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Die Zukunft der Luftfahrt: Wie lange können wir noch auf Urlaub fliegen? - Aktuelle Stunde

Austria First - Das Patriotenradio

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0:00 | 14:09

Die Luftfahrt steckt in der Krise: Drohende Flugausfälle und explodierende Ticketpreise machen die Urlaubsplanung für hunderttausende Österreicher zum Vabanquespiel. Doch nicht alle Probleme sind hausgemacht – die schwarz-grüne Bundesregierung und die EU-Bürokraten in Brüssel heizen die Krise mit neuen Steuern und dem ideologischen "Green Deal" weiter an.

Während die Eliten im Privatjet abheben, wird das Fliegen für die hart arbeitende Bevölkerung zum unbezahlbaren Luxus. Besonders unsere für Wirtschaft und Tourismus so wichtigen Regionalflughäfen werden von der Regierung im Stich gelassen.

Darüber diskutieren wir in der heutigen „Aktuellen Stunde“ auf Austria First mit dem FPÖ-Sprecher für Digitalisierung und Mitglied im Verkehrsausschuss, NAbg. Dipl.-Ing. Gerhard Deimek.

#austriafirst #radio #luftfahrt #urlaub

SPEAKER_01

Die Aktuelle Stunde auf Austria First. Mahlzeit aus dem Austria First Studio wünscht Volker Höfel und ich gehe mit euch heute gemeinsam in die Luft. Wir haben es im Austria First Mittagsjournal gehört. Die Luftfahrt kämpft mit großen Problemen. Es drohen Flugausfälle und vor allem auch höhere Ticketpreise. Nicht alle Probleme sind aber das Ergebnis von internationalen Krisen. Manches ist auch hausgemacht oder besser gesagt oder besser gesagt von der Regierung in Österreich verschuldet. Das besprechen wir in dieser Stunde. Wird sehr informativ. Ich freue mich, wenn ihr dranbleibt. Mahlzeit. Willkommen in der Aktuellen Stunde auf Austria First und wir heben jetzt ab. Die Zukunft der Luftfahrt. Wie lange können wir noch auf Urlaub fliegen? Vielen Dank für deinen Besuch.

SPEAKER_02

Danke auch für die Einladung. Gerne.

SPEAKER_01

Ja, ich würde sagen, Gerhard, gehen wir es gleich an. Österreich hat ja mit Innsbruck, Klagenfurt, Graz, Linz und Wien insgesamt fünf Flughäfen. Welche Bedeutung hat denn generell die Luftfahrt und vielleicht auch die Luftfahrtindustrie für unser kleines Land Österreich?

SPEAKER_02

Die Luftfahrt und vor allem auch die Luftfahrtindustrie sind ein essentieller Punkt der Wirtschaft. Es ist ein sehr, sehr wichtiger Standortfaktor. Und du hast die Regionalflughäfen angesprochen. Das sind die Faktoren, wo die Industrie, wo die Wirtschaft aus den Bundesländern rasch Anschluss an die großen Hubs bekommt. Und das ist das, was wirklich interessant ist, weil keiner möchte von Innsbruck nach Wien mit dem Zug fahren. Das ist einfach zu lang, zu unwirtschaftlich. Wir brauchen da schnelle Verbindungen. Das ist das wirklich Wichtige. Und die Luftfahrtindustrie als solches ist natürlich auch über ihre Wertschöpfung usw. für Österreich sehr interessant.

SPEAKER_01

Der Flughafung Wien war angesprochen, der hat ja im Vorjahr, was die Passagierzahlen betrifft, einen Rekord gelandet. Ich glaube, über 32 Millionen Passagiere wurden dort befördert. Heißt das, es ist alles Eitle Wonne in der Luftfahrt oder haben wir doch irgendwo Probleme, wo die Politik schnell handeln muss?

SPEAKER_02

Ja, der Punkt ist, das war ein kurzfristiges Hoch. Wir haben heuer Verwerfungen, Kerosinpreise und ähnliches, da wird es wieder zurückgehen. Aber grundsätzlich sieht man, dass die Luftfahrtindustrie positive Prognosen hat, dass die Passagierzahlen weiter steigen werden. Das hat man ja vor allem auch direkt nach Corona gesehen. Wir haben das Hoch, das wir davor haben, durchaus erreicht. Es wird auch noch weitergehen. Nicht heuer, nicht nächstes Jahr, aber in den Jahren darauf voraussichtlich. Und die Punkte, die trotzdem zu beachten sind, sind beispielsweise die Fluggastabgabe oder Flugsteuer, wie wir sagen. Neben der Fluggastabgabe ist das auch der Erhalt der Regionalflughäfen. Also man kann von Seiten der Politik durchaus noch etwas dazu beitragen.

