AUSTRIA FIRST

Während die Politik versagt, werden die Menschen krank – Dr. Marcus Franz bei Giuliani im Gespräch

Austria First - Das Patriotenradio

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Diesmal zu Gast: Dr. Marcus Franz – Internist, Gastroenterologe, Onkologe und bekannt als der „TikTok-Doktor", der hunderttausenden Menschen Gesundheitstipps gibt.

Marie-Christine Giuliani spricht mit dem erfahrenen Mediziner über Selbstverantwortung in der Gesundheit, einfache Vorsorgemaßnahmen, die nichts kosten, und ein Gesundheitssystem, das dringend reformiert werden muss. Dr. Franz erklärt, warum mediterrane Ernährung, Bewegung im Alltag und rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen mehr bewirken als teure Longevity-Trends – und warum die Bürger nicht darauf warten sollten, dass das System sie auffängt. Seine Botschaft: Der eigene Körper ist ein Tempel. Wer bei sich selbst anfängt, ist auf der sicheren Seite.

Die ganze Folge jetzt nachhören auf austriafirst.at

#GiulianiImGespräch #DieGedankenSindFrei

SPEAKER_00

Juliani bindet frei. Die Gedanken sind frei.

SPEAKER_02

Hallo liebe Zuhörer, gleich sind wir da für Sie. An meiner Seite ist Herr Dr. Markus Franz Internist. Er sagt, die Bürger müssen selbst Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen, weil die Systeme es nicht mehr stemmen. Vielleicht kennen Sie ihn schon, er gibt auf TikTok Gesundheitstipps für hunderttausende Menschen. Gleich geht's los, bleiben Sie dran.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch, jeden Sonntag von 10 bis 12. Und alle Folgen zum Nachhören auf austreaföld.at.

SPEAKER_02

Hallo liebe Zuhörer, schön, dass Sie da sind. Ich sitze neben Herrn Dr. Markus Franz, dem TikTok-Doktor.

SPEAKER_01

Den TikTok-Doktor, ja. Es gibt auf TikTok mich und viele andere Ärzte. Es gibt auf TikTok natürlich auch viele Sachen, die weniger medizinisch sind und viel Blödsinn, aber wenn man TikTok als Suchmaschine benutzt, was viele Leute machen, immer mehr, dann kann man auf sehr gute Sachen drauf kommen, medizinisch.

SPEAKER_02

Ja, und ich muss Ihnen sagen, liebe Zuhörer, ich sage jetzt frecher als der TikTok-Doktor. Wenn er mal kurz Zeit hat, weil er ist nämlich eine ganze Menge als Internist, Gastroenterologe, also das ist Magen-Darm-Untersuchungen, Onkologe, also Krebsvorsorge und auch Behandlung. Und was habe ich irgendwas Wichtiges vergessen?

SPEAKER_01

Die ganzen anderen Organe. Ich bin zum Teil.

SPEAKER_02

Leber, glaube ich.

SPEAKER_01

Ja, Leber, Herz, ich mache prinzipiell alles, weil ich bin nach einem Internist der alten Schule. Ich konnte noch alles lernen, alle wichtigen Untersuchungsmethoden und kann daher den Menschen ganzheitlich behandeln, diagnostizieren, therapieren.

SPEAKER_02

Und der Herr Dr. Markus Franz war ja auch einmal eine Zeit lang Nationalratsabgeordneter und war so lieber, hat mir vor dem Gespräch gesagt, er hat mir das Du-Wort angeboten, weil er gemeint hat, im Social Media ist man sowieso immer per du, also ich soll du sagen. So machen wir das, wir sind per du. Okay, also lieber Markus, ich finde das schön, dass du diese Gesundheitstipps machst und dir das antust auf TikTok, weil das ist ja viel Arbeit. Und du hast mir auch schon gesagt, warum dir das so wichtig ist, weil du meinst, und das wissen unsere Zuhörer ja eigentlich ohnehin, unser Gesundheitssystem ist ziemlich am Zusammenkrachen. Wir zahlen zwar genügend Steuern an diese Regierung, aber das Geld kommt nicht dort an, wo es ankommen sollte, bei den Bürgern, sondern vieles bleibt halt in der Verwaltung hängen. Und du hast gesagt, also, was können die Bürger tun? Sie müssen mehr Selbstverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen, weil das System eben an allen Ecken und Enden kracht. Und Vorsorge sagst du, wäre die beste Medizin und vieles davon würde nichts kosten. Das sehen aber viele anders. Wenn man zu einem Privatarzt geht, ist ja furchtbar teuer. Was meinst du damit, das kostet nichts?

SPEAKER_01

Na, es kostet insofern nichts, wenn man es über die Lebensspanne zusammenrechnet und man erspart sich Krankheiten in der Jugend, in der man rechtzeitig vorsorgt, zum Beispiel Darmkrebs-Vorsorge, kann man den Darmkrebs verhindern, dann erspart man sich selber viel Leid und auch viel Geld dem System und auch sich selbst, weil wir alle werden immer mehr in die Lage kommen, mehr Zuzahlung leisten zu müssen ins System leisten, weil durch die demografische Situation einfach das jetzt existierende Beitragssystem so nicht mehr leistbar sein wird.

SPEAKER_02

Du bist als Mediziner im Nationalrat gesessen. Wir haben jetzt wieder eine Gesundheitsministerin, die hat überhaupt keine Ahnung von Medizin, das ist eine Gewerkschafterin. Und auch alle Beiwagern, die man ihr da dazu gesetzt hat, sind keine Mediziner. Wie fühlt sich das für dich an? Was macht das für dich? Also als Mediziner, wenn du dann hörst, was die so sagen, was die empfehlen, wo sie sich einmischen, wie können die überhaupt irgendwelche Systeme, Ideen entwickeln, die gut sind für die Bevölkerung. Was sagt ein Internist dazu?

SPEAKER_01

Das können sie sehr schwer, diese Ideen entwickeln, weil sie eben nicht vom Fach sind. Sie haben natürlich einen Beamtenapparat, wo es genug Leute gibt, die sich auskennen. Aber grundsätzlich, die grundsätzlichen Reformen, die im System seit über 40 Jahren fällig sind, können nur Leute machen, die an der Spitze sind, die auch eine Ahnung von der Medizin, vom Arzt sein, auch von der Pflege haben. Also das kann aus meiner Sicht nur jemand sein, der definitiv im System Erfahrung gesammelt hat und weiß, worum es geht. Beim Menschen, das klingt jetzt ein bisschen pathetisch, aber es können nur Leute, die bei den Menschen sind, auch für die Menschen was tun, für die Patienten im Speziellen, weil die anderen ja immer nur Bürokratie machen und Bürokratie ist für jedes System das Schlechteste, auch wenn sie bis zu einem gewissen Grad notwendig ist. Aber ich denke, es sind ohnehin viel zu wenig Ärzte, Schwestern, Pfleger, Physiotherapeuten im politischen System tätig. Derzeit haben wir hier ein Riesenmanko bei gleichzeitig bestehendem enormen Reformbedarf. Also da gehört dringend auch eine personelle Änderung her.

SPEAKER_02

Nachdem du sehr schön eigentlich gerade beschrieben hast, dass du direkt beim Menschen, beim Patienten bist und ihn kennst, würde ich dich auch gerne fragen und bitten, uns zu erklären, wie das mit der Darmvorsorge oder Darmkrebsvorsorge ist. Deswegen sollte man ja regelmäßig gehen. Vielleicht machen sich viele Zuhörer auch dazu Gedanken, ab wann soll man gehen, wovor sollte man sich fürchten, wovor nicht? Was passiert da genau? Du machst das ja regelmäßig. Klär doch mal unsere Zuhörer darüber auf und erzähl ein bisschen was aus dem Nähkästchen.

SPEAKER_01

Gerne, gerne. Das Wichtigste ist, sich nicht zu fürchten, weil die Untersuchung völlig schmerzfrei, sanft und sicher. Das Risiko, dass bei der Untersuchung etwas passiert, ist extrem gering. Das liegt im Promillebereich. Das einzig Unangenehme bei der Darmspiegelung ist die Vorbereitung. Man muss halt ein Abfürmittel nehmen am Vortrag und den Darm entleeren. Das ist aber jetzt nicht so wie eine Magen-Darm-Krippe, sondern es ist einfach eine ordentliche Darmentleerung, die ja viele Menschen so zwischendurch mal machen, um sich innerlich zu reinigen. Es wird auch oft sehr wohltuend empfunden, die Vorbereitung. Manche fürchten sich davor, aber wie gesagt, Angst ist ein schlechter Ratgeber und fürchten sollte man sich überhaupt nicht, weil der Gewinn, den man hat von dieser Vorsorgeuntersuchung, von der Vorsorge-Darmspiegelung, übersteigt das Risiko bei weitem. Das ist nämlich die einzige medizinische Untersuchung, die Diagnostik und Therapie in einem Schritt ist. Wenn wir Polypen finden bei dieser Darmkrebsvorsorge, bei der Spiegelung, wo der Patient schläft, in einem wunderbaren setierten Zustand, wenn wir Polypen finden, die können wir gleich entfernen. Und aus diesen Polypen kann Krebs entstehen. Und wir wissen heute, dass ca. 30% oder sogar in gewissen Populationen mehr als 30% der Menschen Polypen haben. Und wenn man die rechtzeitig abträgt, dann kann man den Darmkrebs, nach den aktuellen Studiendaten, zwischen 70 und 90% der Fälle kann man den verhindern. Und wir haben jedes Jahr 2.500 Neuerkrankungen in Österreich und über 4000 Todesfälle pro Jahr an dieser Erkrankung. Die meisten von diesen Menschen könnten noch leben.

SPEAKER_02

Kurze Frage noch, weil viele sagen ja, naja, mir tut ja nichts weh, aber ich glaube, das spürt man nicht im Darm, wenn da Polypen wachsen oder wenn es da Probleme gibt. Der Darm ist irgendwie schmerzbefreit, oder?

