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Mit Steuergeld gekauft: Wie das System Babler die Medien kontrollieren will - Macht und Medien

Austria First - Das Patriotenradio

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Der österreichische Medienmarkt steht vor einer gewaltigen Zäsur, finanziert durch die hart arbeitenden Steuerzahler. In der neuen Ausgabe von Macht und Medien nimmt Werner Reichel mit seinem Gast Wolf-Rüdiger Mölzer, Chefredakteur der patriotischen Wochenzeitschrift „Zur Zeit“, die alarmierenden Medienförderungspläne von SPÖ-Chef Andreas Babler ins Visier. Das Ziel der Regierung ist offensichtlich: Die stark schrumpfenden Mainstream-Verlage sollen künftig nicht mehr nach der tatsächlichen Leserreichweite belohnt werden, sondern nach rein ideologischen „Qualitätsstandards“. Wer den linken Narrativen von Migration bis Klima nicht in Demut folgt, wird kaltgestellt und bekommt keinen Cent. 

Zusätzlich zur indirekten Verstaatlichung der kriselnden Altmedien rückt die systematische Überwachung der Bevölkerung immer näher. Das von den Einheitsparteien vorangetriebene Social-Media-Verbot für Jugendliche erweist sich als massives trojanisches Pferd. Mölzer warnt eindringlich davor, dass Verbote und Alterskontrollen direkt in eine allgemeine digitale Ausweispflicht münden. Das Ende der Anonymität im Internet wäre damit besiegelt – eine Entwicklung, die Hand in Hand mit geplanten VPN-Sperren auf europäischer Ebene gehen könnte. Sind wir damit bereits auf dem Weg in eine orwellsche Dauerbeobachtung?

Neben dem Kampf gegen digitale Zensur widmen sich Reichel und Mölzer auch der Zukunft des gedruckten Wortes, das nicht einfach nachträglich von einer Suchmaschine gelöscht werden kann. Einen besonders kritischen Blick werfen die beiden abschließend auf den ORF. Während alternative Macher mit wenigen Mitteln hohe Reichweiten generieren, leistet sich Österreich einen aufgeblähten 800-Millionen-Rundfunk, bei dem sich aktuell weit über 100 Bewerber um 13 elitäre und unverschämt lukrative Direktorenposten streiten. Es ist ein offener Deal zwischen Systemparteien und Systemmedien. 

Hört euch die packende Analyse jetzt in ganzer Länge an und nutzt unser Podcast-Angebot, um künftig keine Folge von Macht und Medien mehr zu verpassen!

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#austriafirst #radio #machtundmedien #medienförderung #orf #medienkrise #zensur #zurzeit

SPEAKER_00

Macht und Medien. Das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Heike.

SPEAKER_01

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Mein heutiger Gast ist Wolf Rüdiger Mölzer. Wolfiger Mölzer ist der Chefredakteur der zurzeit Viele Patrioten werden die zurzeit kennen. Es ist eine patriotische, eine rechte, eine nationalliberale Wochenzeitschrift, die seit mittlerweile knapp 30 Jahren erscheint. Die zurzeit ist damit wahrscheinlich eines der ältesten und etabliertesten Alternativmedien in Österreich. Herzlich willkommen, Wolfrüdiger Mölzer.

SPEAKER_02

Danke für die Einladung und die Möglichkeit, das mit Ihnen zu reden.

SPEAKER_01

Ich spreche mit Wolfrüdiger Mölzer heute über die Medienförderung, die Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler von der SPÖ eher völlig umkrempeln will. Wir sprechen auch über das geplante Social Media Verbot für Jugendliche, das Andreas Babler aber auch Brüssel umsetzen möchte. Und wir sprechen über die Zukunft der Printmedien und die Zukunft des ORF. Es wird also wieder eine spannende Ausgabe dranbleiben.

SPEAKER_00

Macht und Medien. Das AustriaFirst Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Reiche. Immer neu am Montag von elf bis zwölf. Und jederzeit zum Nachhören auf AustriaFirst.at.

SPEAKER_01

Willkommen bei Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmacht. Mein Gast heute, mein Gesprächspartner heute, ist Wolf Rüdiger Mölzer, Chefredakteur der patriotischen Zeitschrift zur Zeit. Unser erstes Thema sind die Medienförderungspläne von Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler. Er hat sie dieser Tage vorgestellt, allerdings noch nicht konkret ausgearbeitet, aber die Zielrichtung, die steht fest. FPÖ-Mediensprecher und FP-Generalsekretär Christian Hafenecker hat gemeint, die Medienförderungspläne erinnern an die Gleichschaltung in der DDR.

