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Landtagswahl 2027 wird freiheitliches Erntedankfest – Manfred Haimbuchner bei Giuliani im Gespräch
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Die wichtigste Eigenschaft eines Politikers ist für ihn, die Menschen zu mögen. Landeshauptmannstellvertreter und Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner stellt bei Marie-Christine Giuliani heute die freiheitlichen Pläne für seine Heimat Oberösterreich vor. Besonders wichtig sind ihm dabei die Familien, die unter der Teuerung derzeit besonders leiden. Sie sollen trotz schwieriger Zeiten die volle Wahlfreiheit in der Kindererziehung haben. Die Landtagswahl 2027 könnte das freiheitliche Erntedankfest werden, denn in den Umfragen liegt die FPÖ mit der Landeshauptmann-Partei ÖVP zumindest gleichauf
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Diesen Sonntag bei Giuliani zu Gast.
SPEAKER_02Willkommen liebe Zuhörer auf Austria First. Schön that Sie schon da sind. Bei uns geht's gleich los mit Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei mit Manfred Heimbuchner. The Landeshauptmann Stellvertreter von Oberösterreich und FPÖ Landespartei Obmann Manfred Heimbuchner is bei mir zu Gast. He spricht über seine Pläne für sein Bundesland und wie er sich Oberösterreich in den kommenden Jahren vorstellt. Reinhören und den möglichen nächsten Landeshauptmann von Oberösterreich näher kennenlernen. Gleich geht's los. Bleiben Sie dran.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Jeden Sonntag von 10 bis 12. Und alle Folgen zum Nachhören auf AustriaFirst.at Herzlich willkommen, liebe Zuhörer bei AustriaFirst.
SPEAKER_02Da sind wir. Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Und mir gegenüber sitzt Manfred Heimbuchner. Hallo.
SPEAKER_00Ja, hallo, grüß Gott und danke für die Einladung zum Interview.
SPEAKER_02Sie sind Landeshauptmann, Stellvertreter und Landesparteiobmann der FPÖ. Ich möchte eigentlich gleich mal ein bisschen ins Private gehen, also ein bisschen in Ihre Geschichte. Sie sind ein Jahrgang 1978 in Wels geboren, aufgewachsen in Steinhaus bei Wels, aus einer Familie, in der der Papa FPÖ-Bürgermeister und Landtagsabgeordneter war, also schon Politiker. Hat das irgendwo schon den Anlass gegeben, dass sie gesagt haben, ich mache da weiter, wo er aufgehört hat? Hat sie das in irgendeiner Form beeinflusst? Ist das der Grund, warum sie auch Politiker geworden sind oder war es mehr Zufall?
SPEAKER_00Man würde es fast kaum glauben, aber es war mir Zufall. Ich wollte eigentlich nie Berufspolitiker werden, bin aber natürlich politisch aufgewachsen. Mein Papa war Bürgermeister. Man könnte sagen, ein gewisses Enfant-Terribel 1978 Bürgermeister geworden in Steinhors bewählt, als freiheitlich. Also das war nicht die Zeit, wo wir irgendwo ein Pionier, das kann man so sagen, damals mit Stimmen der FPÖ und der SPÖ, da ist der Bürgermeister noch nicht direkt gewählt worden. Und er hat eigentlich an dem Tag noch gar nicht gewusst, dass er wirklich Bürgermeister wird. Er hat gesagt, das könnte sein. Mein Vater war Sachverständiger, Amtssachverständiger Bauwesen, kommt aus der Privatwirtschaft. Und ist dann 24 Jahre lang Bürgermeister gewesen in meiner Heimatgemeinde, also ich bin mit Politik aufgewachsen. Der Ideologe, der politische Kopf, sozusagen, war bei einem Onkel von mir. Der war Industrieller und der hat gesagt, jeder braucht ein Hobby. Und sein Hobby war eigentlich Politik und die Jagd. Und so bin ich zu vielen Veranstaltungen gekommen, als junger Puppe eigentlich schon.
SPEAKER_02Wie alt waren Sie damals, wie der Papa FPÖ-Bürgermeister geworden ist?