SPEAKER_01

Der ist ziemlich schmerzbefreit, zum Glück, weil der arbeitet ja den ganzen Tag recht intensiv. Natürlich gibt es Darmgrip, Darmkämpfe, das gibt es, das kennen wir alle. Aber der Polyp selber ist ein Gewächs, ein Schleimhautgewächs, der primär einmal überhaupt keine Beschwerden macht. Der beginnt, wenn er größer wird, fallweise zu bluten, aber auch so nur in einem geringen Ausmaß, dass man es oft gar nicht merkt. Und wenn man einmal symptomatisch ist durch den Polypen, dann ist der sehr weit fortgeschritten in den allermeisten Fällen und meistens auch schon leider Gottes ein Karzinom. Das heißt also, wir müssen hier, und das empfohlene Alter ist ab 45, ab 45, da sind wir in Europa führend mit dieser Empfehlung, ab 45 sollte man das machen und wenn man Darmkrebs in der Familie hat, schon ab 35, das heißt in jungen Jahren. Und da kommt ein ganz massiver Grund jetzt dazu, das Diktarmkarzinom ist bei den jüngeren Menschen, Männern und Frauen zusammengenommen, das häufigste Karzinom geworden in den letzten 10 Jahren. Das häufigste Karzinom. Und das ist das Karzinom, das wir am besten verhüten können. Also jeder, der das nicht macht zum empfohlenen Zeitraum, ab dem empfohlenen Jahrgang, 35 bzw. 45 Jahre, ist eigentlich sehr ungeschickt im Handling seiner eigenen Gesundheit.

SPEAKER_02

Sie hören Dr. Markus Franz, Internist, bei Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Bleiben Sie dran.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch, jeden Sonntag von 10 bis 12, und alle Folgen zum Nachhören auf AustriaFirst.at Da sind wir wieder, Dr.

SPEAKER_02

Markus Franz neben mir.

SPEAKER_01

Hallo.

SPEAKER_02

Und meine Wenigkeit. Und ich freue mich, dass auch Sie mit dabei sind. Ja, was wir beobachten, ist ein bisschen eine, also das ist jetzt fast untertrieben, eigentlich eine massive demografische Zeitbombe. Wenn man sich die Bevölkerung anschaut, wie es der so geht, Überalterung und so weiter und Krankheitsanfälligkeit, dann sind die Zahlen in etwa so, dass wir 2030 einen Prozentsatz von 24, also 24% haben, die über 65 Jahre sind. We have bis zu 80.000 fehlende Pflegekräfte in Österreich um die 2030. And we have an Anstieg von Menschen über 85 von plus 45%. Also alles auf 2030 in etwa gerechnet. And what besonders shockierend is, Demenz war eigentlich in my etwas, was man betroffen had, and they were schon sehr, sehr alt. Also Gedächtnisverlust, Wahrnehmungsverlust, das nicht mehr erkennen seiner Verwandten und so weiter. And da haben wir heute bereits 130.000 Menschen in verschiedensten Alterskategorien, die dement sind. Dr. Franz, lieber Markus, das ist doch eigentlich mehr als Besorgnis erregend.

SPEAKER_01

Ich möchte ja nicht dramatisieren, aber das ist an sich ein katastrophaler Befund, der uns da bevorsteht. Weil die Demenzerkrankungen am Vormarsch sind wie noch nie zuvor. Das liegt natürlich an der relativen Alterszunahme in der Bevölkerung und an möglichen anderen Dingen, die wir noch nicht genau wissen. Aber wir haben hier ein Problem, das auf uns zu rast. Das kommt nicht auf uns zu, das rast auf uns zu in den nächsten Jahren. Wir haben ein massives Versorgungsproblem, speziell was die Dementen Patienten betrifft. Und natürlich auch die Boomer-Generation, also die riesenhafte Menge der Menschen, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind, das ist die sogenannte Boomer-Generation, die kommen alle langsam jetzt in die Jahre. Die gehen in Pension, die kriegen chronische Krankheiten, die werden krank, spitalspflichtig, vielleicht pflegebedürftig und wir haben kaum Leute, die diese Menschen, diese Patienten versorgen können. Das ist eine demografische Katastrophe. Aus medizinischer Sicht betrachtet es natürlich schön, wenn die Leute älter werden können, aber wenn sie krank älter werden und nicht versorgt werden können, dann ist es in jeder Hinsicht eine aus humanistischer Hinsicht, aus menschlicher Hinsicht, aus Sicht der Menschen würde eine echte Katastrophe, die da auf uns zukommt. And I say politic leider gut, dass man keine Maßnahmen that was gemacht wird in die Richtung.

SPEAKER_02

Das war eben meine neuest. Angenommen, du warst jetzt as nationalratsabgeordneter Gesundheitsminister geworden. Würdest du in der derzeitigen situation tun? Wie würdest du dieses Gesundheitssystem reformieren? Welche Ideen hast du da? Was siehst du, so viele Patienten siehst du?

SPEAKER_01

Als erstes einmal muss man die Kompetenz von den Ländern zum Bund bringen. Das ist ja das Grundproblem, warum das immer scheitert. Jede größere Reform. In Österreich scheitert dann den sogenannten ⁇ 15 A-Vereinbarungen, das sind Staatsverträge innerhalb des österreichischen Staates, das wissen die meisten Menschen gar nicht. Aber hier ist sehr viel Kompetenz bei den Ländern und wenig Kompetenz beim Bund.

SPEAKER_02

Aber das heißt jetzt nicht, Markus, dass du sagst, dass die Spitäler in den Ländern und Gemeinden in irgendeiner Form angetastet werden sollen oder aufgelöst werden sollen. Nur das kann es klar sagen.

SPEAKER_01

Ja, das muss man ganz klar sagen, das ist der zweite Punkt. Wenn man vom Bund her das organisiert und die öffentlichen Spitäler in die Trägerschaft des Bundes übergibt, dann könnte der Bund das viel besser steuern und viel besser, ohne jetzt Rücksicht nehmen zu müssen auf die lokalen politischen Vernetzungen, Interessen, dann könnte der Bund das viel besser steuern, jetzt im stationären Bereich. Und auch die Trägerschaft vor Einheitlichen, wir hätten dann einheitliche Spitalsgesetze, wir hätten einheitliche Behandlungspfade, nach denen wir uns richten können. Wir hätten insgesamt auch wesentlich weniger Kosten, höchstwahrscheinlich, weil eine bundesweite Trägerschaft der Spitäler könnte auch Einkaufsgemeinschaften binden, bilden in ganz Österreich, könnte günstigere Diggerätschaften kaufen und und und da wäre so viel drinnen. Einsparungspotenzial an Speck, der jetzt sinnenlos irgendwo herum sozusagen liegt und von Leuten verzehrt wird, die ihnen eigentlich nicht zusteht. Das sollte ja beim Patienten ankommen und das kann man nur in einem Land wie unseren mit knapp neun Millionen Einwohnern. Wenn man das zentralisiert, ich bin jetzt zwar ein großer Fan von Zentralisieren von allem, aber das stationäre Gesundheitssystem gehört aus meiner Sicht reguliert, indem es zentralisiert wird. Wir sind so groß wie Bayern und haben zehn Gesundheitssysteme in Wirklichkeit, neun Ländersysteme und ein Bundessystem. Und da gehört wirklich diese Hürde genommen, die wir versuchen seit Jahrzehnten zu überwinden, aber wir scheitern noch immer am Föderalismus.

SPEAKER_02

Das erinnert mich stark an das, was unser Gesundheitsverantwortlicher von der FPÖ auch immer sagt. Das ist der Gerhard Kanyak. Also da, wie du es gesagt hast, du hast das als Speck bezeichnet. Da ist ganz viel Speck rundherum, der rumliegt und der eigentlich Leuten zugutekommt, die im Prinzip das Gesundheitssystem gar nicht benötigen würde. Also da gehört der Speck weg.

SPEAKER_01

Da gehört der Speck weg, da gehört der gezielt. Abgestimmt auf die Krankheitsnotwendigkeiten und Versorgungsnotwendigkeiten gehört eine Zusammenführung her von Pflege und Gesundheitssystem. Das eine geht ins andere über und ist bei uns noch immer streng getrennt. Das eine ist Sozialsystem, das andere ist Gesundheitssystem. Das sind unsinnige Sachen geworden. Das war einmal sinnvoll in 1956, das ASVG 1956 war damals gut, richtungsweisend. Heute gehört das von Grund auf reformiert.

SPEAKER_02

Und jetzt haben wir auch noch am Anfang gesehen, dass wir ca. 130.000 Menschen haben in verschiedensten Altersgruppen, die Demenz haben. Ist das etwas, was man einfach hinnehmen muss? Ist das ein reines Schicksal oder kann man da auch vorbeugen? Weil du bist ja bekannt auf TikTok für deine Tipps, wo du sagst, die kosten nichts. Was kann man denn tun, wenn man merkt, dass man so langsam das eine oder andere einem nicht einfällt oder man in der Küche steht und die Kühlschranktür offen lässt oder solche Dinge?

SPEAKER_01

Man kann sehr, sehr viel tun in der Vorbeugung, gerade gegen die Demands oder überhaupt gegen die Vergesslichkeit oder Altersbeschwerden. Nämlich zunächst selbstwirksam sein, an sich selbst denken. Jetzt nicht im Sinne von Egoismus, sondern einfach für sich selber Vorsorge treffen. Wenn wir die Demens ansprechen, dann ist es ganz wichtig, zu lesen, zu diskutieren, teilzunehmen am Tagesgeschehen. Viele Leute haben jetzt die Tendenz ein bisschen in Speedermeier abzudriften und sich mit gar nichts mehr zu beschäftigen, weil wir eine Überflutung durch mediale Informationen haben. Das stimmt schon bis zu einem gewissen Grad, aber man sollte zumindest versuchen, in der Familie, im Freundeskreis an Diskussionen teilzunehmen. Banale Dinge wie Kreuzworträtsel lösen, jeden Tag ein Kreuzworträtsel oder Sudoku.

SPEAKER_02

Kann ich empfehlen, da gibt es sehr gute Hefte mit ganz vielen Kreuzworträtseln, die man sich kaufen kann.

SPEAKER_01

Auch Gleichgewichtsübungen. Auf einem Bein stehen ist ein ganz wirksames Mittel gegen Demenz, also ein vorbeugendes Mittel gegen Demenz. Gleichgewichtsübungen ganz banale. 30 Sekunden auf einem Bein stehen, jeden Tag einmal am linken, einmal im Rechten und die Endausbaustufe ist dann 30 Sekunden auf einem Bein stehen mit geschlossenen Augen. Wer das kann, der hat schon sehr viel getan, um nicht dement zu werden. Es sind in Wirklichkeit banale, kleine, tägliche Eingriffe in unser Leben, die wir uns einfach angewöhnen müssen. Und dann sind wir wesentlich besser aufgestellt hinsichtlich dieser ganzen chronischen Erkrankungen, die da auf uns zukommen.

SPEAKER_02

Willkommen bei Austria First, falls Sie uns das erste Mal zuhören. Hier spricht Dr. Markus Franz, Innist mit Marie-Christine Giuliani bei Giuliani im Gespräch. Und die Gedanken sind bei uns wie immer frei.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.

