AUSTRIA FIRST

Mein Daheim: Markus Abwerzger über Tirols Zukunft und die ÖVP-Macht

Austria First - Das Patriotenradio

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Raus aus dem Anzug, rein in die Bergschuhe: In dieser Ausgabe von AUSTRIA FIRST Mein Daheim bittet Marlies Gasser den Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger zum Gespräch in die imposante Kulisse der Kalkkögel. In der Axamer Lizum, fernab des lauten politischen Alltags, zeigt der sonst so kantige Rechtsanwalt und Oppositionsführer seine private Seite. Zwischen Murmeltieren und Berggipfeln spricht er über seine Studienzeit, die tiefe Verbundenheit zu seiner Familie und warum er ausgerechnet in der Stille der Natur die Kraft für harte politische Auseinandersetzungen findet.

Doch die politische Kampfansage lässt nicht lange auf sich warten. Mit historischen 29 Prozent in den Umfragen im Rücken bläst Abwerzger zum Angriff auf das tiefschwarze ÖVP-System, das die Tiroler „von der Wiege bis zur Bahre“ kontrolliere. Sein klares Ziel für 2027: Der Landeshauptmann-Sessel. Schonungslos rechnet er mit der verfehlten Transitpolitik der EU, dem Gender-Wahnsinn in den Amtsstuben und der abgehobenen „Verliererampel“ im Bund ab. Er fordert eine Rückkehr zur Normalität, ehrliche Politik ohne falsche Versprechen und einen radikalen Kurswechsel bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen.

Es ist ein Gespräch, das tief blicken lässt – auch in die Abgründe der medialen Berichterstattung. Abwerzger schildert eindrücklich, wie aus einem harmlosen Social-Media-Video eine beispiellose Hetzjagd konstruiert wurde, die selbst vor seiner Familie nicht haltmachte. Ein ehrliches, ungeschminktes und zutiefst patriotisches Interview über die Liebe zur Heimat, den Schmerz um das verlorene Südtirol und den unbändigen Willen, dieses Land wieder auf Kurs zu bringen.

AUSTRIA FIRST MEIN DAHEIM hört ihr im Sommer 2026 immer sonntags von 10 bis 12 Uhr – sowie an den weiteren Sendeterminen am Montag von 20 bis 22 Uhr und am Mittwoch von 19 bis 21 Uhr – direkt über die Webseite https://austriafirst.at/ oder in der neuen AUSTRIA FIRST App:
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SPEAKER_01

Austria First, Mein Daheim mit Mali Skata.

SPEAKER_00

Einen wunderschönen guten Morgen und schönen Sonntag, liebe Austria First Hörer. Ich hoffe, ihr habt entweder schon einen vollen Frühstückstisch für euch oder ihr seid schon unterwegs Richtung Berg, so wie ich es gerade bin, and das im wunderschönen Tirol. For mir eine gigantische Bergkollision. Ich steh in many minutes in the Gondel and treffe then dort jeden, der gleich wie die Tiroler Bergwelt for beständigkeit anders. And that is clear that Markus Abwetzger is more than most. We won't hear the chef of Tiroler Friday for our lives region. What that is, that hurt you in cutze.

SPEAKER_01

Gleich geht's loss.at.

SPEAKER_00

Grüß dich, Markus. Tirol, the land with the imposant 3000 and Brauchtum. And then we'll talk about the negative team in Tirol. Then the FPE left off with the FB. And so next, before we write where we are in the Gonzalo, your personal statement to this historical.

SPEAKER_03

Yeah, it is a moment of name, this is clear. We do not run this is just a Martin Weason, but it said one: this is a historical. By iron while not gleich off to sign with the ÖVP und 29 zu 29, das ist Ansporn, dass wir vielleicht möglicherweise sogar die ÖVP übertreffen. Also das wäre mein großer Ansporn.

SPEAKER_00

Wir werden im Laufe unseres Gesprächs natürlich noch tiefer in die Politik eintauchen, aber davor lassen wir unsere Hörer jetzt wissen, wohin sind wir denn jetzt unterwegs? Welchen Platz hast du denn ausgesucht heute für uns?

SPEAKER_03

Ja, das ist mein Energieplatz, mein Kraftplatz mit der Familie immer an und für sich. Das sind die Kalkkögel. Also wir sind jetzt auf dem Weg mit der Gondel, mit der neuen Gondel in die Axamelizum und von dort haben wir einen wunderbaren Blick über die ganzen Kalkkögel. Und das ist ein Traumplatz. Das ist auch der Traumplatz gewesen. Damals kam David Lama, einen der bekanntesten Bergsteiger, die wir gehabt haben, der leider tödlich verungelt ist. Das ist auch ein Gedenkstein für ihn. Da gibt es auch seinen Lieblingsberg, die Hochdennspitze. Da war ich auch schon oben. Also es ist ein wunderbarer Platz. Das ist echt zum Träumen, zum die Seele baumeln lassen und Wahnsinnsplatz.

SPEAKER_00

Ich höre heraus, du bist ein passionierter Bergwanderer. Deswegen sind wir auch heute hier. Bei uns auf Austria First Mind daheim gibt es heute sozusagen krische Tiroler Bergluft. Also du gehst sehr gerne wandern. Warum bist du so gerne in den Bergen? Was gibt dir das?

SPEAKER_03

Ja, da ist die Ruhe. Ich habe ja zwei Jobs als Landespartei, ob man Clubmann, Landtagsrat geändert auf der einen Seite und auf der anderen Seite Rechtsanwalt. Da ist immer was los. Da gibt es immer was zu reden, immer was zu Tieren, Verhandeln, Stress, Ende nie und am Berg ist alles so ruhig. Man hat die Murmeltiere, man hat die Vögel, man hat die Landschaft, man genießt die Landschaft, man inhaliert diese Ruhe und das ist schon sehr wichtig in meinem Job.

SPEAKER_00

Welcher war denn dein höchster Berg bis jetzt?

SPEAKER_03

Mein höchster Berg war 3500 Meter, der ist aber nicht da, der war in Öztal, in die Öztalerhalpen, aber war doch auch ein Erlebnis. Die Windspitze wäre an und für sich die Möglichkeit. Herbert Kiekler hat mir das schon angeboten, vielleicht werden wir heuer noch die Windspitze machen. Das wäre natürlich auch sensationisch.

SPEAKER_00

Ein kräftiges Tool, das wäre nicht schlecht. Es gibt aber sicher auch noch geheime Ziele, auf welche Spitzen möchtest du noch hinauf?

SPEAKER_03

Politisch jetzt oder Berge?

SPEAKER_00

Das ist jetzt deine Antwort, die du geben musst.

SPEAKER_03

Politisch haben wir eh schon. Das Ziel des Landeshauptmannes wäre natürlich ein großes Ziel meinerseits. Ich habe immer gesagt, ihr habt einen Schenschenberuf aller Zeiten, ich bin Rechtsanwalt, das gefällt mir. Aber allerdings gibt es noch einen schöneren Job und das wäre Landeshauptmann von Tirol zu sein. Das wäre natürlich eine super Gelegenheit und das wäre natürlich super, wenn das hinhauen würde. Da müssen wir alles dran setzen. Und Berge, ja, da gibt es viele in Tirol, wo man an und für sich noch hinauf will. Und da sind schon einige dabei.

SPEAKER_00

Du kennst bestimmt unzählig viele Tiroler-Sprichwörter, oder?

SPEAKER_03

Ja schon, aber das darf ich nicht zu Ende sagen. Du bist ein Mensch, wie ist ein Tiroler. Das ist ein guter Tiroler. Das darf ich nicht zu Ende sagen. Nein, ich glaube, Sprichwörter gibt es schon einige, wobei, ich glaube, die Tiroler, ich habe die Tiroler-Mentalität ja erst kennenlernen müssen oder dürfen, wo ich dann fürs Studium herkommen bin. Ja, aber Tiroler Wurzeln habe ich schon. Meine Großmutter war Tirolerin. Aber die Tiroler-Mentalität macht schon einiges aus. Wir sind teilweise ein bisschen starkköpfig. Da gibt es das Richard Schaffer-Schaffer-Wisselbauer nicht. Und das ist in Tirol nicht unbedingt anders. Tiro die Trollerinnen und Tiroler sind ein fleißiges Volk, muss man echt sagen. Die Wirtschaft ist fleißig, die Leute, die arbeiten, sind fleißig und da kann der Rest von Österreich da Scheibe abschneiden, glaube ich.

SPEAKER_00

Vielen Dank, Markus Abwätzger. Wir sind jetzt noch in der Gondel, liebe Austria First, mein Daheimhörer, nähern uns aber jetzt schon der Höhe und Markus Abwärzker nähert sich auch, der politischen Spitze hier in Tirol. Er ist auf jeden Fall bereit für Tirol und Tirol braucht auch einen Wechsel der jahrzehntelangen ÖVP-dominierten Politik. Darüber sprechen wir gleich. Schönen Sonntag.

SPEAKER_01

Austria First, Mein Daheim. Gleich geht's weiter.

SPEAKER_03

Da drüben, da schaue ich, es ist der Hochtein Boden da.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_03

Wunderschönes Gebiet.

