.
SPEAKER_01Und zum Nachhören auf AustriaFirst.at Die Freidlichen können stolze vier Landeshauptmann, Stellvertreter zählen, doch die einzige Frau and oben drin noch die youngste, that gilt jetzt auch für ganz Österreich, is my heutiger Gast Marlene Zwarzek. Marlene, we have gehört, du bist mit 23 years Chefin der Freidlichen in Salzburg. Before tatkräftig activ in der FPÖ, sehr young ins kalte Wasser gesprung. War this young alter in Nachhinein Hindernis or doch mehr Ansporn? Du hast vorher diesen Leichtsinn angesprochen. Was siehst du heute für eine Bilanz in Nachhinein? Es war definitiv Ansporn.
SPEAKER_02Weil wenn man so jung ist, weiß man, und dazu, man muss doppelt so viel und doppelt so hart arbeiten wie alle anderen. Und das habe ich mir einfach wirklich zum Anspruch genommen und das ist bis heute so. Und das blickt an natürlich schon, wenn man eigentlich von Anfang an immer weiß, man muss mehr investieren. Und hat mich sicherlich auch zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Fly ist Disziplin und ganz viel harte Arbeit, dann kann es funktionieren. Und das ist heute tatsächlich immer noch so.
SPEAKER_01Es gibt unzählig junge Menschen, die sich politisch engagieren wollen und es auch tun. Es gäbe keine bessere als dich jetzt für einen sinnvollen Rat. Welches sendest du hinaus?
SPEAKER_02Einfach einmal beginnen und frei drauf los, würde ich jetzt einmal sagen. Sie gar nicht viel Gedanken machen und ja, niemandem nacheifern. Also ich auch nicht glauben, wenn man jetzt vielleicht einen Politiker irgendwo sieht, der ein gewisses Vorbild ist, dass ich mir jetzt genauso wie der sein muss. Also für mich gibt es nichts Schlimmeres als 18-, 19-, 20-jährige Politiker, die daherkommen im Anzug geschnigelt und gestriegelt mit Krawatte, weil sie halt glauben, das ist jetzt so. Das sieht man eh in der FPÖ Gott sei Dank gar nicht, aber in anderen Parteien ist es gang und gäbe. Und da denke ich mir dann immer, seid doch so, wie ihr seid, authentisch und lasst euch nicht in der Rolle zwängen und nicht in einen Anzug zwängen, wo je da warst. Da kehrt der nicht rein.
SPEAKER_01Du hast einen scharfen Oppositionskurs hingelegt, hast aber dann in dieser Zeit auch zusätzlich zu den klassischen FPÖ-Kernwählern neue Sympathisanten dazu gewonnen. Demütig und mit dem Wissen, es ist eine große Aufgabe, bist du dann mit der ÖVP eine Koalition eingegangen. Damals noch mit Wilfred Haslauer, mittlerweile mit Carolina Etstadler. Was gefällt dir denn am meisten in dieser neuen Rolle als Landeshauptfrau-Stellvertreterin, dass man umsetzen kann?
SPEAKER_02Also es ist jetzt sicherlich noch einmal um eine Stufe anstrengender. Die Tage sind länger, es ist intensiver, die Themenfelder sind breiter, aber ich habe einfach das Gefühl, jeden Tag am Abend, wenn ich mal mehr, mal weniger geschafft ins Bett fahe, habe dort oder da den Unterschied machen können. Und das ist etwas, wo man dann, glaube ich, wirklich alle Strapazen und alle Anstrengungen sehr gut durchhält, weil man jeden Tag wirklich das Gefühl hat, heute habe ich jemandem helfen können oder heute habe ich was zum Besseren verändert. Und das ist natürlich in einer Regierungsverantwortung schon noch einmal mehr als in Opposition.
SPEAKER_01Mein politischer Weg ist keine Karriere, sondern ein Dienst. Ein dir sicherlich sehr bekannt. Das Zitat, es stand nämlich von dir. Unabhängig jetzt von Mehrheiten, welche Grundüberzeugungen tragen dich? Wofür stehst du im Kern?
SPEAKER_02Im Kern einmal definitiv für eine Bodenständigkeit, eine Verwurzelung und im Schätzen von dem, was wir da vor unserer Haustierung haben. Und jetzt habe ich keine Kinder, aber ich habe beispielsweise nicht. Und weiß ja selber, dass wir verantwortlich sind für unsere nachfolgenden Generationen. Und da wird man sich ja immer wieder mal die Frage stellen, was machen wir jetzt, was für unsere irgendwann einmal nachfahren, woher er immer das Leben besser macht. Und ich meine, da haben wir natürlich schon extrem viele Entwicklungen aktuell, die es nicht nur zu Bremsen gibt, sondern einfach auch in die komplett andere Richtung zu drehen gibt. Und das sind so die Dinge, die mich antreiben. Und ich bin natürlich schon sehr konservativ bürgerlich aufgewachsen, würde ich jetzt einmal sagen. Aber was mich bei der ÖVP einfach immer extrem anzipft und abgeschreckt hat, war dieses Einheitsdenken. Und jetzt mittlerweile habe ich keine Ahnung mehr, wofür die ÖVP überhaupt steht. Und bei der FPÖ weiß man es einfach, hat man es immer schon gewusst. Und was dort halt einfach immer wirklich super war, du hast eine Meinung sagen können. Und auch wenn die einmal dort oder da vielleicht ein bisschen abgewichen ist von der klassischen Parteimeinung, das war völlig egal, weil wir alles irgendwie Freigeister, würde ich jetzt einmal sagen, bei der Freiheitlichen Partei. Und das macht uns ja aus. Und diese Grundüberzeugung, auch die Freiheit des Einzelnen und sich dort oder da auch als Politik eher zurückzuziehen, beispielsweise wenn es um Familienpolitik geht, dass man nicht in die Wohnzimmer der Familien hineinregiert, das sind Dinge, die gibt es einfach nur bei der Freiheitlichen Partei. Und die wird es auch nie bei einer anderen Partei geben.
SPEAKER_01Die Freiheitliche Partei bekommt aber immer wieder den Vorwurf, sie fordere zum Beispiel Frauen zurück an den Herd. Oder die Herdprämie haben wir ja überall gelesen. Allerdings plädiert ja die FPÖ einfach nur auf Wahlfreiheit, die Freiheit, selbst entscheiden zu können, bleibe ich bei meinem Kind zu Hause, bei meinen Kindern zu Hause oder tu ich das nicht. Was sagst du zu diesem Vorwurf?
SPEAKER_02Also ich muss mittlerweile immer sehr lachen, wenn es kommt, Frauen an den Herd, weil ich sage, es ist ja total rückständig. Es hat Frauen an den Thermomix. Mittlerweile, ich habe einen Thermomix, gebe ich zu und ich liebe ihn. Und da ohne Kochen, aber der Thermomix macht es einfach ein bisschen leichter. Aber das regt mich immer extrem auf. Weil worum geht es mir? Mir geht es darum, dass man den individuellen Lebensentwurf von Frauen respektiert. Und ob sie jetzt eine Frau dafür entscheidet, ihre Kinder in den ersten Jahren selber zu begleiten, zu erziehen. Oder ob sie den anderen Weg einschlagt und sagt, nein, für mich passt es, für die Familie passt es, ich will möglichst schnell wieder an den Arbeitsplatz zurück. Es ist beides in Ordnung. Aber es muss einfach die Möglichkeit für beides auch da sein. Und momentan haben wir die Möglichkeit halt für das, dass man sagt, ich bleibe jetzt daheim. Mir ist familieninterne Betreuung wichtig. Mir ist wichtig, dass ich diese Zeit, die eh so schnell vergeht, mit den Kindern auch verdringen kann. Diese Möglichkeit haben wir immer weniger. Wir haben eine Karenz gehört, das forciert, dass man die kürzeste Variante nimmt, nämlich das eine Jahr. Da steigt man wirtschaftlich am besten aus. Und ich mache niemandem einen Vorwurf, der sagt, na natürlich mache ich das. Und nach dem eine Jahr schauen wir mal, wie es weitergeht. Und wir haben einfach diese Möglichkeit, diesen wirtschaftlichen Druck herauszunehmen für Frauen und auch für Väter. Das ist mir dann am Ende des Tages völlig egal, wer zu Hause bleibt. Diesen wirtschaftlichen Druck herauszunehmen, dafür gibt es aktuell. überhaupt keine Instrumente. Und das ist etwas dabei, einfach nicht müde, das auch weiterhin politisch einzufordern und sobald wir in Salzburg auch die Möglichkeit dazu haben, weil die ÖVP spannenderweise geht da auch nicht mit, wollen wir das auch umsetzen, weil ich einfach glaube, dass es wichtig ist und dass es unsere Familien auch wieder guttun würde, nicht immer den Spagat hinlegen zu müssen, sondern sich wirklich einmal auf die Kinder auch konzentrieren zu können.
