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Katayun Pracher-Hilander: Die Psychologin als Quereinsteigerin in die Politik - Musik und Politik
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Katayun Pracher-Hilander ist eine politische Quereinsteigerin. Sie hat sich zur Corona-Zeit mit Herbert Kickl und der FPÖ solidarisiert und sich fortan für die Freiheitlichen engagiert. Seit 2024 ist sie Abgeordnete zum Nationalrat. Politisch kümmert sie sich bis heute um die Aufarbeitung der falschen Corona-Maßnahmen der Regierung.
Die Musik hat Pracher-Hilander in Wellenform erfasst. Immer wieder gab es Phasen, in denen sie viel Musik gehört hat. Derzeit schätzt sie ruhige Momente ganz ohne Musik. Bei einer Band ist sie aber immer am Start: Jamiroquai!
Für diese Sendung hat sich die FPÖ-Abgeordnete aber ein anderes Lied gewünscht. Du kannst bis 26. Juni, 8 Uhr, raten, welches es war. Drei Songs stehen zur Auswahl:
A BLONDIE - Maria
B NENA - 99 Luftballons
C DAVID BOWIE - Let's Dance
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Musik und Politik mit Volker Höferl läuft bei AUSTRIA FIRST jeden Donnerstag von 19 bis 20 Uhr - direkt über die Webseite https://austriafirst.at/ oder in der AUSTRIA FIRST App:
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Musik und Politik. Der musikalische Politik Talk auf Austria Föld mit Volker Höfall.
SPEAKER_01Ihr hört Musik und Politik heute mit einer jungen Dame, die mein Gast ist. Und es ist, ich habe nachgesehen, erst die vierte Dame, die bei Musik und Politik zu Gast war. Dagmar Belakovic hatte ich bereits hier im Studio, Lisa Schuch-Gubig und Ricarda Berger. Und heute freue ich mich besonders, dass ich Katajun Pracher Hilander bei uns begrüßen darf. Einen schönen guten Abend.
SPEAKER_02Ja, hallo und guten Abend, die Freude ist ganz meinerseits.
SPEAKER_01Ja, liebe Kathi, wie alle meine Gäste bekommst auch du unsere beiden Einstiegsfragen, nämlich die erste ist, siehst du eine Verbindung zwischen der Musik und der Politik? Oder sagst du, das sind zwei komplett verschiedene Paar Schuhe?
SPEAKER_02Naja, wenn man eine sehen möchte, kann man eine sehen und ableiten. Also zum Beispiel Musik macht Stimmung, primt das Hirn in eine bestimmte Richtung, da kommt wieder die Psychologie mit mir durch, versetzt uns in eine bestimmte Gemütslage und von daher kann das die Politik auch. Also ja, irgendwo gibt es einen gar nichts.
SPEAKER_01Und wenn du an dich persönlich denkst, welchen Stellenwert nimmt es die Musik in deinem Leben ein? Eins wär jetzt ist unwichtig und zehn das Wichtigste im Leben.
SPEAKER_02Eher bei drei oder vier. Sagen wir so, es gab Jahre, da habe ich extrem viel Musik gehört, wirklich sehr, sehr viel. David Boehm, das ganze Repertoire. In den letzten Jahren sehr, sehr wenig. Sehr, sehr wenig und auch beim Autofahren eigentlich gar nicht, bis marginal, weil ich da die Ruhe genieße. Also es hat sich etwas geändert. Aber wenn ich ein gutes Lied höre, dann drehe ich voll auf.
SPEAKER_01Kata-Jun Bracher-Hillander ist heute Gast bei Musik und Politik. Sie sitzt seit dem Herbst 2024 für die FPÖ im Nationalrat. Liebe Kathi, wie bist du hierher gekommen? Warum hat es dich, man kann sagen, irgendwie als Spätentschlossene in die Politik letztlich verschlagen?
SPEAKER_02Mein Werdegang zur Politik ist sicher out of the box. Also ich habe nicht die klassische politische Karriere hingelegt, sondern ich bin eigentlich studierte Psychologin, Wirtschafts- und Sozialpsychologin und habe eben mit Anfang der Pandemie gemerkt, dass Herbert Kickel einige Dinge gesagt hat oder Dinge gesagt hat, die ich als Psychologin komplett unterstützt habe, wo ich mich wiedergefunden habe und das war dann auch so quasi mein Werdegang, mein aktiver Werdegang zur FPÖ. Es gab hier natürlich erste Annäherungen mit der Partei und aus dem ist das dann gewachsen. Ja, und dann kam die Berufung zur Abgeordneten, über die freue ich mich natürlich extrem.