SPEAKER_01

Stichwort Regionalflughäfen noch. In der letzten Woche waren auch zwei freiheitliche Anträge im Verkehrsausschuss, die sich speziell, glaube ich, mit den Flughäfen in Linz und in Innsbruck beschäftigt haben. Was war da gefordert von freidlicher Seite und wie ist die Sache ausgegangen?

SPEAKER_02

Der Inhalt der Anträge war eine Absicherung dieser beiden Flughäfen. Und das ist von der Bundesregierung abgelehnt worden oder von den Parteien im Nationalrat im Ausschuss abgelehnt worden. Und alternativ ist dann ein Regierungsantrag gekommen mit Evaluierung und zusätzlichen Maßnahmen, über die man durchaus diskutieren kann. Aber grundsätzlich hätte ein einfaches Mitgehen bei unseren Anträgen hätte an und für sich gereicht. Man kann trotzdem noch immer ihr evaluieren. Das haben die Regierungsparteien leider versäumt. Es tut mir leid, um die zwei Flughäfen. Der nächste Punkt wird dann auch Graz sein, dort steht Ähnliches an. Und wir hätten uns von der Bundesregierung doch erwartet, dass sie fester hinter unseren Regionalflughäfen steht.

SPEAKER_01

Ja, vielen Dank fürs Erste. Gerhard, wir plaudern gleich weiter über die Luftfahrt und ihre Zukunft, sowohl international, aber natürlich auch hier in Österreich.

SPEAKER_00

Die Aktuelle Stunde auf Austria First.

SPEAKER_01

Ihr hört Austria First. Wir sprechen weiter mit dem FPÖ-Nationalratsabgeordneten Gerhard Deimek über die Luftfahrt. Es ist ja so, dass auch Medien immer öfter berichten, wie schädlich das Fliegen sein soll, wie belastend für die Umwelt. Und die EU hat der Branche auch wirklich sehr, sehr strenge Vorgaben für die Zukunft gemacht. Ist das auf lange Sicht das Ende der zivilen Luftfahrt? Gibt es den Sommerurlaub künftig nur noch mit dem Auto oder im Idealfall natürlich aus Sicht der U mit dem Zug?

SPEAKER_02

Ja, das ist das ganze Thema Green Deal, das in der EU noch immer gekocht wird, obwohl man mittlerweile weiß, dass es erstens sinnlos, kontraproduktiv, schädlich für Wirtschaft, Volkswirtschaft und die Menschen ist. Aber irgendwelche Ideologen glauben in Brüssel noch immer damit irgendwelche Wähler gewinnen zu können. Das sehen wir als grundsätzlich falsch. Gerade die Flugindustrie hat viele Maßnahmen unternommen, um wirklich auch CO2-Reduktion machen zu können. Und zwar effektiv, wirklich gut. Das darf man nicht irgendwie verleugnen. Das kann man ruhig hervorstreichen, weil natürlich auch österreichische Betriebe daran beteiligt waren. Und in Summe hat man manchmal den Eindruck, so wie es du sagst, es sollen dann nur mehr ein paar private Leadjets in der Gegend umherfahren. Und der normale Staatsbürger wird vom Flugverkehr komplett ausgeschlossen. Was ich mir sehr kritisch vorstelle, ist das Thema Dienstreisen, die ja den Großteil noch immer bei den Flugreisen, vor allem bei den interkontinentalen Flugreisen macht. Und wie man da mit Themen wie Eisenbahn oder sonst was reingehen möchte, das ist ja seine nur mehr Hirngespenste. Ein bisschen Realismus wäre da in Brüssel gefragt.