SPEAKER_02

Lieber Markus, Sie hören Dr. Markus Franz heute bei uns, Internist. Wie ist das jetzt mit der Vorsorge, die nichts kostet? Das hört man also regelmäßig auf deinen TikTok-Videos. Da gibst du Tipps dazu. Die haben vielleicht viele noch nicht gehört oder gesehen. Ich finde die eigentlich ziemlich cool. Ein bisschen über Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge haben wir jetzt schon gesprochen. Aber was würdest du dann noch so empfehlen? Wie schaut es aus mit der Ernährung, mit Trinken, mit all diesen Dingen, die so wichtig sind, damit sich was verändert zum Besseren?

SPEAKER_01

Ja, der Alltag ist das Wichtigste in unserem Leben, ob man will oder nicht, weil das ist eben das, was wir jeden Tag erleben. Und da kann man sehr viel Vorsorge hineinpacken durch ziemlich einfache Maßnahmen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die richtige Kost, die richtige Ernährung. Wenn wir uns hier der mediterranen Kost, der Mittelmeerkost annähern oder überhaupt diese zu uns nehmen, die beruht auf viel Fisch, auf Fleisch, auf sehr viel Gemüse, ganz wichtig, und viel Olivenöl. Wenn wir diese Kombination zusammennehmen, dann tun wir extrem viel für unsere Vorsorge. Und wenn wir uns dann dazu noch jeden Tag bewegen, Exercise Snacks ist das neue Schlagwort, eine Bewegung jeden Tag durchführen und das reicht, wenn wir 10 Minuten intensiv spazieren gehen. Das hat wissenschaftlich nachweisliche gute Effekte auf die Kondition, auf die Muskulatur. Muskeltraining, einfach in den dritten Stock hinaufgehen, wenn man im dritten Stock wohnt oder das Büro hat und nicht mit dem Lift fahren, sich angewöhnt, den Lift stehen zu lassen. Mit dem Lift gern runterfahren, kann man jederzeit, aber zu Fuß hinaufgehen. Wenn man sich solche Dinge angewöhnt oder das Auto ein bisschen weiter wegstellen, wenn man mit dem Arbeit in die Autofahrt oder eine Station früher aussteigen beim Öffi und zu Fuß gehen. Wenn man diese kleinen Exercise-Snacks jeden Tag macht, dann hat das nachweisliche, wirkliche effektive Auswirkungen auf unsere Fitness, auf unser Körpergewicht, auf unseren Stoffwechsel, Cholesterin, Übergewicht und und und. Es ist nahezu endlos, was man mit kleinen Hebeln im Alltag bewirken kann, wenn man sie regelmäßig macht. Das Stichwort ist nicht nur das Machen, sondern das Wichtigste ist, die Regelmäßigkeit beim Machen. Sport, sei es auch noch so kleiner, Sporteinheit ist immer wirksam, wenn man es immer wieder macht.

SPEAKER_02

Ja, dass man sich einfach daran gewöhnt und neue Gewohnheiten im Alltag implementiert. Sag aber, jetzt hast du vorhin Olivenöl erwähnt und das ist mir sehr wichtig. Ich habe einmal gelesen, dass Öl nicht gleich Öl ist. Also Olivenöl ist nämlich das, was nicht dick macht, weil viele Menschen haben ja Angst vor Fett, also vor Olivenöl oder Butter. Muss man sich angeblich nicht fürchten, nur vor eben diesen Sonnenblumenöl, diesen weißen Ölen mehr?

SPEAKER_01

Oder wie ist das genau? Da wird in der Wissenschaft sehr heftig debattiert, speziell in der Ernährungswissenschaft. Da gibt es für jede Richtung einen Papst oder mehrere Päpste, die das ganz genau wissen.

SPEAKER_02

Habe ich mir gedacht, jetzt haben wir schon einen Papst im Studio.

SPEAKER_01

Schauen wir uns an, wie die mediterranen Völker von ihrer Konstitution ausschauen. Gibt es da viele dicke Italiener? Kennst du viele dicke Italiener? Es gibt schon die Mama, die Spaghetti-Mama. Die ist mir jetzt auch eingefallen, die Bolognese-Mama. Aber die ernährt sich halt sehr stark und sehr viel von Kohlenhydraten. Man muss die Resten essen. Aber generell ist es so, dass die mediterrane Kost weniger dick macht als die fast-food-betonte Kost, beziehungsweise die Western Diet, wie es so schön heißt, die von Amerika sehr stark beeinflusst worden ist. Und natürlich, alles, was wir uns zuführen, hat in gewisser Weise Energiegehalt Kalorien. Aber es geht Ihnen nicht nur um die Kalorien, sondern es geht darum, welche Qualität diese Kalorien sonst noch mit sich bringen. Wir können ja nicht das Leben nur einteilen nach Energieausfuhr und Zufuhr, sondern wir müssen ja einteilen, welche Qualität haben diese Kalorien und in welcher Form verbrauchen wir sie wieder. Das ist die Quintessenz des Ganzen. Und diese Öldebatte, die da geführt wird, ja, das ist immer eine Frage der Dosis. Olivenöl ist ja wiesenermaßen eines der besten Öle zum Kochen und vor allem zum Salat machen. Die anderen Öle, auch Butter, ist gut für uns. Butter ist nicht schlecht, Butter ist eine gute Sache, von der unsere Vorfahren Jahrtausende gelebt haben. Also das alles zu verdammen, ist unsinnig. Wenn wir genug Energie verbrauchen, dann können wir auch genug Energie in Form von Butter, Ölen etc. zuführen.

SPEAKER_02

Ja, vor allem Butter. Ich kenne einige Köcher, die haben sich auf ihren Unterarm Butter tätowieren lassen, weil ohne Butter geht keine Küche, weil es ist so ein wunderbarer Geschmacksverstärker und Geschmacsträger Butter ist fantastisch.

SPEAKER_01

Fantastisch. Ich selber gönne mir am Wochenende meine Buttersemmel, das liebe ich. Ich schaue darauf, dass ich 80% der Zeit meine Tipps einhalte, aber 20% gönne ich mir die kleine Sünde. Und das kann ich euch nur jedem empfehlen, wenn man Grosso modo die Grundlinie einhält eines gesunden Lebens, sprich Bewegung und gesunde Ernährung, das sind die zwei Hauptpfeiler, dann ist man auf der sicheren Seite. Niemand von uns kann leben wie ein Diätpapst oder wie ein Supersportler, das hält man auf dauernd nicht aus, ist er irgendwo lebensfeindlich, genussfeindlich. Aber wenn man 80% der Zeit in etwa verbringt im gesunden Bereich, dann ist man wirklich schon sehr gut aufgestellt.

SPEAKER_02

Wie schaut es jetzt aus mit dem Trinken? Da kursieren auch so viele unterschiedliche Meinungen. Wie viele Liter muss man am Tag trinken?

SPEAKER_01

Na, müssen tut man zumindest so viel, dass man nicht vertreten. Das ist die basale Anforderung. Aber da gibt es jetzt die Empfehlung, dass man zumindest vier Liter am Tag Wasser trinken sollte. Auch darüber wird heftig diskutiert in der Medizin und speziell in der Ernährungslehre. Ich sage immer so: Schauen Sie drauf, dass sie so viel trinken, dass sie sich wohlfühlen, dass sie nicht schwindlich werden, dass sie nicht das Gefühl haben, dass der Mund austrocknet. Und vor allem bei älteren Menschen die stehende Hautfalte. Man kann das Selbsttest machen, am Handrücken, mit zwei Fingern die Haut in die Höhe ziehen. Wenn die Haut stehen bleibt, dann hat man eindeutig zu wenig getrunken. Also bei dir ist, du bist zwar kein älterer Mensch, aber da ist schon ein bisschen Austrocknung heute da, du hast zu wenig getrunken. Ihr sehe ich auch gerade.

SPEAKER_02

Aber ich habe gehört, du hast gesagt, ich bin kein älterer Mensch, du schleifst.

SPEAKER_01

Es gibt auch für Jüngere. Es gibt auch für Jünger, die den Hauttest kann man immer machen. Das kann man auch bei Babys machen. Bei Neugebroren.

SPEAKER_02

Ja, aber das ist super. Das machen nämlich auch Ärzte, wenn man eine Kur macht, diesen Hautfaltentest kann jeder machen an der Hand. Super Tipp. Super Tipp. Gut, Markus.

SPEAKER_01

Habe ich genug getrunken? Bleibt die Haut stehen am Handrücken oder nicht?

SPEAKER_02

Ja, und bei uns Älteren bleibt es natürlich eher.

SPEAKER_01

Wir müssen noch mehr trinken, damit sie das ausgibt. Auch die trockenen Lippen bzw. trockener Mund und vor allem auch die Farbe des Hahnes, ganz wichtig. Die Farbe des Hahns sollte idealerweise zitronengelb sein oder ein bisschen heller sogar. Wenn der Hahn dunkler wird, bräunlicher wird, dann ist das auch ein Zeichen, dass man zu wenig getrunken hat.

SPEAKER_02

Aha, okay. Also, liebe Zuhörer, die zentrale Botschaft, die ich jetzt eigentlich vernommen habe mit ein paar wirklich lässigen, ganz einfachen Tipps ist, Sie sind selber für ihre Gesundheit verantwortlich. Es ist nicht der Arzt, nicht die Krankenkasse und nicht der Staat, sondern jeder muss bei sich selber anfangen zu sagen, ich finde das so schön, hat mir mal ein lieber Freund gesagt, mein Körper ist mein Tempel.

SPEAKER_01

Ja, also ein uralter Spruch, der stimmt so, ohne dass wir da jetzt religiös werden müssen, aber das ist so. Man ist in der Selbstwirksamkeit, in der Selbstverantwortung am besten aufgehoben. Wenn man auf sich selbst schaut, ist ja ein biblisches Gebot, liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Das beginnt aber immer bei einem selber. Man muss auf sich selber schauen, erst dann kann man auf andere schauen. Es gilt ganz besonders in der Gesundheit.

SPEAKER_02

Und ich wollte mich noch herzlich bedanken für das nette Kompliment vorhin. Gerne, doch. Sie hören Dr. Markus Franz, Internisten bei Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Und denken Sie daran, Ihr Körper ist ab heute Ihr Tempel.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.

