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Ricarda Berger: Familiensprecherin mit Hang zum Hard Rock – Musik und Politik

Austria First - Das Patriotenradio

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„Man soll ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen.“ Dieses Sprichwort trifft auf die FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger absolut zu. Denn niemand, wer die junge Politikerin sieht, würde darauf tippen, dass sie musikalisch auf richtig harte Kost steht. Und sie war sogar schon beim legendären Hard-Rock-Festival in Wacken mit dabei.

Richtig hart empfindet es Ricarda Berger auch, wenn sie in ihren Heimatbezirk Wien-Favoriten blickt. Sie ist dort aufgewachsen und hat den Verfall des Bezirkes als Folge der „neuen Völkerwanderung“ live miterlebt.

Musik und Politik mit Volker Höferl läuft bei AUSTRIA FIRST jeden Donnerstag von 19 bis 20 Uhr direkt auf https://austriafirst.at/ oder über unsere AUSTRIA FIRST App:
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SPEAKER_01

Musik und Politik. Der musikalische Politik Talk auf Austria First mit Volker Höferl.

SPEAKER_02

Einen angenehmen Abend aus dem Austria First Studio. Ihr hört Musik und Politik. Mittlerweile Ausgabe Nummer 12. Und mein Gast ist die FPÖ-Familiensprecherin und Nationalratsabgeordnete Ricarda Berger. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und heute unser Gast bist. Schönen guten Abend, Ricarda.

SPEAKER_00

Danke schön für die Einladung. Schönen guten Abend.

SPEAKER_02

Sehr, sehr gerne. Ich schlage vor, wir starten gleich und zwar mit den beiden bekannten Einstiegsfragen bei Musik und Politik. Kannst du Gemeinsamkeiten zwischen Musik und Politik entdecken?

SPEAKER_00

Es sind absolut Gemeinsamkeiten vorhanden, weil sowohl bei der Politik als auch bei der Musik geht es um Emotionen. Es geht darum, dass man Visionen hat, Werte vermitteln möchte. And yeah, ich bin durchaus der Meinung, dass man sogar in der Musik wirkungsvoller Stimmungen erzeugen kann. Was beide so wohl haben, is Bühnenpräsenz. Sie wollen Leute erreichen, sie wollen das Publikum erreichen anders begeistern. That have beide gemeinsam. And yeah, when I zum Beispiel auch an gesellschaftliche Themen denke. Auch da hat es Bewegungen, Protestbewegungen gegeben, die auch die Musik sehr ausschlaggebend war. Wenn ich zum Beispiel an Songs wie Imagine von John Lennon oder Blowing in the Wind von Bob Dylan denke, dann hat das sehr wohl etwas auch bewirkt. Und ja, Summa Summarum erkenne ich sehr, sehr viele Gemeinsamkeiten.

SPEAKER_02

Und auf einer Skala von 1 bis 10, welchen Stellenwert nimmt die Musik in deinem Leben ein?

SPEAKER_00

Zwischen neun und zehn. Also ohne Musik geht bei mir tatsächlich gar nichts. Ich stehe sogar mit der Musik schon auf.

SPEAKER_02

Vielen Dank für diese erste Einordnung an Ricarda Berger. Wir ergründen gleich your politische Welt, um dann aber wieder in Richtung Musik abzubiegen. Und da warten noch einige Überraschungen auf euch.

SPEAKER_01

Musik und Politik. Der musikalische Politik Talk auf Austria First.

SPEAKER_02

Willkommen zurück bei Musik und Politik. Ich freue mich heute die freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Familiensprecherin Ricarda Berger als Gast zu haben. Liebe Ricarda, wie hat eigentlich deine politische Reise begonnen? Wie hat es dich in die Politik verschlagen?

