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Sebastian Schwaighofer: Der „Jungspund“ im Nationalrat und Linksextremismus-Spezialist - Musik und Politik

Austria First - Das Patriotenradio

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In dieser Folge von AUSTRIA FIRST Musik und Politik ist mit Sebastian Schweighofer einer zu Gast, der für eine neue, junge und entschlossene freiheitliche Stimme im Nationalrat steht. Mit seinen 26 Jahren ist er der jüngste Abgeordnete im Nationalrat. Als gelernter Koch ist er hitzeerprobt und so nimmt er sich in seiner politischen Arbeit den Linksextremismus in Österreich vor. Der Pinzgauer gibt persönliche Einblicke in seinen Weg vom Familienbetrieb in Saalbach-Hinterglemm bis ins Hohe Haus.

Spannend wird es, wenn es um die Verbindung von Musik und Politik geht: Sebastian Schweighofer spricht über Stimmung, Motivation und Konzentration – von Hardstyle-Remixes auf dem Weg zu Parteiveranstaltungen bis zu klassischen Klavierstücken in stillen Arbeitsphasen.

Natürlich geht es auch um ernste Inhalte: Sebastian Schwaighofer erklärt, warum wir den Kampf gegen Linksextremismus endlich konsequent führen müssen, weshalb Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit für alle gelten müssen und warum Authentizität wichtiger ist als Anpassung an den Mainstream.

Musik und Politik mit Volker Höferl hört ihr bei AUSTRIA FIRST immer neu am Mittwoch von 11 bis 12 Uhr - direkt auf https://austriafirst.at/ oder über unsere AUSTRIA FIRST App:
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#austriafirst #radio #musik #politik #linksextremismus

SPEAKER_00

Ihr hört aus Travers Musik und Politik heute mit einem Gast aus dem Bundesland Salzburg, aus dem Pinzgau, um genau zu sein, Conda. Es ist der FPÖ-Linksextremismus-Sprecher Sebastian Schweighofer. Schön, dass du da bist.

SPEAKER_01

Ja, schön, dass ich da sein darf und mit dir über Musik sprechen kann.

SPEAKER_00

Ja, nicht nur über Musik, auch über Politik. Aber zuerst die beiden Einstiegsfragen, die beiden Fragen, die dich einmal ein bisschen einordnen im musikalischen Kontext. Welche Gemeinsamkeiten siehst du zwischen Musik und Politik?

SPEAKER_01

Ich glaube, bei der Musik ist es im Prinzip wie in der Politik, dass ganz viele Dinge einfach oft stimmungsabhängig sind und Politik kann, wie man es, wenn man es wie die Verliererampel macht, ja zum Beispiel eher niederschlagend sein und deprimierend sein. Politik kann aber auch, wie unser Bundespartei Bonerwerk Kickel zeigt, aufrichtend sein und positiv sein und glücklich machen. Und ich glaube, da gibt es immer große Gemeinsamkeiten, die zwischen Politik und Musik existieren.

SPEAKER_00

Und wie sieht es bei dir persönlich aus mit der Musik? Wie wichtig ist sie in deinem Leben auf einer Skala von 1 bis 10? Eins ist der niedrigste, zehn, der höchste Wert?

SPEAKER_01

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich persönlich gar nicht so viel Musik höre, beziehungsweise Musik bei mir einfach wirklich was Stimmungsabhängiges ist. Also ich höre gern Nachrichtensendungen oder irgendwelche Podcasts und so weiter und fühle damit einen großen Teil meiner Hörzeit aus. Aber Musik ist vor allem in der Vorbereitung auf Dinge, wenn man wirklich einmal in die Konzentration gehen muss oder wenn man auch versucht, wirklich eine gute Stimmung in den Tag hineinzubringen, ein wirklich zentrales Element. Und da habe ich eine eigene Playlist, mit der ich dann im Auto sitze, auf Parteiveranstaltungen und so weiter, um mich auch wirklich in eine gute, in eine positive, in eine fast euphorische Stimmung zu bringen. Und da spielt dann Musik eine ganz, ganz große Rolle.