SPEAKER_02

Also ich will jetzt hier nicht von Gleichschaltung im Vordergrund reden, denn es ist ja auch jetzt schon mit der Journalisten- und Qualitätsförderung, die es jetzt schon gibt, eine ähnliche Situation gegeben. Es ist aber, die Gründe dafür liegen ja insgesamt tiefer. Es gibt ja seit einigen Jahren eine massive Medienkrise, vor allem im Bereich des Prints. Die großen Verlagshäuser kündigen ständig Mitarbeiter. Allein letztes Jahr waren, was ich gelesen habe, tausend Journalisten im AMS gemeldet. Und hier muss natürlich Ausgleich geschaffen werden. Denn wenn die Reichweite schwindet, interessiert ja auch die Wirtschaft nicht mehr, in Serate zu schalten. Und damit ist eine Finanzierung der Medien immer schwieriger möglich. Hier muss jetzt natürlich die Regierung für systentreue Berichterstattung einspringen. Und das tut sie an sich recht brav. Das Problem ist aber, dass bisher im bisherigen Fördermodell alle Medien gefördert wurden nach ihrer verschiedenen, nach ihrer Reichweite. Und dies muss geändert werden, nachdem die Reichweite gerade im alternativen Bereich immer höher wird und eben im Mainstream-Bereich ja die Reichweite sich reduziert, ist dieses Mittel und Instrument nicht mehr opportun, weshalb jetzt auf eine reine Journalistenförderung umgestellt werden soll, Schritt für Schritt, ab 2027 bzw. 28. Hier stellt die Regierung ja jetzt 55 Millionen Euro zur Verfügung, was man bis jetzt gehört habe. Und diese sollen vor allem die journalistische Arbeit stützen. Also es geht dann nicht mehr darum, welche tatsächliche Reichweite ein Medium besitzt, sondern werden Qualitätsstandards eingehalten. Diese Qualitätsstandards werden natürlich voraussichtlich nicht ganz objektiv erstellt werden, sondern von der Regierung treuen Institutionen. Und wenn man nicht nach dem Mund der Regierung schreibt, wird man halt keine Förderung mehr bekommen. Derzeit ist es eben, wie schon gesagt, über die Reichweite geregelt und über Abos und andere klare Standards. Aber das verschiebt sich immer mehr dahin, dass es zu ethischen Standards geht und diese können von der Regierung nach Belieben gedreht und gewendet werden. Natürlich gibt es auch noch ein zweites Standbein, was sehr kritisch zu beachten wird. Das ist nämlich der Punkt der Young-Media. Hier geht es vor allem darum, die Abwanderung der Jungen zu Social Media, alternativen Medien und so weiter vom ORF weg und von Medien wie Standard und Kurier zu verhindern. Auch hier ist es natürlich so, dass wir alternativen Medien hier keine Chance haben, auch nur eine Förderung abzugreifen, wenn man so haben möchte. Weil auch hier wir einfach die ethischen Standards, die die Regierung erfüllt, nicht einhalten können. Denn wir berichten kritisch über die Regierungsarbeit, wir berichten kritisch über Corona, wir berichten kritisch über Asylkrise und Migration. Hier muss man halt die Maulkorb-Alesse der Regierung einhalten, um Zugriff zu kriegen. Und diese haben wir als alternative Medien natürlich nicht. Und so gesehen ist es natürlich schon eine gewisse Gleichhaltung der Medien. Aber unser Vorteil ist, wir können selbst wirtschaften und damit bleiben wir unabhängig.

SPEAKER_01

Der Hebel dieser ganzen Medienförderung ist ja dieser Qualitätsbegriff. Davon ist ja auch in diesem Konzept, was der Herr Babler jetzt veröffentlicht hat, sehr oft die Rede. Nun wissen wir, das ist ja nichts Neues, dass die Qualität im Journalismus sowohl von den Einheitsparteien als auch von den Mainstream-Medien und auch von den staatlichen und staatsnahen Institutionen. Ich denke an die Publizistik-Universität oder an den Presseglub Concordia. Qualität wird in Wahrheit ausschließlich mit linker Gesinnung verknüpft. Also sprich, Journalismus ist immer nur dann Qualitätsjournalismus, wenn er linke Botschaften und Haltungen transportiert. Qualität ist eigentlich immer nur dann im Journalismus gegeben, wenn die Medien die linksglobalistischen Ziele unterstützen, politischen Ziele unterstützen, also Energiewende, Massenzuwanderung, EU-Zentralismus, Globalismus. Das heißt, haben dann eigentlich kritische Medien, die eben nicht auf dieser Linie liegen, überhaupt noch eine Chance, gefördert zu werden?

SPEAKER_02

Eigentlich überhaupt nicht mehr. Also so wenn ich es aus der Sicht zur Zeit nehme, wir schreiben eben nicht der Regierung nach dem Mund, wir kritisieren Klimawandel und Klimapolitik. Wir haben auch, wir üben auch massive Kritik an der Zuwanderungspolitik. Wir haben eben nicht die linke Haltung. Das ist ja das Problem des Journalismus der heutigen Zeit, warum gibt es diese Journalismuskrise oder die Medienkrise, da eben ja nur noch großen Haltungsjournalismus betrieben wird. Das ist das, was die Regierung möchte, weil es auch einfach ist zu kontrollieren. Es ist einfach zu überprüfen, welche Haltung eine Zeitung hat oder ein Medium hat. Somit ist für alternative Medien der Zugriff auf diese Fördertöpfe weitestgehend versperrt. Was natürlich vergessen wird, ist, wenn sich der politische Wind dreht und doch mal eine andere Regierung ist, haben diese natürlich auch leichter die Möglichkeit, über solche Haltungsvarianten und ethischen Grundwerte Förderungen zu vergeben. Das wird natürlich vergessen. Aber es wird sich zeigen, wohin sich es am Ende wirklich entwickelt.

SPEAKER_01

Was mich verwundert, also bei den Diskussionen über die Medienförderpläne von Babla und jetzt nachdem er so zumindest sein Grobkonzept veröffentlicht hat, dass es von Seiten der Mainstream-Medien, der großen Medien, sei es jetzt ORF oder Gronen-Zeitung Ö24 Falter Standard, überhaupt keine Kritik darin gibt, keinen Aufschrei gibt, obwohl ja das wirklich ein massiver Eingriff in den Medienmarkt ist, ist das nicht irgendwie der beste Beweis, dass diese Medien schon gleichgeschaltet sind oder beziehungsweise eben sich gerne vom Staat finanzieren lassen wollen? Und entsprechend dann berichten natürlich, wenn man Wesbrot, ich esse, wir kennen den Spruch.