SPEAKER_02

Lieber Herr Dr. Markus Franz, Inist seines Zeichens, lieber Markus, Longevity. Longevity steht jetzt fast auf jeder Tür. So in etwa. Was ist das eigentlich genau? Hat das irgendwas damit zu tun, dass wir alle ganz viele Vitamintabletten nehmen sollen? Oder sind das Infusionen? Manche haben schon berichtet, dass sie da Infusionen machen können, die kosten aber ein Vermögen. Braucht man das? Ist das gut für den sogenannten Körpertempel?

SPEAKER_01

Der Körpertempel braucht das meiste, was heute unter dem Etikett Longevity verkauft wird, nicht. Die besten Longevity-Maßnahmen haben wir schon besprochen. Bewegung und mediterrane Kost, das sind nachweislich die wichtigsten Säulen für Longevity. Longevity heißt übersetzt auf Deutsch Langlebigkeit. Und es hat sich aus Amerika, wie so vieles zu uns, herüber als Mode breitgemacht. Jeder trachtet jetzt danach, möglichst viel Longevity zu machen. Longevity here, Longevity dort, Infusionen da und und und. Das allermeiste ist zumindest fragwürdig und für die allermeisten Longevity-Maßnahmen, die so angeboten werden in den Longevity-Shops, Tempel und so weiter, gibt es kaum wissenschaftliche Daten. Wenn Leute daran glauben und sich das gern kaufen, bitte, ich möchte das niemandem verbieten, aber ich rate auch niemandem zu, das unbedingt zu machen, weil es gibt hier Maßnahmen bis hin zur Blutwäsche, die einige tausend Euro kostet und wo behauptet wird, das würde den Körper verjüngen und helfen. Es sind auch viele Ärzte dabei, die das propagieren, sind aber natürlich vorwiegend Geschäftsleute, die aus der Industrie kommen, aus der Supplement-Industrie, die verkaufen alles Mögliche als jetzt Langlebensmittel. Das geht vom normalen Vitaminpräparat bis hin zu diversen Mischsupplementen, die man jeden Tag sich zuführen soll. Da gibt es einen ganz bekannten Proponenten aus den USA, den Brian Johnson. Das ist ein Multimillionär, der sich zum Lebensziel gemacht hat, 200 Jahre alt zu werden und ununterbrochen Pillen in sich hineinstopft und sich ununterbrochen alle Körperfunktionen messen lässt und sein biologisches Alter bestimmen, weil sein Ziel ist eben, uralt zu werden. Und es gibt einen anderen Amerikaner, den Professor Sinkler, der behauptet, er könnte die biologische Uhr zurückdrehen eines Tages durch genetische Maßnahmen. Das halte ich alles für zumindest an der Grenze zum Seriösen. Bitte der Brian Johnson soll machen mit seinem Körper, was er möchte. Aber wenn Wissenschaftler sich hier versteigen in Ansagen wie wir werden eines Tages unsterblich sein, dann ist es aus meiner Sicht eine gewisse Hyprisene Überheblichkeit. So sollte man nicht agieren, vor allem nicht, wenn man als Wissenschaftler tätig ist. Und insgesamt kann man sagen, ein paar Longevity-Maßnahmen sind auf alle völlig gescheit, das ist keine Frage. Das geht ja um die Gesundheit, aber sehr viel sollte man sich sehr genau anschauen und am besten mit seinem Arzt oder seinem Ernährungsberater oder mit einer Krankenschwester, die man als Bekannte hat, einmal durchgehen, besprechen oder mit einem Diatologen sich das anschauen, ist es wirklich gescheit, was da verkauft wird.

SPEAKER_02

Vor allem könnte man das ja auch so betrachten, dass longevity einem etwas verspricht, wo man selber nichts tun muss. And this is, glaube ich, auch ein fataler Fehler. Weil wenn man das vielleicht macht anders Infusionen macht, die gesund sind, we sollen ja auch alle Vitamine, but halt natürlich mit Mars and Ziel and from an arzt and Blutbild begleitet. But that verleitet a little dazu, dass man meinte, ich krieg da Infusion and I must whether upnehmen, nor muss ich mich richtig ernähren, noch muss ich mich bewegen or sonst irgendwas tun. When man vielleicht alles zusammen machen würde, wäre es vielleicht besser.

SPEAKER_01

Wäre es sicher besser. Es gibt ein paar Krankheitsbilder wie zum Beispiel Long-Covid oder postvirale Syndrome, wo die Leute sehr lange Erschöpfungszustände haben. Da kann das durchaus helfen, wenn man hochdosierte Vitamin-Cocktails und Aminosäuren-Cocktails verabreicht. Da gibt es zum Beispiel bei Arginin, seine Aminosäure, da gibt es wissenschaftliche Hinweise, dass das sicher gut ist. Aber wie du sagst, dass man sich einfach jetzt sich einmal in der Woche oder zweimal in der Woche einen Cocktail verabreichen lässt und dann wird man 130 ohne Probleme, das ist ein völliger Unsinn und auch eine Verführung von Leuten, die das nötige Geld dazu haben und vor den Kopf stoßen von anderen, die nicht das nötige Geld dazu haben, da muss man bitte schon wirklich bei der Wahrheit bleiben, was kann wirklich längeres Leben verschaffen. Es geht ja speziell um ein gesünderes, leichteres, längeres Leben und nicht nur um die Länge des Lebens. Und die Qualität. Um die Qualität, die Lebensqualität. Und wenn ich immer nur verspreche, ja, Lebensmaximierung, Lebenszahljahre vermehren, dann ist ja das Unsinn. Und wenn ich das zu teurem Geld verkaufe, dann erreiche ich ein gewisses Klientel, aber die anderen erreiche ich nicht. Die fühlen sich dann vielleicht zurückgesetzt. Das heißt, da ist ein bisschen ein Ungleichgewicht auch da insgesamt in der industriellen.

SPEAKER_02

Geht es natürlich auch um viel Geld dabei?

SPEAKER_01

Es geht um sehr viel Geld.

SPEAKER_02

Jetzt habe ich noch eine Frage aber zu Nahrungsergänzungsmitteln. Was wir alle schon gehört haben, liebe Zuhörer, wie schaut es aus mit Vitamin D, mit Omega-3, mit Magnesium? Wir wissen jetzt auch nicht genau, wie viel sollen wir davon nehmen, brauchen wir das überhaupt? Manche schauen einfach nur Videos und nehmen dann das, was da jemand drinnen empfiehlt. Wie geht das genau? Wie wichtig ist zum Beispiel das Vitamin D, wenn wir nur ein Einzelnes herausnehmen? Und kann man das auch zu viel nehmen?

SPEAKER_01

Das Vitamin D ist ein wichtiges Hormon, beziehungsweise Vitamin, das ist ein Zwischending zwischen Vitamin und Hormon. Der Stoffwechsel dieses Vitamins ist sehr komplex und wir kennen bis heute keine genauen Zahlen, was ist wirklich der richtige Spiegel für jeden, weil es individuell sehr verschieden ist und genetisch eine genetische Prädisposition, also genetische Vorveranlagung braucht, um das Vitamin D überhaupt ideal verstoffwechseln zu können. Das heißt also, es gibt keine Einheitsempfehlung. Sie brauchen jeden Tag 5000 Einheiten, 800 Einheiten oder XY Einheiten. Es gibt ungefähre Empfehlungen der Endogenologen, also der Spezialisten, die sich mit dem beschäftigen. Aber ich war jetzt kürzlich bei einer großen deutschen Internistentagung, wo Vitaminpäpste jetzt im positiven Sinn aufgetreten sind, also Wissenschaftler, die explizit gesagt haben, wir können das Vitamin D nicht genau empfehlen. Das muss man individuell feststellen, erst nach Messung bzw. auch nach Gesamthintergrund. Wie ist der betreffende Mensch sonst gestaltet? Hat der Vorerkrankungen, gibt es da schon eine Osteoporose, vielleicht eine Knochenerweichung? Gibt es da in der Familie sehr viele Infekte, Infektneigung und und und. Also diese Dinge, das muss man eigentlich in Wirklichkeit individuell im Einzelfall festlegen.

SPEAKER_02

Also um nochmal kurz ein bisschen was zusammenzupacken, was wir jetzt allem. Ich versuche es einmal, is that this longevity Markt ein Markt is. Also da geht es darum, follow the money. Wer verdient on deine Angst for the alternation and ohne bewegung and ernährung machen auch gute Infusionen jetzt nicht unbedingt Sinn. Einfach so? Kann man das so sagen? Okay, das heißt, wichtig ist es wie immer, nicht zu rauchen, sich ordentlich zu bewegen, gut zu essen, gut zu schlafen. Das kostet nichts, wie der Herr Dr. Markus Francis immer sagt, aber es hat einen ungeheuren Effekt auf die Gesundheit. Und wenn man Vitaminen nimmt, dann sollte man vorher ein ordentliches Blutbild machen und nicht irgendwelche Kapseln schlucken. Und ja, die Angst vor dem Altern, wo kommt die her? Eigentlich vollkommen verrückt. Das ist eigentlich der Lauf der Welt, der natürliche Lauf des Menschen. Das heißt, liebe Zuhörer, haben Sie keine Angst vor dem Älterwerden, denn die Alternative dazu wäre ja nur jung zu sterben.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.

SPEAKER_02

Dass die Gesundheitsausgaben in Österreich 2024 über 57 Milliarden Euro betragen haben. Das ist eine gigantische Summe, oder, Herr Dr. Franz? Wenn man sich überlegt, dass man dann in der Zeitung liest, dass Menschen, die schwer krank sind, Österreicherinnen und Österreicher von Spitelern abgewiesen werden. Aus welchem Grund auch immer, aber das wirst du mir, Markus, vielleicht auch gleich erklären, wie das ist. Wo landet dieses viele Geld? Und wie sieht das in Österreich 2026 aus für einen Mediziner? Wie lange bist du schon in der internen Medizin?

SPEAKER_01

Über 30 Jahre.

SPEAKER_02

Okay, 30 Jahre. Und an wie vielen Spitälern arbeitest du und warst schon unterwegs?

SPEAKER_01

Oh, ich glaube sieben, acht Spitäler auf alle Fälle, wenn nicht sogar neun.

SPEAKER_02

Okay, und wie hat sich dieses Bild jetzt in diesen über 30 Jahren gewandelt? Wer sitzt jetzt dort und wie sehen die Belastungen aus? Also sowohl für Pflege haben wir schon gesprochen, aber auch Ärzte, Ärztinnen, Praxen. Wie ist das Bild in Österreich? Welche Patienten sind da?