SPEAKER_00

Ja, diese Playlist werden wir uns natürlich anschauen, aber wir schauen uns auch an, was politisch so los ist beim Linksextremismussprecher. Sebastian Schweighofer, FPÖ-Nationalratsabgeordneter Sebastian Schweighofer, auch Linksextremismussprecher. Nimm uns vielleicht einmal ganz kurz mit, wie bist du in die Politik gekommen generell?

SPEAKER_01

Nein, war immer ein freiheitlich gesinnter Mensch und immer sozusagen in dem politisch rechten Lager zuzuordnen und habe mich dann einfach bewusst dazu entschieden, dass ich auch ganz konkret politisch mitgestalten möchte und politisch mitarbeiten möchte und bin dann in die Partei eingestiegen, habe dann das Glück gehabt, relativ früh dort beruflich tätig werden zu dürfen, als Organisationsreferent beginnen in Salzburg, habe mich dann im Zuge der Landtagswahl, wo wir in Regierungsverantwortung gegangen sind, weiterentwickeln dürfen zum Landesparteisekretär und habe dann eben den Schritt gemacht in den Nationalrat, um wirklich auch dort, wo sozusagen mein Herzblut drinnen steckt, dem bei bundespolitischen Themen mit am Tisch sitzen zu dürfen, wenn über diese Dinge diskutiert wird und versuche jetzt natürlich Salbach hinterklemmend in Pinzkau, Salzburg und im Prinzip ganz Österreich bestmöglich zu vertreten.

SPEAKER_00

Und das Ganze ist ja bei dir sehr schnell gegangen, weil man muss ja dazu sagen, du bist noch nicht sehr alt. Du bist zwar nicht der Jüngste im Nationalrat, aber ich glaube, der Jüngste innerhalb des Freiheitlichen Parlamentsclubs, in welcher Zeitspanne ist das vonstatten gegangen und wie alt bist du?

SPEAKER_01

Ich muss dir korrigieren, ich bin tatsächlich der Jüngste im Nationalrat. Ich bin auch der Erste im 2000er Jahr geborene. Ich sage immer Spaß auf dich vertrete sozusagen ein ganzes Jahrtausend im Nationalrat im Hohen Haus. Und es ist natürlich eine große Ehre, wenn man in so jungen Jahren so viel Verantwortung tragen darf für Österreich und mitarbeiten darf. Und ich glaube, es ist aber auch wichtig, dass sozusagen, und das zeigt ja der Freiheitliche Parlamentsklub, die gesamte Spannweite der Bevölkerung dort vertreten ist. Also vom Arbeiter bis zum Akademiker, vom Jungen bis vielleicht jemanden, der jung geblieben ist. Und es ist bei mir halt relativ schnell gegangen, weil ich halt sozusagen früh viele Schritte in der Partei machen habe dürfen und eben auch dann immer wieder fördernde Stellen gehabt, die sich da ein bisschen da um mich auch, die sich auch meiner ein bisschen angenommen haben. Und bin trotzdem, glaube ich, aber schon jetzt im sechsten Jahr meiner Parteimitgliedschaft, also auch früh begonnen.

SPEAKER_00

Und von der Ausbildung her kommst du eigentlich aus der Tourismusschiene, aus der Gastronomie.

SPEAKER_01

Genau, wir haben einen Familienbetrieb in Salbach-Hinterklem, dort habe ich Koch gelernt. Also ich bin sozusagen von früh auf immer im Betrieb ein bisschen mitgelaufen und habe mitgearbeitet und für mich war es ursprünglich dann auch völlig klar, in der Gastronomie zu bleiben. Aber ich war halt gleichzeitig auch heute dankbarerweise immer ein so sehr politischer Mensch, dass es mich ja kaum in der Küche gehalten hat, weil ich das Gefühl habe, mitarbeiten zu müssen, mitkämpfen zu müssen, um eben diesen Staat zu verbessern und für alle seine Bürger besser zu machen. Aber meine Wurzeln liegen eben in der Gastronomie und im Tourismus.

SPEAKER_00

Und jetzt bist du Linksextremismussprecher, eine Position, die es bis zur Wahl 2024 offiziell nicht gegeben hat. Was ist für dich der Reiz an diesem Thema? Und vor allem brauchen wir den wirklich?