SPEAKER_02

Natürlich ist es genau das. Wenn man also als außenstehender Beobachter, der wir als alternative Medien ja bei diesen ganzen Prozessen leider sind, beziehungsweise nicht nur leider, sondern wir sind halt die außenstehenden Beobachter und die kritischen Beobachter, muss man sagen, dass wahrscheinlich Standard ORF und Co. bei dem Gesetzesentwurf massiv mitgewirkt haben, um so einen Verdacht zu äußern. Ob es jetzt wirklich so ist, das weiß man nicht. Aber dieser Verdacht steht schon im Raum, denn eigentlich sind genau diese ethischen Richtlinien, die hier angesetzt werden und so weiter, erfüllen diese Medien zu 100%. Und hier reden wir ja nicht über Grundwerte wie journalistischen Standards Einhalten, Recherchestandards und so weiter. Sondern geht es ja darum, dass eben die linken Narrative einheitlich eingehalten werden. Und dies tun Standard und Co. mit ganz geringen Ausnahmen ja exakt. Sie reden der Regierung nach dem Mund. Das müssen sie ja auch, denn wie gesagt, wenn man davon ausgeht, dass die Abonnenten zahlen, was halt das einzige Kapital eines Mediums ist, wenn man so haben möchte, immer geringer werden, dann muss ich schauen, dass ich woanders Geld herbekomme. Und wenn die Regierung hier einen großen Förderungskall ausruft, dann werde ich mir da nicht ins eigene Fleisch schneiden und lieber schweigen und nicht kritisch sein.

SPEAKER_01

Kann man eigentlich davon sprechen, dass das quasi einer Verstaatlichung der Medien gleichkommt?

SPEAKER_02

Im Großen und Ganzen könnte man das schon so nennen. Also wenn, ich meine, man hat nicht die exakten Einblicke in die Kapitalstrukturen der einzelnen Medien, aber wenn ein Großteil des Geldes vom Start kommt, dann ist das eindeutig Verstaatlichung.

SPEAKER_01

Was bedeutet das jetzt für alternative Medien und zu denen gehört ja auch die zurzeit, das schwieriger für die alternativen Medien oder hat das so ohnehin keinen Einfluss?

SPEAKER_02

Es ist, nachdem es für uns alternative Medien nie leicht war, wir haben nie große Förderungen bekommen, also das Wohlmagazin zurzeit ist ja immer die regelmäßige Diskussion darüber, weil wir eben die Presseförderung, die klassische bekommen, die aufgrund der Abonnenten zahlen und Reichweite vergeben wird. Diese bekommen wir. Aber auch diese ist jetzt kein finanzieller Beitrag, der uns überleben lässt oder nicht. Hier geht es eher um die Anerkennung, dass wir diese bekommen. Und es wird für uns alternative Medien sich nichts daran ändern. Wir werden weiterhin schreiben, arbeiten mit den Mitteln, die wir haben. Das ist das Klassische, die Linken sind vom Staat abhängig und wir Rechten müssen selbst wirtschaften. Und wir können es zum Glück auch. Und das geht bergauf.

SPEAKER_01

Ihr hört Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmacher. Ich spreche mit Wolffriediger Mölzer, dem Chefredakteur, der zurzeit wir sprechen gleich weiter, bleiben quasi beim Thema. Es geht nämlich um das Social Media Verbot, das sowohl in Österreich als auch EU-weit geplant ist. Dranbleiben.

SPEAKER_00

Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Mit Werner Reichke. Immer neuer Montag von elf bis zwölf und jederzeit auf AustriaFirst.at Willkommen zurück zu Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache.

SPEAKER_01

Ich spreche in dieser Ausgabe mit Wolfred Mölzer, dem Chefredakteur, der zurzeit einem patriotischen Wochenmagazin, das schon seit nahezu 30 Jahren erscheint. Wir haben gerade über die Medienförderpläne von Andreas Babler gesprochen, die darauf abzielen, sozusagen die Mainstream-Medien, die klassischen Medien finanziell zu unterstützen und zu stärken und wirtschaftlich am Leben zu erhalten. Das Problem dabei ist, ich kann zwar Medien wie den Standards, den Falter, das Profil etc. mit Steuergeldern am Leben erhalten. Was ich aber mit diesen Medien in Förderplänen nicht kann, ist, die Menschen dazu zu zwingen, diese Medien auch zu konsumieren. Also da gibt es ein großes Problem, nachdem die Reichweiten, also die Leserzahlen dieser Medien daran immer weiter sinken. Deshalb gibt es als flankierende Maßnahme zur Medienförderung das sogenannte Social Media Verbot. Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahren soll einfach das Medium verboten werden, abgeschaltet werden, dass sie wahrscheinlich zu 90% konsumieren, wo sie sich zu 90% Informationen herholen, nämlich die Social Media Kanäle. Offensichtlich will man die Jugendlichen dazu zwingen, jetzt sich dann künftig von den Altmedien wie ORF, Standard und Falter die Informationen zu holen. Ist das ein Plan, der aufgehen könnte oder ist das nicht von vornherein schon zum Scheitern verurteilt?