SPEAKER_00

Sehr zeitig. Also ich komme aus einem sehr politischen Familienhaus, speziell von der mütterlichen Seite aus. Meine Mutter ist im tiefsten Kommunismus in der Slowakei aufgewachsen. Dementsprechend waren wir sehr geprägt. Aufgewachsen bin ich in Wien Favoriten, sagt mittlerweile tatsächlich jedem etwas in Österreich. Das ist auch etwas, was mich sehr geprägt hat, weil ich einen Steinwurf vom Rheumannplatz aufgewachsen bin. Ein Bezirk mit sehr, sehr vielen Kulturen, Kulturen, die aufeinander prallen. Das ist etwas, was mich sehr geprägt hat. Meine ersten Berührungspunkte mit der Politik hatte ich tatsächlich Ende der 90er Jahre. Da hat mich meine Mama, weil sie war immer damals schon, als sie nach Österreich gekommen ist, ein großer Fan des Jörg Haider. Und ich hatte am Viktor Adlermarkt auch die Möglichkeit, einer politischen Veranstaltung beizuwohnen, damals mit dem Jörg Haider. Ich bin auch damals dem RFJ beigetreten und habe ganz viele Jahre ehrenamtlich beim RFJ und dann auch bei der FPÖ gearbeitet. 2010 hatte ich dann die Möglichkeit, Bezirksrätin zu werden in Favoriten, das habe ich dann noch fünf Jahre gemacht. 2015 bin ich dann in den Wiener Gemeinderat und Landtag eingezogen. 2017 habe ich auch für die Nationalratswahl kandidiert und durfte dann anstelle des Staatssekretärs für Finanzen Dr. Hubert Fuchs sein Mandat nehmen. Und so bin ich dann in den Nationalrat eingezogen. Und ja, 2019 war das Ganze dann zu Ende. Wir wissen alle warum. Und bin dann aus dem Nationalrat ausgeschieden. Umso größer ist aber jetzt die Freude, dass ich 2024 wieder die große Ehre habe, für die Freiheitlichen im Nationalrat zu sitzen, der größten freiheitlichen Mannschaft sozusagen im Parlament. Große Freude und Ehre für mich.

SPEAKER_02

Eine beachtliche und lange Reise trotz deines jugendlichen Alters. Du bist Familiensprecherin der FPÖ. War dieser Weg für dich vorgezeichnet?

SPEAKER_00

Es liegt mir irgendwie schon sehr nahe. Ich bin jetzt verheiratet, habe drei Kinder. Das ist etwas, was mich tagtäglich bewegt. Ich bin mit all den Sachen konfrontiert und deshalb würde ich schon sagen, dass das irgendwie sehr prädestiniert ist für mich.

SPEAKER_02

Du hast vorhin erwähnt, dass du in Favoriten aufgewachsen bist und auch heute noch dort lebst. Wenn du jetzt vergleichst das Favoriten deiner Kindheit mit dem Favoriten von heute, kann man da sagen, der Vergleich macht sicher.

SPEAKER_00

Absolut, ja. Also speziell seit 2015 hat sich der Bezirk massiv zum Schlechten verändert. Er war nie besonders toll, aber jetzt ist es tatsächlich so, dass man, also es geht auch mir so, auch meinem Mann geht es so, also am Abend ist etwas, das meiden wir mittlerweile. Die Kinder gehen auch nicht mehr dort einkaufen, wo ich als Kind einkaufen gegangen bin. Also das ist alles, was wir mittlerweile wirklich meiden.

SPEAKER_02

Wer die Gegend speziell rund um Räumenplatz oder Quellenplatz kennt, der weiß, wovon Ricarda Berger spricht. Und apropos Sprechen, wir plaudern natürlich gleich weiter, dann wird es musikalisch. Hier bei Musik und Politik mit unserem heutigen Gast, der FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger, unbedingt dranbleiben.

SPEAKER_01

Musik und Politik. Der musikalische Politik Talk auf Austria First mit Volker Höferl. Jeden Donnerstag von 19 bis 20 Uhr.