SPEAKER_01

Ich denke, dass der Linksextremismus einfach etwas ist, was jetzt einmal aufgearbeitet gehört. Ich möchte nicht, dass sich ein Patriot in Österreich vor mir fürchtet oder vor den Themen des Linksextremismus fürchtet. Ich arbeite in meiner Kommunikation bezüglich des Linksextremismus explizit ja nicht mit Angst. Es sind ein paar verschrobene, gewalttätige, skurrile Figuren, die in diesem linksextremen Milieu existieren. Aber der Freiheitliche in Österreich ist grundsätzlich einmal in der Mehrheit. Wir sind eine viel stärkere Gesinnungsgemeinschaft und wir sind vor allem nicht auf einer Ebene mit diesen linksextremen Chaoten, sondern wir sind eben die Partei des Rechtsstaates, die Partei der Sicherheit. Und jetzt ist es einfach wichtig, dass gerade wenn wir zukünftig mit unserem Volkskanzler Herbert Kickel Verantwortung übernehmen, hier auch diese Strukturen, die viel zu lange geduldet wurden, dann mit rechtsstaatlichen Mitteln einmal beseitigen und es einfach nicht sein kann, dass irgendjemand in diesem Land von Linksextremen angegriffen wird, weil er einfach nur seine Meinung sagt. Wir haben jetzt zum Beispiel den präsenten Fall von Klagenfurt, wo eine Bäckerei ein Brot angeboten hat und das falsch benannt hat und es dann auch Linksextreme gibt, die sich das Recht herausnehmen, diesen Familienbetrieb, diesen Arbeitgeber in der Region die Fassade zu beschmieren und dort tausende Euro Schaden zu hinterlassen. Wir haben es gesehen am Erfurter Parteitag der AfD, wo Journalisten, die einfach nur davon berichtet wurden, gewalttätig angegriffen wurden, am Boden getreten wurden und einfach im Endeffekt nichts dagegen unternommen wird von staatlicher Seite aus, weil man eben diese linksextremen Strömungen viel zu lange unter dem Teppich gehalten hat, viel zu lange geduldet hat. Und da sind wir jetzt wie in so vielen Dingen die Gegenbewegung, dass Sicherheit, Meinungsfreiheit und öffentliche Ordnung eben für alle in Österreich gelten soll und dass es hier keine Ausnahmen gibt, wenn es gegen Patrioten geht.

SPEAKER_00

Also die Antwort auf die Frage, ob es einen Linksextremismussprecher braucht, die fällt eindeutig mit Ja aus. Willkommen zurück bei Musik und Politik heute mit Sebastian Schweighofer aus dem schönen Pinzgau. Sebastian, wenn man so an dem Pinzgau denkt, Zähl am See, ländliche Gegend, müdliche Hitten, Geselligkeit, da ist dann auch die Quetschen oder die Hausmusik nicht weit entfernt. Bist du da zu Hause musikalisch?

SPEAKER_01

Ja, selbstverständlich bin ich da zu Hause, aber wirklich explizit eher als Hörer. Also jeder meiner Versuche in die Musik ein bisschen einzutauchen, ist leider kläglich gescheitert. Also ich habe Saxophon gelernt, oder zumindest den Versuch unternommen, Saxophon zu lernen, habe das zeitgleich mit einem Schulfreund begonnen. Der hat dann irgendwann die tollsten Stücke gespielt, während ich immer noch bei Smoke on the Water festgehangen bin. Und dann wird das einmal sozusagen ad acta gelegt. Und danach gebe ich auch gerne zu, bin ich einmal so ein Core entfernt worden, weil man mir dort nahegelegt wurde, vielleicht gehst du Fußball spielen oder so, etwas in die Richtung ein Hobby. Also Musik als Konsument wahnsinnig gern. Als praktizierender Musiker gibt es wie mit unserem Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz wahrscheinlich einfach talentiertere Menschen als mich. Aber man muss halt nutzen im Leben nutzen, was man kann und lieber lassen, wenn es gezeigt wird, dass man es lassen soll.

SPEAKER_00

Aber was bei dir das mangelnde Interesse oder der mangelnde Fleisch, dass am Schluss nichts herausgekommen ist?

