AUSTRIA FIRST

Elisabeth Heiß über den harten Polizeialltag und geplatzte Bandträume - Musik und Politik

Austria First - Das Patriotenradio

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Als erfahrene Polzistin kennt sie die Realität auf der Straße ganz genau – und als Politikerin will sie diese nun radikal zum Besseren wenden: In der neuesten Ausgabe von „Musik und Politik“ begrüßt Moderator Volker Höferl die FPÖ-Menschenrechtssprecherin und Nationalratsabgeordnete Elisabeth Heiß. Im Studio redet sie schonungslosen Klartext über das Ausbrennen der österreichischen Exekutive, gestrichene Zulagen, immer mehr Leistungsdruck im Dienst und ihren hochmotivierten Weg aus der Personalvertretung geradewegs in den Nationalrat während der turbulenten Corona-Phase.

Neben aller politischen Ernsthaftigkeit – etwa auch zu Fragen rund um konsequenten Kinderschutz oder den Erhalt des Bargeldes – darf natürlich auf AUSTRIA FIRST die musikalische Entdeckungsreise nicht zu kurz kommen. So überrascht die engagierte Politikerin nicht nur mit gescheiterten Versuchen, einst das Schlagzeug gegen den Willen der Eltern durchsetzen zu wollen. Auch ein äußerst vielschichtiger musikalischer Geschmack mit Vorlieben von Peter Alexander bis harten Techno-Beats sowie exklusives Vorab-Wissen über ein feuriges Showduell zwischen Robbie Williams und Shakira kommt in dieser lebendigen Stunde ans Licht.

MUSIK UND POLITIK hört ihr immer neu am Mittwoch von 11 bis 12 Uhr – direkt über die Webseite https://austriafirst.at/ oder in der neuen AUSTRIA FIRST App:
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#austriafirst #radio #musikundpolitik #podcast #elisabethheiss #fpö #sicherheit

SPEAKER_01

Willkommen zu Musik und Politik und heute erhöhen wir die Frauenquote in meiner Sendung, denn es ist eine Dame zu Gast, sie kommt aus dem Pongau und es ist die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Elisabeth Heiss. Schön, dass du da bist. Herzlichen Dank, dass ich da sein darf. Ja, Elisabeth, bevor wir dann in Medias Race gehen, auch für dich die beiden Einstiegsfragen in dieser Sendung. Was haben Musik und Politik in deinen Augen gemeinsam, wenn sie denn überhaupt etwas gemeinsam haben?

SPEAKER_00

Ja, Musik war früher eher meine Leidenschaft. Jetzt habe ich eher weniger Zeit für Musik, weil jetzt die Politik im Vordergrund steht. Aber beides zusammen ist trotzdem sehr wichtig, weil Musik ist für die Seele und Politik ist wichtig, um für die österreichische Bevölkerung was Positives zu erreichen.

SPEAKER_01

Und wie wichtig ist dir persönlich die Musik auf einer Skala von 1 bis 10? Eins ist unwichtig, 10 ist sehr, sehr wichtig.

SPEAKER_00

Ja, momentan würde ich eben auf sechs oder sieben. Seit Austria First läuft, höre ich das jetzt beim Autofahren oder in der Früh, wenn wir aufstehen. Also mein Mann jetzt auch sogar, der hat auch gesagt, wenn in der Früh aufsteht und in die Arbeit fährt, dann schalte der Austria First ein. Und so ist es bei mir auch. Also ich höre es irrsinnig gern, weil dieses Indoktrinierte von den anderen Sendern, das ist schon so mühsam. Und hier wird einfach gute Musik gespielt und weil die Nachrichten einfach interessanter sind und sie sind objektiver und aktueller und auch was wirklich in der Politik passiert.

SPEAKER_01

Dieses Lob hören wir natürlich gerne. Wir werden es auch in die Nachrichtenredaktion weitergeben. Vielen Dank fürs Erste. Elisabeth Heiß und wir plaudern gleich weiter. Dann geht es über die politische Karriere unseres heutigen Gastes. Dranbleiben, wir sind gleich zurück. Liebe Elisabeth, wie bist du in die Politik gekommen und wie ist deine berufliche Ausbildung so gelaufen? Was hast du gelernt?