SPEAKER_02

Wie immer bei solchen Verboten ist das wahrscheinlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es ist klassisch, jedes Mal, wenn solche Eingriffe gerade bei den Jugendlichen passieren, werden Umgebungen gefunden. Es ist technisch möglich, hier über VPN und Co. solche Verbote zu umgehen und nicht umsonst diskutiert man ja in der EU jetzt auch schon das VPN-Verbot. Es ist ein klassisches Problem der Zensur. Die Zensur reizt aber animiert ja gerade dazu, sich alternative Kanäle zu suchen. Und auch wenn das Social Media Verbot für Jugendliche ja in der Idee wahrscheinlich gar nicht blöd ist, wir wissen ja alle um die Probleme, die mit Social Media einhergehen, Suchtverhalten, dauerndes am Handy sitzen, diese Kurzklips, die konsumiert werden und so weiter. Weshalb es ja auch hier innerhalb des rechten Lagers ja viele Diskussionen gibt, ob das vernünftig ist oder nicht. Aber die Wahrheit ist halt, dass damit ein absolutes Zensurgesetz geschaffen wird und dies natürlich flankierend zu Projekten wie Medienförderung und so weiter genutzt wird, um die Bevölkerung wieder zum Mainstream zu pressen sozusagen. Aber da viel schwerere Posten bei diesem Social Media Verbot für Teenager, ist ja an sich nicht das Verbot, sondern es ist ja die Kontrolle. Was man ja gerne vergisst, ist, bedeutet ja, dass jeder, der sich bei Social Media anmelden muss, muss ja den Beweis führen, dass er über 14 Jahre alt ist. Und wie funktioniert das? Ich muss mich ausweisen, ich muss meinen Klarnamen angeben. Das bedeutet ja, dass die gewisse Anonymität, die bis jetzt durch Social Media und das Internet gewährleistet wird, komplett ausgehebelt wird. Wenn ich mich jetzt als knapp über 40-jähriger Mann auf Facebook anmelden möchte, muss ich zuerst beweisen, dass ich eben nicht 14 oder 13 bin, sondern 42 Jahre alt bin. Und wie kann ich das beweisen? In der Form, dass ich meinen Ausweis in irgendeiner Form hochlade, meine Ausstrahl-ID nutze oder so. Und anders wird das nicht möglich sein. Somit ist ganz klar, wer sich hier im Internet anmeldet, wo ich bin, also das gewisse Maß an Anonymität, was eigentlich ein großer, ein wichtiger Faktor des Internets war und dass das Internet ja auch zu seinem wichtigen demokratischen, freien Raum gemacht hat, ist damit komplett ausgehebelt, was ja an sich am Ende der viel ärkere Hebel sein wird und viel mächtigere Faktor, den dieses Gesetz bietet. Und über das wird ja auch weitestgehend geschwiegen. Aber dass hier im Endeffekt mit dieser Klarnamen und Ausweispflicht ein großer Akt der Überwachung passiert, darüber redet fast niemand.

SPEAKER_01

Genau, das ist wirklich ein wichtiger Punkt. Es gibt ja in Australien gibt es ja schon das Social Media Verbot für Jugendliche und da hat es jetzt vor kurzem eine Studie gegeben, die festgestellt hat, dass das komplett ins Leere gelaufen ist, weil 85 Prozent der Jugendlichen dieses Social Media Verbot umgehen. Mit allen möglichen, mit falschen Angaben, VPN-Zugängen etc. Nun ist das in Wirklichkeit natürlich keine Überraschung. In Wirklichkeit war ja das von Anfang an zu erwarten, dass sich die Jugendlichen nicht so einfach das Social Media wegnehmen lassen. Und jetzt, Sie haben es schon angesprochen, war das nicht in Wirklichkeit ohnehin von Anfang an der Plan, dass jetzt sagt, okay, die Jugendlichen halten sich nicht dran, wir müssen halt das Verbot halt, um das umsetzen zu können, die Maßnahmen verschärfen. Also einerseits, und das ist ja jetzt schon in der EU jetzt am Table, das VPN-Verbot einzuführen oder eben das Ende der Anonymität im Internet, dass man jeder halt seinen Namen angeben muss. War das nicht in Wirklichkeit von Anfang an das Ziel des Social Media Verbots?

SPEAKER_02

Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, dass wirklich ganz viele hier im guten Handeln und gerade, wenn man Kinder hat, dann macht man sich hier Sorgen. Und ich glaube, dass tatsächlich ganz viele im guten Handeln. Ich bin da gar nicht mal so, dass ich sage, alle wollen gleich die Überwachung haben. Aber die entscheidenden und treibenden Kräfte arbeiten wir daran, natürlich, dass die Mittel der Überwachung gegeben werden. Das VPN-Verbot ist ja das viel weitgreifendere und viel entscheidendere am Ende des Tages, als wie das Social Media Verbot selbst. Aber mit dem VPN-Verbot werden ja dann ganz andere Eingriffe und Einschnitte durchgeführt, die ja dann viel entscheidender sind als wie ein Social Media Verbot.

SPEAKER_01

Wenn es ein VPN-Verbot kommt, dann sind wir ja in Wahrheit auf dem Niveau einer chinesischen oder nordkoreanischen Diktatur, oder?

SPEAKER_02

Natürlich zu 100 Prozent. Ich meine, wenn wir das eben nicht eh schon sind, muss man ehrlich sagen. Also gerade innerhalb der EU, wo mittlerweile die Überwachungsbestrebungen von Chatkontrolle, DSA und keine Ahnung, was ja alles für Mittel und Gesetze auf Schiene gebracht haben. Es sind wahrscheinlich längstens schon in Wirklichkeit schlimmer als in China, in solchen Volksrepubliken.

SPEAKER_01

Also ich habe den Eindruck, ich meine, teilen Sie den Eindruck, das ist momentan so etwas ein Wettkampf oder ein Wettlauf, besser gesagt, mit der Zeit. Die Systemparteien, die Einheitsparteien haben erkannt und das sieht man an allen Umfragen, dass sie über faire demokratische Wahlen und die setzen ja eine unabhängige Medienlandschaft und eine unzensierte Medienlandschaft voraus, sich nicht mehr an der Macht wird halten können. Das sieht man in allen Daten, dass man die einzige Chance hat, sich an der Macht zu halten, eigentlich die Einschränkung der Presse, Meinungsfreiheit, die Überwachung und Kontrolle der Bürger ist.