SPEAKER_02

Hier ist Austria First. Aus dem Studio begrüßt ihr euch Volker Höferl und ich habe nach wie vor die freiheitliche Familiensprecherin Ricarda Berger zu Gast. Für sie nimmt Musik einen sehr, sehr hohen Stellenwert ein, das haben wir schon gehört. Dann würde ich vorschlagen, Ricarda, nimm uns einmal mit durch einen normalen Tag bei dir. Wie ist die Musik da mit dabei?

SPEAKER_00

Der Wecker läutet. Das erste, was ich mache, ist Kaffeemaschine einschalten und Radio einschalten, mittlerweile Austria First. Ja, wenn ich ein Lied gut kenne, singe ich auch in der Früh sofort mit. Also das begleitet mich tatsächlich den ganzen Tag dann über. Im Auto, zu Hause, sogar im Büro. Also immer nebenbei ist Musik bei mir. Ich singe sehr viel auch mit meinen Kindern zu Hause. Ja, also es begleitet uns ständig.

SPEAKER_02

Wie reagiert dein Umfeld auf dein Singen? Da du es mehr oder weniger ständig tust, gehe ich eigentlich davon aus, dass du wirklich gut singen kannst.

SPEAKER_00

Ich kann tatsächlich singen. Ich habe eine Gesangsausbildung genießen dürfen. Deshalb ist es nicht ganz so schlimm für die Mithörer.

SPEAKER_02

Wie kam es dazu, dass du eine Gesangsausbildung gemacht hast und wie bist du generell zur Musik gekommen?

SPEAKER_00

Von klein auf. Also wirklich, mein Vater war sehr musikalisch, aber nicht im Sinne von, dass er Musikinstrumente gespielt hat, aber Musik hat bei ihm auch immer eine sehr große Rolle eingenommen mit Schallplatten zu Hause, die dann aufgelegt worden sind. Und das hat uns tatsächlich sehr geprägt. Ich hatte dann mit, ich glaube, ich war fünf Jahren oder so, die erste Möglichkeit, auf ein Konzert damals zu gehen. Wird wahrscheinlich jetzt niemandem etwas sagen, die Band Texas Tornadoes. Der Klavierspieler hat damals beim Sir Douglas Quintett mitgespielt und das hat mich so dermaßen fasziniert, die Musik damals, dass ich sofort Akkordeon spielen wollte. Das haben mir meine Eltern auch ermöglicht, mit fünf dann Akkordeon zu spielen, habe das ein Jahr gemacht, dann bin ich auf Klavier gewechselt. Und Klavier habe ich vom sechsten Lebensjahr bis zur Matura dann gespielt, sprich bis zum 18. Lebensjahr wirklich tagtäglich. Also ich konnte das dann auch sehr gut. Dann hat sich das ein bisschen aufgehört, weil die Zeit einfach dann nicht mehr so da war. Aber Musik ist etwas. Ja, und während der Schulzeit, also im Gymnasium, hatte ich dann auch eine Gesangsausbildung.

SPEAKER_02

Spielst du heute auch noch Klavier?

SPEAKER_00

Mittlerweile nicht mehr, ja.

SPEAKER_02

Leider. Und wie schaut es bei deinen Kindern aus? Bist du da dahinter, dass sie auch ein Instrument erlernen?

SPEAKER_00

Ich bin sogar sehr dahinter. Also mein Sohn hat begonnen, Gitarre zu spielen. Die Tochter spielt jetzt sehr begeistert, sogar Blockflöte, weil sie später einmal Querflöte spielen möchte. Ja, und der Kleine, der ist mit noch sechs Jahren alt, aber der hat auch schon Ambitionen, der würde gerne steirische Ziehharmoniker lernen.

SPEAKER_02

Das klingt nach einer interessanten Band im Hause Berger, die hier heranwächst. Gitarre, Querflöte und eine steirische Harmonika. Da kann wirklich was Gutes entstehen.

SPEAKER_01

Musik und Politik. Der musikalische Politik-Talk auf Austria First mit Volker Höferl.