SPEAKER_00

Also ich bin Polizeibeamtin und im Polizeidienst habe ich mich dazu entschlossen, Personalvertreterin zu werden. Das ist ja schon so der erste Einstieg in die Politik selbst. Und durch meine Arbeit als Personalvertreterin habe ich heute die ganzen politischen Kollegen kennengelernt in Salzburg und die haben dann immer wieder gesagt, na Elisabeth, magst du nicht in die Politik einsteigen? Ich habe zunächst gesagt, na, das ist mir zu viel, also Polizei und Personalvertretung. Und dann wie die politische Situation in Österreich immer schlimmer geworden ist, vor allem zur Corona-Zeit, habe ich dann gesagt, nein, ich möchte jetzt nicht nur für meine Kollegen da sein, sondern auch für die Österreicher. Und so bin ich halt dann, genau zur Corona-Zeit bin ich halt dann in die Politik eingestiegen. Ja, ich wollte mich bei der Ortspartei Wallsitzenheim anmelden. Und das war gerade eine schwierige Situation, weil die haben sich gerade aufgelöst gehabt. Die Ortsgruppe hat sie dann irgendwann einmal getroffen und dann ist das Ganze wieder aufgebaut worden. Und kurze Zeit später habe ich dann das übernehmen dürfen. Ich bin Ortsparteiopfrau geworden. Und durch diese Arbeit, dieses Aufbauen von dieser Ortsgruppe und die Personalvertretung haben sie halt dann gesagt, na Elisabeth, möchtest du vielleicht in den Landtag gehen, weil wir sehen, du arbeitest sehr viel und dich interessiert das und du bist mit Herzblut dabei. Und ich habe dann gesagt, ja, natürlich sehr gerne. Ist halt leider nichts geworden oder Gott sei Dank, weil sonst wäre jetzt nicht in den Nationalrat gekommen, weil da haben sie mich dann auch gefragt, ob ich in den Nationalrat gehen möchte. Und die Bundesthemen interessieren mich ja schon von Hause aus, weil ich Polizeibeamtin bin. Und Polizeithemen sind ja bundesweit. Und von daher ist es für mich dann logisch gewesen, dass ich dann in den Nationalrat gehe und hier Bundesthemen dann übernehmen werde.

SPEAKER_01

Jetzt bist du seit eineinhalb Jahren ungefähr im Nationalrat. Oder generell als Politikerin hast du diesen Schritt, der doch eine große Veränderung mit sich gebracht hat, von der normalen Polizistin zu einer Politikerin. Hast du diesen Schritt jemals bereut?

SPEAKER_00

Keine Sekunde. Ich bin sehr dankbar, dass ich im Nationalrat sein darf, dass ich da meine Arbeit machen darf. Ich bin Bereichssprecher für Menschenrechte. Das ist mein Herzbluttthema jetzt geworden, weil als Polizistin habe ich sehr oft gehört, Polizisten haben keine Menschenrechte. Und gerade für meine Kollegen möchte ich mich einsetzen und setze mich auch ein. Und auch natürlich für die österreichische Bevölkerung. Und das ist meine Herzensangelegenheit, wie zum Beispiel Steabanking oder dass ich mich fürs Bargeld einsetze oder auch für die Kinderrechte momentan. Also das Kinderschutzpaket ist auch eine Herzensangelegenheit für mich. Leider wird halt immer alles vertagt oder abgelehnt.

SPEAKER_01

Und wenn wir auf deinen Zivilberuf der Polizistin noch kurz zurückgehen, du hast es doch schon einige Jahre lang gesehen, ist die Situation für Polizeibeamte in Österreich derzeit besonders schwierig oder schwieriger als noch vor 10, 15 Jahren?

SPEAKER_00

Ja, es ist kontinuierlich schwieriger geworden. Mit dem Dienstzeitsystem, es hat immer geheißen, ja, es werden Überstunden gestrichen, jetzt ist es wirklich so, dass die Überstunden gestrichen werden. Die neue Regelung mit dem Dienstzeitmanagement ist respektlos gegenüber meinen Kollegen. Sie verdienen dann weniger Geld, weil wir erleben ja von den Zulagen und von den Überstunden. Und jetzt wollen sie auch in die Schwerarbeiteregelung eingreifen. Sie haben uns auch schon das Beamtentum weggenommen. Die Arbeit wird immer mehr und das Geld wird immer weniger.

SPEAKER_01

Willkommen zurück bei Musik und Politik. Noch immer bei uns zu Gast ist die FPÖ-Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für Menschenrechte, Elisabeth Heiss. Du hast vorhin erwähnt, dass die Musik wieder wichtiger geworden ist, seit es Austria First gibt. Wie kann man sich einen Tag bei dir so vorstellen? Wo hat die Musik in deinem Tagesablauf Platz?

SPEAKER_00

Ja, wenn ich nach Wien unterwegs bin, höre ich Austria First. Wenn ich in der Früh aufstehe und meinen Kaffee trinke, höre ich Austria First und dann geht's los in den Nationalrat. Und das ist auch recht praktisch, weil wenn es dann gewisse Themen gibt. Was wir halt dann auch im Nationalrat besprechen, ist das immer recht witzig, wenn ich dann vorher höre, dass diese Themen dann kommen, wo wir heute das dann bearbeiten und abstimmen.

SPEAKER_01

Hast du irgendwelche Lieblingslieder bei uns im Programm oder generell Lieblingskünstler?