SPEAKER_00

Ja, ein Mann, der seine Heimat hier in den Kaltkögeln liebt, im berühmten Dolomiten Nordtirols, da hast du deine Heimat gefunden und da schlägt auch dein Herz. Vor allem für den Stolz Tirols. Ich hoffe, ich habe dich jetzt lückenlos beschrieben, Markus.

SPEAKER_03

Ja, sehr nett beschrieben sogar, aber das ist auch eine Zuschreibung, die aus meiner Sicht schon passt und das freut mich auch und ich bin stolz, jetzt in Tirol leben zu dürfen. Sicherlich der schönste Ort, der mir mir vorstellen kann, weil es bei uns alles gibt. Wir haben zwar kein, aber das ist auch nicht weit weg. Aber dafür haben wir die Ruhe und die Berge, das ist schon sehr viel wert.

SPEAKER_00

Was sehen wir denn da um uns herum? Das ist ja ein unglaublich schönes Gebiet, diese Kalkkögeln. Du kennst dich bestimmt sehr gut aus.

SPEAKER_03

Ja, das ist das Kalkkögel-Massiv. Auf der einen Seite links drüben haben wir den Ampferstein, der geht hoch auf die Mach-Reisenspitze, da war ich auch schon oben, logischerweise. Dann haben wir, da haben wir die Hochtein-Spitze oben, wie ich vorher gesagt habe, von David Lama, der Lieblingsberg, da oben, Hochdeinboden. Dort sind sehr viele Schafeln immer und da ist auch das Denkmal für ihn. Und dann geht es weiter rüber. Steingruben, Kobel war ja auch schon oben, das zum Klettern und dann hinten bis zur Schlickerseespitze, ist auch ein wunderschönes Gebiet. Unten haben wir die Adolf-Bichler-Hütte, da geht es runter. Die Gegend ist echt ein sensationeller Wahnsinn. Also muss man echt sagen. Und hinten sieht man dann die Stube Alpen und die Gletscher.

SPEAKER_00

Unglaublicher Ausblick, ja. Du bist erfolgreicher Rechtsanwalt und seit deinem 17. Lebensjahr Mitglied der FPÖ, ein Start in eine politische Karriere, die du dann damals wahrscheinlich gar noch nicht so vorgestellt hast und die dir wahrscheinlich auch noch gar nicht so bewusst war. Warum hast du dich schlussendlich trotz deines Berufes als Rechtsanwalt für einen politischen Einsatz entschlossen?

SPEAKER_03

Also ich bin ein Jörg-Heider-Kind, muss man ganz klar sagen, ich habe in die Politik gefunden durch Jörg Haider, weil der Politik verkörpert hat, die Andersport wie alle anderen. Ich habe mir damals mit 17, mit 16 schon alle Parteiprogramme angefordert und habe die alle gelesen. Die Grünen sind gleich mal weggefallen, die Roten auch. Dann war es eher so ein Match zwischen ÖVP und FPÖ vom Parteiprogramm her, aber die FPÖ hat mir halt vom Inhalt besser gefallen. Und insbesondere auch die Figur Jörg Haider. Und habe dann beim Ringfreitlicher Jugend in Farlberg tätig und habe dann und für sich diese Ausbildung gemacht in erster Linie. Ich habe Politikwissenschaften in Just studiert, wollte aber insbesondere auch Just studieren, weil es gehast hat, da kann man Politik, also Politiker mit dem Just Studium ist ein gutes Fundament. Also mein primäres Ziel damals war natürlich, schon in die Politik zu gehen, als 17-, 18-Jähriger. Das hat sich dann während dem Studium gewandelt. Ich wollte dann Anwalt werden und festes Fundament haben. Und habe das aber auch immer gesagt, wenn ich ein festes Fundament habe, dann an und für sich möchte ich mich auch politisch engagieren und das habe ich dann gemacht.

SPEAKER_00

Wir gehen jetzt da los und wir werden jetzt ein wenig über die Landtagswahl 2027 sprechen, weil jetzt stehst du jetzt an der Spitze der FPÖ Tirol und nächstes Jahr steigst du in den Ring um den Landeshauptmann Sessel. Was wäre denn das Erste, was du umsetzen wollen würdest für Tirol als Landeshauptmann?

SPEAKER_03

Ja, also mir geht die Art und Weise der Politik ziemlich auf die Nerven. Das muss ich sagen, also gerade die ÖVP mit ihrer Selbstherrlichkeit, wie sie jetzt auch beim Bund gesagt hat, nach der Nationalratswahl, das ist typische ÖVP und die will einfach eine andere Art der Politik. Da geht es jetzt nicht unbedingt primär um Inhalte, sondern einfach eine andere Art der Politik. Das heißt, wir werden in den Wahlkampf gehen ohne Versprechen, die wir nicht halten können. Wir wollen ein ganz klares Programm haben und wir wollen aber auch, dass man das dann umsetzt. Also ich will das nicht haben, wie die ÖVP das Ganze immer praktiziert, dass sie Programme machen, dementsprechend wie der Österreich-Plan, wo man dann in den Regierungsverhandlungen gesehen hat, wo wir gesagt haben, wir möchten diesen Österreichplan teilweise umsetzen, weil der ja angeschrieben worden ist von der FPÖ und dann hat es gehört, nein, das kann man nicht umsetzen. Also die ÖVP und die Politik auch die SPÖ teilweise verspricht in wahlen Sachen, die sie gar nicht umsetzen können. Und da ist da, also das ist weit weg vom Wähler, ich kann das nicht machen. Und das ist die Art und Weise der Politik, die ich nicht haben will. Ich will eine ehrliche Politik haben, ich auch schon, das sagen viele Politiker, aber eine ehrliche Politik kann auch dahingehend, dass man wirklich das verspricht, was man umsetzen kann, man wirklich eine ehrliche Politik macht. Mit den Leuten, für die Leute. Und ich bin auch davon überzeugt, so wie der Mario Kunasek das macht in der Steiermark sehr, sehr gut macht, ausgezeichnet auch, dass man den Leuten auch schlechte Nachrichten überbringen kann. Die Leute haben auch ein Recht, die Wahrheit zu erfahren. Und das ist die Art und Weise der Politik, die ich machen möchte.

SPEAKER_00

Du hast es ja gerade angesprochen, die ÖVP ist ja die Kopiermaschine der FPÖ, sie übernimmt alles, aber in die Tat umsetzen ja, da steigen sie aus. Und gerade bei euch in Tirol in der Gender-Debatte hat sich das ja eindrucksvoll gezeigt. Im Österreich-Plan, den du auch angesprochen hast. Der ÖVP fordert die Volkspartei ein Genderverbot in der Verwaltung und ein clear Bekenntnis zu den zwei Geschlechtern, Mann and Frau. Ihr, die FPÖ Tirol, habt an den Antrag im Landtag eingebracht, gender in the Landesverwaltung. Sie haben allerdings your antagonismus ungeändered, and I citize the ungeended anthrax a clear bekenness to all Geschlechtern in life and in the spray. Here we are and political in frame. What is this heutzutage?

SPEAKER_03

This angle was a sternstunde des Parlamentarism in Tirol, while we derbed what they are a linker Koalitionspartner have. Das haben ja viele Bauernvertreter, viele Wirtschaftsvertreter, die im Landtag sitzen, die gar nicht gewusst, was sie da so wirklich machen mit diesem Abänderungsantrag, dass sie sich dann wirklich zu den 72 Geschlechtern bekennen. Das für eine vermeintlich konservative Partei, das ist schon ein grosses Armutszeugnis. Ich will mehr Normalität in diesem Land, ich will auch nicht haben, dass an Pride Month, da a monatl diese Regenbogenfahne am Landhaus weht. Das hat für sich nichts verloren. Ich finde es auch bedenklich bei uns am Landesgericht im Inspruch hängt auch diese Pride, diese Regenbogenfahne, da hat man sogar einen Zebrastreifen gemacht in den Formen. Jeder soll leben wie er will. Wie soll ich sagen, Sexualität, wie jemand lebt, ist Privatsache, das soll auch privat bleiben. Ich mag nicht, dass man mir das aufdruckt. Und genau das ist das, was ich absolut nicht richtig finde. Und die Politik hat einen für sich schon eine gewisse Lebensform in dem Sinne zu fördern. Das kann jeder leben, wie er will. Aber wenn ich eine Förderung haben will, dann ist schon in erster Linie aus meiner Sicht Mann, Frau, Kind. Weil das garantiert ja auch den Fortbestand der Menschheit. Und wenn jemand Mann, Mann, Frau, Frau oder keine Ahnung, wie die Konstellationen auch so sind, soll das jeder machen. Aber nicht in diesem Ausmaß. Und ich kenne ja viele Homosexuelle, es ist ja nicht so, dass wir nicht Kontakt zu Homosexuellen haben in der Partei, haben wir ja einige, das passt ja alles. Und die sagen, sie sind von dieser Art auch abgestoßen. Die gehen da ja nicht mit. Und wenn ich mir dann diese Umzüge anschaue, die für mich eher an einen Faschingsumzug erinnern, wo dann aber auch teilweise Sexualität in den Vordergrund gestellt wird, wo kleine Kinder dabei sind, dann finde ich das einen falschen Zugang. Oder auch diese Dragqueen-Lesung für Vierjährige in Kufstein, wo die Stadt Kufstein den Raum zur Verfügung gestellt hat. Was macht das mit den Kindern? Also für was brauche ich das nicht? Also ich finde das eine absolut falsche Politik.