SPEAKER_01

Naja, selbstkritisch muss man sagen, irgendwann hat man dann auch im Leben andere Interessen wie Neues zu lernen und danach geht es wieder auch wieder besser mit dem Neuenlernen. Heute wäre ich sehr interessiert, wirklich einmal aktiv ein Instrument zu lernen und werde mich vielleicht dem auch irgendwann noch einmal widmen, wenn es die Zeit zulässt. Aber für den Moment war es wahrscheinlich wirklich das mangelnde Talent und nicht der mangelnde Wille.

SPEAKER_00

Trotzdem Musik bei dir natürlich auch einen gewissen Stellenwert, den sie einnimmt. Wie schaut so ein normaler Tag bei dir aus? Wo hat die Musik da Platz? Oder gibt es Musik nur zu speziellen Anlässen?

SPEAKER_01

Also für mich ist das, was in der Früh als erstes läuft, tatsächlich erst einmal ausspielen first, weil das ist halt so ein angenehmes In den Tag starten, da hat man gleich einmal die besten Nachrichten und auch natürlich gute Musik. Und damit ist im Prinzip das Erste, was in der Früh losgeht, einmal Musik. Und das setzt dann ja auch den Ton für den ganzen Tag und strukturiert sozusagen den Tag. Und da ist Musik wirklich ganz wichtig, wie ich auch vorher schon einmal gesagt habe. Musik gehört einfach dazu, wenn man eine gewisse Stimmung haben will, wenn man reinkommen will. Jeder kennt es, wenn man in einen Raum kommt, wo Musik läuft, wo gute Musik gespielt wird, dann ist die Stimmung eine ganz andere, wie wenn dort einfach nur stiller ist und sich die Menschen gegenseitig ins Gesicht schweigen.

SPEAKER_00

Und du hast vorher auch angesprochen, dass du es auch nützt, um dich mitunter zu pushen, auf der einen Seite, andererseits aber auch, um die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Was kommt da bei dir so in der Playlist dann vor zu den jeweiligen Anlässen?

SPEAKER_01

Ja, das ist tatsächlich gerade etwas, wo Leute, die mit mir im Auto sitzen, dann oft durchaus einiges aushalten müssen. Also das beginnt immer bei so leichten Hardstyle-Remixes im Beginn der Autofahrt, dann ist dann je näher wir dann sozusagen dem Höhepunkt kommen, geht es dann in Richtung von die Antwort oder wirklich dann Sachen, die auch auf Festivals gespielt wird. Also alles, was so Remixes betrifft, was sehr schnelle Musik, harte Musik betrifft, da fühle ich mich dann eigentlich meistens am wohlsten.

SPEAKER_00

Und auf der anderen Seite, wenn es um das Konzentrieren geht, dann nehme ich an, ist der Hard Remix, der Hardstyle-Remix, nicht so angebracht, sondern anderes dann.

SPEAKER_01

Ja, dann geht es gerne in Richtung irgendwelche klassischen Klavier-Playlists und so weiter, wo halt wirklich einfach, man auch einmal ein bisschen dazu mitdenken kann, wo man ein bisschen einfach, also vielleicht auch ein bisschen melancholische Gefühle zulassen kann. Das sind dann die Lieder der Wahl.

SPEAKER_00

Musik und Politik heute mit Sebastian Schweighofer, dem Salzburger FPÖ-Nationalratsabgeordneten. Wir haben schon über einige musikalische Themen gesprochen. Gibt es bei dir eine große Bandbreite, wie wir vorher gehört haben, aber gibt es bei dir auch Lieblingskünstler, wo du sagst, die sind für mich in einer eigenen Liga, da geht nichts drüber?

SPEAKER_01

Lieblingskünstler tue ich mich fast ein bisschen schwer, weil mein Musikgeschmack ja dann doch wirklich so divers ist und eigentlich einmal alles beinhaltet. Aber wenn ich jetzt sozusagen jemanden herausheben müsste, dann wäre es jetzt wirklich wahrscheinlich ein total untypischer Künstler, jetzt so aus unserer heutigen Perspektive heraus vielleicht gar nicht so. Aber dann würde ich mich für Hans Söllner entscheiden, den ich eben als Berchtesgartner Lieder mache, der halt dann viele Themen bearbeitet, die man halt als Mensch, der sozusagen in die Berg wohnt, kennt. Der wahnsinnig satirisch war, der immer gegen die Obrigkeit rebelliert hat, der immer bis heute jetzt zum Beispiel diesen ganzen Wokwahnsinn ablehnt, eben ein Stachel im Nerv des Systems war, durchaus jemand, den ich sehr schätze und den ich als Lieblingskünstler bezeichnen könnte.