SPEAKER_01Du hast das angesprochen, die ersten Anknüpfungspunkte gab es während der Corona-Zeit. Du warst ja auch eine derjenigen, die jetzt nicht zu Hause gesessen sind und gesagt haben, naja, ist halt so, wird schon irgendwie wieder vorbeigehen, sondern du hast dich auch aktiv eingebracht in diese ganze Widerstandsbewegung. Wenn du jetzt im Jahr 2026 an diese Zeit zurückdenkst, was löst das bei dir aus?
SPEAKER_02Ein ungutes Gefühl nach wie vor. Also ich muss sagen, es hat sehr, sehr große Spuren bei mir hinterlassen. Es war sehr beängstigend. Gerade für mich als eine Person, die so quasi vom Berufswegen her weiß, wie Spaltung funktioniert, wie Manipulation funktioniert, wie soziale Einflussnahme funktioniert und das Ganze so quasi live miterlebt zu haben, war schon sehr, sehr beängstigend. Da habe ich gesehen, wie fundiert eigentlich die Psychologie ist, weil es war alles wie Bilderbuchmäßig, was da abgelaufen ist. Und ich bin wirklich sehr dankbar gewesen, dass Herbert Gigli auf die Straße gegangen ist und dagegen gehalten hat. Ich war auch auf der Straße, ich war bei jeder Demo and habe natürlich auch versucht, als Psychologin hier dagegen zu halten bei Auftritten, bei YouTube-Videos etc., um hier zumindest irgendwo Sand ins Getriebe werfen zu können, um diesen politischen No-Go zu stoppen.
SPEAKER_01Hat das auf deinen eigentlichen Zivilberuf, der Psychologin, Auswirkungen gehabt, deine Herangehensweise auch in der Öffentlichkeit, in der Corona-Thematik?
SPEAKER_02Sagen wir so, ich hatte das Glück und das Privileg, dass ich an einigen Privatuniversitäten Lehraufträge hatte. Die sind dann alle nicht verlängert worden, als offensichtlich in den Universitäten bekannt wurde, dass ich einige Dinge gesagt habe, die politisch nicht gewollt waren und nicht sein durften. Daraufhin wurden meine Verträge dort auch nicht verlängert. Natürlich wurde mir das nie direkt gesagt, sondern es wurden immer irgendwelche Gründe gefunden. So gesehen hat das natürlich Einfluss gehabt auf meinen beruflichen Werdegang. Ich muss aber auch dazu sagen, ich hätte auch das nicht weiter gemacht, als ich mitbekommen habe, wie links gedrillt und wie politisch manipulativ hier einige auf universitärem Niveau vorgegangen sind. Also ich hätte mich da sowieso rausgenommen. Von daher war es voll okay.
SPEAKER_01Jetzt bist du seit dem Herbst 2024 Abgeordnete zum Nationalrat. Welche Schwerpunkte hast du in deiner Arbeit? Und wie gefällt es dir?
SPEAKER_02Also es gefällt mir ungeheuer gut. Jeder, der mich kennt, hat von mir schon den Satz gehört, dass ich überglücklich bin, weil ich mich hier jetzt natürlich mit meinem Hintergrund einbringen kann. Ich schreibe sehr, sehr gerne Anfragen, wie man schon vielleicht etwas mitbekommen hat, bin ich da relativ aktiv, um einfach Dinge zu erfragen, die mich auch aus der Corona-Zeit noch bewegen oder auch so quasi weiterführend für relevant halte, um mir einen Überblick zu verschaffen. Das heißt, this is very impressive, haupts momentan, aber das wird natürlich je nach Themenschwerpunkt auch nochmal zu anderen Bereichen switchen. Persönlich sitze ich im Gesundheitsausschuss, im Gleichbehandlungsausschuss, im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung und für den Bildungsausschuss. Also ich habe ein sehr breites Interessensrepertoire und versuche da meinen Beitrag zu leisten.