SPEAKER_00

Also zurück zur Normalität zusammengefasst.

SPEAKER_03

So ist es.

SPEAKER_00

Auf Bundesebene kämpft Herbert Kickel für den Systemwechsel. Mit deinem Team hier in Tirol tust du das? Denn das tiefschwarze System der ÖVP in Tirol gilt es zu brechen. Du sagtest einmal in einem Interview, die ÖVP beeinflusst in Tirol das persönliche Leben der Tiroler von der Wiege bis zur Bahre. Haben die Menschen genug von Kontrolle, von Druck, gar Repression? Ist die FPÖ hier der einzige Ausweg aus dem Desaster?

SPEAKER_03

Ja, aus meiner Sicht in gewisser Hinsicht schon. Das Zitat ist ja wirklich richtig und wichtig, den Leuten das zu sagen, von der Wiege bis zur Paare. Ist ja so, du wächst teilweise auf mit der ÖVP, du bist dann bei den Jungbauern möglicherweise automatisch Mitglied bei der ÖVP. Obwohl du es gar nicht warst, du kommst dann in den Wirtschaftsbund oder bist du sonst in einem anderen Bund, du bist immer bei der ÖVP. Du hast die Tiroler Versicherung, die fest in der Hand der ÖVP ist, als Bauer. Bist beim Maschinenring, der fest in der Hand der ÖVP ist, du kämmst da gar nicht aus und wahrscheinlich der Bestatter am Ende des Lebens ist auch noch bei der ÖVP. Und was mich halt so aufregt bei der ÖVP, ist das, dass sie jetzt noch laut Umfragen 29% haben oder knapp über 30% der Bevölkerung, die hinter ihnen stehen, aber sie haben 95% der Macht. Das heißt, du hast in allen landesnahen Unternehmen, du hast fast ausschließlich Aufsichtsräte bestellt durch die ÖVP. Und das passt einfach nicht mehr. Wenn ich 30% habe, dann habe ich aber nicht auf der anderen Seite über 90% der Macht zu haben. Und da kehrt ein bisschen das kehrt aufgebrochen.

SPEAKER_01

Austria First, Meinderheim. Gleich geht's weiter.

SPEAKER_00

The Lieblingsregion des Landespartei, the FPÖ Tirol Markus Abwätzka. And we tauchen jetzt deeper in de personal world, Markus. Du has a sportgymnasium besucht, bist du begeisterter Bergwanderer and Fußballer. Welche Rolle spielt Bewegung in deinem Alltag?

SPEAKER_03

Ja, schon eine grosse Rolle. This is natürlich durch die Doppelbelastung immer ein bisschen weniger geworden, das muss man auch dazu sagen, aber es spielt eine große Rolle und ich mache es auch gern. Bergwandern geht gut. Fußball spielen jetzt hauptsächlich nur noch vom Couch-Tisch aus. Also ich werde selber spielen. Habe aber früher gespielt und war damals auch leistungsmäßig unterwegs und war eine wunderschöne Zeit.

SPEAKER_00

Markus, welchen Sport übst du denn heute noch aus?

SPEAKER_03

Ja, also ein bisschen Fahrradfahren, Bergwandern, Klettern teilweise, also mit so wie der Herbert Kickel an der freien Wand, sondern mit Klettergerüst und ansonsten Ballsportarten schon, aber nicht im exzessiven Ausmaß. Ich halte mich nicht mehr zurück, weil ich habe damals leistungsmäßig Fußball gespielt und habe dann eine Zeit lang nichts getan und habe wollte dann wieder an alte Zeiten anschließen und das hat dann meistens nicht gut geendet.

SPEAKER_00

Aber dafür bist du hier tatkräftig unterwegs. Ich sehe deine Region, also da gehört schon eine ordentliche Kondition dazu. Zurück aber zum Fußball. Tirol ist leider auf internationaler Fußball-Ebene nicht mehr vertreten, im Gegensatz zu früher. Wie sehr trifft denn das dein Fußballerherbst?

SPEAKER_03

Ja, jetzt haben wir ja wieder aufgeholt. Wir haben ja den Durchmarsch mit dem FC Wacker geschafft, jetzt bis in die zweite Bundesliga. Da sind wieder gute Personen am Werk, Gott sei Dank. Der Verein hat sich das verdient, die Region hat sich das verdient. Wir haben ja in der Regionalliga, glaube ich, einen Schnittkopf von 5000 Zuschauern. Das ist natürlich anspann, jetzt in der zweiten Bundesliga auch dementsprechend erfolgreich zu sein. Und ja, wenn es ganz gut geht, dann werde ich mir vielleicht im nächsten Jahr als Landeshauptmann mit dem Landeshauptmann Mario Kunaseg dann matchen bei seinem Sturm Graz, wenn wir dann die Graz ein bisschen aufmischen. Die Rolle hat viel mehr verdient, wie wir derzeit dem Fußball bieten können. Aber wir sind guter Dinge, dass wir das jetzt aufholen. Und haben einen guten Freund mit dem FC Backer und Wattens ja sowieso, die ja schon Bundesliga spielen. Allerdings ist vom Zuschauerzulauf kann man mit dem FC Backer nicht mithalten, das muss man sagen.

SPEAKER_00

Also man merkt, Sport ist dir wichtig, Sport machen, aber auch Sport schauen. Aber dein Hauptaugenmerk liegt ja bei deiner Familie. Wie sehr unterstützt dich deine Frau, deine Familie auf deinem Weg in der Politik?

SPEAKER_03

Naja, zu 100 Prozent. Sonst würde das nicht gehen. Man sagt ja immer, hinter jedem starken Mann steht eine starke oder noch eine stärkere Frau umgekehrt. Genauso hinter jeder starken Frau steht ein starker Mann und steht aber nicht hinter mir, sondern sie steht neben mir und ermöglicht das alles. Ohne sie, die ja wirklich den Großteil auch der Kindererziehung übernimmt, das ist halt so, das haben wir auch so ausgemacht, das war so vereinbart. Sie hat ja auch eine sehr gute Ausbildung, macht es aber trotzdem und ohne das würde es nicht funktionieren. Also ohne die Unterstützung der Frau meiner Martina wird das nicht funktionieren, kannst du nicht.

SPEAKER_00

Gleich und gleichgesetzig gern. Wer ist denn Markus abwechselt zu Hause? Eher so der Couchspotheter oder hilfst du auch noch mit dem Haushalt?

SPEAKER_03

Ja, also ich bin jetzt froh, dass ich jetzt allein das Interview geben kann. Also ich würde sagen, ich hilfe schon ein bisschen mit. Meine Frau würde sagen, ja, das ist ausbaufähig, ist sicherlich ausbaufähig. Aber ja, ich werde mich besser. Ich schaue schon, dass nicht alles an ihr hängen bleibt. Aber wir haben alle Aufteilung und oft einmal bleibt schon sehr viel an ihr hängen. Da wäre ich mich besser.

SPEAKER_00

Die gemeinsamen To-Dos, gell? Aber als Rechtsanwalt und als kantiger Oppositionspolitiker giltst du ja eher so als streng. Bist du wirklich so strikt und rigoros?

SPEAKER_03

Nein, eigentlich privat überhaupt nicht. Und sonst eher in Richtung Vergleich bemüht immer. Das ist aus meinem Beruf aus. Aber wenn es dann strittig wird, nicht egal wo, dann kann man natürlich schon seine Position vehement vertreten. Das ist ja zulässig, solange es nicht unter der Gürtelin ist. Und ich glaube, schon für mich in Anspruch nehmen Sie, dass ich das eigentlich nicht bin und noch nie war. Sollte es einmal gewesen sein, möchte ich mich dafür entschuldigen. Aber im Normalfall gehört man schon mit Augenmaß. Aber es gehört schon auch dazu, dass man ein bisschen verbal zu langt, finde ich. Gerade in der Opposition. Das wird ja von einem Oppositionspolitiker erwartet. Ich bin nicht in der Regierung. Das heißt, die muss aufmerksam machen, ich muss teilweise ein bisschen lauter schreien, damit die gehört werden nicht. Und das ist meine Aufgabe als Oppositionspolitiker und die nehmen wir wahr.

SPEAKER_00

Also einen Markus Abwärtzger, der konsequente Rechtsvertreter, der eine Oppositionsrolle aber der Regierung in Tirol ordentlich die Leviten lesen kann, aber auch eine Menge Humor mitbringt. Und davon werden wir gleich mehr hören. Eine gute Mischung somit, so wie unser Gespräch heute. Bis gleich.

SPEAKER_01

Austria First, Meinderheim. Im Sommer, jeden Sonntag von 10 bis 12 auf AustriaFirst. Und zum Nachhören auf AustriaFörst.at.