SPEAKER_01Kommen wir ein bisschen zu den negativen Seiten des Lebens, nicht nur der Politik, weil Fehler passieren, sie passieren ja einem jedem. Wie bewältigst du Situationen, die einmal nicht so laufen wie geplant?
SPEAKER_02Mit Durchhaltevermögen. Also in zehn Jahren macht man natürlich auch viel Fehler. Die habe ich auch gemacht, die mache ich nach wie vor, das ist ganz klar. Aber ich schaue den Anspruch, dass er mal einmal passiert und kein zweites Mal. Und das versuche ich dann immer umzusetzen. Und es ist tatsächlich so, das ist jetzt nicht nur ein Kalenderspruch, sondern aus den Fehlern lernt man echt am allermeisten. Der Erfolg, ja, aber Fehler machen einen dann schon zu dem, was man ist und bringen auch mal die Erfahrung. Und wenn es nicht zwar, dreimal passieren, dann glaube ich, darf ein Fehler schon einmal sein.
SPEAKER_00Austria First, Mind daheim. Gleich geht's weiter.
SPEAKER_01Austria First, Mind der Heim, heute in Salzburg bei Marlene Swarzek. Und wir werfen jetzt einen konkreten Blick auf das Land Salzburg. Berge, Barock und jede Menge Lebensqualität und eine freidliche Handschrift in der Regierung, die sich zeigen lässt. Wir haben vorhin schon das Thema Familie angeschnitten. Gerade in Salzburg forderst du größere Wertschätzung für Familien in deine Betreuung und benennst dies vor allem als wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Salzburger FPÖ. Worin liegen denn die konkreten Auffassungsunterschiede zu den anderen Parteien und welche Maßnahmen sollte man jetzt aus deiner Sicht forcieren?
SPEAKER_02Also man schon generell in dieser Grundhaltung, dass man Familien die Möglichkeit gibt, dass sie ihre Kinder auch selbst betreuen können. Und in Möglichkeit geben steckt natürlich drinnen, dass man sie nicht nur wertschätzt, sondern natürlich auch finanziell unterstützt. Und da gibt es aktuell keine andere Partei, die das so fordert wie wir. Das ist relativ spannend bei den Sozialisten beispielsweise, die aus ideologischen Gründen einfach total dagegen sind, dass Familien ihre Unabhängigkeit bewahren und die ÖVP wiederum aus wirtschaftlicher Sicht einstimmt in diesen Kanon. Und halt der Meinung ist, wir brauchen die Frauen so schnell wie möglich wieder am Arbeitsplatz. Das ist schon richtig so, dass Frauen mittlerweile wirklich extrem gut ausgebildet sind und wir brauchen natürlich jede gut ausgebildete gute Frau, aber ich glaube, man sollte schon diesen Raum schaffen, wenn sie möchte, dass man sie in den ersten Jahren einfach um die Kinder kümmern kann. Und ich hätte lieber entspannte Familien, weil man denkt, okay, die Kinder sind jetzt drei im Kindergarten, haben drei Jahre genossen, behütet in der Familie und die Eltern sind auch ein bisschen entspannter. Ich glaube, dass das dem Arbeitgeber und der Wirtschaft auch lieber wäre, als immer diese Doppel- und Dreifachbelastung, wo man dann irgendwie nichts so richtig macht und vielleicht mit dem Kopf bei den Kindern ist, verständlicherweise. Also ich habe selber eben keine Kinder, aber ich habe viele, viele Freunde, die so in meinem Alter sind, auch junge Frauen, die sagen, du vorher, bevor ihr das Kind kriegt, habe ich mir gedacht, ein Jahr reicht völlig. Und dann ist das Jahr um und dann denken sie sich, jetzt ist mein Kind erst ein Jahr. Nein, das geht jetzt gar nicht. Und die versuchen dann oft, völlig unabhängig vom Staat, dass sie sich nur ein bisschen drüber retten mit einem gemeinsamen Familieneinkommen und dass es dann zumindest nur ein Jahr vielleicht länger gibt, wo sie zu Hause bleiben können. Und das ist eigentlich der völlig falsche Ansatz. Also darum sollte sich der Staat schon kümmern.
SPEAKER_01Mit der Kampagne Handypause beim Abholen setzte ja die FB Salzburg ein wesentliches Zeichen. Weniger Bildschirm dafür mehr Aufmerksamkeit für die Kleinsten. Also könnte man eigentlich so als kürzweiliges Social Media Verbot für die Eltern und Petit. Wie kamst du zu dieser Idee und was willst du damit erreichen?
SPEAKER_02Uns ist es erstens selber aufgefallen und wir haben es von vielen Pädagoginnen gehört, dass Eltern eben, wenn sie ihre Kinder holen, kommen und die Handys schon in der Hand haben und nebenbei noch schnell E-Mails checken und noch schnell WhatsApp schicken, was sie vorher nicht ausgegangen ist, und eigentlich die Kinder dann so nebenbei hergehen. Und wir sehen es ja immer wieder einmal in Wirtshäusern, dass die Kinder dann ruhig gestellt werden, weil man ihnen das iPad vor die Nasen setzt, damit einmal alle Ruhe haben. Und das sind einfach Dinge, das ist für mich schon der Ausdruck dessen, dass Familien immer weniger Zeit für ihre Kinder haben. Und vielen fällt es ja gar nicht mehr auf. Deswegen haben wir uns gedacht, okay, wenn Eltern ihre Kinder abholen, dort ist es sehr präsent und dort hängen wir das jetzt einmal auf, dass wir die Eltern darauf aufmerksam machen, schenkt einem einem Kind die Aufmerksam und nicht einem Smartphone. Es ist die Zeit eh so schnell vorbei. Also die Kampagne ist wirklich gut angekommen und auch viele Eltern, die uns geschrieben haben, die sich bedankt haben, die gesagt haben, okay, ihr habt uns auf etwas aufmerksam gemacht, was uns gar nicht mehr aufgefallen ist.
SPEAKER_01Ist eine ganz gute Idee als Eltern, weil sollte man ja auch Vorbild sein. Auf der einen Seite wollen wir nicht, dass die Kinder zu viel in die Gerät hinein. Ganz eine tolle Idee. Und es hat vor allem fast nichts gekostet.
SPEAKER_02Kann es auch kostengünstig umsetzen, solche Kampagnen.
SPEAKER_01In der Zeit der sogenannten Tierndl-Koalition, also als noch Grüne und NEOS an der Landesregierung beteiligt waren, galt Salzburg zeitweise als Hochburg der Willkommenskultur. Was hat sich in Sachen Asyl und Integration jetzt verändert, seitdem die FPÖ beide Ressorts verantwortet?