SPEAKER_01Willkommen zurück bei Musik und Politik. Katajon Bracher Hilander ist heute unser Gast und nach dem politischen Teil gibt es jetzt den musikalischen Teil. Liebe Kathi, du hast gesagt, Musik hat ungefähr den Stellenwert 3 von 10 bei dir, aber du hast auch gesagt, du hast früher mehr gehört oder du hattest Phasen, wo du mehr gehört hast. Wann hörst du denn jetzt so an einem durchschnittlichen Tag Musik oder gibt es überhaupt Phasen für Musik, die jetzt irgendwie vorgesehen oder eingeplant sind?
SPEAKER_02Nein, ich habe keine fixen Phasen. Also ich höre Musik tatsächlich, seit es Austria First gibt, weil da höre ich regelmäßig rein. Und mir ist mir aufgefallen, dass da sehr oft Lieder gespielt werden, die mir sehr gut gefallen. Das ist eines der positiven Dinge. Ansonsten ist es immer sehr, sehr abhängig davon, ob ich gerade zu Hause ein Festlaufen habe oder sonst irgendwas. Also ich lege mir jetzt nicht, wie es früher noch war, ich habe noch dieses Zeitalter erlebt, wo man sich eine CD reingelegt hat. Ich habe sie alle so quasi in Schachteln verpackt, ganz, ganz tolle Stücke dabei. Aber ansonsten ist es eher so ein Zufallsprinzip.
SPEAKER_01Wie war denn deine Jugend? War die musikalisch irgendwie geprägt, weil jeder ist irgendwann einmal in die Schule gegangen, dann gab es die ersten Partys oder Freunde, die gesagt haben, hey, habt ihr diese Band schon gehört oder jene Band? Wie war das bei dir, wenn du ein paar Jahre zurückdenkst?
SPEAKER_02Na, da hatte ich wahrscheinlich ein bisschen einen anderen Zugang. Ich habe eigentlich musikalisch entdeckt als Kind entdeckt die Klassik. Da war ich häufiger alleine zu Hause, weil meine Eltern berufstätig waren. Ich war das Schlüsselkind, was man heutzutage so nennt. Und wir hatten noch Schallplatten und natürlich nur klassische Schallplatten und die habe ich extrem gerne gehört, voll laut aufgedreht und habe es sehr genossen. Dann war dazwischen viele Jahre, glaube ich, nichts, ich kann mich nicht erinnern. Und ja, dann in den 80ern waren natürlich die besten Hits überhaupt. Da war ich aber eher verhalten, also ich war nicht das Party Girl, eher sehr schüchtern und ruhig. Das heißt, ich habe die 80er-Bewegung eher so am Rande miterlebt und stillgenossen. Ja, und heute ist natürlich die 80er-Musik nach wie vor einer meiner Lieblingsrichtungen.
SPEAKER_01Gibt es dann noch Künstler, wo du sagst, die stehen auch in den 80ern, stechen die noch heraus?
SPEAKER_02Oh, da könnte man eine ganze Liste an Künstlern nennen, die aus den 80ern herausstechen. Später kam es auch noch ein paar. Ich sage zum Beispiel Jamiro Kwai, ja, das sind jetzt keine 80er, keine 80er-Nummer-Band, aber das ist zum Beispiel aktuell oder seit rund 10, 15 Jahren einer der Bands, wo ich sage, die könnte ich Tag und Nacht rauf und runter hören, so quasi Nach 80er.
SPEAKER_01Verständlich. Jam Earl Quest steht auch bei mir hoch im Kurs. Du hast dein Elternhaus angesprochen, bist du irgendwie musikalisch erzogen worden? Hast du jetzt so die klassische Karriere Blockflöte, Querflöte, Gitarre oder Klavier?
SPEAKER_02Nein, leider nicht, leider nicht. Also ich wollte sehr gerne Klavier spielen, hat sich aber nicht ergeben. Ich habe mir dann so vor sechs, sieben, acht Jahren, also wir hatten immer ein, also jetzt in meinem eigenen Zuhause, einen schönen alten Flügel stehen. Und da habe ich angefangen, mir selbst das Klavierspielen beizubringen. Hat auch relativ gut funktioniert mit YouTube-Videos, Notenhefte etc. Ich habe dann irgendwann mal aufgehört, dass das Klavier schon so verstimmt war, dass es mir selbst im UHB getan hat. Und beim Umzug haben wir es nicht mitgenommen. Also mal schauen, ob das noch was wird. Aber ich habe großen Wert darauf gelegt, dass meine Kinder Instrumente lernen. Also die haben alle einige Jahre Klavierunterricht dann hinter sich. Und es macht was mit einem, wenn man zumindest ein wenig reingeschnuppert hat, das erweiterten Horizont.