SPEAKER_02

Die Mama ist musikalisch, die Kinder sind es auch. Bei uns zu Gast ist die FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger eine treue Austria-First-Hörerin. Ricarda, wenn du nicht gerade Österreichs Patriotenradio hörst, welche Bands stehen dann bei dir hoch im Kurs? Hast du einen Lieblingskünstler? Wie schaut das bei dir aus?

SPEAKER_00

Also es ist schon so. Also wenn ich Radio höre, dann ist mir das relativ egal, was ich so höre. Wenn ich aber bewusst höre, zum Beispiel beim Autofahren, dann habe ich schon meine Playlist und dann möchte ich das hören, was mir gefällt. Das variiert an und für sich sehr bei mir, weil es wirklich nach Klust und Laune geht. Das ist from Country Music bis to Rock oder Hard Rock. Wenn es gerade passt, auch der Schlager. Lieblingsinterpreten, ja, die letzten paar Wochen bin ich wieder etwas auf die härtere Schiene gegangen. Wallbeat ist momentan so etwas, was mich auch täglich begleitet. Ja, ansonsten muss ich gestehen, eher ältere Künstler und Interpreten wie halt Brian Adams, Bruce Springsteen, Alan Jackson. Genau, also das ist so etwas, was ich momentan suche.

SPEAKER_02

Warst du oder bist du Konzertgängerin?

SPEAKER_00

Sehr gerne, ja. In meinen jüngeren Jahren auch auf Festivals, ja, war ich zum Beispiel am Wacken Open Air. Ja, also man würde es mir wahrscheinlich gar nicht zutrauen, aber ja.

SPEAKER_02

Das legendäre Wacken Open Air, ein Kultfestival im gleichnamigen 2000 Seelenort in Schleswig-Holstein. Das hat im Jahr 1990 mit Sex Bands begonnen. Und mittlerweile sind dort jedes Jahr über 80.000 Fans und es spielen über 200 Künstler dort. Also für mich persönlich sind Festivals eher nichts, weil ich dort auf gewisse Hygienestandards achte oder generell in meinem Leben. Wie ist es dir dort so ergangen?

SPEAKER_00

Nee, ich war auch nur einmal und dann nie wieder aufgrund der Hygiene.

SPEAKER_02

Ja, das kann ich wirklich nachvollziehen. Und jetzt als dreifache Mutter, so nehme ich an, sind die vielen Konzertsbesuche für dich per se.

SPEAKER_00

Sie sind weniger geworden, aber wenn ich dann gehe, dann genieße ich es sehr.

SPEAKER_02

Und von den Künstlern her noch immer die eher härtere Kost?

SPEAKER_00

Unterschiedlich, ja. Also ich war auch am Andreas-Garbalier-Konzert, ich war auch schon Helene Fischer. Es ist ganz unterschiedlich, ja.

SPEAKER_02

Ein Thema möchte ich abschließend noch aufgreifen, weil du vorher auch Alan Jackson erwähnt hast, einen der ganz, ganz großen Country Superstars in den USA. Country ist in Amerika ja riesengroß und kommt auch in Europa immer besser an, bekommt immer mehr Fans. Was genau begeistert dich an dieser Musik?

SPEAKER_00

Es ist der Rhythmus, es sind aber auch vor allem die Texte, die durchweg sehr traditionell sind, sehr bodenständige Texte. Texte sind auch etwas, womit ich mich sehr beschäftige bei der Musik. Also es ist nicht nur die Musik per se, sondern wie gesagt auch die Texte. Und die sind bei der Country-Musik schon sehr interessant, weil sie sehr traditionell und auch heimatverbunden in der Regel sind.

SPEAKER_02

Und über die Heimat, da geht eben nichts drüber. Ein tolles Schlusswort. Ich bedanke mich bei der FPÖ-Familiensperin Ricarda Berger, dass sie heute zu Gast war bei Musik und Politik. Danke, Ricarda, fürs Vorbeischauen.

SPEAKER_00

Dankeschön für die Einladung, hat mich sehr gefreut.

SPEAKER_01

Musik und Politik. Jeden Donnerstag von 19 bis 20 Uhr auf Austria First.