SPEAKER_01

Wir haben vorwiegend eine Zunahme im chronischen Bereich, Diabetes, Übergewicht, das sind die Dinge, die uns wirklich zunehmend belasten im Gesundheitssystem. Wir haben natürlich auch die Situation, dass wir, wie wir schon vorher angesprochen haben, die Boomer-Generation jetzt immer mehr in der Pension finden und immer mehr chronische Krankheiten bei den älteren Menschen auftauchen. Und wenn die älteren Menschen mehr werden, dann haben wir natürlich mehr ältere Krankheiten. Und dann haben wir natürlich das Problem der Migration, dass immer mehr Leute von außen kommen, die ins System nichts oder noch nichts eingezahlt haben und das System aber in Anspruch nehmen oder nehmen müssen. Wir als Ärzte sind ja so aufgestellt, dass wir jeden versorgen müssen, der unsere Hilfe braucht. Das ist immer überhaupt gar scheuen nicht auf die Hautfarbe, nicht auf die Herkunft, nicht aufs Alter, gar nichts. Prinzipiell ist die Pflicht des Arztes die Hilfe. Wir müssen aber schon als Ärzte, Diagnostik ist ja unsere Aufgabe, schon noch die Diagnose treffen, was ist da los mit unserem Beitrags- und Gesundheits- und Sozialsystem, wenn immer mehr Leute nichts beitragen, die einen können nichts mehr beitragen, weil sie alt sind, aber 40, 45, 50 Jahre lang eingezahlt haben, und andere kommen, die noch nichts eingezahlt haben oder vielleicht nie was einzahlen werden und auch die Leistungen in Anspruch nehmen, da kommt unser Sozialsystem, unser Sozialstaat massivst unter Druck. Und da gibt es einen berühmten amerikanischen Ökonomen, den Milton Friedman, der hat gesagt, du kannst einen Sozialstaat haben oder du kannst offene Grenzen haben. Aber du kannst niemals beides zugleich haben. Und das ist eine ganz wesentliche Aussage eines Menschen, der frei ist von jeder Ausländerhetze oder sonst irgendwelchen Dingen, die sofort unterstellt werden. Es ist ein Fakt. Es ist ein Faktum. Und wir müssen auch gerade als Ärzte uns gesundheitspolitisch damit auseinandersetzen und darüber reden. Wir haben eine massive Zunahme an Versorgungsfällen aus dem Migrationssektor und was leider Gottes auch damit einhergeht, das ist speziell in Deutschland, wird diese Statistik erhoben, wir haben auch eine Zunahme an Gewalttätigkeiten in den Spitälern vor allem. Und in Deutschland ist es so, dass 40% der Gewaltdaten im Gesundheitssystem durch bzw. aus dem migrantischen Sektor kommen. In Österreich wird das nicht so exakt erhoben, da könnte man nur über den Umweg der Polizeistatistik und so weiter das herausfinden. Aber wir haben von über die Ärztekammer 2024, Ende, 2024 eine Erhebung gemacht in Wien, wie es mit der Gewalt ausschaut in Spitälern und Ordinationen. Und da ist es so, dass ein großer Teil der Ärztinnen, speziell der Frauen, der Pflegerinnen und Ärztinnen, mit Gewalt, mit verbaler Gewalt zumindest konfrontiert sind. Das sind jetzt nicht immer nur die bösen Ausländer, das sind durchaus auch hiesige, das ist überhaupt keine Frage. Aber da ist der Ton viel rauer, viel rüder, viel aggressiver geworden, die Begehrlichkeiten sind angestiegen und das ist natürlich eine extreme Belastung in einem ohnehin belasteten Sektor. Es ist ja oft nicht lustig, in der Medizin zu arbeiten. Du hast mit Schwerganchen zu tun, du hast mit Notfällen zu tun und und und. Unheilbare Situationen. Wenn dann noch die Gewalt, die verbale Gewalt, die Anforderung, die Aggression so drastisch zunimmt wie in den letzten Jahren in Österreich und in Deutschland der Fall ist, dann haben wir wirklich ein riesenhaftes Problem, das wir lösen müssen.

SPEAKER_02

Was ich auch noch von Ärztinnen gehört habe, die im Spitalsbereich tätig sind, ist die Problematik, dass sie oft nicht respektiert werden als Ärztinnen.

SPEAKER_01

Ja, das ist ein Faktor, der ist da. Das war ja schon immer ein bisschen da, dass man gern die Frau Doktor als Schwester bezeichnet hat. Und deswegen sind ja auch die Kleidungen unterschiedlich. Jetzt werden es wieder angeglichen, überall kleidet man sich wieder gleich, um Unterschiede einzuebnen. Das widerspricht sich ein bisschen, aber das habe ich alles in meinen 30, 35 Jahren Medizin erlebt. Einmal ganz separiert, ja ganz klar erkennbar, wer ist Arzt, wer ist Nicht-Arzt, wer gehört zum Reinigungsdienst, wer gehört zum Sicherheitsdienst, den es jetzt schon in fast allen Spitälern oder eigentlich in allen Spitälern mittlerweile gibt. Das war ganz klar unterscheidbar. Wenn ich jetzt wieder Einheitsklüfte für alle schaffe, dann ist es für die Patienten überhaupt nicht erkennbar, wer ist eigentlich wer. Daher bin ich ein Verfechteter von Spitalsgewandt, wo ganz klar zuordnenbar ist, wer gehört zum medizinischen Personal, wer gehört zum pflegerischen Personal, wer gehört zum Verwaltungspersonal. Das müssen die Patienten einfach wissen, weil die sind ja auch in einer Stresssituation. Das darf man nicht vergessen. Dass logischerweise der Patient der wichtigste im Spital ist. Und man muss dem die Mittel zur Verfügung stellen, dass er sich am besten auskennt. Nicht nur mit Bodenleitlinien und buntfärbigen Türschildern, sondern auch in der Kleidung des Personals.

SPEAKER_02

Und wobei man ja diese Bodenleitlinien, den kann man dann gut folgen und dann kommt man vor einem Ärztezimmer auch teilweise mit Beinbruch oder wirklich klaffenden Wunden. Und da liegen und stehen dann so viele Leute vor der Tür, dass man gar nicht drankommt.

SPEAKER_01

Ja, auch das ist ein ganz wichtiges Thema. Wir nennen das in der Medizin Triage. Das heißt, es kommt aus dem Französischen und das heißt übersetzt, dass wir das.

SPEAKER_02

Das haben wir bei Corona gelernt.

SPEAKER_01

Das haben wir bei Corona gelernt. Das ist, manche sagen, triage, da werden Leute vorgezogen, es auf Wahnsinn, das ist eine Benachteiligung, Diskriminierung. Nein, ist es nicht. Das ist ein System, das nach rein medizinischen und pflegerischen Kriterien vorgeht und die Leute priorisiert am ersten als erstes dran nimmt, die es am dringendsten nötig haben. Also die kränksten oder die Schwerstverletzten kommen als Ärzte als Ärzte dran. Und die, die weniger krank sind, die kommen am Schluss dran. Es kann auch passieren, dass die dann weggeschickt werden und gar nicht versorgt werden, weil es zum Beispiel seit drei Wochen immer wieder kehrende Kreuzschmerzen haben. Das ist legitim und gut, weil sonst würde das Medizinsystem nicht funktionieren.

SPEAKER_02

Das war auch noch ein Punkt, wo ich fragen wollte, es ist ja so, dass viele in Spitälern, in den Akutbehandlungsstationen landen, weil ihnen weh irgendwas weh tut oder ihnen schlecht ist. Wie kann man denn das tatsächlich verändern? Weil die werden teilweise natürlich weggeschickt. Wo gehören die denn hin?

SPEAKER_01

Ja, die können prinzipiell einmal zum Hausarzt. Es gibt ja schon in etlichen Spitälen agrar, zum Beispiel vorgelagerte Ambulanzen, die von Hausärzten Allgemeinmedizinern betrieben werden, die die Leute einmal vorselektieren und anschauen, muss der überhaupt jetzt hinein in die Notfallambulanz, beziehungsweise muss der weiter bedeuten von einem Facharzt in irgendeiner Richtung, wo er halt hingehört, oder kann man den versorgt mit einem Medikament wieder nach Hause schicken. Und auch hier spielen sich dann schon oft die Begehrlichkeitsszenen ab oder die Aggressionen, dass man sagt, ich will sofort rankommen oder sie nehmen mich nicht an, nur weil ich Ausländer bin. Ich wage schon drei Stunden mit ODSW. Also da hörst du die verschiedensten Aussagen von allen. Das ist der gesamte Sample der Patienten, die da hier zu finden sind. Jeder findet irgendwie einen Hebel, um reinzukommen und möglichst dranzukommen.

SPEAKER_02

Das hört sich eigentlich furchtbar an. Welcher junge Arzt will dann bitte noch in so einem Spital arbeiten?

SPEAKER_01

Die jungen Ärzte arbeiten nur dann, wenn die Strukturen gut sind und die Strukturen beginnen leider schlechter zu werden, weil man einerseits Angst hat, hier rassistische Geschichten oder sich nachsagen zu müssen, nachsagen lassen zu müssen. Oder weil halt zu wenig Personal insgesamt da ist und zu wenig Kompetenzen verteilt werden, klar zugeteilt werden, auch die Führungsstrukturen immer mehr verflachen. Wir leben in einem Zeitalter, wo sie alle gleich fühlen und niemand will sich gern was anschaffen lassen. Das sieht man auch an der Kleidung bitte. Das sieht man auch an der Kleidung zum Teil. Aber wir brauchen hier wieder klarere Strukturen und wirklich klare Kompetenzverteilungen, wer wann was machen darf. Und wir brauchen leider in jedem Spital, in jeder Ambulanz einen Sicherheitsdienst mittlerweile.

SPEAKER_02

Genau, und soweit ich weiß, brauchen wir auch in Österreich viel mehr gute Ärzte. Und diese Ärzte sollen sich natürlich in den Möglichkeiten, wo sie arbeiten können, auch wohl und sicher fühlen dürfen. Sie werden Dr. Markus Franz, über 30 Jahre in der internen Medizin, tätig, der uns ein bisschen einen Einblick gegeben hat, wie es so ausschaut, wenn man im Spital ist und wenn man eine Verletzung hat, was man dann dort vorfindet. Dankeschön, lieber Markus.

SPEAKER_00

Gerne. Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.