SPEAKER_01

Welche Figur macht bei dem Ganzen unsere Bundesregierung? Wir kennen sie ja, dass sie in Brüssel eher Dinge in erster Linie abnickt, die aus Brüssel kommen. Ist sie da ein Verbündeter unserer Airlines? Also unserer, es gibt ja jetzt keine österreichische Airline mehr, die Ostscher nicht schon seit Jahren im Besitz der deutschen Lufthansa. Aber steht sie da eher an der Seite der Airlines oder lässt sie die Branche im Stich unserer Regierung?

SPEAKER_02

Wenn man historisch vorgeht, zu Zeiten der Krise, wo die Aura dann von der Bundesregierung unterstützt wurde, and wo man vergessen hat, da wirklich Konditionen auch damit zu verbinden. Wenn man dieses historische Geschehen weiterzieht und weiterspendt, dann kann man davon ausgehen, dass die Luftfahrtindustrie nicht unterstützt wird. Jetzt haben wir vom zuständigen Bundesminister gehört, dass er da aktiv tätig sein möchte. Wir nehmen das gerne zur Kenntnis. Wir werden es am Ende des Tages sehen, ob das auch so gehalten hat, UBO auch wirklich Maßnahmen setzt, UBO gemeinsam mit seiner Partei, mit der SPÖ auch etwas dahingehend macht. Wir werden das sehr hart und sehr streng kontrollieren. Ich glaube nicht, dass ich übertreibe, wenn ich sage, der Schaden ist unermesslich, den sie angerichtet hat. Weil die einzelnen Maßnahmen gar nicht so schnell revidiert werden können. Diese Aussage, man kommt mit dem Zug viel schneller und viel besser nach Wien zum Habterauer. Das ist ja eher provokant als wie realistisch. Denn man darf ja nicht nur vergessen, dass es um die reine Fahrzeit geht. Es geht auch um die Anbindung von Gepäck. Es geht um das Durchchecken von Gepäck. Es geht darum, dass man dann schon praktisch in einem Flug ist, wenn man eine Flugnummer hat. Also allein das hat vielfachen Schaden angerichtet. Dazu alle angedachten Maßnahmen bis zur Fluggastabgabe und und und. Also der Schaden war enorm. Und es ist noch in einigen Köpfen drinnen, dass das gut ist. Das würde ja nicht einmal so sehr ideologisch, sondern einfach themenfremd und uninformiert. Und ich glaube, wir haben die Aufgabe, die Leute darüber zu informieren, welcher Schaden darangerichtet wurde und welche Maßnahmen möglichst rasch wir treffen müssen in Österreich.

SPEAKER_01

Das war Gerhard Steimek, FPÖ-Nationalratsabgeordneter und Mitglied des Parlamentarischen Verkehrsausschusses. Er bleibt noch bei uns und wir reden gleich weiter hier in der Aktuellen Stunde. Dann ein bisschen über die ferne Zukunft der Luftfahrt. Unbedingt dranbleiben.

SPEAKER_00

Die Aktuelle Stunde auf Austria First.

SPEAKER_01

Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos, hat Reinhard May gesungen. Mal schauen, ob das mein Gast auch so sieht, FPÖ-Nationalratsabgeordneter Gerhard Daimek, Mitglied des Parlamentarischen Verkehrsausschusses. Gerhard, abschließend über Herausforderungen und Probleme der Luftfahrt haben wir gesprochen. Wenn man zurückblickt, vor 30 Jahren sind ungefähr 1,5 Milliarden Passagiere weltweit geflogen. Heute ist es das Dreifache. 4,5. Wir haben in den letzten Jahren viele Studien gesehen, viele Lufttaxis, autonome Flugzeuge, Drohnen. Wie glaubst du denn, dass in 30 Jahren die Luftfahrt aussehen wird?