SPEAKER_02

Natürlich ist es, reden wir im Positiven von einem Rückzuggefecht des Mainstreams, weil sie immer mehr merken, dass die Informationen eben nicht mehr über ORF, über staatlich gesteuerte Medien geholt wird, sondern über kleine Plattformen. Und das Internet, muss man sagen, war ja auch ein großer Schritt in die Demokratisierung der Meinungsvielfalt, wenn man so haben möchte. Es hat jeder, der lustig ist, kann im Moment einen Block machen, seine Informationen streuen. Das ist natürlich ein großes Problem. Und es gibt ja dieses englische Sprichwort, the right kein Meme und the left kein PR. Und das ist natürlich genau das Problem. Unsere Inhalte, die rechten Inhalte, die natürlich ein bisschen alarmistischer sind und vielleicht auch reißerischer und im Allgemeinen lassen wir uns unseren Humor nicht durch Wokness nehmen, verbreiten sich halt viel besser viraler im Internet als wie gemainstreamte Werbebotschaften, ähnliche Nachrichten der Linken. Und das ist natürlich ein großes Problem. Und das beginnt natürlich damit, dass jetzt das Verbot der politischen Werbung auf Plattformen in der EU gekommen ist. Und das natürlich nur ein Problem für linke Parteien war, weil die rechten Parteien, wenn man so haben möchte, und rechte Inhalte verbreiten sich von selbst sehr gut, aber linke Inhalte sind halt ohne Werbezahlung relativ schlecht unter die Leute zu bringen. Bestes Beispiel ist SPÖ1 TV, wo Unsummen an Geld investiert wurden. Und genau just in dem Moment, wo das ins Netz gegangen ist, wurde eben dieses Verbot ausgegeben, anstatt dass man hunderttausende Euro an Werbungen in Facebook und YouTube und Co. schalten hat können, hat man ohne Werbung auskommen müssen und man sieht, wie die Reichweite ist. Sie dümpeln noch immer bei wenigen tausend Aufrufen pro Video herum, obwohl ein Aufwand betrieben wird, der eigentlich was anderes erwarten lassen würde.

SPEAKER_01

Ihr hört Austria First, ihr hört das Magazin Macht und Medien mit Wolf Rüdiger Mölzer, dem Chefredakteur, der zurzeit. Wir sprechen gleich weiter und zwar eben über die zurzeit und über die Zukunft der Printmedien dranbleiben.

SPEAKER_00

Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Reiche. Gleich geht weiter.

SPEAKER_01

Willkommen zurück zu Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Ich spreche in dieser Ausgabe mit Wolfrediger Mölzer, dem Chefredakteur der zurzeit. Die zurzeit ist ein patriotisches Magazin, ein klassisches Printmagazin, das seit fast 30 Jahren erscheint. Wolfrediger Mölzer, wie wichtig sind die Printmedien und welche Zukunft haben sie?

SPEAKER_02

Es ist ein Thema, mit dem wir uns sehr intensiv auseinandersetzen, als klassisches Printmedium mit Schwerpunkt eben in gedruckter Form. Es wird ja immer gern gesagt, Print ist tot. Doch wir sehen das gerade das alternatives Medium ganz anders. Denn gerade in Zeiten von Online-Zensuren, vor allem sehr einfacher Zensur, Shadowbanning, Digital Service Act, Chatkontrolle und so weiter, ist ein gedrucktes Medium wesentlich wichtiger als sich viele denken. Ganz ehrlich gesagt, wir haben sie alle schon mitbekommen mit dem Eingriff in die Online-Bibliothek, wobei die Bilanzstrumpf aus dem Megahäuptling plötzlich der Piratenhäuptling wurde und so weiter. Das lässt sich bei einer gedruckten Ausgabe nicht mehr ändern. Was geschrieben ist, ist geschrieben. Die Ausgabe liegt irgendwo, sie wird gelesen. Online lässt sich hier allein über Shadowbanning verhindern, dass solche Texte ausgeliefert werden. Also wenn ich einen Online-Text erstelle, ich bekomme das gar nicht mal mit als Herausgeber, dass hier eine Form von Zensur geübt wird. Ich merke zwar, ich habe weniger Reichweite bei dem Artikel, aber ob das jetzt wirklich daran liegt, ob das gezielt unterbunden wird oder eben einfach nur Pech ist, kann ich schwer sagen. Aber wenn ich als Abonnent plötzlich meine Zeitung nicht mehr zugestellt bekomme, die ich eigentlich jede Woche zugestellt bekomme, dann merke ich, dass hier was im Argen liegt. Und nicht selten haben wir die Anrufe von Abonnenten, dass sie ihre Zeitung nicht bekommen haben. Und wir können nachgehen, was dann der Grund ist. Und nicht selten haben wir mitbekommen, dass ein Briefträger bewusst Zensur geübt hat. Und dies konnte man dann aber verhindern. In vor, wenn würden wir ein reines Online-Medium sein, könnten wir das nicht machen. Und hier liegt für uns schon die Kraft und die Macht und die Wichtigkeit im gedruckten Wort.

SPEAKER_01

Die Print-Medien ganz grundsätzlich stecken in einer tiefe Krise. Die Auflagen sinken kontinuierlich. Die Tageszeitungen und eben auch die Wochenzeitungen werden eigentlich vor allem von Senioren gelesen. Nachrichtenmagazine wie etwa das Profil in Österreich oder das Spiegel in Deutschland waren ja früher die absoluten Leid, Medien mittlerweile versinken der publizistischen Bedeutungslosigkeit. Warum lesen kaum noch junge Menschen Printmedien? Ist das wirklich nur eine Krise des quasi des Formats, des Papierformats oder hat das durchaus auch etwas mit Content zu tun? Also mit dem, was diese Medien berichten und schreiben?