SPEAKER_02So ziemlich alles. Ich habe das Integrationsressort übernommen und habe einmal wirklich alle Förderungen durchforstet und bin da auf Dinge gestoßen. Also da sind wir die Hau zu Berge gestanden tatsächlich. Ich habe eine Förderung, weil sie so plakativ und gleichzeitig so absurd war, gleich einmal gekürzt. Da ging es darum, um Diskussionsveranstaltungen mit Asylwerbern zum Thema Klimawandel, veranstaltet von Fridays for Future. Also jetzt glaube ich viel, aber ich glaube nicht, dass das vorderdringlichste für Asylwerber ist, solche Diskussionsveranstaltungen abzuhalten, geschweige denn, dass da irgendjemand irgendwas verstanden hat. Und von der ideologischen Komponente braucht man gar nicht reden. Und da sind aber einige tausende Euro Steuergeld hineingeflossen. Wir haben beispielsweise auch abgesetzt die Psychotherapie für Flüchtlinge, weil ich einfach gesagt habe, wie kommt ein Österreicher dazu, dass er etwas finanzieren muss, worauf er selber keinen Anspruch hat, weil die sind gratis therapiert worden. Wir sind dann schon auch drauf gekommen, ja, gar so effizient war das alles nicht. Es war dann spannend, wenn uns dieser Verein dann erklärt hat. Also sie therapieren traumatisierte Flüchtlinge, die da Kriegsverbrechen sozusagen mitbekommen, teilweise auch begangen haben. Ich habe dann einen relativ scharfen Brief geschrieben und habe darum gebeten, zu erfahren, wer denn das gewesen sei, weil da geht es dann um Dinge, die nicht mehr ein Verein löst, sondern den Verfassungsschutz. Ich habe nie eine Antwort bekommen. Also das waren auch viele erfundene Dinge. Da war der Aufschrei sehr, sehr groß. Aber aus meiner Sicht war das genau der richtige Weg. Und es haben uns auch wirklich Personen aus der Branche selber recht gegeben, die gesagt haben, also wirklich wertvolle Arbeit ist da nicht geleistet worden, aber der ein oder andere hatte ein nettes Zusatzeinkommen. Und diese Dinge haben wir einfach komplett opdraht und haben gesagt, bei uns in der Integration geht es ums Erlernen der deutschen Sprache und darum, so schnell wie möglich einen Beruf aufzunehmen. Also wenn wir schon mit dem umgehen müssen, was uns Vorgängerregierungen eingebrockt haben, dann schauen wir, dass wir zumindest diese Parameter einmal durchaus mit Druck umsetzen. Und bei uns ist es so, also wenn jemand einen Deutschkurs nicht besucht, dann wird ihm sofort Leistung gestrichen, das geht bis auf null und das wirkt dann schon. Also wir sind mittlerweile nicht mehr allzu attraktiv, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht in Salzburg. Aber wer hier Leistung bringen möchte und wer hier sie auch bemüht, der hat auch Möglichkeiten zum Aufstieg. Aber das sind leider Gottes, ja, ist leider Gottes nicht die Mehrheit.
SPEAKER_01Eine starke Ansage. Salzburg und Österreich sind historisch, kulturell und gesellschaftlich von ihrer christlich-abendländischen Prägung geformt. Diese Identität ist ja gar kein Auslaufmodell, sondern die Grundlage unseres Zusammenlebens. Viele Menschen, die in unser Land einwandern, respektieren diese Realität aber gar nicht. Was kann man denn dagegen tun?
SPEAKER_02Also das geht aus meiner Sicht nur mit ganz scharfen Sanktionen und mit der klaren Ansage, jeder, der das nicht respektiert und akzeptiert, der hat bei uns eigentlich auch nichts verloren. Da gibt es mehrere Dimensionen. Auf der einen Seite natürlich auch gesetzliche Sanktionen, aber auf der anderen Seite, glaube ich, schon eine Grundhaltung von uns Österreichern. Also wenn ich nicht kommuniziere und dahinter stehe, dass das bei uns keinen Platz hat, dann wird uns auch niemand von denen ernst nehmen. Ich bin sehr viel auf den sogenannten Karriereplattformen vom Österreichischen Integrationsfonds, wo ja auch sehr viele Asylberechtigte dann auch dort sind und auch sehr viele aus Drittstaaten. Und ich stelle mich dort eigentlich immer auf die Bühne und mache eine sehr klare Ansage, nämlich dass es in Salzburg keinen Grund gibt, nicht zu arbeiten und dass wir eine ganz klare Erwartungshaltung haben der Mehrheitsgesellschaft. Und die Mehrheitsgesellschaft, das sind schon nur wir. Und bin da sehr, sehr direkt. Ich habe da zu Beginn immer Reaktionen gekriegt, daraufhin, sagt ja, das ist ja Wahnsinn, das kannst du dir nicht sagen. Wo ich dann gesagt habe, naja, was haben denn die Politiker vor mir da herum gesagt, als das, was wir erwarten. Und ich bin der Meinung, das ist dann schon auch noch einmal eine Änderung der gesamten Kultur auch, was erwarten wir? Und das darf man ganz klar kommunizieren. Und wenn man das nicht tut, warum sollen die uns jemals ernst nehmen? Und da glaube ich, hat es schon einen ziemlichen Kulturwandel in Salzburg gegeben.
SPEAKER_01Freiheitliche Politik, die wirkt. Kommen wir zum Naturschutz, den du ebenfalls politisch verantwortest, gilt in Salzburg seit vielen Jahren als eines der politischen Aufreger dement schlechthin. Welchen Hintergrund hat dies und inwiefern hast du hier bereits eine politische Schubumkehr erreicht?
SPEAKER_02Ja, der Hintergrund ist der, dass bei uns die Grünen sehr lange den Naturschutz verantwortet haben. Dann danach auch die ÖVP, aber da ist nicht mehr viel passiert. Und in den Köpfen leider vieler drinnen ist, dass der Naturschutz ein Instrument zur Verhinderung ist und eben nicht zum Ermöglichen. Ich habe dann einen sehr einfachen Zugang. Also ich bin ja einerseits Jägerin, ich jage auf fremden Grund und Boden und deshalb habe ich einen hohen Respekt vor Grundeigentum. Und ich bin auch der Meinung, dass wir Naturschutz nur mit Grundeigentümern machen können. Wir haben sehr viele Landwirte in Salzburg. Das ist extrem kleinteilig, klein strukturiert, Familienbetriebe seit Jahrhunderten. Und wenn da dann sozusagen hoheitlich jemand daherkommt und sagt, so, und deine Fläche, die stellen wir jetzt unter Schutz, die der angelegt hat, weil er sich um die Natur kümmert und er darf jetzt nicht mehr über seinen eigenen Grund und Boden entscheiden, habe ich damit einfach ein Riesenproblem. Und das ist die ideologische Denke von Grünen, die sie teilweise auch durchgesetzt hat. Und da bin ich einfach nicht dabei. Und der andere Zugang ist, dass ich der Meinung bin, es muss nur wirtschaftliche Entwicklung in dem Bundesland möglich sein. Und jetzt, wie gesagt, schätze ich die Artenvielfalt auch und bin auch der Meinung, man muss nichts zerstören, was wunderschön ist und was es zu schützen gilt. Aber es kann jetzt auch nicht sein, dass A Frosch oder Arschlang ein Projekt völlig verunmöglicht und völlig verhindert.
SPEAKER_00Austria First, Meinderheim. Gleich geht's weiter.
SPEAKER_01Marlene Swarzeck bei Austria First Mein daheim und wir spazieren da jetzt durch den wunderschönen Wald hier in Großgemein. Und wo kommen wir denn jetzt an?
SPEAKER_02Wir kommen jetzt an bei der Waldkneippanlage zwischen Latschenwirt und Wolfschwangalm. Das ist sozusagen so ein bisschen die Hälfte, die haben wir schon geschafft. Und ja, ist ein wunderschönes Platzel und ich sage immer, der Untersberg ist schon so ein Kraftort und das finde ich spürt man da ganz besonders. Der Untersberg ist ja der Hausberg sozusagen der Salzburger, oder? Genau, also der Stadt Salzburger, da sieht man sehr gut auf dem Untersberg und natürlich von uns, also die Umlandgemeinden, Großgemein, Grödig, Weißsitzenheim. Ist unser Heimatberg.
SPEAKER_01Marlene Magmann eben, diese Kampagne hat dich tagelange Berichterstattung eingebracht. Manner hat zwar durchgesetzt, dass die FPÖ Salzburg den Spruch nicht mehr verwenden darf und ihr musstet tausende Mannnawaffe, glaube ich, auspacken, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Aber die Berichterstattung war unbezahlbar. Einer war auch noch ganz genial, Frau mit Power statt Haslauer. Du hast also tatsächlich nie die confrontation gescheit, Marlene. In den Mainstream-Medien wird die FPÖ ja überwiegend als Männerpartei tituliert. Wir haben es schon zu Beginn angesprochen, aber Herbert Kickel hat ja bei der letzten Nationalratswahl die Liste so gestaltet, dass es tatsächlich ein Reizverschlussssystem gab. Also Mann, Frau, Mann, Frau.