SPEAKER_01Ihr hört Musik und Politik auf Austria First. Heute unser Gast, die studierte Psychologin und Abgeordnete zum Nationalrat Kata-Jun Pracher Helander. Liebe Kathi, in der Psychologie spielt da Musik eine Rolle, unterschiedliche Musik, oder bildet man sich das vielleicht oft nur ein?
SPEAKER_02Also ich bin jetzt keine klinische Psychologin, ich bin ja nicht eine Therapie, ich bin eine Wirtschafts- und Sozialpsychologin, aber grundsätzlich natürlich. Es gibt auch Forschung im Bereich Musik und Psychologie und selbstverständlich, wir kennen das alles unserem Alltag. Wenn man traurig ist und ein trauriges Lied hört, dann holt man los wie ein Schlosshund. Wenn man gut gelaunt ist und es ist ein relativ fröhliches Lied, dann ist man komplett beflügelt. Umgekehrt kann man auch, wenn man traurig ist, was Lustiges hören, um sich wieder selbst in eine bestimmte Stimmung zu bringen. Also ja, natürlich, Musik hat schon sehr viel Macht.
SPEAKER_01Du hast ja gesagt, deine Musikphasen waren eher früher und heute irgendwie nicht mehr. Glaubst du, dass es noch einmal ein Comeback gibt, wenn du sagst, du hörst jetzt viel aus Travers und hörst viele gute Lieder, dass du die Musik wieder zu einem aktiveren Teil deines Lebens machst?
SPEAKER_02Kann ich mir gut vorstellen. Nur dazu bräuchte ich wahrscheinlich ein bisschen mehr freie Zeit dazwischen. Weil das Freizeit, was ich jetzt habe, da genieße ich die Stille immer sehr. Also ich bin jemand, der die absolute Stille extrem genießt und offensichtlich brauche ich das momentan auch. Von daher freut es mich umso mehr, wenn ich mal da rein höre auf unseren Sender und da kommt gerade eine gute Nummer, da freut es mich doppelt um dreifach und dann genieße ich das auch.
SPEAKER_01Warst du viel auf Konzerten oder gehst du auch heute ab und zu auf Konzerte?
SPEAKER_02Nein, also ich war nie der große Konzertgeher, weil ich dieses Hallen-Feeling überhaupt nicht mag. Eher für mich persönlich eher ein No-Go. Das mag ich gar nicht. Ja, ich war mir natürlich auf Wiesen-Areale, wo eben Jamiro Qui, Jazz to Funk, also sowas, ja, aber das ist schon sehr, sehr lange her. Und es waren auch ganz tolle Erlebnisse. Da ist natürlich runtergeschüttet ohne Ende, aber das hat dazu gehört. Es Auto stecken geblieben, weil sich die Räder im Grad durchgeht. Also das volle Programm und das gehört natürlich dann dazu. Das ist aber schon sehr, sehr lange her. Also für sowas will ich jederzeit wieder zu haben. Auch heute mit meinen doch schon 55, also das macht mir gar nichts. Ansonsten, ja, schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Dazu kann ich jetzt nichts sagen.
SPEAKER_01Und abschließende Frage, wenn du dein Leben als Liedstitel beschreiben müsstest, würde dir einer einfallen oder fällt dir einer ein dazu?
SPEAKER_02Cosmic Girl von Jamiroquet. Ja, das wäre es jetzt wahrscheinlich. Mein Mann würde das wählen, deswegen sage ich das.
SPEAKER_01Und die Nummer werden wir jetzt auch spielen, weil es wirklich eine sensationelle Nummer von Jamiroquet ist. Ich sage einen recht herzlichen Dank für dieses nette Gespräch. Danke für deinen Besuch, Katajum Brachilanda.
SPEAKER_02Danke, danke. Und das war mir wirklich eine große Freude.
SPEAKER_00Musik und Politik. Der musikalische Politik Talk auf Austria First.