SPEAKER_02

Es ist natürlich, liegt auch ein wenig was im Format, muss man sagen. Und auch so wie wir ein Online-Format anbieten und ein E-Pay-Par anbieten, man muss das halt machen, ist das natürlich unumgänglich, dass man online vorhanden sein muss. Aber am Ende des Tages muss man, wenn man sich die Abonnenten zahlen und so weiter anschaut, bei uns wie auch bei anderen, Gedruckten alternativen Medien. Ich meine, wenn wir nach Deutschland schauen, die junge Freiheit, wir haben alle ein gewisses Maß an zuwächsenden Abonnenten im Gegensatz zum Standard und Corey und Co. wo regelmäßig Journalisten gekündigt werden, können wir unsere Journalisten halten und unsere Arbeit in Teilen ausbauen und eben ohne, wie vorhin schon gesagt, Fördergeldern des Staats und großen Werbeeinschaltungen. Es ist zu kurz gegriffen zu sagen, die Printkrise kommt nur, weil das Format und das Papier ausschwirbt, sondern in erster Linie ist es wahrscheinlich schon, wenn ich nur noch Einheitsbrei publiziere, werde ich halt uninteressant. Und hier haben wir Rechten bzw. alternativen Medien schon den Vorteil, dass wir eben das schreiben, was andere nicht schreiben. Und dadurch bleiben wir interessant und dadurch wird man uns auch abonnieren oder abonniert auch uns. Und wie gesagt, es ist auch ein gewisser Kampf gegen die Zensur. Es ist ähnlich wie warum Bargeld wichtig ist, wird auch bleiben, dass Print wichtig ist. Weil einfach die Kontrolle und Überwachung nicht so einfach ist.

SPEAKER_01

Sie sehen, die Zukunft der Bringt mir nicht positiv, die wird es auch noch in zehn Jahren oder 20 Jahren geben.

SPEAKER_02

Natürlich mit einer Verlagerung ins Internet. Warum dagegen wird man nicht ankämpfen? Es wird mit neuen Smartphones mit größeren, mit Foldable-Telefonen wird natürlich auch das E-Paper interessanter und so weiter. Aber es wird nicht ganz aussterben. Aussterben werden jede Medien, die nur Einheitspreis veröffentlichen und nicht wirklich berichten. Diese haben ein Problem. Nicht jene Medien, die tatsächlich journalistische Arbeit leisten, aufdecken und dorthin gehen, wo es auch mal selbst wehtut.

SPEAKER_01

Rechnen Sie dann mit, dass die zurzeit Förderungen bekommen wird von Herrn Andreas Babler?

SPEAKER_02

Also es wurde ja schon öfter versucht, also dass das Medien, das Presseförderungsgesetz so zu drehen, dass wir ausgenommen werden und das bis jetzt hat es nicht geklappt. Es wird natürlich immer schwieriger, aber solange eine Presseförderung vor allem auf der Reichweite basiert, werden sie nicht umherkommen, uns diese Förderung zuzugestehen. Wobei man sagen muss, ist gerade jetzt mit der neuen Presseförderung über die journalistischen Standards und den ethischen Kodex, den man quasi unterschreiben muss, wird es natürlich immer schwieriger. Aber wir werden sehen, wohin die Reise geht. Es ist ja die Frage, wie lange Babla noch hier bestimmend tragen kann.

SPEAKER_01

Wobei es wird wahrscheinlich unter einem anderen Medienminister wahrscheinlich nicht besser ausherkommt von der FPÖ.

SPEAKER_02

Ja, natürlich. Es ist ja die Frage, wobei unsere Hoffnung ist, dass gerade, wenn es zum Beispiel wieder ein Medienminister der FPÖ kommt, dass man hier einfach objektiv wieder herangeht, nicht irgendwelche Haltungsbewertungen macht, sondern einfach objektive, nachvollziehbare, rationelle Werte heranzieht, nach denen Förderungen vergeben wird, wie sie eigentlich sein sollten.

SPEAKER_01

Eine grundsätzliche Frage, sollte man Medien überhaupt fördern oder sollte man sie nicht einfach dem Markt überlassen? Also dass schlicht und einfach das Publikum, die Bürger entscheiden, welche Medien überleben und welche nicht. Ich meine, auch der ORF wird ja mit hunderten Millionen gefördert, ist das überhaupt notwendig? Weil der ORF ist dann das nächste Thema, aber mal vorweg.

SPEAKER_02

Ich sage mal, grundsätzlich als gerade freiheitlich denkender Mensch sehe ich so, dass man auch als Medium gegen die Markt bestehen muss. Wenn es einen Markt gibt, ist das in Ordnung. Wenn nicht, dann hat man halt am Markt vorbei produziert. Und diese Förderung kommt ja aus einer Zeit, wo Medien machen irrsinnig geldintensiver, wo Druck Millionen oder hunderttausende Schilling gekostet hat und so weiter und so fort. Da war das irgendwo noch ein anderes Thema, nur jetzt mittlerweile, eben auch gerade mit Internetplattformen und wo hat man ja wirklich die sehr einfachen Möglichkeiten. Und ich bin der Meinung, eigentlich könnte man Medienförderung komplett einstellen und überleben tut der, der eben nicht am Markt vorbeiproduziert, sondern gelesen wird.

SPEAKER_01

Wir sprechen gleich weiter, dann geht es um den ORF, der ja sehr viel staatliches Geld nämlich in Form von Zwangsgebühren kassiert, nämlich ungefähr 800 Millionen Euro im Jahr, dranbleiben. Gleich geht's weiter.

SPEAKER_00

Macht und Medien, das Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache mit Werner Reiche.