SPEAKER_00Ja, da war ich gerade einmal auf der Welt schon.
SPEAKER_02Also, das ist Ihnen dann eigentlich erzählt worden, wie sich das alles abgespielt hat. Haben Sie Geschwister?
SPEAKER_00Ich habe auch zwei Schwestern, die sind älter wie ich.
SPEAKER_02Okay, und was haben die berichtet, wie das so war? Weil das war ja wirklich eine Pionierleistung, eine politische.
SPEAKER_00Also wie der Vater Bürgermeister geworden ist, ich glaube, da können sich auch meine Schwestern gar nicht wirklich daran erinnern. Also da habe ich sozusagen schön heißt keine Wahrnehmung, tatsächlich keine. Also ich habe das eigentlich erst mitbekommen, irgendwann einmal, ich glaube, im Kindergarten. Und ich kann mich auch erinnern, eine Veranstaltung in unserer Heimatgemeinde, da hat uns ein Jubiläum gegeben im Schloss Steinhaus. Eine bekannte Persönlichkeit, Eiselsberg. Anton Eiselsberg war ein sehr bekannter Chirurg und sein Sohn der Otto Eiselsberg war Botschafter. Und da war der Bundespräsident Kirschläger zu Gast. Und ich hätte dem Herrn Bundespräsidenten einen Mostkrug überreichen sollen. Und den habe ich aber nicht gekannt. Jetzt bin ich zum Herrn Eiselsberg gegangen. Den habe ich gehannt, den Botschafter. Und dann habe ich mich darauf hingewiesen, dass eigentlich der Herr Bundespräsident diesen Mostgrug erhalten sollte, gibt sogar ein Foto. Die Leute im Hintergrund lachen, die Musiker. Das war eigentlich mein erstes wirkliches Erlebnis mit einem hochrangigen Politiker.
SPEAKER_02Aber Sie haben gesagt, das ist Ihnen trotzdem nur passiert, dass sie dann Politiker geworden sind. Eigentlich wollten sie das gar nicht. Kann man sich das jetzt so vorstellen, dass man klassisch als junger Mann Sturm und Drang ganz sicher mal nicht das macht, was die Eltern machen?
SPEAKER_00Nein, das würde ich so gar nicht sagen. Ich war immer politisch sehr interessiert in meiner Schulzeit, über Schülerzeitung herausgegeben. Also das Politik und Geschichte haben mich extrem interessiert. Nur ich wollte kein Berufspolitiker werden. Also Gemeinderat in meiner Heimatgemeinde, selbstverständlich sehr gerne eine Funktion in der Freiheitlichen Partei. Ja, das war auch klar für mich. Aber das waren dann eigentlich die Wirren nach Knittelfeld und wo dann es notwendig war, dass junge Leute, unbelastete Leute sozusagen Verantwortung übernehmen. Und ich bin dann im Jahr 2003 Gemeinderat geworden in meiner Heimatgemeinde. Da war mein Vater nicht mehr Bürgermeister. Genau, bin ich nach wie vor Gemeinderat. Und mein Onkel war Fraktionsobmann und hat das abgegeben und hat gesagt, naja, das würde ich mir schon wünschen, du könntest ja auch den Fraktionsobmann machen. Und das Jahr 2003, also das war nicht das Hitjahr der Freiheitlichen Partei. Also wir haben da in Oberösterreich 12% verloren, sind auf 8% heruntergesagt bei den Landtagswahlen. Aber wir haben den Wechsel von meinem Vater zum neuen Freiheitlichen Bürgermeister in dieser ganz schwierigen Zeit geschafft. Und da bin ich Gemeinderat worden. Und da hat es für die FPÖ wirklich nichts zu gewinnen gegeben. Und dann bin ich gefragt worden, ob ich nicht mehr Verantwortung übernehmen möchte für die FPÖ in Welsland, in meinem Heimatbezirk. Und bin seit dem Jahr 2005 dort auch Bezirksparteiabmann.