SPEAKER_02

Willkommen zurück, liebe Zuhörer, in einem Gespräch, wo die Gedanken frei sind. Wir haben schon sehr viele interessante Infos bekommen aus dem Gesundheitsbereich von Dr. Markus Franz. Falls Sie ihn noch nicht auf TikTok gesehen haben, dann sollten Sie das tun, weil dort bekommen Sie sehr, sehr viele Gratistipps, praktische Tipps, die man im Alltag leicht implementieren kann, die einfach dazu da sind, dass Sie selber gesünder werden und eine eigene Gesundheitsvorsorge quasi treffen. Also schauen Sie Dr. Markus Franz auch auf TikTok auf seinem Kanal. Gibt es ein spezielles Wording, wie man den Kanal leichter findet, lieber Markus?

SPEAKER_01

Einfach eingeben, Dr. Markus Franz, also DR abgekürzt, Dr. Markus Franz, dann kommt man automatisch zu mir. Aber ein Markus mit C. Ein Markus Mizet, das ist ganz wichtig, aber man wird meiner Erfahrung nach auch umgeleitet, wenn man es mit K schreibt. Früher oder später kommst zu mir.

SPEAKER_02

Also du bist ein TikToker, du bist jemand, der mit den Social Medias gut kann. Und wenn man das jetzt umlegt, ist es ja so, dass eben Social Media, KI, Googlen, sehr modern ist, vor allem Symptome googeln, fragen Sie Doktor Google, wenn man irgendwas hat, googelt man, was könnte ich haben, welches Medikament wäre das Richtige. Braucht man da überhaupt noch einem Arzt gegenüber zu sitzen? Und ich würde dann natürlich auch gerne auf die 1450 Gesundheitshotline zu sprechen kommen, wie das ein Arzt beurteilt, ob das Sinn macht.

SPEAKER_01

Grundsätzlich macht es Sinn, die Social Media und die Suchmaschine und die KI, die ja immer mehr im Kommen ist, zu verwenden. Allerdings dosiert und mit Beratung eines Arztes früher oder später. Wir kommen nicht drum herum, weil die KI macht Fehler, Google macht Fehler, man findet unter Umständen falsche Ratschläge, schreibt doch jetzt mittlerweile jede KI aus rechtlichen Gründen hin. Aber natürlich, jeder von uns ist, wenn er irgendwo Unwohlsein verspürt oder einen Schmerz verspürt, versucht, sofort nachzuschauen, was könnte das sein. Jetzt machen wir die Diagnose richtig, machen wir sie halbrechtig, gelegentlich ist sie aber auch falsch und relativ oft macht sie an. was da dann steht auf KI, auf der KI, auf Chat-GPT, auf Claude und wie sie alle heißen. Und dann denkt man sich, um Gottes Willen, das sollte man vielleicht doch einen Arzt zeigen. Und dann kommt 14,50 ins Spiel, dann ruft man vielleicht bei 14,50 an, was prinzipiell eine gute Sache ist, wenn man so eine Hotline hat, wo man sich erkundigen kann. Aber der große Nachteil ist, es ist keine direkte Beratung und keine direkte Behandlung möglich. Und im Ärztegesetz ist definiert, dass jede ärztliche Behandlung direkt unmittelbar erfolgen sollte. Jetzt haben wir in Österreich ein relativ weit gefasstes Telemedizingesetz, was gut ist, sodass wir auch die Telemedizin mehr einbringen können, weil wir ja aufgrund der Zunahme der Bevölkerung bzw. der Zunahme der Kranken, speziell der chronisch Kranken, mehr Versorgungsmöglichkeiten brauchen. Jetzt ist es aber in weiterer Folge auch so, wenn ich mich telemedizinisch sei es über 1450 telefonisch oder telemedizinisch über eine Hotline oder über eine KI erkundige über meine Beschwerden, irgendwann stehe ich vielleicht an oder habe so etwas Schweres, dass mir die Hotline empfiehlt, einen Arzt aufzusuchen. Daher muss man aus meiner Sicht unbedingt hinter der Telemedizin auch eine reale Medizin oder zumindest eine videotelemedizinische Möglichkeit schaffen, sodass die Leute, auch wenn sie zu Hause sind, direkt mit dem Arzt von Angesicht zu Angesicht kommunizieren können. Weil nur als Arzt, als Ärztin, kann man sich mit dem Patienten auseinandersetzen in seiner Dreidimensionalität, wenn ich den auch sehe. Wenn ich nur höre, it wird schon ziemlich schwierig. Und wenn ich nur schriftlich sehe, eine schriftliche, it's ganz schwer überhaupt festzustellen, was der Betreffende hat.

SPEAKER_02

Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, weil wenn man da wo anruf, then heard they said. Or vielleicht is it's a video call, then see the gesture. But they can quite not in principle, this arts or where the Gesundheitsberater who on the other side the ants for it not given, but I with my angst a little off my side. On the other side that I said, Berugen Sie sich, it should not be so slim sein. But I've been trotzdem and alive. Is this not the problematic zwischenmenschlich contact and not the professionelle of symptoms and ursay, sort of this Auge in Auge with jemandem that so unfassbar wichtig is unbedingt abhandeln können and sicher nicht alles auf KI und Telemedizin.

SPEAKER_01

We brauchen den menschlichen Kontakt, wir sind soziale Wesen grundsätzlich, die KI kann uns helfen in gewissen Bereichen, aber wir brauchen dann den Kontakt zum Arzt, zum medizinischen Personal.

SPEAKER_02

Okay, und dann denke ich mir, gut, vielleicht ist der so nett dort an dieser 1450 Hotline und sagt, gehen Sie zu einem Arzt. Aber dann kostet das ja auch sehr viel Geld und was die Menschen einfach nicht mehr haben, auch aufgrund dieser völlig verfehlten Politik dieser Regierung. Und wir werden jetzt dann einmal ein Budget presentiert bekommen, wo einem gruselt, weil man wird sich wieder bei der Bevölkerung abholen, genau wie immer. Wo finde ich jetzt noch einen Kassenarzt, wo ich hingehen kann, wo ich eine Chance habe, dass der vernünftig ist, sich die Symptome anschaut und ich jetzt keine Millionen dort bezahlen muss. Es kann nicht jeder zum Privatarzt gehen.

SPEAKER_01

Es kann nicht jeder zum Privatarzt gehen und wir werden Wege finden müssen, um das zu finanzieren, dass die Leute, die Patienten, die Menschen in Österreich einen Arzt finden oder einen Arzt haben können, der über das Kassensystem finanziert wird. Nur da brauchen wir mehr Geld in den Kassen der Kassen und das haben wir nicht. Wir haben ja Defizite ohne Ende. Eben weil wir das Beitragsproblem haben. Das heißt, zu wenig Beitragszahler, zu wenig Geld in der Kasse, zu wenig Versorgungsmöglichkeiten, zu wenig Honorierungsmöglichkeiten für die Kassenärzte. Was passiert? Der Arzt sagt natürlich, naja gut, um 3,50 Euro kann ich jetzt keine Behandlung machen, weil ich habe Personal zu zahlen, Miete zu zahlen, Geräte zu zahlen, ich gehe in die Privatmedizin. Das heißt, wir haben hier eine Spirale eröffnet oder einen Teufelskreis, den man durchbrechen muss. Und dazu ist es notwendig, sich wirklich hinzusetzen und zu schauen, dass wir ein österreichweit einheitliches System zusammenkriegen. Das ist einmal die Grundvoraussetzung, um das überhaupt bessern zu können. Und dann müssen wir schauen, wo können wir Telemedizin einsetzen, wie können wir sie einsetzen, wie setzen wir die KI ein und wo setzen wir am besten die medizinischen Ressourcen, die menschlichen Ressourcen ein, sodass die Leute Ansprechmarten haben. Weil ich habe nichts davon, wenn mir 14,50 oder eine KI oder Google rät, gehen sie in die Ambulanz oder gehen sie ins Spital, das könnte gefährlich werden. Ich sitze dort sechs Stunden herum und dort ist wieder keiner, weil die Ärzte das Personal vom Spital weggeht, weil die Bedingungen unerträglich sind. Das heißt, wir haben hier in Wirklichkeit und in Wahrheit eine jetzt schon vorhandene Katastrophe, die aber so nicht angesprochen wird, weil die Patienten sind immer die Schwächsten im System. Patienten sind die schwächsten Glieder in der gesamten Gesundheitsversorgung, die haben die schwächste und die leiseste Stimme. Jeder, der heute Patient ist in einer Ambulanz, der ist Verruwander von dort wieder weg ist, der erzählt es in seinem Umfeld, das war Wahnsinn in der Ambulanz, ich habe sechs Stunden gewartet, da geht es zu, das ist Irrsinn und Wahnsinn und der vergisst das dann und denkt sich, okay, da wird schon die nächste Zeit nichts mehr sein. Das heißt aber, alle, die dort sind, sind in einer ganz, ganz üblen Position, solange sie dort sind in der langen Wartezeit oder beim Kassenarzt, wo sie vielleicht zwei Stunden warten müssen und dann nur zwei Minuten Zeit haben für ein kurzes Gespräch oder vielleicht sogar weggeschickt werden, weil der sagt, ich kann heute nicht mehr, ich habe schon 80 oder 100 Leute gesehen, ich bin am Ende.

SPEAKER_02

Das meine ich ja gerade, das ist ja das Problem der Kassenärzte, dass sie so viele Patienten am Tag haben, dass sie oft eben nur Krümel von Zeit für jeden Patienten noch übrig haben. Und dieses Zwiegespräch, dieses wahrgenommen werden, das Gefühl zu haben, dass einem jemand zuhört anders ernst nimmt, was man erzählt, und das dann einem hilft zu differenzieren, ist eine der wichtigsten Situationen, eine dieser Arzt-Patienten-Thematik, das Gespräch. And dafür gibt es eben keine Zeit mehr. But ich würde eben sagen, dass das kein Arztversagen ist, das möchte ich wirklich sagen. Systemversagen. Absolutes Systemversagen.

SPEAKER_01

Politik, ein Versagen der Gesundheitspolitik. Genau.

SPEAKER_02

Diese Rahmenbedingungen müssen sich ändern, indem man quasi uns Patienten eine 1450 Hotline vorsetzt alleine. Also um das ein bisschen abzufedern, das wird es nicht lösen. Sie hören den Internisten Dr. Markus Franz bei Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Menschen sind keine Maschinen. Sie brauchen gute Gespräche.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.

SPEAKER_02

Da sind wir wieder, liebe Zuhörer. Ich sitze hier mit Dr. Markus Franz, einem Internisten. Bitte alle anderen Fächer noch aufzählen.

SPEAKER_01

Allgemein Mediziner Magen Darm, Spezialist, Hämatoonkologe, sprich Blut- und Krebsspezialist, Vorsorgemediziner und vor allem auf die Gesamtheit des Menschen bedacht.