SPEAKER_00

Der in seiner ganz großen Zeit aber natürlich jetzt sage ich mal weit weg war von einem nationalen Spektrum, sondern doch eher als linker Künstler irgendwie punziert war. Interessante Kombination, auch gerade für dich als Linksextremismussprecher. Macht trotzdem nichts, oder? Weil Musik eben drüber steht. Ja, Musik kann verbinden.

SPEAKER_01

Natürlich muss man festhalten, Hans Söllner war immer das Gegenteil von dem, was sozusagen der Mainstream von ihm erwartet hat. Also im konservativen Bayern der 80er Jahre war er der linke Paradiesvogel. Heute sitzt er auf der Bühne und macht sie über einen Karl Lauterbach lustig, macht Witze, die man heute wahrscheinlich als nicht mehr politisch korrekt sehen würde und hat sich zum Beispiel auch gegen die Corona-Maßnahmen ganz explizit ausgesprochen. And ich kann besser mit jemandem laden, der vielleicht a ganz andere Meinung hat than ich, but der zumindest nicht von opportunity abhängig macht. Also der Hans Zöllner had to yesterday seines besser gelebt, wenn er sich einfach mit dem Mainstream gemeint gemacht had, had this bewusst or unbewusst nie gemacht. And then finde ich, guilt Meinungsfreiheit, dann soll jeder verschieden denken dürfen, aber immer dabei authentisch bleiben.

SPEAKER_00

Wie siehst du es sonst in der Musik? Es gibt viele Künstler, die auch, obwohl wir es eh nicht vorgehabt hätten, bei Australia First gleich angerufen und gesagt haben, na mich braucht es bitte gar nicht spielen. Wie siehst du da diesen Aktivismus, den manche Künstler hier an den Tag legen?

SPEAKER_01

Ja, es ist, wie du sagst, ums reine Aktivismus. Also es geht da schlicht und ergreifend einfach nur darum, das eigene gute Benehmen zu signalisieren, egal wie man denkt. Und ich finde das so schade, dass sich Künstler dann erheben wollen und den Versuchunternehmen die Mainstream möglichst gut gefallen und gar nicht den eigenen Fans. Also wie viele Bands gibt es, die einfach eine Fankultur haben, die ja wahrscheinlich am ehesten noch unserem politischen Spektrum zuzuordnen ist, aber sich dann bei jeder Gelegenheit gegen die FPÖ sprechen oder gibt es ja ganz kurrile Fälle wie einen Herbert Grünemeyer, wo man ja den Künstler und die Musik wirklich komplett trennen muss, weil was er musikalisch geschaffen hat, ist ja nicht schlecht zu reden. Aber was er als Mensch heute für eine traurige, seltsame Figur abgibt, steht ja auf einem ganz anderen Papier. Also wenn jemand wieder Herbert Grünemeyer in einem Londoner Vorort wohnt, der mit Millionen auf der Bank and then in der Wiener Stadthalle den Fans erklären will, was sie zu wählen haben, dann hat man ja jeden Bezug zur Realität verloren und hat ja wirklich einen Gottkomplex entwickelt, bei dem man sich selbst für eine Art moralische Instanz hält, die einfach die Karriere als Musiker aber nicht hergibt.

SPEAKER_00

Interessante Einblicke. Ich bedanke mich sehr herzlich bei unserem heutigen Gast. Das war Sebastian Schweighofer, FPÖ-Nationalratsabgeordneter und Linksextremismussprecher. War spannend mit dir zu diskutieren, auch über die politischen Einblicke im Bereich der Musik. Und ich bedanke mich sehr herzlich, dass du dir die Zeit genommen hast.

SPEAKER_01

Ja, vielen lieben Dank, dass ich da sein habe dürfen und ich wünsche noch einen schönen Tag. Musik und Politik.

SPEAKER_00

Der musikalische Politik Talk auf Austria First mit Volker Höfall.