SPEAKER_02Das heißt, Sie haben so langsam einen Schritt nach dem anderen oder einen Fuß nach dem anderen in die Politik gesetzt. Jetzt haben Sie auch schon Kinder. Die sind wie alt sind ihre Kinder, so circa?
SPEAKER_00Also der Otto ist acht Jahre und die kleine Anette wird jetzt im Mai vier Jahre.
SPEAKER_02Okay, die kann noch nicht mitreden, aber der Otto, wenn wir den jetzt fragen könnten, würde der sagen, ich wäre Politiker?
SPEAKER_00Das hat er noch nie gesagt. Sein Lieblingswunsch, glaube ich, ist bis dato Landwirt und Fischer. Das sind seine absoluten Hobbys, alles was mit Landwirtschaft zu tun hat. Und er ist ein begeisterter Fischer. Also alles, was sich um Fische dreht, vom Fangender Fische bis zur Zubereitung, also auch die Zubereitung, interessiert ihn, ja euch, Kinder sollen unbelastet aufwachsen.
SPEAKER_02Genau, und ich habe auch einmal gehört, das finde ich sehr wichtig, liebe Zuhörer, dass man Kindern nicht von klein auf die Frage stellen sollte, was willst du werden, weil man ihnen damit auch impliziert, weil wenn du nicht noch irgendetwas dazulernst, dann bist du nichts. So kommt das nämlich bei den Kindern an. Das ist fast wie ein bisschen so eine Entwertung. Finde ich einen sehr spannenden Gedanken. Schön, dass Sie mit dabei sind. Bei mir hören Sie Manfred Heimbuchner ganz privat.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.
SPEAKER_02Da sind wir wieder, liebe Zuhörer. Marie-Christine Giuliani im Gespräch mit Manfred Heimbuchner. Es macht Freude, Ihnen zuzuhören. Sie erzählen sehr schöne Geschichten aus Ihrer Kindheit anders selber zwei Kinder, einen Achtjährigen und einen Vierjährigen. Und Sie haben jetzt vorhin gesagt, they dürfte sich sehr für Fische anders, was jetzt das Fischen betrifft, interessieren. Das zeigt also that he is a mensch with viel Geduld. Welche Eigenschaften muss man denn als Politiker have? Geduld, denke ich, wäre doch auch eine davon, viel Geduld vor allem. Was haben Sie so für sich herausgefunden, wenn Sie your eigenen Charakter, ihre eigenen Eigenschaften screenen? Welche hat ihnen besonders geholfen in your politischen Arbeit? Wo haben sie nachjustieren müssen?
SPEAKER_00Man muss ein Mensch sein, der Menschen mag. Das ist die allerwichtigste Eigenschaft. Politiker zu sein heisst Umgang mit Menschen. Weil man ja auch das Leben, das Umfeld der Menschen ja gestalten will und auch gestalten muss, und das Regierungspolitiker natürlich auch. Geduld ist eine ganz eine wesentliche Eigenschaft. Also der Otto und ich, wir sind beim Fisch noch gar nicht so geduldig. Also das könnte oft einmal schneller gehen, bis das einmal ein Fisch beißt. Aber auch bei der Jagd muss man sehr geduldig sein. Was man auch mitbringen muss, das ist Konsequenz. Konsequenz im Leben, Vertrauen, Berechenbarkeit, Glaubwürdigkeit. Das mag jetzt ja viele ein bisschen abgedroschen Dinge, alles positive Eigenschaften, die man nicht mitbringen muss, aber so einfach ist das gar nicht. Auch den Menschen die Wahrheit zu sagen. Wie die Ingeborg-Bachmann einmal gesagt hat, den Menschen ist die Wahrheit zumutbar und übrigens die Leidvertrauen, wenn Oberstrich sagt, viel mehr Wahrheit, viel mehr Direktheit oder Klarheit, als das der eine oder andere annehmen würde. Und man muss auch mit Enttäuschungen umgehen können. Das muss man sowieso im Leben. Und man lernt auch in der Politik nicht durch die Erfolge, durch die Siege, sondern eigentlich durch die schmerzhaften Momente, durch die Niederlagen, die es auch gibt, die man selber auch schon erlebt hat. Da bin ich der Meinung, dass man aus Niederlagen eigentlich oder aus, sagen wir mal, aus schwierigen Erlebnissen viel mehr Kraft auch gewinnen kann. Das ist auch notwendig.