SPEAKER_02

Ich glaube, dass sich die Entwicklung grundsätzlich in dieser Dynamik fortsetzen wird. Ob das jetzt überall eine Vervielfachung der Passagierzahlen als solche sein wird, glaube ich nicht. Ich glaube eher im interkontinentalen Bereich. Die Wirtschaftsräume wachsen immer mehr zusammen. Die Lieferketten werden nicht nur gestaltet oder überhaupt eingerichtet, sondern auch überwacht und gepflegt. Die Wirtschaft globalisiert. Man muss natürlich trotzdem schauen, dass man gewisse Sachen, wie das jetzt heißt, Europe First, dass man schaut, dass der eigene Markt für Krisen abgesichert ist. Aber die internationale Zusammenarbeit, die wird sicher noch mehr werden. Und was ich mir im kleinräumigen lokalen Bereich vorstellen kann, ist dieser Bereich, den du angesprochen hast mit den Flugtaxis, Drohnen, größere Drohnen. Da ist natürlich noch eine technische Entwicklung drinnen und absolut notwendig. Aber ich glaube, dass auch da noch viel, viel Platz ist für Entwicklungen. Vor allem, wenn man sieht, wie am Boden durch Staus und durch verkehrssichernde Maßnahmen der reine Individualverkehr schlechter wird. Und schlechter heißt ja nicht nur für den Pkw, heißt für Taxis, für Berufsverkehr, für Busse und so weiter. Da ist noch viel Platz und ich glaube, dass sich das auch in der Richtung wesentlich verbessern wird und daher im Endeffekt angenehmer, leichter und bequemer für die Kunden, die das Ganze nutzen.

SPEAKER_01

Also es wird einfacher werden, glaubst du auch, weil derzeit ist ja, wenn ich fliege, immer nervig die Sicherheitskontrolle und dann warten am Gate. Ich frage mich schon lange, warum kann es denn so einfach sein wie Zug fahren? Ich buche einen Zug, gehe am Bahnsteig, wenn er da ist, steige ein und dann geht es schon los. Das wird vermutlich nicht spielen, oder?

SPEAKER_02

Die Sicherheit ist natürlich seit Lockerpie ein ganz großes Thema, aber man kommt drauf, dass auch Flüssigkeitsbehälter über 100 Milliliter in den seltensten Fällen der Anlass für Terrorismus sind. Die Sicherheitsbestimmungen gehen langsam aber sicher zurück. Es kehrt wieder ein gewisser Realismus und eine gewisse Angst, ich will nicht sagen Angstfreiheit, aber ein näherer Bezug und ein differenzierterer Bezug zu diesen ganzen Themen ein. Bei gleichbleibender Sicherheit, das ist immer klar. Wir haben im Flugverkehr teilweise schon Regelungen mit Plattformen, wo man wesentlich einfacher ist wie im Zugverkehr, internationales Ticket buchen kann. Da hängt der Zugverkehr noch weit zurück. Da denken sie auch in Brüssel erst überhaupt darüber nach, dass man vielleicht so etwas machen könnte, das heißt in zehn Jahren vielleicht. Und die Leichtigkeit, etwas zu buchen und dann zu fliegen, wenn man jetzt einmal von der Sicherheit abgeht, wird schon immer besser elektronische Tickets. Man hat am Handy den QR-Code, den man beim Einchecken hat. Der auch mit dem Gepäck geht das leichter. Es muss leichter werden. Die Leute lassen sich die Schikanen, die bürokratischen Schikanen nicht gefallen und marktorientierte Unternehmen werden darauf reagieren.

SPEAKER_01

Und letzte Frage noch, wie lange wird es dauern, bis man Ansagen des Piloten auch in einer Tonqualität hat, wie man sie eigentlich als normal empfindet, weil das ging ja jedes Mal wie wenn der in einen Mistkübel reinredet.

SPEAKER_02

Ja, das ist wahr. Und das ist aber gleichzeitig der Grund, warum ich glaube, dass wir das, zumindest in meinem Leben, nicht mehr erleben werden. Bietet aber gleichzeitig immer Platz für humoristische Sachen, wenn er so auf so ein Halbflug Englisch nachgemacht wird und dann eine Pilotenansage. Es ist aber ehrlich gesagt das, was mir am allerwenigsten stört und wer will eigentlich mitten im Flug, wenn er gerade das Essen serviert kriegt, den Wetterbericht von irgendwo auf der Welt hören. Es gibt nichts Uninteressanteres. Aber ich freue mich immer, wenn sich die Piloten oder die Kapitäne sehr bemühen.

SPEAKER_01

Alles klar, das lassen wir so stehen. Ich sage danke für deinen Besuch. War eine sehr interessante Stunde. Danke, Gerhard Teimek, für deinen Besuch.

SPEAKER_02

Danke auch und vielleicht sehen wir uns einmal in einem Flugzeug. Wir werden das schon hinbekommen.

SPEAKER_00

Die Aktuelle Stunde auf Austria First. Von 12 bis 13 Uhr.