SPEAKER_02Also unsere Frauen sind aber mit Sicherheit ganz nicht Quotenfrauen. Und wenn bei uns eine Frau auf eine Liste kommt, dann weiß es auch wirklich verdient hat. Und das ist der große Unterschied zu anderen Parteien. Also ich bin wirklich der Meinung, Geschlecht ist keine Kompetenz. Das war irgend damals bei mir. Also mit 23 haben alle gesagt, okay, die ist jetzt eine junge Frau, wo ich dann gesagt habe, naja, weder Alter noch Geschlecht ist eine Kompetenz, man muss sich jetzt erst einmal beweisen. Und das finde ich, muss man als Mann genauso wie als Frau. Als Frau vielleicht ein bisschen mehr, tatsächlich gerade als junge Frau. Also diese Erfahrung habe ich schon gemacht. Aber wenn man dazu bereit ist und sie entsprechend engagiert, dann hat man als Frau in der FPÖ alle Möglichkeiten und auch alle Chancen. Und natürlich, wenn man jetzt auf unsere Liste in Salzburg schaut, klar, da sind mehr Männer als Frauen. Aber jede Frau, die etwas drauf hat bei uns und die sich bereit erklärt, auch Verantwortung zu übernehmen, also bitte unbedingt. Ich bin die Erste, die diese Frauen auch wirklich unterstützt und fördert. Aber es ist halt auch nicht immer ganz leicht, muss man auch ehrlich sagen, weil du musst das als Frau wollen. Du musst in die Politik gehen wollen, du musst dir das antun wollen. Es ist nicht immer nett, das geht einmal rückig zu. Und ich verstehe das auch voll und ganz, wenn eine Frau sagt, du, ich habe Familie, ich habe einen Beruf, das tue ich mir nicht an und an. Und es ist für Frauen oft ein bisschen schwerer. Aber ich finde, das muss man auch respektieren. Man kann nur Vorbild sein und man kann nicht sagen, schaut her, wir haben in der freiheitlichen Partei wirklich super Frauen, die alle, sag ich mal, so ein bisschen mit Augenzwinkern ihren Mann stehen. Und das kann jede, die das einfach in Kauf nimmt, dass sie hart arbeiten muss. Genauso wie alle anderen.
SPEAKER_01Mit einer starken, guten Rüstung, so wie du das jetzt auch hast. Du bist doch ein gutes Vorbild sicher für viele Frauen in der Politik. Wir wissen alle, dass Wahlkampfzeiten sehr herausfordernd sind. Also Termine von früh bis spät, mediale Dauerpräsenz, ständig unterwegs und wenn man überhaupt mal vor Mitternacht heimkommt, freut man sich auf Schlaf. Wiederholung für ein paar Stunden. Doch was macht Marlene Swarzeck in Wahlkampfzeiten? Sie macht so nebenbei einmal den Jagdschein. Wie kam es denn dazu?
SPEAKER_02Ja, das war ein totaler Zufall. Also ich habe die Jagdprüfung 2018 gemacht, gerade im Wahlkampf. Das ist ein bisschen blöd gefallen, aber ich habe mir jetzt gesagt, nein, ich warte jetzt sicher nicht nur ein Jahr länger. Ich war mit einigen Jägern mit im Wald und habe mir dann gedacht, okay, das ist eigentlich genau das, was mir total taugt. Und ich habe die Jagdprüfung dann auch hauptsächlich als Interesse gemacht. Weil ich bin zwar im Land aufgewachsen, aber ganz ehrlich, wenn ich durch den Wald gehe, also ich kenne jetzt auch nicht jeden Baum sofort und ich wollte einfach mehr darüber erfahren. Ich habe jetzt noch gar nicht die große Leidenschaft gehabt oder das große Vorhaben, dass ich dann wirklich Jägerin wäre. Mir hat das einfach taugt, diese Ruhe in der Natur, das beobachten und einfach einmal zu wissen, was liegt denn vor unserer Haustür. Und habe dann mit der Jagdausbildung begonnen, die habe ich ganz normal gemacht. Also viele Politiker, die dann so den Schnellsiederkurs machen und nach drei Tagen plötzlich Jäger sind, das finde ich furchtbar. Ich finde, da kann man nicht mitreden in der Materie und ich verstehe auch, warum man dann nicht akzeptiert wird in Jägerskreisen. Ich habe den ganz normalen Kurs gemacht, zweimal in der Woche am Abend, am Wochenende dann Schießübungen. Und nach einem halben, dreiviertel Jahr war dann in die Jagdprüfung mitten im Wahlkampf. Da war ich schon ein bisschen nervös, weil ich genau gewusste, Psa, wenn ich jetzt versage, dann habe ich echt ein Problem und dann steht das natürlich in allen Medien, wie man als Politiker immer ein bisschen öffentliches Eigentum an. Aber es ist gut gegangen, ich habe echt gestrebert. Ich glaube, ich habe die Prüfer niedergeredet. Ja, aber es hat funktioniert.
SPEAKER_01Und seit daher ist es wirklich zur Leidenschaft worden. Das wollte ich jetzt gerade fragen, aber es zeigt auf jeden Fall deine enorme Belastbarkeit, deine Disziplin und auch deine Fähigkeit, mehrere anspruchsvolle Dinge gleichzeitig durchzuziehen. Aber es ist ja nicht dabei geblieben. Du hast ja kurzerhand dann entschlossen für dich entschlossen für eine zusätzliche weiterführende Ausbildung und hast diese die akademische Ausbildung zur Jagdwirtin absolviert. Also es ist jetzt sicher Jagd ist jetzt sicher nicht mehr nur ein Ausgleich, es ist Leidenschaft. Aber wieso interessiert es dich dennoch jetzt so stark im Nachhinein?
SPEAKER_02Also ich wollte das größere Verständnis dann auch kriegen. Der akademische Jagdwirt beleuchtet ja so ziemlich alle Facetten und auch die Wechselwirkung eben zwischen Jagdwirtschaft, zwischen Landwirtschaft, natürlich auch Naturschutz, Wildökologie, all diese Zusammenhänge. Und das wollte ich einfach ein bisschen mehr in Relation setzen. Und für mich war der Jagdwirt fast ein bisschen wie Urlaub tatsächlich. Natürlich war es anspruchsvoll, es war eine Ausbildung an der Boko, aber ich habe immer gewusst, okay, wenn ich jetzt wegfahre zum Jagdwirt, es waren immer verlängerte Wochenenden, dann habe ich einmal ein bisschen Pause, ein bisschen Pause von der Politik und her einmal was ganz was anderes. Es ist dann natürlich immer politisch geworden. Also da ist mir nie ausgeworden, weil Jagd ist hochpolitisch, natürlich ist eine Länderkompetenz in der Gesetzgebung, aber es hat mir einfach total taugt. Und meine Abschlussarbeit war dann tatsächlich auch wieder ein bisschen politisch. Also der Einfluss von europäischer Gesetzgebung auf die Jagd und auf den Naturschutz in den Ländern. Und da habe ich schon einen sehr umfassenden Blick auf dieses Thema gekriegt.
SPEAKER_01Du hast vorher gesagt, du warst nervös bei der Jagdprüfung. Wo bist du nervöser? Kurz bevor du auf die Hüne gehst und vor unserem Publikum redest oder vor der Jagdprüfung?
SPEAKER_02Das kommt immer davon. Also ich bin tatsächlich nach wie vor bei Auftritten nervös. Das ist ja aber völlig egal, ob vor 15 Menschen oder vor 150 oder vor 1500. Eher sogar im kleinen Kreis noch ein bisschen nervöser als im ganz Großen, weil es im kleinen Kreis greifbarer ist. Aber ich bin immer noch immer noch nervös. Wobei ich das gehört dazu. Positiv genau. Und ich merke dann, ich bin fokussiert. Und wenn man irgendwann einmal nicht nervös ist, wenn es sozusagen Alltag ist, dass man von so vielen Menschen reden darf und eine Botschaft einfach hat, dann glaube ich, hat mir irgendwas verloren und ich bin froh, dass ich es nach zehn Jahren immer noch nicht verloren habe.
SPEAKER_01Ein kurzer Abstecher jetzt in die Politik wieder. Als erstes Bundesland wurden in Salzburg in den Wildregionen nördlich der Salzach präventiv zwei Wölfe zum Abschluss freigegeben. Denn der Wolf verursacht viel, man versucht ihn auch immer wieder zu verklären.