SPEAKER_02Ja, das ist dieses wichtige Thema der Resilienz. Man lernt aus dem Scheitern oder aus der vermeintlichen Niederlage, weil man daraus wachsen muss. Weil nur so geht es ja im Leben weiter, dass man es in irgendeiner Form hernimmt, akzeptiert, was passiert ist und sagt, was ist mein Thema daraus, was kann ich daraus lernen? Und das bringt mich jetzt natürlich zu einem Thema, das auch sehr in den Medien gewesen ist. Sie waren, glaube ich, wirklich, wirklich schwerst krank mit Corona und haben da, glaube ich, eine persönlich ganz, ganz schlimme Zeit erlebt.
SPEAKER_00Ja, ich war in Wahrheit totkrank. Mein Leben ist an einem seidenen Faden gehängt, bis du scherst. Und das war extrem einschneidend, nicht nur für mich selbst, sondern eigentlich für mehr für meine Familie, für meine Frau. Der Otto hat das auch schon mitbekommen, war aber erst ein paar Jahre alt. Und wenn man selbst eigentlich merkt, wie hilflos das man ist und dass man auf Family-Hilfe angewiesen ist, dann weiß man, wie eigentlich vergeblich das Leben sein kann. Und das, was ich mir aus dieser Zeit mitgenommen habe, dass es ganz wichtig ist, dass man zählt einen starken Charakter hat, dass man das auch das positive Denken ganz wichtig ist. Also nicht aufgeben. Nicht aufgeben, sich nicht hängen lassen. Und vor allem, was man auch braucht im Leben, man braucht Menschen, denen man vertrauen kann, liebe Freunde, deren einen denken, das ist ganz wichtig. Natürlich die ärztliche Betreuung ohne dem würde ich nicht mehr am Leben sein. Das ist überhaupt keine Frage. Da bin ich den Ärzten, dem Pflegepersonal sehr, sehr dankbar. Und ich bin auch wirklich dankbar und war dann auch überrascht darüber, wie schnell es wieder bergauf gegangen ist. Man hat eigentlich gerechnet nach der Intensivstation, dass das Monate dauern kann, dass ich wieder wirklich gut auf den Füßen unterwegs bin. Aber ich war einige Wochen später sogar schon wieder bei der Landtagssitzung anwesend. Und was auch wichtig ist, verdrängen, vergessen, man muss nach vorne schauen. Man muss nach vorne schauen. Man weiß, man hat eine Aufgabe. Erstens haben wir in die Familie, man hat eine Frau, man hat ein Kind, man hat Eltern, man hat Freunde, man hat Menschen, die auf einen setzen, die auf einen hoffen. Und insofern muss ich sagen, das war, also da kann ich schon sagen, das ist eine Erfahrung, die möchte ich schon missen, die ich da erlebt habe, weil sonst sagt man oft ja, jede Erfahrung macht dann reicher. Die habe ich vielleicht auch reicher gemacht, aber das war schon ganz schwierig und einschneidend. Aber ich bin topfit, ich bin ein gesunder Mensch und ich freue mich am Leben vielleicht doch viel mehr als vorher.
SPEAKER_02Ich nehme mal an, was meistens bei Menschen natürlich passiert, ist, dass die Dankbarkeit für einen guten Tag oder für einen Moment mit einem Kinderlachen oder für einen innigen Moment mit einem Herzensmenschen, die wird viel, viel größer, wenn man einfach weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Könnte man da so sagen, dass sich das bei Ihnen wahrscheinlich auch verändert hat?
SPEAKER_00Ja, das ist so. Da hat sich sehr vieles verändert. Und ich nutze die Zeit mit den Kindern, aber auch mit Freunden viel intensiver. Und ich kann jedem nur raten, Karpe Diem, es ist wirklich so, man soll den Tag nutzen. Und so wie heute, wenn die Sonne so schön scheint, dann soll man sich auch zumindest ein paar Minuten Zeit nehmen und die Sonnenstrahlen einmal genießen.