SPEAKER_00

Ja, unterschiedlich. Also ich höre gerne alte Lieder, Aldies und auch moderne Musik. Ganz früher waren es zum Beispiel die Beatles, wie ich dann in das Alter des Disco-Gens gekommen bin, ist es dann natürlich ein bisschen moderner geworden. Und mein Repertoire reicht von klassischer Musik bis diese Filmmusik von Peter Alexander und Vivian Bach und bis Black Eyed Peas, Pitbull, ein bisschen Techno teilweise und Rock'n'Roll, alles durch die Bank.

SPEAKER_01

Also ein sehr bunter Musikgeschmack, wie war deine Kindheit? Bist du da mit irgendeiner Musikrichtung groß geworden? Hast du vielleicht selber musikalische Versuche unternommen, ein Instrument gelernt oder in einem Chor gesungen?

SPEAKER_00

Ich bin mit klassischer Musik aufgewachsen, weil ich Ballettunterricht gehabt habe, ziemlich lange sogar, also sieben Jahre lang. Ich habe selbst Gitarrenunterricht bekommen. Ich war nicht einmal schlecht. Der Lehrer wollte sogar, dass ich an Auftritten teilnehme, aber bei mir war das Problem, sobald ich etwas gut konnte, habe ich dann das Interesse verloren. Genauso wie beim Ballett, das habe ich dann auch das Interesse verloren. Und ich bin auch Reiten gegangen und Tennis habe ich gespielt. Und überall, wenn ich dann mein Pensum erreicht habe, wo es geheißen hat, ja, das bist du sehr gut, magst du nicht weitermachen, dann war es für mich nicht mehr interessant.

SPEAKER_01

Und bei der Gitarre, wie wenn du sagst, du warst da gut, was hast du, hast du eher klassische Stücke gespielt oder mehr in die poppige Richtung?

SPEAKER_00

Nein, das war auch eher klassische Musik, beziehungsweise mein Gitarrenlehrer hat uns spanische Lieder beigebracht.

SPEAKER_01

Und heute hast du auch noch Instrumente, die du regelmäßig hernimmst?

SPEAKER_00

Na, momentan überhaupt nicht. Also Musik, ich glaube, ich kann nicht einmal mehr die Noten lesen. Also wenn mir jemand jetzt die Gitarre in die Hand drückt, ich könnte kein einziges Lied mehr spielen. Das ist aus meinem Gedächtnis gelöscht.

SPEAKER_01

Wir haben vorher schon gesprochen, dass du einen sehr vielseitigen Musikgeschmack hast. Wenn du zurückdenkst jetzt an deine Schulzeit, was waren da so die angesagten Bands, denen vielleicht die Mädels immer sehr nachgeeifert haben oder wo sie die Künstler sehr angehimmelt haben, gibt es da Erinnerungen?

SPEAKER_00

Ich habe einen Freundeskreis gehabt, der ebenfalls auf die Beatles gestanden ist und wir waren so begeistert, dass wir sogar eine eigene Band gründen wollten. Ich wollte ursprünglich Schlagzeug lernen, das haben meine Eltern dann aufgrund der Lärmquelle dann nicht erlaubt. Und dann haben sie halt die Gitarre, also jetzt keine E-Gitarre, sondern eine normale Konzertgitarre. Ja, da ist halt nichts daraus worden mit der Band.

SPEAKER_01

Aber nichtsdestotrotz hast du dich nicht entmutigen lassen und hast dann deinen Frust in den Diskotheken abgetanzt, wenn man so will.

SPEAKER_00

Ja, richtig. Also bin gern in die Diskothek gegangen tanzen und ich gehe auch heute noch gerne in die Diskothek. Und hin und wieder sieht man mich vielleicht auf der Tanzfläche.

SPEAKER_01

Abschließende Frage noch: Gibt es einen Künstler oder vielleicht auch ein Konzert, bei dem du warst, wo du sagst, das wäre ich bis an mein Lebensende nicht vergessen, das war so imposant und so großartig?

SPEAKER_00

Ich war auf zwei Konzerten, das war einmal Roby Williams und einmal die Shakira.

SPEAKER_01

Wer war besser?

SPEAKER_00

Beide waren sehr gut und jeder auf seine Art und Weise. Es war jetzt sehr diplomatisch geantwortet.

SPEAKER_01

Fast schon eine Politikerantwort, könnte man sagen.

SPEAKER_00

Nein, also ich schätze den Roby Williams sehr, aber die Shakira hat halt doch mehr Feuer im Blut.

SPEAKER_01

Liebe Elisabeth, vielen Dank für dieses interessante Gespräch, für dieses lustige Gespräch. Danke, dass du heute Gast warst bei Musik und Politik. Ich sage herzlichen Dank. Musik und Politik. Der musikalische Politik-Talk auf Austriaföld mit Volker Höfall.