SPEAKER_02Deine Position zum Wolf-Abschuss? Ja, die ist relativ eindeutig. Also ich bin der Meinung, dass der Wolf bei uns genauso gemanagt gehört wie jedes andere Wildtier. Wir haben gerade in Salzburg die Situation, dass wir viel Eumwirtschaft haben. Davon profitiert der Tourismus, davon profitiert die Wirtschaft in Summe. Und wenn unsere Bauern die Alme nicht mehr bestoßen und damit auch für Biodiversität sorgen, dann haben wir ein Riesenproblem. Und auch diese ganzen Vorstellungen, wir könnten jetzt die Almen umzäunen und vor dem Wolf schützen, das funktioniert bei uns in Salzburg nicht. Also da reden oft Leute mit, glaube ich, eine Nier von einer Olmbahn bei uns und die Topografie auch nicht kennen.
SPEAKER_01Du hast als Landeshauptfrau Stellvertreterin in deiner Zuständigkeit auch das Feuerwehrwesen und treu deiner Devise hast du auch die Grundausbildung absolviert, also wirklich mit allem, was dazugehört, oder? Also Brändel löschen, Knoten binden, Schläuche anschließen und nicht zuletzt auch das durchaus vokabelreiche Fachjargon des Feuerwehrwesen. Ich sage jetzt nur Stichwort MFT und du wirst uns erklären, was da für eine amüsante Anekdote aus deinem Leben ist da gibt.
SPEAKER_02Das war tatsächlich ein riesen Verpas eigentlich. Also ich habe die Grundausbildung gemacht, genau jetzt im Herbst mache ich auch den Schutzlehrgang an, aber ich habe gesagt, wenn dann ordentlich. Und dann war eine Feuerwehrveranstaltung und ich habe dort eine Rede gehalten und habe zum Schluss dann eben mich bedankt bei meiner Feuerwehr, bei der Großmeiner Feuerwehr, die mich mitgenommen haben im MFT. Es heißt natürlich MTF, das ist die Abkürzung für Mannschaftstransportfahrzeug, aber in der Hitze des Gefechts sozusagen und am Ende der Rede habe ich diese zwei Buchstaben verwechselt, mich aber sofort korrigiert und im Nachhinein habe ich dann ein bisschen drüber nachdacht und habe mir dann gedacht, naja, MFT irgendwie, das ist ein Mannschaftstransportfahrzeug, wir fahren auch viel auf Ausrükungen damit und habe es dann kurzerhand ausgesprochen mit Freunden trinken. Weil die Kameradschaft gehört ja auch dazu im Feuerwehrwesen. Und das habe ich dann zum Anlass genommen, bei einer weiteren Rede, tatsächlich beim Feuerwehrjubiläum, diese Anekdote auch zu erzählen und halt dann zu enden mit, so und jetzt ist Zeit für MFT mit Freunden trinken und kommt alle gut haben im MTF. Hat für viele, viele Lacher gesorgt und hat sie mittlerweile auch schon durchgesetzt. Also ich wäre wirklich bei vielen Feuerwehrveranstaltungen angeredt auf mit Freunden trinken.
SPEAKER_01Das bleibt das picken. Genau. Aber das ist ja das Schöne. Das ist ja das Schöne. Das war gesagt, aus Fehlern lernt man, aber aus Fehlern entstehen noch die amüsantesten Anekdoten von Marlene Swarzig. Austria First Minderheim heute aus Salzburg. Nach einer kurzen Musikpause geht's weiter.
SPEAKER_00Austria First, Meinderheim. Im Sommer, jeden Sonntag von 10 bis 12 auf Austria First.
SPEAKER_01Und zum Nachhören auf AustriaFirst.at Eine Marlene Swarzig, die sich heute bei Austria First Minderheim ganz offen zeigt und amüsante Hopperlas aus ihrem politischen Alltag erzählt. Liebe Austria Firsthörer, wir hoffen, ihr könnt genauso lachen wie wir, nämlich ganz nach dem Motto, wenn falten, dann lieber Falten vom Lachen als vom Ärgern. Oder? Was sagst du, Marlene?
SPEAKER_02Ja, so ist es. Ich glaube, ein bisschen Selbstironie muss man immer haben und über manche Dinge weniger ärgern und hin und wieder mal auch lächeln, ja.
SPEAKER_01Richtig. Ich hoffe, du lächelst viel angesichts des zeitintensiven politischen Engagements, bleibt wenig Zeit für dein Privatleben übrig. Doch diese wenige Zeit, wie verbringst du die denn gerne?
SPEAKER_02Also Sonntag ist immer sehr heilig. Wenn ich es irgendwie schaffe, dann versuche ich den Sonntag freizuhalten. Und das ist dann meistens die einzige Gelegenheit, wo mich meine Familie einmal zu Gesicht bekommt. Also ich wohne ja tatsächlich mit meiner Schwester, mit meinem Schwager und mit meinen Nichten in einem Haus. Dieses Projekt sind wir gemeinsam angegangen vor nicht allzu langer Zeit. Getrennte Einheiten, aber sozusagen ein altes, großes Haus aus den 70er Jahren. Nur wir sehen uns eigentlich nie. Das hat auch Vorteile, aber der Sonntag ist Dann eigentlich immer so der Tag, wo wir mal zu Gesicht kriegen und wo wir viel Zeit miteinander verbringen. Also Familie, Freunde, das ist so das, was ich am Sonntag dann tue.
SPEAKER_01Aber du wohnst ja nicht ganz alleine. Du hast ja zwei tierische Begleiter. So ist es.
SPEAKER_02Seit dem letzten Jahr habe ich zwei Kater. Eigentlich war das ja der Wunsch meiner Nichten, ganz ehrlich gesagt. Aber nachdem ich ja eine großartige Tante bin, habe ich dann irgendwann einmal gesagt, naja. Also meine Schwester war nicht so begeistert von der Idee. Und ich habe dann gesagt, naja, also ich kann mir ja die beiden Katzen zulegen. Und nachdem ich sehr viel unterwegs bin, wenn ich nicht da bin, dann müssen die Kinder halt auf die Katzen schauen, weil sonst wären sie arm. Und meine Nichten haben eben schon einen Hund. Das war der Grund, warum sie ein bisschen skeptisch waren. Aber mittlerweile sind sie wirklich beste Freunde. Der Hund heißt Buddy, ist ein schwarzer Labrador, liebt meine zwei Kater. Die heißen Leo und Charlie. Also sie sind mittlerweile eine Bande, um nicht zu sagen ein Rudel. Und ja, hin und wieder ist es schon ganz nett. Ich hätte das unterschätzt, weil man am Abend dann so die Katzen bei sich hat, die haben schon was Beruhigendes. Also ab und zu sitze ich einfach nur auf der Couch und schaue die zwar zu und schaue gar nicht mehr in den Fernseher rein oder ins Handy oder sonst was. Und du kommst wirklich raus.
SPEAKER_01Was Positives, ja. Also sehr tierlieb und in Zoo Salzburg hast du ja eine Partnerschaft für einen Alpengans namens Elfi übernommen. Wie kam es dazu?
SPEAKER_02Ich hoffe, sie lebt nur die Elfi, aber ich glaube schon, ja. Sie ist nämlich schon eine ältere Dame. Es kam dazu, dass dazu einmal angefragt hat, generell, und uns darauf hingewiesen hat, dass sie sich immer gefreut, wenn Menschen Patenschaften übernehmen. Da wird dann Futter finanziert und und und. Und natürlich ganz besonders, wenn es Politiker machen. Und ich habe dann gesagt, naja, aber für irgendein Tier will ich jetzt keine Partnerschaft, das muss schon irgendwie auch zu mir passen. Und gerade bei der Gams denke ich mir, das ist unsere heimische Wildtierart. Da am Untersberg extrem verbreitet. Also wenn man Untersberg aufgeht, schafft man es gar nicht, dass man kein Gump sieht. Aber auch immer, ja, gefährdet würde ich jetzt nicht sagen, aber schon eine Wildtierart, über die es viele Diskussionen gibt, gerade in der Bejagung. Wir sind da direkt an der bayerischen Grenze. In Bayern ist das nur ein vergrößeres Thema. Wir gehen eh sehr sorgsam damit um. Und das war sozusagen mein Zeichen, dass ich zwar nicht will, dass Wildtiere im Gehegen zum Bestaunen sind, aber in dem Fall im Zoo ist es in Ordnung, dass man auch einmal in den Genuss kommt, wenn man jetzt nicht am Untersberg ist, dass man Gams hautnahs sieht. Und deshalb ist es die Gamsworn, weil es eigentlich auch meine Lieblings-Wildtierart ist in Salzburg. Und ja, so habe ich die Partnerschaft gerne übernommen.