SPEAKER_00

Austria First Meinderheim mit Markus Abwetzka in Tirol und Tirol gilt ja als die Top-Tourismusregion in den Alpen. Tirol verzeichnete in der Wintersaison 2025-2026 knapp 27 Millionen Nächtigungen im Vergleich. Salzburg hatte in the same season 10 Millionen Nächtigungen weniger. Markus, volkswirtschaftlich gesehen is der Tourismus the Lebensader Tirols. Reicht das oder braucht es eine erweiterte Standortpolitik in Tirol?

SPEAKER_03

Ich glaube, in erster Linie braucht es keine Hemmschuhe für die Touristiker. Das muss man auf der einen Seite sagen. Die Wirtschaft wissen schon, was sie machen. And gerade der Tourismus belebt Tirol. Viele Regionen, viele Täler. Ich möchte gar nicht wissen, wie es da ausschauen wird, wenn es den Tourismus nicht geben würde. Das ist klar, viele Parteien wollen eine Bettenobergrenze untergleichen. Ich sage immer, ein Unternehmer wird schon wissen, ob sein Hotel läuft oder nicht läuft. Das ist so ein wirtschaftliches Risiko, das er hat. Und ich glaube, das sollte man mehr Bürokratieabbau in dem Bereich betreiben, auch gerade im Tourismus. Da sind oft einmal Hürden, die man nicht braucht, gerade in Tirol. Aber es ist natürlich so, dass man nie stehen bleiben darf. Man muss sich immer stetig weiterentwickeln, auch was den Tourismus betrifft. Und man sieht jetzt diese Regionen, die da sind, das ist Wintertourismus, waren sie stark. Mittlerweile, wie man sieht, haben sie aufgeholt und haben ein Sommerangebot. Und das ist in vielen Bereichen so. Das hat aber nicht die Politik gemacht, das haben die Unternehmerinnen und Unternehmer gemacht. Und da soll die Politik helfend, unterstützend, tätig sein, nicht bevormunden, so wie viele Parteien das machen, sondern unterstützend eingreifen. Und das wäre auch unser Ansatz für die Politik.

SPEAKER_00

Wir bleiben jetzt noch ein bisschen in Tirol. Ein brennendes Thema in Tirol ist ja, das soll jetzt kein Wortspiel sein, die Brennerutobahn. This would be heuer blocked, a hilfe der Wiptaler Bevölkering gegen this steigende Transitlast. Auch in den Bezirken Reut and Imst wearts the Bevölkeringspolitik of European, nationaler and regional eben. And you warst you mitten drin, gemeinsam mit zahlreichen Mandatan und Funktionären der FPÖ Tirol. Welche Botschaft richtest du an die transit geplagte Bevölkerung in Tirol?

SPEAKER_03

In erster Linie ist sich die Tiroler Bevölkerung da eigentlich relativ klar in ihrer Ansicht. Wir haben 200.000 Menschen die circa an der Autobahn leben. Für die ist die Situation unvermutbar. Wir haben Erwachsenen einen Transit, das ist genau der Bereich. Also LKWs, die nur Müll und Dreck in Tirol lassen, keine Wertschöpfung da lassen, die teilweise in Norddeutschland Schweine einpacken, Lebendiertransporte, um dann in Norditalien ein paar Maschinenkind draus zu machen. Das geht überhaupt nicht mehr. Also da muss ich sagen, das ist zu viel. Der Appell richtet sich da ganz klar an die Tiroler Landesregierung, aber auch an den Bund. Ich glaube, der letzte Verkehrsminister, der da wirklich was gemacht hat, war dann Norbert Hofer. Allerdings war halt die Amtszeit zu wenig lang, muss man auch dazu sagen. Es ist davor nichts passiert, es ist jetzt auch danach nichts passiert. Und wir haben einen Landeshauptmann, der bei einer Demonstration, wo ca. 5000 Menschen auf der Brennerautobahn demonstrieren, also für ihre Gesundheit demonstrieren, der da als Privatperson hingeht und nicht als Landeshauptmann und der ist noch verkündet, weil er halt Angst hat, dass er verbal einmal austeilen muss gegen die Italiener oder verbal gegen die Bayern austeilen muss, wo man auch sagen muss, dass die Bayern ja auch austeilen und die Italiener austeilen. Und ich muss ehrlich sagen, da hätte man schon viel früher auf den Tisch schauen müssen und den bayerischen Löwen die Zähne ziehen und dem Italiener halt einmal sagen, dass Dolce Vita auch in Tirol herrscht und dass wir auch da dementsprechend erleben haben wollen. Die Frechterlobby auf europäischer Ebene hat zu viel Macht. Und solange die Europäische Union den freien Bahnverkehr über die Gesundheit der Tirolerinnen und Tiroler stellt, solange ist die Europäische Union in dem Sinne auch zu bekämpfen, was das betrifft. Und solange sind sie keine Freunde von mir, muss ich ehrlich sagen. Und da gilt es jetzt wirklich mit allen möglichen Mitteln dagegen vorzugehen. An Satzner, der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes möchte ja, dass gewisse Maßnahmen aufgeben werden. Das würde noch mehr Transit bedeuten. Und da sieht man ganz klar, in welche falsche Richtung die Europäische Union sich bewegt.

SPEAKER_00

Um jetzt auch im Problemreigen zu bleiben, Tirol ist der Bildungsstandort in Westösterreich. Zig Menschen studieren in Tirol an zig Universitäten, Fachhochschulen und sonstigen Hochschulen. Zugleich leidet die Bevölkerung aber massivst unter allgemeinen Mediziner und Fachärztemmangel. Und du hast auch medial massive Kritik am Umgang der Landesregierung mit den Bildungseinrichtungen geübt. Was tun gegen diesen Ärztemmangel und vor allem falscher Standortpolitik im Bildungsbereich in Tirol?

SPEAKER_03

Das sind zwei Sachen. Zum einen Studenten verpflichten. Wir haben extrem viele deutsche Studenten, Numorus Klausus, Flüchtlinge aus Deutschland, die hier in Tirol gratis ihr Medizinstudium absolvieren können, um danach dann schlussendlich nach dem Studium wieder nach Deutschland zurückzukehren und dort ausgebildete, in Tirol ausgebildete Ärzte zu sein. Das ist ein System, das kann ich nicht befürworten. Wir zahlen die ganze Ausbildung und haben an und für sich nichts davon außer die Kosten. Da muss man eigentlich hergehen, wie beispielsweise auch das größere Flugunternehmen machen. Wenn ich mir jetzt beispielsweise von Airbus ausbilden lasse bei der Lufthansa, dann muss ich mich arbeitsmäßig verpflichten, dass ich auch nach meiner Ausbildung einige Jahre bei Lufthansa bleibe. Das wäre ja auch in Tirol so. Das heißt, wenn ich das Studium in Tirol mache, muss ich mich halt verpflichten, dann einige Jahre auch in Tirol als Arzt zu praktizieren. Ich glaube, das wäre ein Weg, um den Ärztemangel teilweise in den Griff zu bekommen. Und dann muss man halt auch ganz klar sagen, restriktive Zugangskriterien. Ich darf halt dann nicht so viele Leute außerhalb Österreichs zur Zulassung zulassen, in dem Sinne, zum Studium zulassen. Da muss ich halt schauen, dass mehr Österreicher die Möglichkeit haben, weil es werden total viele abgewiesen, die dann nicht die Möglichkeit haben zu studieren. Und das ist ein Zustand, der nicht geht. Und auf der anderen Seite haben wir auch das Standortproblem. Wir haben mit dem Managementcenter Innsbruck diesen Neubau, den wir forcieren wollte. Also den haben sie quasi in den Sand gesetzt, die Tiroler Landesregierung. Und das ist natürlich auch ein Armutszeugnis für den Wissenschafts- und Bildungsstandort in Tirol. Das brauchen wir da dementsprechend für die Zukunft braucht man da wieder in diesem Bereich mehr.

SPEAKER_00

Und ein Thema, das dich jetzt gerade auch sehr beschäftigt, das sind die Windräder. Also du forderst, dass diese Windparkfantasien beerdigt werden und vor allem der Ausbau der Wasserkraft forciert werden soll. Dein Statement dazu?

SPEAKER_03

Ja, also man sieht sich, man muss sich gegend nur anschauen und an und für sich wäre ein effektives Windradl ab einer Höhe, glaube ich, von 1500 Metern. Das heißt, das wäre jetzt knapp da drunter. Und da dementsprechend hier wirklich Windradeln zu machen, das ist wirtschaftlich nicht rentabel. Und auf der anderen Seite zerstört es auch das Landschaftsbild. Ich werme mich gegen erneuerbare Energie, ganz im Gegenteil, Photovoltaik-Ausbau. Wir haben in Tirol das Paradeland für Förderung der Wasserkraft. Da gehört mehr Wasserkraft produziert, mehr Photovoltaik in dem Sinn und dann hätten wir die Problematik gelöst. Ich glaube, wir brauchen nicht zusätzliche Windradeln. Ich bin nicht gegen Windkraft, es gibt Gegenden, wo man und für sich Windkraft bevorzugen sollte, logischerweise, aber in Tirol fällt mir kein Platz ein. Jetzt hören wir übrigens ein Murmeltier.