SPEAKER_01

Willkommen zurück bei Macht und Medien, dem Austria First Magazin gegen linke Meinungsmache. Ich spreche in dieser Ausgabe mit Wolf Rüdiger Mölzer, dem Chefredakteur der Wochenzeitschrift zur Zeit. Wir haben bisher gesprochen über die Medienförderpläne der Verliererampel, über die Zukunft der Printmedien, über Social Media Verbote. Unser letzter Punkt, unser letztes Thema ist ein Medienklassiger, nämlich der ORF. Der ORF sucht aktuell 13 Direktoren, neun Direktoren für die jeweiligen Landesstudios und vier Direktoren, die dann in Wien sitzen mit Spezialgebieten von Programmen, von Verwaltung etc. Ich habe jetzt gelesen, für diese 13 Direktorenposten haben sich insgesamt 105 Bewerber beworben und haben 142 Bewerbungen geschrieben. Also manche haben sich gleich für mehrere Direktorenposten beworben. Es ist offensichtlich so ein Kampf um die Futtertröge, die mit Zwangsgebührengeldern reichlich gefüllt sind, ist ausgebrochen. Und da stellt sich schon die Frage, braucht man in solchen Zeiten überhaupt noch so einen aufgeblähten öffentlich-rechtlichen Rundfunkdinosaurier?

SPEAKER_02

Diese Frage kann ich mit einem klaren Nein beantworten. Man braucht es definitiv nicht mehr. Es ist die Idee, dass man sagt, man reduziert den ORF auf einen Grundfunk, ich glaube, dieser Begriff geistert schon länger durch den, ist wahrscheinlich das Vernünftigste, wo man sagt, hier werden Informationen, die die Regierung verbreitet haben möchte. Jetzt rede ich nicht über politische Botschaften, sondern eben, wie viele Bedrohtorenregelungen oder solche Sachen werden verbreitet oder Angebot für Senioren und dergleichen kann man dann darüber verbreiten. Aber hier geht es dann nicht, dass US-Serien teuer zugekauft werden oder irgendwelche schwachen politischen Formate präsentiert werden. Aber es ist ja lustig, es sind ja die Zahlen, also weil Sie schon angesprochen haben, es sind tatsächlich diese 13 Direktoren, sind ja tatsächlich, wenn man so haben möchte, Futtertröge, die gewaltig dotiert sind. Eine kurze Internetrecherche ergibt, dass derzeit Gehälter hier von 250.000 Euro bei den Direktoren ungefähr fällig sind. Also dass sich hier 105 Bewerber aufgefunden haben, ist schon verständlich. Und hier geht es natürlich auch um Posten, die wahrscheinlich weitestgehend gewisse Hinterzimmerabmachungen der Regierung sind, die vergeben werden. Also dass das nicht ganz uninteressant ist, diesem Apparat zu bedienen, ist absolut verständlich. Aber gerade wenn man darüber reden kann, so ein Sender am freien Markt bestehen, es ist der klassische Vergleich, es ist Servus TV und ORF. Beim ORF arbeiten, glaube ich, zwischen 4.000 bis 5000 Menschen, während bei Servus TV ca. 300 bis 400 Leute arbeiten. Wenn man dann anschaut, die Menge an Eigenproduktionen, die Servus TV produziert und die Menge an Eigenproduktionen, die der ORF hat, dann sage ich, man könnte hier sehr einfach sehr verschlagen. Es ist jetzt dann die Diskussion, wo man spart, ob man die Länderstudios einsparen soll, die ja an sich eigentlich eine gute Idee sind und eine Sichtbarkeit der ländlichen Themen bringen würden oder direkt am Königelberg spart. Das ist dann eine ganz andere Frage und da muss man diskutieren. Aber die Zeit, wo es nötig war, einen staatlichen Fernsehsender zu haben, ist definitiv vorbei. Es kann man mit YouTube-Kanälen und Online-Formaten de facto jeder Fernseher produzieren, der genügend Muse dazu hat. Also hier ist eigentlich, der ORF ist ein absoluter Dinosaurier, durch Zwangsgebühren finanziert.

SPEAKER_01

Lassen wir jetzt einmal vorerst das politische, die politische Schlagseite und die Propaganda und Desinformation, die da öfter jetzt mehr oder weniger im Auftrag der herrschenden Klasse sendet beiseite. Und bleiben wir eben wirklich eins einmal bei diesen aufgeblähten Strukturen. Ich habe mir das angeschaut, zum Beispiel jetzt die Landesstudios, Beispiele Niederösterreich, dort arbeiten im Landesstudio 100 Mitarbeiter. Die produzieren in Wirklichkeit gerade einmal eine halbe Stunde TV-Programm pro Tag und ein Radioprogramm, nämlich Radio Niederösterreich. Und wobei das Radioprogramm besteht hauptsächlich aus Musik, also da braucht man nicht viel machen, also der Wortanteil ist 20 Prozent. Also das heißt, der personelle und finanzielle Aufwand für diesen Output ist wirklich eigentlich, das steht in keinerlei Verhältnis, würde ich sagen. Ich kann mir das noch irgendwie rechtfertigen.

SPEAKER_02

Hier merkt man auch ganz klar, dass diese Strukturen über die Jahrzehnte des Bestehendes OFs total aufgeblasen wurden und war vielleicht in den 70er Jahren noch nötig. Aber mit der Digitalisierung, wir wissen ja alle, ich meine, ihr bei Austrafirst macht auch wahrscheinlich mit weniger Angestellten das Radioprogramm und genauso gut mindestens. Und wir bei zur Zeit produzieren auch mit wesentlich weniger Angestellten wie Standard und Co. Also hier ist, aber das Bittere, was man ja sagen muss, ist, wenn man jetzt beim ORF spart, trifft es ja nicht vorgründig den Generaldirektor oder die Direktionen und so weiter. Diese Personen wissen sich schon zu retten. Es wird wahrscheinlich die kleinen Angestellten treffen. Und das ist natürlich bitter. Das ist eben wieder der Punkt, wo ich hinwollte. Wie man spart, wird dann das schwierige Thema werden. Eigentlich bräuchte es den Karlschlag am Wasserkopf, aber dieser wird natürlich nicht stattfinden. Und da reden wir jetzt eben noch gar nicht davon, welche Inhalte der ORF propagiert hat. Also hier eine absolute Meinungsmachermaschine für die Regierung ist und dergleichen, darüber brauchen wir noch gar nicht reden. Hier geht es wirklich nur um den Sparkurs und dass der OF einfach aufgeblasen ist. Ich meine, 800 Millionen Euro mögen auch ausgegeben werden.