SPEAKER_01Kommen wir jetzt wieder zurück zu deiner Person. So in deinem Alltag giltst du eher als Optimistin oder eher als Pessimistin, wenn du was angehst?
SPEAKER_02Mal so, mal so. Ich nehme mir vor, optimistischer zu sein, aber ich rechne ja immer mit dem Worst Case. Also ich bereite mich immer auf das Allerschlimmste vor, um es einfach einmal durchgespielt zu haben. Und wenn es dann anders kommt, gefreue mich. Es gibt da einen super Spruch, der gerade in aller Munde ist. Der Werbeslogin von der Sparkasse glaub an dich. Der ja aktuell. Genau, den wir aktuell auch kennen mit dem blauen Papagei. Und das ist etwas, was ich ein bisschen mehr versuche, also optimistischer zu sein und ein bisschen mehr an mitzuglauben. Jetzt mal ganz ehrlich, gibt es heimliche Sünden, die du uns ausplaudern möchtest? Ja, wer hat keine Sünden? Also definitiv, ich würde es jetzt nicht als Jugendsünde bezeichnen, weil ich nach wie vor dazu stehe, aber ich habe mich mit 16 das erste Mal tätowieren lassen. Jetzt kann ich es ja sagen, also meine Eltern wissen es natürlich auch. Und da sage ich immer, so Spaßhäuber, das ist meine Jugendsünde. Mittlerweile sind es aber auch schon fünf Dätowierungen. Also das kann ich auch ausplaudern. Welchen Augenblick deines Lebens würdest du gerne noch einmal erleben? Puh, da gibt es glaube ich viele. Aber auf der anderen Seite, nein, eigentlich kann, weil ich bin jetzt kein nostalgischer Mensch, also ich hänge in der Vergangenheit jetzt nicht so nach und denke mir, war ich doch noch einmal 16, 17, 18. Also es passt genauso, wie es ist. Und ich glaube, man muss ja in der Situation oder in dem Altern, in dem man sich befindet, ja, einfach mit dem Leben, wenn sie nicht denken, mit 18 war das alles noch viel leichter oder anders. Jede Lebensphase hat sowas für sich. Also ich hänge da jetzt keine Wald danach und auch kein Ereignis, wo ich sage, das muss jetzt unbedingt nur mal sein.
SPEAKER_01Lieber aus der Ferser, Marlene Swarzig ist ein ausgesprochener Konzertfan, vor allem Rockkonzerte. Also deshalb Marlene, die junge Wilde, so Metallica, ACDC, Rammstein, kein Konzert, ist ihr laut genug. Woher kommt diese Liebe zu Konzerten, zu Rock, zu Festivals, Marlene?
SPEAKER_02Ich bin mit der Musik irgendwie aufgewachsen. Warum weiß ich jetzt auch nicht genau? Also was ich mich schon erinnern kann, mein Papa ist ja leidenschaftlicher Gitarrspieler, aber jetzt mehr so der Wirtshausgitarrist. Und in meiner Familie, also meine ganzen Onkel sind alle Musiker, Bassisten, Gitarristen. Also ein bisschen habe ich es schon mitgekriegt. Aber mein erstes Festival war das Frequency Festival, da war es noch in Salzburg, das letzte beim Salzburg-Ring. Und dann ein Jahr später bin ich gleich aufs Novarock gefahren. Da war ich mittlerweile, glaube ich, fünf, sechs Mal. Und meine erste Band, für die ich wirklich zwölf Stunden in der ersten Reihe gestanden bin, also ich glaube, es waren 10, 12 Stunden sowas, war Metallica. Und als Metallica dann auf die Bühne ist am Novarock, vorher hat es glaube ich 30, 32 Grad gehabt dort. Als Metallica auf die Bühne ist, war es schlagartig, glaube ich, bei 16 Grad und es hat geschüttet wie aus Kübeln. Ich war nach diesem Novarock totkrank, tagelang, aber es hat sich echt gelohnt. Und ja, ich bin da schon ein bisschen ein Freak, würde ich jetzt einmal sagen, weil ich tue das mittlerweile nach wie vor. Wenn ich auf Konzerte gehe, nehme ich mir immer vor, so, jetzt bist du 34, jetzt gehst du das einmal ein bisschen ruhiger an. Aber wenn ich dann doch wieder dort bin, na logisch, versuche ich in die erste Reihe zu kommen und da stehe ich dann auch stundenlang einfach um, um das Erlebnis zu haben. Aber es ist doch schön, wenn man sowas irgendwie behält. Ja, definitiv. Wobei mittlerweile ist es ein bisschen anstrengend. Ich merke dann, nach zwei, drei Stunden meldet sich dann schon der untere Rücken, wo ich mir denke, puh, das war auch schon mal leichter.
SPEAKER_01Und am nächsten Tag wahrscheinlich dann auch. Aber wenn du dir was vornimmst, dann ziehst du es durch. Überdies wissen wir, du besitzt eine Gitarre. Ja.
SPEAKER_02Bist du musikalisch veranlagt? Also es waren schon mal mehr. Ich habe schon mal drei E-Gitarren daheim stehen gehabt. Die mussten dann aus Platzgründen weichen, aber aktuell habe ich nur eine Akustikgitarre daheim für alle Fälle. Ich komme leider viel zu Söten dazu. Aber wenn, dann ist es auch echt entspannend. Und ja, ich habe viele, viele Jahre klassische Gitarre gelernt, habe dann irgendwann einmal umgesattelt eben auf E-Gitarre. Also ich könnte es noch, wenn ihr ein bisschen mehr üben seht.
SPEAKER_01Also nicht dramatisch, nicht laut, aber mit einer stoischen Konsequenz zieht Marlene Swatzig ihre Dinge durch und nach einer ganz kurzen weiteren Musikpause sind wir gleich wieder für euch zurück.
SPEAKER_00Austria First, Mind der Heim. Im Sommer, jeden Sonntag von 10 bis 12 auf AustriaFirst. Und zum Nachhören auf AustriaFirst.at.
SPEAKER_01Da sind wir wieder, Austria First Mindahim mit Marlene Swatzig. In ihren letzten zehn Jahren ist beruflich und privat, wahrscheinlich mehr passiert als in so einer manchen Netflix-Serie, nur mit weniger Drehbuch, aber mit mehr Überraschungen. Und Überraschungen gibt es ja in der Politik genug, vor allem wenn es um die Glaubwürdigkeit geht. Und da zeigen sich oft bunte Bilder, wenig Klarheit, viel Irrtum und meist nur ein Fünfchen Wahrheit. Glaubwürdigkeit ist ein jahrelanger Prozess und kann durch einen einzigen Skandal komplett verloren gehen und zusammenbrechen. Wie sollte man aus deiner Sicht mit Vertrauen umgehen?