SPEAKER_02

Genau. Also viele, viele Bereiche der internen Medizin, die du abdeckst, ist ein weites Spektrum und das machst du seit über 30 Jahren. Auch du hast natürlich diese Corona-Zeit erlebt. Das ist über uns hereingebrochen und keiner hat sich vorstellen können, dass so etwas überhaupt möglich ist. Wir sind ja auch alle ein bisschen älter anders and the world has eighteen funktioniert. Wie hast du das erlebt, die Corona-Zeit und wie betrachtest du das heute rückblickend? Wir von der FPÖ wollen ja natürlich auch einen Corona-Untersuchungsausschuss starten, der wird im Herbst oder nächstes Jahr starten, je nachdem wie wir dazu kommen, weil wir auch gerade intensiv mit dem Ausschuss von Herrn Bilnerček beschäftigt sind. Ja, deine Sichtweise?

SPEAKER_01

Meine Sichtweise war am Anfang, so wie die wahrscheinlich von allen. Wir wussten nicht genau, was auf uns zukommt. Wir haben die Berichte erhalten, die ersten Bilder aus China, die zum Teil schrecklich waren. Wir haben die Problematik gesehen, dass da möglicherweise was auf uns zukommt, was wir so noch nicht gekannt haben. Es ist dann Gott sei Dank eh anders gekommen. Aber am Anfang war das natürlich ein völliges Neuland, dieser weltweite pandemische Ausruf, auch durch die Medien, die italienischen Katastrophen, die da passiert sind, Bergamo, die Bilder von Bergamo, die Serge von Bergamo, die ja zum Teil gefälscht waren. Also da waren viele Dinge dabei, die rückblickend haarsträubend war schon zu Beginn. Und jetzt ist ja auch die Labor-These, dass das Virus aus dem Labor stand relativ.

SPEAKER_02

Genofunction, genau. Und das war ja auch damals so mit Bergamo und so weiter, da kamen dann die ganzen Ansagen vom Herrn Kurz. Liebe Zuhörer, vergessen Sie das nicht, quasi stand schon immer im Raum bei dem, was er gesagt hat, wir werden alle sterben, wenn wir nicht sofort dieses oder jenes machen.

SPEAKER_01

Ja, es ist von der Politikseite aus meiner Sicht wirklich sträflich falsch vorgegangen worden, indem er nämlich Angst gemacht hat. Und Angst ist ein schlechter Ratgeber, haben wir heute zu Beginn schon gehabt, diesen Spruch, und macht krank und macht die Leute auch gefügig. Und das ist das, was relativ bald in dem ganzen Corona-Setting mich stutzig gemacht hat, warum so viel Angst? Weil es ist nicht das Riesentrama, als dass es ganz am Anfang dargestanden ist. Es ist nicht die halbe Menschheit ausgestorben durch dieses Virus. Aber es ist die halbe Menschheit unter Zwang und Druck gesetzt worden durch Maßnahmen, die aus heutiger Sicht überhaupt nicht zu rechtfertigen sind und damals eigentlich auch zu einem Großteil nicht in Ordnung waren. Das muss man sagen. Und ja, ich nehme die ersten ein, zwei Monate immer aus, weil da haben wir noch nicht genau gewusst, was los ist, aber dann beginnt es kritisch zu werden.

SPEAKER_02

Ja, und was wir erlebt haben, war, dass der gesellschaftliche Druck auf Ungeimpfte enorm war und eine unfassbare Spaltung verursacht hat, die eigentlich bis heute anhält in der Gesellschaft. Also viele Menschen trauen sich gar nicht mehr ihre Meinung zu sagen, weil das so eine Spaltung gewesen ist und wir immer weitere Themen haben, die schrecklich sind, die ganze Situation der Weltkriege und so weiter, wenn man irgendwo in gewisser Weise Verständnis hat for Dinge, die Putin veranstaltet, ist man gleich ein Putin-Versteher oder Netanyaro is jetzt auch ein Thema. Also it's eighteen schade, weil man over all vernünftig read, wurscht what it is. But my fear was in the Corona Impfing, which many people have been, and this impfteen, in that situation, hast du days a verstanding in the Nach, that men will not improve, or has to verst und the Green, versucht eine Impfpflicht einzuführen. Wie ist da dein Blick darauf? Weil viele Menschen sagen ja heute, ich musste mich impfen lassen, sonst hätte man mich rausgeworfen aus meinem Beruf raus, wie hätte ich existieren sollen und ich bin jetzt schwer krank. Es gibt ja sehr viele Leute, die sagen, sie sind krank geworden durch die Impfung. Das nennt man PostVAC. Und dann gibt es halt welche, die sagen, sie haben Long-Covid. Das ist irgendwie so ein.

SPEAKER_01

Es ist ja ähnliches Krankheit.

SPEAKER_02

Ja, es ist irgendwie undurchschaubar, was es genau ist.

SPEAKER_01

Das wissen wir bis heute noch nicht genau, was da wirklich abläuft. Man nimmt an von dem, was man bis jetzt weiß, aus rein medizinischer Sicht, dass es sich um eine Entzündung der kleinsten Gefäße der Kapillaren handelt und dass die diese Problematiken macht. Aber zur Impfung generell, es war ja schon relativ bald klar, dass die Impfung keine Immunität, keine Sterilität herstellen kann, sondern dass die Impfung höchstens vor einem schweren Verlauf schützen kann und da nur indiziert war bei den Risikogruppen, bei den Hochrisikogruppen, bei schwerkranken Menschen und bei alten Menschen. Und wir haben ja relativ bald gesehen, dass die Nebenwirkungsrate viel größer ist, als am Anfang überhaupt gesagt wurde. Ich kann mich noch an Aussagen von führenden Politikern und Ärztekammerfunktionären erinnern, die in der Zeit im Bild gelautet haben, die Impfung ist wirksam und sicher. Und das kann jeder machen, vom Baby bis zum Kreis. Also da ist sehr viel Schindluder betrieben worden mit den Empfehlungen, wobei sich interessanterweise das nationale Impfgremium immer entschlagen hat der rechtlichen Verantwortung. Allen Impfempfehlungen steht klein drauf. Wir übernehmen keine rechtliche Verantwortung für diese Empfehlungen. Das ist aus meiner Sicht eine problematische Geschichte, weil da sitzen einige Leute zusammen, die es eigentlich wissen müssten, nämlich Spezialisten für Infektionen. Dafür hat man sie ja hingesetzt. Wenn sie dann keine rechtliche Verantwortung übernehmen wollen für das, was Sie empfehlen, wieso soll man dann Leute in die Verantwortung nehmen, in die rechtliche, die die Impfung empfehlen oder nicht empfehlen? Das passt alles hinten und vor nicht zusammen.

SPEAKER_02

Könnte man da jetzt auch sagen, bei dieser Impfung für alle und jeden, von Baby bis zum ganz alten Menschen, follow the money?

SPEAKER_01

Das ist sicher einer der ganz massiven Motive gewesen, dass hier unendlich viel Geld verdient werden konnte. Und da auch die Zulassungsstudie retrospektiv fragwürdig ist in dem gesamten ihrer methodischen Zusammenstellung. Man hat immer argumentiert, man hat möglichst schnell etwas gebraucht, weil das war ja so riesenhaft gefährlich für alle Menschen. Man wusste aber dann relativ bald, doch durch die Mutationen des Virus, dass es eben nicht so gefährlich für alle ist, sondern speziell nur für die Hochrisikogruppen, die ohnehin durch alles gefährdet sind. Also schwer übergewichtige Menschen mit Herzerkrankungen, COPD, also Lungenerkrankungen, Lungenemphysem, Diabetiker und die alt sind, sind für alle sehr gefährdet. Natürlich sind die auch für eine Infektion, für eine Corona-Infektion hochgradig gefährdet. Das ist klar. Wir wissen heute, dass fast alle Todesfälle aus diesen Gruppen stammen. Fast alle, die an Corona gestorben sind, waren alte Menschen oder aus den Hochrisikogruppen. Das heißt also, das war relativ bald klar. Und alle, die sich damit auseinandergesetzt haben in der Medizin und in der Statistik und in der medizinischen Forschung und das kritisiert haben, dass das so quasi ins Volk hinein empfohlen wurde. Die haben Probleme bekommen, zum Teil massive. Und das war ähnlich wie mit den Leuten, die am Arbeitsplatz unter Druck gesetzt worden sind, sich impfen zu lassen. Also viele Kollegen in der Medizin haben da begonnen, dann nichts mehr zu sagen, weil sie sich gedacht haben, puh, da kriege ich nur Probleme. Man konnte das auch gar nicht diskutieren in der Medizin. Es wurden Ärzte disziplinär verfolgt, weil sie Kritik an der Impfung oder gesagt haben, die Impfung ist fragwürdig, wir müssen uns das nochmal genauer anschauen. Da sind Ärzte angezeigt worden bei der Ärztekammer und mussten Disziplinarverfahren über sich ergehen lassen, weil sie kritisch, einfach kritisch das diskutieren wollten. Das muss man sich vorstellen. In über 200 Jahren nach der Aufklärung passieren solche Dinge in der Wissenschaft, wo die Wissenschaft ja frei sein sollte und immer alles diskutieren sollte und muss. Weil nur dann ist die Wissenschaft auch fruchtbar und wir kommen vorwärts. Es kann das, was heute wissenschaftlich anerkannt sein, übermorgen falsch sein. Das ist aber nur dann möglich zu beweisen, beziehungsweise weiter zu entwickeln, wenn nicht der Wissenschaft die Freiheit zugestehen, dass sie diskutiert. Und ich rede jetzt nicht von irgendwelchen Wunderheilern, die mit Alternativenmethoden daherkommen und sagen, ich heile euch alle von diesem und jenem und ihr braucht keine Impfung, sondern ich rede von namhaften Personen in der Medizin. Superstars, Janidis zum Beispiel. Unglaubliche Dinge sind hier passiert, wo an der Mund offen geblieben ist und man musste wirklich auch vorsichtig argumentieren und sehr, sehr bei der Sache bleiben, um nicht diesen Angriffen anheimzufallen. Und das hat da Facebook-Gruppen gegeben in der Ärzteschaft, wo wirklich ganz massivste Beschimpfungen, Drohungen ausgesprochen wurden, wo auch Dinge gesagt wurden wie Ungeimpfte können vor der Intensivstation verrecken und so. Das haben Ärzte gesagt in Facebook-Gruppen. Also das war schauerlich retrospektiv, auch wenn man es bis zu einem gewissen Grad vielleicht nachvollziehbar, weil so viel Angst geherrscht hat. Nur gerade als Arzt bin ich ja in der Pflicht, diese Angst zu nehmen, den Patienten und den Patienten zu helfen, beziehungsweise dem Probanden oder dem Covid-Gefährdeten. Und wir haben ja auch erlebt, dass 10% der Ordnerationen in Wien nach Ausrufung der Pandemie geschlossen haben, was ich persönlich für, da bleibt mir heute nur der Mund offen, weil Ärzte ist es so, wie wenn die Soldaten die Gewehre wegwerfen und davon davon rennen. Wie desertieren, ist das ein bisschen, wenn es freigestanden ist, jedem Einzelnen, das zu tun. Aber da sind Dinge passiert, die einen heute noch fassungslos machen und die man so nicht stehen lassen kann. Und ich hoffe, das kann sich in dieser Weise nie wiederholen.