SPEAKER_00

Ja, ich wollte gerade sagen, vielleicht hören es unsere Aussaufst, mein Daheimhörer. Wir hören tatsächlich einen Murmeltier und weil du die Windräder gerade angesprochen hast, die Schönheit unserer Landschaft so zu zerstören. Ich meine, das sind wir, glaube ich, alle.

SPEAKER_03

Steht nicht dafür. Das ist ein Bekärntnervorbild.

SPEAKER_00

Hast recht. Vom Politischen kommen wir gleich wieder ins persönliche. Ihr habt bloß auf mehr blaue Details aus Tirol. Wir sind gleich zurück.

SPEAKER_01

Austriaförst, Mein Daheim. Im Sommer, jeden Sonntag von 10 bis 12 auf Austriaförst. Und zum Nachhören auf AustriaFölst.at.

SPEAKER_00

Markus Abwetzger, Chef der Freiheitlichen in Tirol. Ich befinde mich heute mit ihm mitten in den Kalkkrügeln eingebettet in der Tiroler Bergwelt. Und während wir hier hinauf gehen, sehen wir alles, was es so auf der Alm gibt. Was fasziniert dich denn hier immer?

SPEAKER_03

Ja, die Tierwelt logischerweise. Ich bin ja ein totaler Murmeltier-Fan. Michreut das immer. Wir haben ja jetzt die Möglichkeit, dass wir eigentlich Murmeltiere sehen. Und da, wie sie spielen, da gibt es kleine Murmeltiere aufgrund dessen, die sie jetzt eben jung gekriegt haben. Und das ist oft einmal sehr schön, weil die sind noch nicht so scheu. Da kann man sich hinhocken. Wenn man ruhig ist, dann kann man den kleinen Murmeltier mal am Spielen zuschauen. Das ist halt wunderbar und sonst halt alles, was auf da allem so ist, auch Kühe. Wir haben in Tirol so genügsame Kühe, muss man sagen, friedvolle Kühe. Und das gehört halt halt kein Zahlen dazu.

SPEAKER_00

Der nette Nebeneffekt als Politiker lernt man ja auch sein eigenes Land kennen. Du bist ja sicher viel unterwegs. Ich darf heute auch in den Geschmack kommen. Aber wie oft bist du denn so im Land unterwegs?

SPEAKER_03

Ist unterschiedlich, aber man schaut schon, dass man wöchentlich logischerweise unterwegs ist. Durch meinen Brotruf als Anwalt habe ich ja sehr viel Bürgerkontakt. Das ist auch sehr viel und ansonsten Sommer ist sehr gut immer für die Veranstaltungen. Da hast du halt diverse Festeln in den Gemeinden drinnen und sonstige Veranstaltungen. Also man kommt schon wöchentlich unter die Leute. Das ist für mich auch sehr wichtig, weil da erdet man und da fragt man auch die wahrnöte, muss man ehrlich sagen.

SPEAKER_00

Kommen wir noch ein bisschen zu deiner Person. Als junger Student bist du der Sängerschaftskaltend beigetreten. Erklär mal unseren Hörern, wer diese Sängerschaft genau ist und warum du ihr beigetreten bist.

SPEAKER_03

Ja, das ist die Universitätssängerschaft. Wir tragen sogar den Universitätstitel, den wollte man uns von linker Seite immer aberkennen. Das haben sie aber nicht geschafft, weil wir wirklich renommiert sind. Wir haben auch einen Chor, also wir haben auch CS aufgenommen. Da gibt es das Sängerschaftliche, also singen wir jetzt nicht unbedingt zum Einzelnen. Wir haben halt den Chor mitgesungen, also einer von vielen.

SPEAKER_00

Na schau, die haben gedacht, du singst jetzt unseren Stehenchen.

SPEAKER_03

Das will jetzt wirklich keiner herren und man will ja die Leute nicht vertreiben. Aber im Prinzip war das halt damals, ich wollte immer schon bei einer Strentenverbindung aktiv hören. Die ist kalt und da könnte man dann auch hin, ich war bei anderen Strentenverbindungen auch zu Gast. Aber da hat man halt sich sehr darum kümmert, da waren sehr viele Personen, da waren die halt, wo man auf der gleichen Wellenlänge war und da hat man gleich Freundschaften geschlossen und dann bin ich da hängen geblieben und ich bereue es bis heute nicht. Man hat auch zweimal im Jahr sieht man sich regelmäßig, wo ich auch hin kann. Und man trifft sich mit Leute, die man schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Und man hackt zusammen und es wäre als ob nie was dazwischen gewesen war. Man benimmt sich auch so wie damals nicht Mitte 20, das ist dann oft einmal am nächsten Tag mitgesagt. Das merkt man dann, dass die Regeneration längere ist mittlerweile wie damals war. Aber es ist eine wunderbare Zeit und ich will sie nicht missen und das bleibt man auch bis zum Tod Mitglied und das habe ich ja vor und Stretenverbindungen sind gute Einrichtungen.

SPEAKER_00

Bleiben wir aber noch in deiner Studienzeit. Du hast ein Erasmus ja in Frankreich, in Straßburg absolviert. Jetzt kommt der Test, liebe Ausrefers. Wir prüfen Markus Abmetzker Französisch. Fuhren nur so die There du Radio aus Treffers, die nousquiert im Pressionant durant cette période, quel beau souvenir refond sur face. Was habe ich da jetzt gesagt, Markus?

SPEAKER_03

Also ich habe schon verstanden, was du gesagt hast.

SPEAKER_00

Also beantworte uns die Frage, ich übersetze dann auf Deutsch. Nein, wir haben Markus Abmetzker gefragt, was in dieser Zeit in Frankreich, was er mitgenommen hat, was damals ihn so gefesselt hat, and welche Erinnerungen vor allem du heute hast.

SPEAKER_03

Ja, also Straßburg war eine wunderschöne Stadt, also ist eine wunderschöne Stadt. Ich war zehn Monate in Straßburg. Ich habe dann auch Prüfungen gemacht, wo dabei am Anfang die erste Vorlesung war ja Wahnsinn. Ich bin da eingegangen und habe da das zugehört und ich habe gedacht, ich kann echt nicht so schlecht Französisch und der hat dann geredet und ich habe mir gedacht, das ist eine andere Sprache nicht. Also ich habe mir gedacht, wie ich da jemals eine Prüfung geschaffe, funktioniert sicherlich nicht, hat da funktioniert. Und ich bin ja jetzt noch in Straßburg jetzt leider gut so oft, aber in Frankreich sind wir eigentlich jedes Jahr in Karsika und genieße den französischen Lebensstil. Das ist für mich das zweitschönste Land nach Österreich. Die Kultur in Frankreich und auch die Lebensweise, muss ich sagen, also die Franzosen sind schon sehr, sehr bemerkenswert und schaut, was sie bei der Fußball-BM doch im Halbfinale gescheitert sind. Weltmeister Frankreich hat mir gut gefallen.

SPEAKER_00

Also Frankreich fasziniert dich irgendwie neben deiner Heimat Österreich. Gibt es Dinge im Leben, die dich eigentlich so gar nicht interessieren oder die einfach unwichtig sind für dich?

SPEAKER_03

Ja, oft einmal Äußerungen des politischen Gegners, gerade wenn es von links-linker Seite kommt. Man kann ja diskutieren über Inhaltle, aber wenn diese Nazikeule daherkommt, diese Rassismus-Keule und dann Leute herkommen, gerade wie die Neos, muss ich auch sagen, die noch, also wenn keine Kamera dabei ist, bei uns im Club dreinsitzen und ein Bier trinken, einen Kaffee trinken und die besten Freunde sind und gehen es dann aus, sehr an Rednerpult und dann denkst, sie reden über den Teifel nicht. Da muss ich sagen, das ist falsch. Die haben kein Rückgrad meines Erachtens und das ist absolut abzulehnen. Das mag ich nicht.

SPEAKER_00

Du hast es auch vorher schon betont, du willst die Politik der Wahrheit, Konsequenz ist dir ja auch ein zugeschnittenes Merkmal, du bist Rechtsanwalt, du bist, ziehst dein Ding durch, du bist sportlich, bist für die Familie da. Wo wirst du denn oder wie wird der private Markus Abwärts gar schwach?

SPEAKER_03

Schwach. Also bei meinen Frauen definitiv, also bei meiner Tochter und bei meiner Frau, wenn sie was haben wollen. Da wäre ich definitiv schwach, wenn es nach meiner Frau geht, zu schwach bei meiner Tochter, weil es ist ja oft einmal so, dass man schon einen strengeren Part braucht. Und das ist die Frau, die Martina macht das und dann Kimi haben und dann passiert es Allappend zu mal, dass ich dann der Tochter doch was erlaube, was eigentlich schon verboten war und das ist natürlich nicht gut. Ich kann nichts beruhigen. Das ist immer so, der Papa ist immer der, der man Spaß haben will. Aber man muss auch die Väter verstehen, die haben also, ist kein Ausreg, aber die haben halt den Stress mit im Beruf, dann, da haben wir schon auch Beruf, aber Stress mit Anwaltei und Politik und dann kommt man halt her und dann will man halt der nette Papa sein. Also dass man da noch der strenge Papa raushängen lässt, das schaffe ich nicht, ehrlich gesagt.