SPEAKER_02Also das Wichtigste ist aus meiner Sicht, dass man immer aufrichtig und ehrlich ist. Man muss in der Politik natürlich hin und wieder einmal zugeben, wenn Dinge nicht gehen. Also jeder hat im Wahlkampf seine Ansprüche und seine Grundhaltung und Dinge, die er umsetzen möchte. Aber natürlich nach einem Wahlkampf lässt sich nicht immer alles zu 100% genauso umsetzen. Das ist leider so, weil das ist immer im Leben. Und dann sollte man einfach ehrlich damit umgehen und auch den Menschen erklären, warum es jetzt so ist. Also politische Entscheidungen treffen und erklären, warum man das jetzt macht. Ich habe immer wieder mal die Erfahrung gemacht, auch jetzt, in den letzten drei Jahren in der Regierung, dass es da den Versuch gibt, jetzt nicht bei uns, aber natürlich auch bei anderen etwas anderes zu erzählen, als die Realität ist. Und das funktioniert nicht. Also dieser Spruch, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, das ist definitiv so. Und die Leute verstehen es auch, wenn man mal eine unangenehme Entscheidung treffen muss, wenn man sie erklärt und offen und ehrlich dazu steht und hin und wieder einmal sagt, das taugt mir jetzt auch nicht, aber es ist notwendig und diese Notwendigkeit erklären. Und das machen Politiker aus meiner Sicht fast gar nicht mehr. Dieses Schönreden beispielsweise oder einfach Überschriften voranstellen, nur damit keiner nachfragt, das ist furchtbar und das hat zu dem geführt, wo wir halt sind, dass viele einfach Politiker nicht mehr glauben, ihnen nicht mehr vertrauen und ja jedes Wort in Frage gestellt wird, auch zu Recht in vielen Bereichen. Und das sieht schon auch als große Aufgabe von uns als freiheitliche Partei, dieses Vertrauen wieder zurückzugewinnen und zu sagen, es sind nicht alle so. Und es gibt da Politiker, die sich hinstellen, erklären und auch, wenn einmal Fehler passieren, auch diese Fehler erklären und dazu stehen.
SPEAKER_01Du bist ja auch Vizebürgermeister hier in Großgemein. Lebt sich die Glaubwürdigkeit auf kommunaler Ebene anders als auf landespolitischer oder bundespolitischer Ebene?
SPEAKER_02Glaube ich schon, weil die Nähe eine andere ist. Also ich bin ja in Großgemein wirklich zu Hause. Also es ist nicht so, dass ich nur da zum Schlafenheim komme, sondern ich bin am Wochenende unterwegs, ich gehe in Großgemein einkaufen, ich bin bei Vereinsfesten, also ich bin ganz normale Bürger in dieser Gemeinde, ganz unabhängig von meiner politischen Funktion. Und da wirst du natürlich extrem oft angeredet und da musst du total oft Rede und Antwort stehen. Das ist in der Landespolitik schon auch noch sehr viel, aber da wird es schon ein bisschen weniger. Und auf Bundesebene ist das fast ganz weg. Weil da kann man sich dann oftmals vielleicht in Wien irgendwo im Büro verstecken. Und jetzt, wir sehen sie jetzt gerade bei der Sommertour vom Kanzler, da gibt es ein ausgewähltes Publikum, damit man sich ja keinen unangenehmen Fragen stellen muss und damit alles kontrolliert ist. In der Gemeinde und in der Landespolitik geht das so nicht, weil du immer greifbar bist. Ich bin viel alle unterwegs. Also ich habe so Personenschutz oder sowas in der Art, das gibt es bei uns sowieso nicht. Also ich bin wirklich immer, wenn ich unterwegs bin, bin ich unterwegs und wer viel angeredet. Und natürlich auch viel wird hinterfragt. Das ist eine unmittelbare Nähe. Und da brauchst du Glaubwürdigkeit, weil der Gegenüber merkt sofort, ob sie es ehrlich meinst oder nicht. Du kannst auf Social Media Videos alles Mögliche inszenieren und faken. Aber im direkten Gespräch, da glaube ich, merkt man schon recht schnell, meinst du ja ehrlich oder ist das nur Fassade?
SPEAKER_01Also wer Probleme verschweigt oder schönredet, verliert an Glauben, Summersumarium. Du hast gerade gesagt, du gehst selbst einkaufen, du triffst die Leute, sie reden dich an. Wenn du in Kontakt bist mit den Menschen, hast du das Gefühl, sie interessieren sich für Politik und sie interessieren sich jetzt für die freiheitliche Politik? Öffnen sich da Tore, Türen?
SPEAKER_02Definitiv. Also viele fragen mich ja immer wieder, das finde ich dann besonders spannend, wie denn so der Herbert Kickel ist beispielsweise. Das interessiert ganz, ganz viele, weil Klore hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Präsenz erreicht in der österreichischen Innenpolitik. Und das wissen ja natürlich alle, dass wir da sehr nahe auch immer wieder dran sein dürfen. Das interessiert die Leute dann schon. Also natürlich freiheitliche Politik als solche, aber ich glaube mittlerweile, was man wirklich, wofür man steht. Und das interessiert die Leute oft der Mensch dahinter. Und die Frage, wie ist denn der so? Also das interessiert brennend. Und da bin ich dann natürlich auch froh, weil der Herr kann nicht überall sein, dass ich dann auch ein bisschen was weitergeben kann und auch da vor Ort auch erklären kann, wie er ist, damit die leider einen Eindruck kriegen abseits der Politik von ihm als Mensch.
SPEAKER_01Die Öffentlichkeit will ein Publikum unterhalten und die Medien tragen ganz nach dem Motto, Sehen ohne selbst zu schauen, ihren Teil dazu bei. Medien beeinflussen unweigerlich den politischen Alltag. Ich betone jetzt Mainstream-Medien und Stichwort Public Watchdog. Doch leider geschieht das sehr einseitig und Fake News sind nichts Neues mittlerweile in unserer Gesellschaft. Welche strukturellen Fehler haben wir in unserem medialen System in Österreich?
SPEAKER_02Also es ist oft zum Haare raufen, was in der Zeitung steht und was man vorher versucht hat zu vermitteln. Wir haben, glaube ich, mehrfach Probleme und ein Problem für mich ist schon, dass wir gerade bei den Journalisten eigentlich nur mehr wenige haben, die Quereinsteiger sind. Also es gibt den einen oder anderen und da merke ich schon, da ist der Zugang ein anderer. Wenn zum Beispiel jemand aus der Privatwirtschaft kommt und dann in den Journalismus einsteigt, hat der einen ganz anderen Blickwinkel, als wenn jemand direkt von der Kommunikationswissenschaft zum Studium sofort in ein Medienhaus einsteigt und dann Journalist wird und dann aber glaubt, über Themen schreiben zu können, die derart komplex sind und die eigentlich eine ganz andere Ausbildung mit sich bringen würden. Das geht sich nicht aus. Also jetzt würde ich sagen, ich bin schon sehr stark drinnen in meinen Themen, aber ich verzweifle oft, Journalisten zu erklären, worum es wirklich geht. Und in der Zeitung steht dann wieder ganz was anderes. Und da würde ich mir einfach auch wünschen, dass wir da mehr Journalisten haben aus unterschiedlichsten Bereichen, dass vielleicht auch einmal einer aus der Landwirtschaft kommt oder aus dem Handwerk und nicht jeder aus dem klassischen Kommunikations- oder Soziologiestudium heraus, weil ja, da lernt man schreiben und ein paar Nischenthemen, aber den breiten, großen Blick, den es eigentlich bräuchte für Journalismus, den lernt man dort nicht. Und diese Erfahrung mache ich einfach immer wieder, dass das unglaublich schwierig ist. Woher kommen die Leute im Journalismus? Und das ist, glaube ich, das größte Problem.
SPEAKER_01Ja, es wird viel zu wenig auch beim Schlussendlich hinterfragt. Als Politiker ist vieles von sich selbst öffentlich. Und wenn man jetzt deine Social Media Seiten so durchscrollt, da ist zu viel mit, aber dennoch gibst du sehr wenig von deinem Privatleben preis. Was bleibt bei dir privat? Und warum?
SPEAKER_02Nimmer allzu viel. Aber ja, ich versuche schon, mein Privatleben eher aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Nicht, weil ich irgendwas zu verbergen hätte, sondern eher, weil ich die schützen will, die um mich herum sind. Also ich habe Familie, der Name Swarzig ist sehr präsent in Österreich. Es gibt nicht viele, die so hassen. Jeder, der so hasst, die ist mit mir verwandt, das ist einmal so. Und die werden dann natürlich auch auf mich angesprochen, nicht immer noch positiv. Und ich denke mir immer, warum soll jemand anderes sozusagen gerade stehen oder angesprochen werden für Dinge, die ich mache. Auch was Partnerschaften angeht. Also an meinem Partner, das geht niemandem was an und ich will ja nicht darauf reduziert werden oder diese Homestorys, diese klassischen, nein, also ich will nicht in Hochglanzgazetten mit Klatsch und Tratsch auffallen, sondern mit Politik und mit Arbeit.
SPEAKER_01Marlene, du hast vorher gesagt, die Leute fragen dich, wer denn so der Herbert Kickel ist. Ich frage jetzt aber zum Abschluss, wer ist die Marlene Sarzeck?