SPEAKER_01

Es ist ja auch spannend, dass zwar immer von Sparen geredet wird, aber eigentlich beim ORF in keinster Weise gespart wird, dass eigentlich die Einheitsparteien, also insbesondere die Grünen und die Roten, aber auch die ÖVP, überhaupt kein Interesse zeigen, da denen den ORF irgendwie sozusagen zu reduzieren, gesund zu schrümpfen, sondern ganz im Gegenteil, dieser Privilegienstadl geht weiter wie bisher, ist das nicht der beste Beweis dafür, dass der ORF eigentlich vor allem die Mächtigen bedient und nicht mehr die Zuseher.

SPEAKER_02

Aber es geht in erster Linie um Posten, die zu vergeben sind. Die Regierung hat es ja vorgemacht, mit der größten Regierungsbank seit Bestehender Republik Österreich, anstatt hier sich bescheiden zu geben, und warum soll der ORF sich bescheiden geben? Es ist, wenn man sich die Zahl der Direktoren anschaut, hier wäre es wahrscheinlich am einfachsten, gleich einmal die Hälfte rauszustreichen. Und es würde trotzdem noch gut funktionieren. Und es geht ja beim Sparen auch oft um eine gewisse Symbolik, dass jetzt, wenn ich mir anschaue, die kaufmännische Direktion bekommt, hat 2025 279.000 Euro brutto bekommen laut Internetrecherche. Das ist ja kein Posten, der das Land arm macht, aber symbolisch könnte man das einsparen und reduzieren und eben schauen, was so jemand auch in der freien Wirtschaft bekommt. Wahrscheinlich wesentlich weniger. Und das Sparen auch oft Symbolpolitik ist und natürlich jeder ORF eigentlich überhaupt nicht bereit ist, auch nur irgendwo einen Abstrich zu machen, liegt auch daran, dass es die Regierung ja auch in keinster Weise vormacht. Sparen immer bei den anderen, aber nicht bei einem selbst.

SPEAKER_01

Ist nicht der Grund, dass sich der ORF oder die OR-Mitarbeiter sich ihrer Bedeutung im Klaren sind, dass der ORF in Wirklichkeit eine der wichtigsten Machtstützen der Einheitsparteien im Land sind. Also vor allem bei den Älteren und ich meine, die Älteren, die 60 plus Österreicher, die machen fast ein Drittel der Wählerstimmen aus und genau die konsumieren ja nach wie vor ganz intensiv den ORF. Das heißt, man ist sich, glaube ich, schon seiner Bedeutung bewusst und stellt dann deshalb auch entsprechend hohe Forderungen an die Politik. Und weil umgekehrt die Politik natürlich angewiesen ist auf die ORF-Propaganda, werden diese Forderungen auch gerne erfüllt. Ist das nicht wirklich so ein Deal gegen die Interessen der Österreicher und gegen die Demokratie?

SPEAKER_02

Selbstverständlich kann man hier sagen, eine Hand wäscht die andere. Also der ORF berichtet natürlich im Sinne der Regierung bzw. vor allem der Linken. Und dafür kassiert das nicht schlecht, wie wir wissen. Und das ist natürlich beim ORF das klare Wissen, dass wir stützen die linke Meinung und dafür kriegen wir.

SPEAKER_01

Die Einheitsparteien als auch der ORF haben sich da irgendwie ihre Interessen aneinander verknüpft. Und mir kommt es vor, dass halt die einen wahrscheinlich auch mit den anderen untergehen werden, respektiv die einen auf die anderen angewiesen sind.

SPEAKER_02

Genau, das ist es ja. Weil wenn jetzt sollte es eine FPÖ-Regierung geben, ist es, glaube ich, dem ORF ziemlich klar, dass hier ein Karlschlag stattfinden wird. Weil, also ich hoffe es und ich glaube es auch, dass sollte eben eine FPÖ-Regierung sein, dass hier der ORF nicht umgebaut werden soll im Sinne von, dass man ihn umfärben möchte, weil dies ja wahrscheinlich in schneller Zeit einfach auch unmöglich ist, sondern dass es einfach vernünftig ist, dass man hier den Rotstift ansetzt und sparen muss. Und da ist wahrscheinlich, und wenn man ihn nur um eine, um die Hälfte reduziert, ist das Budget noch immer gewaltig für den ORF und die Posten, die zu vergeben, sind noch immer gut. Aber ich glaube, dessen sind sich natürlich die, vor allem die leitenden Angestellten, wenn man so sagen möchte, sind sich dessen bewusst, dass hier ein anderer Wind wehen wird, wenn nicht eine linke Regierung das Sagen hat. Und deswegen kämpft man natürlich, wie auch schon bei anderen Themen, dagegen, das zu verhindern, dafür das zu verhindern.

SPEAKER_01

Also die Pläne der FPÖ gehen in die Richtung. FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker hat ja unlängst gesagt, also der ORF würde, wenn man ihn auf einen Grundfunk reduziert, mit Sicherheit mit einem Drittel des jetzigen Budgets, also mit rund 300 Millionen Euro, auskommen. Wir sind am Ende unserer Sendung angekommen. Vielen herzlichen Dank, Wolfrütiger Mölzer, für das interessante Interview.

SPEAKER_00

Sehr gerne. Macht und Medien, das Austria Fölstmagazin gegen linke Meinungsmacher. Mit Werner Reichke. Immer neu am Montag von elf bis zwölf und jederzeit zum Nachhören auf austreafölst.at.