SPEAKER_00

In der Politik bist du eh streng genug, gell? Eine Demokratie lebt vom Diskurs, von Debatten. Doch da trifften Positionen oft weit auseinander. Wir haben es ja schon angesprochen, beide. So ist es auch bei Meinungen der anderen von sich selbst. Wie ist das bei dir? Bist du beratungsresistent?

SPEAKER_03

Nein, überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Die größte Beraterin ist wieder meine Frau D Martina, die mich auch erdet, wo wir ausgemacht haben, dass wenn ich anfange abzudriften sozusagen, dass sie mich dann schon vehement auf den Boden zurückholen kann und darf. Das haben wir ganz am Anfang der politischen Karriere ausgemacht, das hat sie jetzt noch nie machen müssen. Aber sie hat immer gesagt, wenn ich Anwendungen habe, dass sie von mir einer dritten Person rede, dann wird es kritisch, das habe ich auch noch nie gemacht, muss ich dazu sagen. Aber das ist für mich ganz, ganz wichtig. Das gehört schon dazu.

SPEAKER_00

Also sehr geerdet bleiben und Boden. Schon.

SPEAKER_03

Man darf ja nie glauben, dass man was Besseres ist. Wer sagt das? Das ist ja nicht so. Mir unterscheidet nichts von einem Maurer, von einem Elektriker, von einem Hilfsarbeiter oder von einem Juristen oder von einem Chirurgen. Also jeder ist ein Mensch und nur weil er halt möglicherweise die bessere Ausbildung hat, ja, ist so, aber da muss man geerdet sein. Und ich glaube, das ist der beste Weg in der Politik.

SPEAKER_00

Du hast es jetzt richtig auf den Punkt gebracht. Markus Abwetzka heute ganz persönlich auf Austria First. Wir sprechen gleich über das Herzensanliegen schlecht in vieler Tiroler. Ein Stück verlorene Heimat, nämlich Südtirol. Bis gleich.

SPEAKER_01

Austria First, Mind the Heim. Gleich geht's weiter.

SPEAKER_00

Herzlich willkommen zurück bei Austria First, Minderheim in Tirol. Und es werden mir jetzt unzählige durch das Mikrofon zustimmen. Zu Tirol gehört für viele unweigerlich Südtirol. Sprechen wir jetzt über ein großes Herzensanliegen vieler Tiroler, aber auch über Tirols Grenzen hinaus, die verlorene Heimat Südtirol. Wieso ich das jetzt so betone, weil Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg an Italien abgetreten wurde, aber dieser Verlust erfolgte militärisch nicht durch eine direkte Niederlage an der Front, sondern die Argumente der Italiener basierten damals ausschließlich auf geografischen und strategischen Merkmalen, dass die FPÖ vehement zu Südtirol steht und das auch mit einem Südtirol-Sprecher im Freiheitlichen Parlamentsclub, Christopher Ranzmaier, deutlich zeigt, ist ja zweifellos. Aber wie sieht hier die Position der FPÖ Tirol aus?

SPEAKER_03

Ja, es ist ganz klar, dass Südtirol ist Teil Tirols, Nordtirol, Osttirol, Südtirol, das ist ja vom Normen her schon an und für sich ganz klar, also nicht Alto Arici, sondern Südtirol, wir sehen, dass die Autonomie immer mehr ausgehöhlt wird, dass die Südtiroller Volkspartei, an und für sich die Sammelpartei damals gegründet worden ist, den Anspruch nicht mehr für sich nehmen kann, dass sie hier die Interessen der Südtirolinnen und Südtiroler in Rom bestmöglich vertreten. Deshalb braucht es gerade eine starke FPÖ, weil wir eigentlich nur die einzigen sind, die auf die traditionellen Wurzeln hinweisen. Wir die einzigen sind, die da immer in die offene Wunde den Finger legen, weil wir einem für sich sehen, dass die Italianisierung Südtirols voranschreitet, das sind in den Städten putzen, ist schon relativ schlimm. Außerhalb ist es natürlich auch so, dass die deutsche Minderheit in dem Sinn jetzt doch noch die Mehrheit ist, muss man auch dazu sagen, in Südtirol. Und da braucht es eine starke freiheitliche Partei, mit der Gudrun Kofler, unsere Südtirol-Sprecherin im Tiroler Landtag, beziehungsweise Christopher Ranzmeier im Nationalrat braucht es eine starke Stimme. Interessant ist, dass der Südtirol Ausschuss bis zum heutigen Tag noch nicht einmal gegründet worden ist, weil sie angst haben, dass ein Freiheitlicher diesen Ausschuss leitet. Und das ist ein komplett fatales Zeichen. Wichtig ist, dass man die Zusammenarbeit gut hat mit den Südtirolerparteien. Wir haben mit allen deutschsprachigen Parteien ein gutes Einvernehmen und das soll auch so bleiben. Und ja, also die Südtirolerinnen und Südtiroler dürfen nicht unterschätzen. Es ist natürlich ein gemeinsames Miteinanderleben zwischen italienischer Volksgruppe und der deutschen Volksgruppe logischerweise. Und da hat sich auch viel zum Positiven geändert, muss man auch dazu sagen. Aber Tendenzen von Rom, da das wieder noch mehr zu vereinnahmen, dann muss man einen Regel vorschieben. Es reicht schon, wenn es ein italienisches Staatsgebiet ist, das ist schon schade genug. Aber da muss man die handelnden Personen immer daran erinnern, dass sie Südtirol vertreten und nicht den nördlichen Teil Italiens. Das muss man als SVP oft einmal ins Stammbuch schreiben.

SPEAKER_00

Und blicken wir jetzt noch auf die Geschichte Tirols zurück, der Tiroler Freiheitskampf mit Andreas Hofer. Aufstand, Mut zur Freiheit, Sieg, Niederlage, Verrat bis zur Hinrichtung, alles dabei. Zunächst, welche Rolle spielt für dich dieser entschlossene Aufstand damals für Tirol und dann schlussendlich das bittere Ende?

SPEAKER_03

Ja, das ist auf der einen Seite natürlich was sehr Positives in dem Sinn, dass man sagen kann, auch wenn die Übermacht noch so gross ist, wenn der Gegner noch so stark zu scheinen scheint, nicht mit den Bayern und die Franzosen damals, mit dem Napoleon, dann gibt es doch die Möglichkeit, dass man erfolgreich sein kann. Das kann man mit im Leben nehmen, nicht unbedingt vor Größe oder vor Macht dementsprechend zurückzuschrecken, sondern auch das zu probieren. Auch in der Politik. Ich habe damals die Partei in die Rolle bei 9% übernommen, jetzt haben wir einen Umfragen bei 21. Also das hätte uns auch keiner zugetraut, wenn damals einer gesagt hätte, wir überholen vielleicht einmal die ÖVP und das nicht allzu lange her, seid aber 2013 gewesen, dann hätte uns jeder ausgedacht. Also das kann man positiv mitnehmen. Auf der anderen Seite natürlich die Niederlage, die schmerzhafte Niederlage und dann für sich das sukzessive Abtreten dann schlussendlich auch mit dem Verlust zu Tirols, mit dem Verlust eines Landesteiles, der zu uns kehrt. Das ist natürlich schon ein trauriger Teil der Geschichte Tirols. Aber kehrt zu Tirol. Es ist nicht nur alles Idle One im Leben, sondern man wachst auch mit Niederlagen und da müssen wir halt das Beste draus machen.

SPEAKER_00

Heute gilt Andreas Hofer für die Rechten als der Volksheld, der überlegene Freiheitskämpfer und von den Linken hören wir oft Begriffe wie der Terrorist des 18. Jahrhunderts. Also deine Position brauche ich jetzt nicht nachfragen. Die ist ohne Worte klar. Aber dennoch interessiert mich jetzt deine Ansicht, ein Mensch, der seine Heimat schützen will, ein Mensch, der seine Heimat bewahren will, der von Linken in den Schatten gedrängt wird, er wird denunziert. Was läuft da falsch?