SPEAKER_02

Schauen wir mal. Also diese sogenannte Pandemie, ich nenne sie eine Plandemie, hat teilweise das Böseste aus manchen Menschen herausgeholt. And the wissenschaft was definitive from the politics, vergewalted.

SPEAKER_01

Absolutely.

SPEAKER_02

And the beweglich of science was in a starre form gossen. Trust the science. And this is so and this bleibt so. And daran darf niemand rütteln. And that is bis heute. Also ich hear auch in vielen Gesundheitsausschüssen immer that the Impfung an unfassbaren Menschen gerettet hat. And when we die, then wäre es ganz furchtbar ausgegangen. Vielleicht ein Satz dazu ist das, kann man sowas heute noch sagen zum Thema Corona oder ist das fast schon unverschämt?

SPEAKER_01

Was jetzt?

SPEAKER_02

Dass man sagt, dass die Impfung einfach Millionen Menschen gerettet hat.

SPEAKER_01

Das ist eine reine Behauptung, weil das müsste man durch eine Studie belegen, was natürlich ethische Fragen aufwirft. Aber das einfach zu behaupten, weil wir wissen ja, dass die Impfung schwere Verläufe verhindern kann bei Hochrisikogruppen. Da gibt es Studien dazu, die relativ elite sind. Aber nur bei Hochrisikogruppen. Bei Hochrisikergruppen. Aber einfach das so zu sagen ist halt eine Behauptung, die im Raum staht, bis heute nicht wirklich bewiesen.

SPEAKER_02

Sollte man eher bleiben lassen. Sie hören Dr. Markus Franz, Internist bei Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.

SPEAKER_01

Liebe Zuhörer, was mir wirklich wichtig ist, das ist die Selbstwirksamkeit, die Selbstverantwortung und das Schauen auf sich selber im Gesundheitsbereich. Darauf schauen, dass man gesunde Ernährung zu sich nimmt, dass man Sport tut, dass man aktiv bleibt, dass man Demenz verhindert, dass man verhindert, überhaupt krank zu werden, dass man die gesicherten Vorsorgemaßnahmen durchführt. Wir sind ja seit 1955, seit der Souveränität Österreichs, in einem Wohlstand groß geworden, den es so nicht mehr gibt und nicht mehr geben wird in absehbarer Zeit aus meiner Sicht. Daher sind wir auf uns selbst zurückgeworfen, wir sind wieder da, wo wir früher waren. Wir müssen auf uns schauen, auf uns selber schauen, weil die Systeme werden es nicht mehr können oder nur zum Teil können. Das heißt also, beginnen Sie bei sich selbst. Das ist der beste Weg, gesund zu bleiben.

SPEAKER_02

Der Herr Dr. Markus Franz ist bei mir internist und das ist seine Botschaft. Und ich wollte zum Abschluss jetzt noch fragen, weil das ist ja genau das, was ein Arzt sein sollte. Er sollte seine Patienten respektieren und ihr Wohl ergehen sollte für ihn im Mittelpunkt stehen. Und er sollte ihnen auch beibringen, dass es für sie selber im Mittelpunkt steht. Wieso bist du, lieber Markus, Arzt geworden? Ist das in der Familie oder bist du der Erste in der Familie, der Medizin studiert hat?

SPEAKER_01

Ich bin der Erste in der Familie und mir hat die Biologie in der Schule sehr interessiert und das auch das Anatomische. Wir haben einen sehr guten Biologieprofessor gehabt, der sich auch mit medizinischen Fragen damals schon beschäftigt hat. Und in meiner Klasse sind sieben auf die MED-Uni gegangen, sieben von 28. Also es war auch ein bisschen Gruppeneffekt, weil da waren meine besten Freunde dabei und wir haben begonnen, Medizin zu studieren und es hat uns interessiert, es hat uns daugt und das ist ein sinnvoller Beruf, der wirklich sehr oft Freude macht, aber auch sehr oft extreme Belastungen mit sich bringt. Inwiefern? Wegen des zeitlichen Aufwandes oder auch psychisch? Zeitlicher Aufwand, Komplexität der Erkrankungen, auch dass die Menschen immer mehr brauchen und wollen die Komplexität der Erkrankungen, die zunehmenden älteren Menschen, die viele, viele Krankheiten mit sich bringen und immer mehr Möglichkeiten auch gleichzeitig in der Medizin, werden uns geboten, Menschen zu helfen. Oder für Menschen etwas medizinisch zu tun, wo wir uns ganz genau überlegen, ist es überhaupt noch sinnvoll, für einen 97-Jährigen dies oder jene medizinische Maßnahme zu machen, der vielleicht eh schon jahrelang im Pflegeheim Bettlägerig ist, soll man mit allen Mitteln immer alle retten. Das wird eine der zentralen Fragen werden in den nächsten 10, 20 Jahren. Was werden wir für die älteren chronisch kranken Bettlägerigen? Was werden wir da noch tun, können, wollen, was sollen wir tun? Menschenwürde, Ethik. Also ethische Fragen werden in der Medizin in den nächsten 20 Jahren wahrscheinlich die wichtigsten Fragen generell werden. Würdest du jungen Menschen empfehlen, Medizin zu studieren heute? Wenn es einen interessiert und wenn man die Berufung fühlt oder in sich findet und sich denkt, ich möchte Arzt werden, dann ja. Aber man sollte wirklich überzeugt sein, dass das das Richtige ist. Man sollte ein sogenanntes Pro Bedeutung machen. Man sollte mal in einem Spital arbeiten. Man kann als Hilfsarbeiter oder als Hilfskraft einmal einen Monat verbringen in einem Spital.

SPEAKER_03

Oder zur Rettung verfolgt. Oder zur Rettung gehen.

SPEAKER_01

Sanitäter werden einmal freiwillig schauen, wie das überhaupt ist, kann man mit kranken Menschen. Hält man das überhaupt aus oder ist die Belastung zu groß? Also das Medizinische schaut immer toll aus in den Medien. George Clooney etc. und die ganzen Medizinserie, die wir alle kennen, Dr. Hauser ist super. Aber die Realität ist dann vielleicht doch nicht so super. Das sollte man sich vorher anschauen, bevor man sich dazu entscheidet. Es war jetzt kein Ja und kein Nein. Stimmt. Es muss jeder selber entscheiden.

SPEAKER_02

Ja, genauso ist es. Es muss jeder selber entscheiden. Und weißt du, was ich mir auch denke, wenn ich dir doch jetzt lange zugehauen und ich denke mir, liebe Zuhörer, Innen geht es genauso. So einen Arzt wie den Herrn Dr. Markus Franz, den wünscht man sich, weil der hört zu, der ist liebenswürdig. Und ich glaube, egal wie schlimm es wäre, bist du jemand, der anderen Gott Hoffnung geben kann.

SPEAKER_01

Das ist mal extrem lüglich. Lügen oder Angst machen oder die Hoffnung nehmen, das heute für die schlimmsten medizinischen oder ärztlichen Sünden überhaupt. Das lehne ich ab und so bin ich nicht.

SPEAKER_02

Du behandelst ja auch Menschen, die krebskrank sind. Und da ist natürlich sehr viel Angst. Nicht nur von der Person, auch von der Familie. Das muss man als Mensch, auch als Arzt aushalten. Und irgendwo muss man sich die Energie holen, dass man diese Energie dann diesen Menschen weitergeben kann. Wo kriegst du die her?

SPEAKER_01

Die kriege ich aus meiner Familie und die kriege ich aus dem Waldviertel. Du bist ein Waldviertelfan. Ja, ich bin ein Waldviertel-Fan und zum Teil auch von dort. Ja, stammend.

SPEAKER_02

Ah, wirklich?

SPEAKER_01

Das ist quasi dein Zuhause-Boden. Das ist ein Zuhause-Boden. Oberösterreich, Niederösterreich, das sind so meine beiden Zuhauses.

SPEAKER_02

Ja, ein guter Arzt, Dr. Markus Franz, Internist. Zum Abschluss darf ich noch um Musik von dir bitten. Was hörst du gerne? Wen hörst du gerne?

SPEAKER_01

Für mich einer der größten aller Zeiten ist der David Bowie und ich wünsche mir Heroes von ihm.

SPEAKER_02

Das ist ein super Lied jetzt zum Schluss, weil das war jemand, der ununterbrochen kontinuierlich sein Leben lang an sich selbst gearbeitet hat. Von dem gibt es auch unglaublich spannende Bücher, die man lesen kann, wie sein Weg so war. Also das ist eine Person, die nie aufgegeben hat und immer versucht hat zu reflektieren. David Bowie ist auch schon nicht mehr unter uns, ist schon bei den Sternen. Bei seinen Sternen. Genau. Vielen Dank, lieber Dr. Markus Franz, für deine Zeit. Gerne. Und dass du uns so viel erzählt hast, aus dem Nähkästchen geblaudert hast. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute, bleib gesund.

SPEAKER_01

Danke, ebenso.

SPEAKER_02

Und Ihnen, liebe Zuhörer, bei Ihnen darf ich mich wie immer herzlich bedanken, dass Sie mit dabei waren bei Giuliani im Gespräch, nächsten Sonntag wieder von 10 bis 12. Und vergessen Sie nicht, Austria First gibt es, weil es sie gibt. Sie sind der Mittelpunkt dieses Senders. Für sie ist die FPÖ unterwegs auf allen Ebenen. Also passen Sie gut auf sich auf, bleiben Sie uns gewogen. Alles Liebe und schönen Sonntag dann.

SPEAKER_00

Giuliani im Gespräch. Jeden Sonntag von 10 bis 12. Und alle Folgen zum Nachhören auf austreaföld.at