SPEAKER_02Jemand, der privat ganz anders ist als öffentlich. Also ich suche privat die Ruhe und ein bisschen die Geborgenheit ganz anders, als ich dann wirklich öffentlich bin. Da bin ich natürlich sehr, sehr oft auf der Bühne und ja, auch sehr dominant muss man oft sein. Also ich gebe zu, ich bin privat ganz anders. Es ist fast ein bisschen wie Tag und Nacht, aber ich glaube, das ist oft so, dass man vielleicht, wenn man im Beruf sehr tough sein muss, dass man dann privat es einfach genießt, einmal anders sein zu dürfen. Und ich bin auch tatsächlich sehr zurückhaltend. Also das Schönste für mich im Privatleben ist in großen Runden einfach nur mit dabei, sitzen zu dürfen, zuzuhören und gar nicht viel zu reden. Also ich liebe das. Das habe ich schon als Kind geliebt. Meine Eltern fragen mich immer wieder, wann ist das eigentlich passiert, dass du so zu reden begonnen hast und sozusagen von der Zuhörerin zu und der Halterin, aber ich bin das privat immer noch. Also ich höre am liebsten zu und bin einfach nur Teil in einer Gesellschaft und genieße dann die Zeit und genieß es, wenn ich privat nicht im Mittelpunkt stehe, weil beruflich ist das oft genug davon.
SPEAKER_01Danke für diese persönlichen Einblicke und gleich kommen wir zu unserer Schlussrunde, unsere Dies- oder das Rubrik. Liebe Austra First Horror, bleibt noch dran.
SPEAKER_00Austria First, mein daheim. Gleich geht's weiter.
SPEAKER_01Wir durften heute einen unterhaltsamen Streifzug durch Marlenes 20 Leben unternehmen und wir haben so einige sympathische Feinheiten kennengelernt. Und zum Abschluss, lieber Marlene, noch ein letztes Zitat von dir. Politik ist kein Besitz, sie ist ein Auftrag auf Zeit. Daher meine letzte Frage, welchen Auftrag siehst du jetzt für dich in Salzburg und generell für die gesamte freiheitliche Familie in Österreich?
SPEAKER_02Also der große Auftrag ist, sicher ganz viel zu investieren, um freiheitliche Politik umsetzen zu können und die Hoffnung, die viele in uns setzen, auch nicht zu enttäuschen. Also wir haben das Privileg, dass wir aufstehen dürfen und auch gehört werden in der Politik und für ganz, ganz viele sprechen dürfen. Und das kann nicht jeder und mit dem muss man, glaube ich, sehr verantwortungsvoll umgehen. Und eben auch mit diesem Vertrauen, über das wir schon geredet haben, das nicht zu enttäuschen, das ist, glaube ich, unsere ganz, ganz große Aufgabe. Und dass es politisch einiges zu tun gibt im Land und dass es eigentlich mit jedem Tag schlimmer wird, mit dem die aktuelle Koalition regiert im Bund mit ÖVPS-Böneus. Das ist auch offenkundig, aber das wird dann unsere große Aufgabe sein, das Ruder wieder herumzureißen. Und da kommt ganz viel auf die freiheitliche Partei zu. Ich glaube, wir sind uns dessen aber bewusst und gehen das nicht leichtfertig an.
SPEAKER_01So soll es sein, so soll es werden. Zum Schluss darf ich dich noch um unseren neckischen Teil in unserer Sendung bitten. Bereit für das oder das, meine Saatzek?
SPEAKER_02Ob ich bereit bin, weiß ich nicht, aber ich werde es probieren.
SPEAKER_01So, da wir im Salzburger Land sind, das Salzburger Knockl oder doch hier die Mozartkugel?
SPEAKER_02Die Mozartkugel, weil Salzburger Knockl werden echt überbewertet. Auto oder öffentliche Verkehrsmittel? Auto, weil es einfach flexibler ist. Robert Kirtag oder die Salzburger Festspiele? Beides, aber wenn ich es mir aussuchen muss, dann Roberta Kirtag.
SPEAKER_01Als Kind lieber den Schneeengel machen oder die Sandburg fahren. Die Schneeburg. Das ist eine gute Kombination.
SPEAKER_02Lieber müde sein oder hungrig sein. Puh, wenn ich hungrig bin, dann wäre ich hangry. Also eher müde sein. Mit dem kann ich besser umgehen als mit Hunger.
SPEAKER_01Vor allem nach so vielen Konzertbesuchen ist man dann immer nochmal müde. Also das bist du schon gewöhnt. Föderalismus oder Zentralismus? Föderalismus.
SPEAKER_02Brian Adams-Konzert oder Keyrock? Brian Adams, der war nämlich vor kurzem akustisch in Salzburg in den Festspielhäusern und es war echt ganz großartig. Nur er und seine Gitarre. Also ich bin ein riesen Brian Adams-Fan seit daher. Marlene Swarzeck natürlich live dabei. Ja, natürlich. Der Morgenansitz oder der Abend ansitzt? Der Morgenansitz. Wieso? Weil man mehr vom Tag hat und weil man länger sitzen kann und weil das einfach sensationell ist, wenn der Wald zu leben beginnt. Passionierte Jägerin, die man da wieder raushört.
SPEAKER_01Telefonieren oder texten? Texten, aber ich sollte mehr telefonieren. Und meine letzte Frage, zu spät anfangen oder zu spät aufhören im Leben? Es ist jetzt schwierig.
SPEAKER_02Eher zu spät anfangen. Ich glaube, wir nehmen uns oft so viel vor und denken uns, irgendwann wird das schon mal passen. Aber ich glaube, zu spät anfangen, es würde jetzt eher umgekehrt eben singen, dass das das größere Problem ist, nicht auf Dinge warten und glauben, irgendwann wird es schon mal passen. Einfach machen. Weil irgendwann ist spät.
SPEAKER_01Einfach drauf losgehen. Genau. Richtig. Liebe Marlen Swatzek, damit sage ich vielen lieben Dank für deine Zeit, für deinen vorzüglichen Humor, den du uns heute akustisch ins Radio gebracht hast und für dein Engagement für die Freiheitliche Partei hier in Salzburg. Da du sowieso auch ein musikalischer Typ bist, frage ich jetzt gar nicht, welchen Stellenwert Musik in deinem Leben hat. Das wissen wir jetzt alle. Nur eine Frage aber trotzdem, wie laut ist die Musik im Auto? Ah, sehr laut.
SPEAKER_02Ich habe eine Playlist, die heißt Montagsmotivation. Ich heiße aber nicht nur am Montag, sondern jeden Tag. Und die wird immer länger, dann wird es wieder mal ein bisschen aussortiert. Aber wenn ich alleine im Auto fahre, was ich sehr oft tue, weil ich Auto fahre auch sehr genieße, als Rückzugsraum, dann ist sie sehr laut. Und ich singe auch aus voller Leidenschaft mit. Also singen unter der Dusche, singen im Auto, singen überall, wenn du mal alleine bist wahrscheinlich. Hauptsächlich im Auto, wobei da ist mir schon in eine andere peinliche Situation auch passiert, wenn einmal einer umma schaut und mich da aus voller Leidenschaft singen sieht. Da hat sich der Art oder andere sicher schon mal gedacht, was ist mit dir los?
SPEAKER_01Es zeigt nur deine Authentizität. Marlene, du bist jetzt unser DJ, leg uns was Gescheites auf, was dürfen wir jetzt hören?
SPEAKER_02Also das erste Lied auf meiner Montagsmotivations-Playlist ist von Anfang an immer dasselbe und das ist von den Foo Fighters Learn to Fly.
SPEAKER_01Das wird jetzt ein Orange Maus, liebe Austra First Hörer, jetzt für euch. Wir verabschieden sich hiermit von euch, wünschen euch allen einen wunderbaren Sonntag, wo auch immer ihr seid. Austrafirst is mit euch and begleitet euch mit der besten Musik and the best. Ich freue mich schon auf nächsten Sonntag. Da heißt es dann wieder viel politisches, aber auch viel persönliches aus unserer Bundeshauptstadt in Wien. Bis dahin, bleibt gesund, bleibt fröhlich und bleibt mutig.
SPEAKER_00Eure Marys.at