SPEAKER_03

Ja, das ist mangelnde Geschichtsbildung, glaube ich. Oder halt, das ist auch der Punkt, wo du jetzt gerade angesprochen hast, das sind oft einmal Grüne oder andere Linke von der SPÖ, die kennen auch mit Nationalstolz, mit Heimatverbundenheit, mit Fahnen, außer mit der Regenbogenfahne nicht das interessant. Da sind sie alle dahinter, nicht interessanterweise nicht. Aber wenn die Fahne rot-weiß-rot geht, wenn es um einen gewissen Stolz geht für seine Heimat, da können sie damit nichts anfangen. Das ist halt ihre Grundeinstellung. Meine ist es nicht. Ich frage mich dann nur, warum sie dann dementsprechend immer in gewissen Parteien oder in gewissen Gremien kandidieren, wenn sie eh mit diesem Gremium für sich nichts an Hut haben wollen. Zum Beispielsweise die NEOS, das Paradebeispiel, wollen die Landtage abschaffen. Also da gibt es nur noch West- und Ostösterreich, auf Deutsch gesagt, und dann habe ich sie letztes Mal gefragt im Landtag, warum sie überhaupt für die Landtagswahl kandidieren, wenn sie die Landtage abschaffen wollen. Also wie gesagt, Nationalstolz, Heimatbewusstsein ist mir sehr, sehr wichtig und dafür stehen auch diese Figuren, wie der Andreas Hofer und andere Figuren. Und ja, das ist wichtig, dass man sich denen sich erinnert. Und ja, das passt. Also Nationalstolz ist wichtig. Interessanterweise jetzt, wenn Fußball ist, nicht aus opportunistischen Gründen, sind auch mal die Grünen. Für Österreich verstehe ich auch nicht. Dann muss man auch sagen, sie sind echt was nicht. Aber das hat auch wieder gezeigt, dass der Stolz schon in 1% der Bevölkerung ist. Da sind sie Außenseiter, da sind sie eine absolute Minderheit und das muss man ihnen halt dann immer wieder unter den Haus rein.

SPEAKER_00

Tirol ist ja bekannt für Brauchtümer, für den Stolz, den du jetzt angesprochen hast. Sehr traditionell, sehr heimatverbunden. In Tirol werden diese Feierlichkeiten ja noch wirklich ausgiebig gelebt. Das muss man schon betonen heute. Welche Tradition ist denn in Tirol so dein Favorit?

SPEAKER_03

Ja, also will ich jetzt gar keine spezielle herausnehmen. Es ist sehr viel mit dem katholischen Glauben, hat sehr viel zu tun in Tirol. Es ist sehr viel Tradition in dem Sinne, wo natürlich jetzt auch Moderne trifft, wo viele Jungen möglicherweise mit dem ursprünglichen Hintergedanken nichts mehr anfangen können oder wenig anfangen können. Das ist wichtig, dass sie das aber trotzdem erleben. Und da gibt es eigentlich vom Jännerweg bis zum Dezember die unterschiedlichsten unterschiedlichen Veranstaltungen, die unterschiedlichen traditionellen brauchtumsmäßigen Veranstaltungen in dem Sinne. Und da gehe ich auch gern hin. Und da kann man eigentlich ganz hervorheben. Es ist eigentlich alles traditionell wichtig und identitätsstiftend.

SPEAKER_01

Austria First, Mein Daheim. Gleich geht's weiter. Austria First, Mein Daheim, mit Mali Sgarzah.

SPEAKER_00

Es gibt Situationen im Leben, da denkt man sich gar nichts dabei. Doch wie heißt es so schön? Unverhofft kommt oft, wenn man als Politiker nur eine humoristische Aufbereitung politisch relevanter Botschaften gestaltet, kann es passieren, dass die dann irrtümlich plötzlich in das voll chaos in a verzwickte Rechtslager. Markus Abwetzger wesentlich, denn Markus, it is not a year here, glaube ich jetzt. You have with a social media video for ordinary Furore. I said not the Burger King. For all the people who the story not knew, bitte to fashion.

SPEAKER_03

Yeah, this was a traurig in my life, bishop in a political auseinanderset. It's a lot damals a video gemacht, in which we auf Abschiebungen aufmerksam machen wollten in a humoristische Art and Weise. Da haben wir uns der sogenannten Krone bedient. Das ist schon seit 2019 in verschiedensten Videos verwendet, um eine Reichweite zu generieren. Wir haben das auch gemacht und wir haben das Thema Abschiebung per Flugzeug in dem Sinne eben humoristisch darstellen wollen. Da habe ich mir dann eine Burger King-Krone aufgesetzt und bin da 20 Meter gegangen und habe da gelacht. Und das hat dann irgendeine linke Journalistin mit irgendeinem Video aus dem Jahr 2021 in Verbindung gebracht, wo sie eine Rassist im Flugzeug rein schwarze Personen beschimpft hat. Das hat sie da in den Zusammenhang gebracht und hat gesagt, wir haben das nachgespielt und dann ist ein Riesenskandal initiiert worden von dem NEAS-Abgeordneten Dominik Oberhofer in Verbindung mit der Rola-Tageszeitung. Da war ich zwei Wochen, also wirklich jeden Tag auf der Titelseite, das ist nicht fein. Da hat man fern von jeder Realität irgendwas konstruiert, dass wir da dementsprechend rassistisch unterwegs waren und dann haben sich noch die Nazi Keule gesprungen, eine Rassismuskeule. Und das war schon ein Tiefpunkt deshalb, weil genau diejenigen Personen wie der Dominik Oberhof an und für sich auch immer gern bei uns im Club war und da was getrunken hat und dann eigentlich einen Spaß gehabt haben und mir eigentlich relativ gut ausgekommen ist, wenn man dann sieht, wenn es ums politische Kleingeld geht, dass da offenbar kein Halten ist, dass es da keine Grenze gibt, dass man da diffamiert wird. Meine Klane hat dann das erste Jahr im Gymnasium, stand bevor, mit meinem Namen, sie hat den gleichen Nachnamen. Es ist alles nicht fein gewesen. Also das war dann schon, dass eine Zeit lang ist mir nicht gut gegangen.

SPEAKER_00

Kann man sagen, diese Vorwürfe sind part of the Politics oder vor allem Part of ein feindlicher Sein? Wie siehst du das?

SPEAKER_03

Ja, es ist so, also ich begib mich ungern in die Opferrolle, weil wie gesagt, man es wiegt, das hat es. Und wenn ich hergehe und sage, wenn jetzt ein anderer Politiker dasselbe Video gemacht hat von den Neos oder sowas, da hätte es nicht einmal einen Aufschrei geben, nicht einmal gar nichts gegeben. Es ist halt wirklich so, dass es uns dann trifft in dem Sinne und immer so vehement trifft. Ich kann nur ein Beispiel sagen, wir haben jetzt bei den Muttertagsblumen ein Bild genommen aus dem Stockbereich, wo man gratis Bilder hat im Internet, des Jungs Madel mit der blauen Blume. Und da hat das Amt für Verfassungsschutz bei demjenigen Arztpartei, hat man da gestanden und hat gesagt, sie müssten ermitteln, weil sie haben Anzeige kriegt, auch wegen einem Verbotsgesetz, weil es die Kahnblume wäre. Und dann muss ich mich echt fragen, ob die nichts Besseres zu tun haben. Dasselbe ist die Abgeordnete von uns, die Gudrun Kofler, hat es getroffen, weil sie irgendwas geliked hat. In Instagram nicht, also wo man sagen muss, es macht Schule. Also sie versuchen es wirklich mit allen Mitteln und das ist eine Art und Weise, das ist absolut abzulehnen, das ist ein Wahnsinn.

SPEAKER_00

Gerade jetzt zu deinem Vorfall und zu den Geschichten, die du jetzt da auch erzählt hast, passt die Frage der Gerechtigkeit ganz gut. Die Frage der Gerechtigkeit beschäftigt die Menschheit schon ewig und hat auch verschiedene Aspekte. Weil welchen Aspekt verbindest du vor allem mit Gerechtigkeit?

SPEAKER_03

Ja, ein Herrn, ein Herrnaspekt. Das ist für mich ein wichtiges Board, Gerechtigkeit. Ich sage meinen Mandanten immer wieder, die dann sagen, sie gehen zu Gericht, sie wollen Gerechtigkeit haben, da sage ich ihnen immer, die Illusion muss ihnen nehmen. Ich sage Ihnen, bei Gericht kriegst du keine Gerechtigkeit, da kriegst du maximaler Urteil. Je nachdem, wie es ausschaut. Die Gerechtigkeit ist natürlich ein Ziel, das man da mal hinarbeiten muss und soll. Und wenn ich mir anschaue, was teilweise abläuft, generell im Leben, aber mit Menschen generell, dann ist es nicht immer gerecht, was wahrhaftet.

SPEAKER_00

Um noch ein wenig bei der Frage der Gerechtigkeit zu bleiben, legen wir die Frage auf unser Land über. Die Teuerung plagt die Menschen von Tag zu Tag. Und was macht die Verliererampel? Sie bläst den eigenen Apparat auf, leistet sich teure Reisen auf Steuerzahlerkosten und Prestigeprojekte. Setzt dafür aber bei Familien und bei Pensionisten eiskalt den Spaßstift an. Wo bleibt da die Gerechtigkeit des Staates?

SPEAKER_03

Na, die lässt auch missen, logischerweise. Also gerade was die Teuerung betrifft, das sollte doch jeder mit bestem Beispiel vorangehen. Und wenn ich mir jetzt anschaue, diese Lebensmittelherabsenkung der Mehrwertsteuer, Milch um 0,09 Cent günstiger, auch die Benzinpreisbremse oder die Strompreisbremse, das waren alles Maßnahmen, die er nicht wirklich entlastet haben. Auf der anderen Seite leistet man sich die teuerste Regierung aller Zeiten. Auch in Tirol. Der Landeshauptmann hat sein Büro um 170.000 Euro umbauen lassen. Ich weiß es nicht, da kauft sich, manchmal kauft sich da eine kleine Ein-Zimmerwohnung oder so, 170.000 Euro. Er lässt sich sein Büro umbauen. Das war das Büro übrigens vom Landeshauptmann Platter davor und ich kannte das Büro, ich weiß nicht, wo man da 170.000 Euro umbauen muss. Sogar der Landeshauptmann Platter hat fürstlich gewohnt. Ich weiß jetzt nicht, warum der Mathe da um 170.000 Euro das umbaut. Also es ist das Umgehen mit Geld, aber nur wenn es fremdes Geld ist. Wenn man das selber macht, ich habe eine eigene Kanzlei, wir haben das ja umgezogen, ich habe eine Kanzlei eingerichtet, das muss ich mir selber zahlen. Also wir haben natürlich eine vernünftige Kanzleieinrichtung gewählt, aber das ist ja immer so, ich muss es ja selber zahlen. Der Landeshauptmann denkt sich, das ist Steuergeld. Das ist was ganz anderes. Das ist aus meiner Sicht nicht gerecht. Und da muss man an und für sich den Riegel vorschieben. Das geht nicht.

SPEAKER_00

Ob Pink, Rot oder Schwarz die Regierungsparteien sind nur noch mit sich selbst beschäftigt und es ist eigentlich eine Verhöhnung der arbeitenden Bevölkerung, denn jeder Arbeiter leistet tätäglich Großes durch die Arbeit von Stocker. Babler und Meinel Reisinger lässt auf sich warten. Was hat das für Konsequenzen für unsere Heimat, für unser Land Österreich?

SPEAKER_03

Ich habe Riesenbedenken, die Fliererkoalition kriegt keine PS auf die Straßen. Es funktioniert nichts, dass ich die Beispiele, die ich angeführt habe, das gibt keine Entlastung. Das heißt, es wird da in Zukunft keine große Reformen geben. Es bräuchte viele Reformen, die werden aber nicht angegangen, weil eine Dreier-Koalition da immer der Gegner davon ist. Wir haben aber jetzt gelesen, was mich wirklich erschreckt, und das ist schon ein wichtiger Punkt aus meiner Sicht. Der Andreas Kohl, der ist schon auch bekannt, das ist ein damaliger Schwarz-Blau, hat er damals mitiniziert, muss man mit sagen, danach ist er ein bisschen abgedriftet, dann war er der Bundespräsidentschaftskandidat, der eher versagt hat. Der hat jetzt in einem Interview in der Roller Daggers-Zeitung etwas schon Bemerkenswertes, Negativ Bemerkenswertes gesagt. Er hat nämlich gesagt, er glaubt nicht, dass nach der nächsten Wahl, also Bundeswahl, eine Dreier-Koalition sich nachgeht. Dann hat er wortwörtlich gesagt, da müssen wir halt auch die Grünen mit ins Boot holen. Und das ist vorgehensweise eine Verhöhnung der Bevölkerung. Die Bevölkerung wählt ganz klar was. Und ich befürchte es auch in Tirol, dass wir sehr stark werden müssen, dass wir Nummer eins werden müssen, weil der Landeshauptmann Matle kein Freund der Freiheitlichen ist und der versucht dann auch an der Dreier- oder sogar Vierer Koalition gegen uns zu schmieden. Wirklich weg vom Wählerwillen. Und das muss man den Leuten aufzeigen, auch den ÖVP-Wählern. Leiht uns eure Stimme. Wer wirklich die FPÖ in der Regierung haben will, wer nicht mehr die Roten und die Grünen haben will, der muss FPÖ wählen. Auch wenn es vielleicht nur für einmal ist. Aber wir werden die Leute nicht enttäuschen.

SPEAKER_00

Das ist eigentlich ein gutes Beispiel jetzt mit Andreas Kohl. Deswegen pocht ja unser Bundespartei, ob man auf dieses Redemokratisierungsprojekt, denn genau das ist es ja, was man im Grunde genommen zerstören möchte. Was braucht es dringend schlussendlich für unsere Heimat?

SPEAKER_01

Herbert Kiechel als Volkskanzler. Austria First, Mind Daheim. Gleich geht's weiter.

SPEAKER_00

So, Austria First, Mind The Heim geht in die Schlussrunde, liebe Hörer. Markus Abwetzger hat uns heute seltene Einblicke in sein Leben politisch als auch privat gegeben. Er zeigt sich nicht nur als passionierter Bergwanderer, nein, sondern auch als Politiker, der Klartext spricht. Und er blickt mit großer Zuversicht auf die Landtagswahl im Herbst 2027. Markus, die letzte Frage für dich heute. Meinerseits, was macht ein Leben und dein Leben lebenswert?

SPEAKER_03

Familie bewusst zu leben. Ich habe ja das Geheimnis vor einigen Jahren doch schon eine schlimmere Zeit hinter mir gehabt, wo ich einen Unfall gehabt habe, der auch anders ausgehen hätte können. Also seitdem lädt man einfach bewusster. Man schaut, sollte Leben so auf die Ordnung, dass jeder Tag möglicherweise vielleicht der Letzte sein kann. Das schafft man nicht immer, weil man sehr viel Stress hat, aber man soll einfach das machen, was man gern macht. Und ich habe das Glück, wirklich zwei Jobs zu haben, also die Anwaltei und auch das Glück, Landesparteiabmann zu sein, der besten Landesgruppe Österreichs, muss man dazu sagen, wenn ein paar nicht einverstanden sein mit der Aussage. Aber ich habe wirklich das Glück, dass ich wirklich zwei Jobs habe, wo ich wirklich immer gerne arbeiten gehe. Es gibt natürlich auch Schattenseiten, aber ich glaube, das ist das Wichtigste im Leben. Und eine intakte Familie, das ist auch sehr, sehr wichtig.

SPEAKER_00

Schön. Markus, jetzt kommen wir noch zu unserem Abschlussquiz, das Entscheidungsquiz. Dies oder das. Und wir starten einmal mit der ersten Frage. Quotenregelung oder Leistungsprinzip?

SPEAKER_03

Leistungsprinzip.

SPEAKER_00

Glas Weißwein oder doch das Glas Rotwein.

SPEAKER_03

Glas Rotwein.

SPEAKER_00

Da kommt der Franzose. Durch. Da du im Winter den Skisport frönst, wird es jetzt spannend, Skifahren oder doch Fußball.

SPEAKER_03

Also aktiv Skifahren, Zuschauer und Fußball.

SPEAKER_00

Jetzt wird es für die Tiroler lustig, oder besser gesagt für die Nicht-Tiroler. Campuslauf oder Mula-Schauen. Und bevor du uns da jetzt die Antwort gibst, erklären wir den Nicht-Tirolern unter unseren Hörern, was das Mulla Schauen überhaupt ist.

SPEAKER_03

Ja, das ist ein Brauchtum in Tirol mit eigenen Maskenlarven. Das hat halt mehr mit Tradition zu tun. Das Mullerlaufen ist eindeutig mein Favorit.

SPEAKER_00

Eher der Denker oder der Handwerker?

SPEAKER_03

Also wenn man meine Frau fragt, das wäre eindeutig mehr der Denker. Also Handwerker, ich habe zwar linke Hände. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, zu studieren. Als Handwerker hätte ich weniger Finger und wäre, glaube ich, arbeitslos. Eher nicht so der Handwerker.

SPEAKER_00

Jetzt wird es schwieriger, denn Markus Abwetzger fährt jährlich im Sommer nach Korsika, das wissen wir. Meeresurlaub auf Korsika oder Wanderung hier in den Kalkkügeln.

SPEAKER_03

Ja, das ist der Vorteil natürlich. Ich wohne da, also ich habe zehn Minuten brauche ich daher. Das heißt, ich habe das das ganze Jahr und einmal im Jahr brauche ich unbedingt mehr und das ist Korsika.

SPEAKER_00

Gut, also nehmen wir Korsika. Du verbringst irrsinnig viel Zeit in Innsbruck, wohnst aber hier, also Axams oder Innsbruck.

SPEAKER_03

Zum Leben Axams, zum Arbeiten Innsbruck, das ist es eigentlich.

SPEAKER_00

Kommen wir mal zum Essen? Tiroler Größel oder Tiroler Zelten?

SPEAKER_03

Gröstel. Okay, schon ein bisschen Fleischkeit dazu.

SPEAKER_00

Bist du eher so der Buchfanatige oder jeden Tag einen Film einzählen?

SPEAKER_03

Nein, lies gerne. Also wenn ich die Zeit habe, dann lies ich gerne. Aber kleine Serie bei Netflix sage ich auch nicht nach, aber lesen.

SPEAKER_00

Vielen lieben Dank, Markus. Das war Austreferste Meindeheim in Tirol. Für 2027 wünschen wir dir natürlich die Nummer eins und für dich privat, bleib gesund, bleib fit und vital und folge weiterhin deinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Damit, liebe Familie Österreich, bedanke ich mich herzlich fürs Zuhören. Schön, dass ihr auch diesmal wieder mitgelauscht habt. Wir hören uns nächsten Sonntag um 10 Uhr wieder. Bis dahin, bleibt gesund, bleibt fröhlich und bleibt mutig.

SPEAKER_01

Eure Manius.at