SPEAKER_02Sie haben es gehört, liebe Zuhörer, lassen Sie die Sonne in Ihr Herz. Das ist ein Gespräch mit Manfred Heimbuchner auf Austria First.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.
SPEAKER_02Willkommen zurück, liebe Zuhörer, bei Giuliani im Gespräch. Herr Heimbuchner, was natürlich ein ganz wichtiges Thema ist im Leben jedes Menschen, sind die Menschen, die ihn umgeben von klein an. Man sagt ja immer, man braucht ein Dorf, um erwachsen zu werden. And auch im späteren Leben, wenn man so dabei ist, wie Sie jetzt als Politiker, große Dinge zu bewegen, dann erinnert man sich an Menschen, die einem gewisse Dinge gesagt haben, die einen geprägt haben, die einfach vielleicht so elementar waren, dass sie heute noch die Art and Weise, wie man Entscheidungen trifft, beeinflussen. Welche waren das bei Ihnen? Wer ist für Sie da wichtig gewesen? War sie ein Lehrer, eine Nachbarstochter oder war es der Pfarrer in Steinhaus bei Wels?
SPEAKER_00Ja, es sind sicher viele Menschen. Ich meine, in erster Linie meine Eltern. Meine Eltern schätze ich sehr. Die haben für mich und auch für meine Schwestern immer alles getan, waren immer für einen da. Es ist überhaupt die engere Heimat. Es sind meine Nachbarn. Ich bin noch immer in Steinhaus bewälzt zu Hause. Nicht mit dem Elternhaus, sondern habe neben dem Elternhaus Eigenheim mit meiner Frau errichtet. Steinhaus, der Eiterbach, der da durchgeht. Die Wallfahrtskirche, die sich gleich oberhalb meines Eigenheims befindet. Der Nachbar von mir ist er Wirt, der Hudern Wirt. Das ist die engste Heimat. Dort fühle ich mich wohl.
SPEAKER_02Die sagen die ihnen auch, was sie denken und was sie meinen zu verschiedenen politischen Themen?
SPEAKER_00Ja, das sagen das natürlich. Wobei ich mich das sehr oft über Alltagspolitik gar nichts unterhalte, sondern man spricht eigentlich über die Familie, man spricht über das, was man vorhat, man spricht auch über die Arbeit, die man zu erledigen hat. Wir haben doch einige tausend Quadratmeter an Grund mit einem Schwimmteich, mit Bäumen. Da bin ich sehr dankbar, wenn man mal Nachbar hilft, wenn dort ein Baum das Zeitliche segnet. Man ist manchmal einfach auch auf Hilfe angewiesen und wir haben eine ganz tolle Nachbarschaft. Ich schätze diese Leute sehr. Es sind Landwirte, wie gesagt, ein Gasthaus auch neben mir. Ein pensionierter Postler, pensionierte Leute aus dem E-Werk. Also da kommen alle zusammen, jung und alt. Und so stelle ich mir eigentlich Heimat vor. Dort, wo man sich versteht und dort, wo man auch so angenommen wird, wie man ist.
SPEAKER_02Das ist ja der Punkt. Jeder hat seine Eigenheiten. Und die Eigenheiten, wenn die der andere einmal kennt, dann nimmt er sie mit Humor. Das müssen jetzt nicht immer die angenehmsten sein, aber so ist halt jeder Mensch. Jeder Mensch hat Eigenheiten, die man liebt. Und dann hat er halt Eigenheiten, wo man sie denken, ja, was das schon wieder. Aber das angenommen werden als der, der man ist, das ist sehr schön, wie sie das gesagt haben, das ist zu Hause. Und jetzt haben sie gesagt, ihre Eltern waren immer für euch da. Jetzt finde ich es natürlich spannend zu hören, was sie darunter verstehen. Weil darunter versteht jeder etwas anderes. Wenn wer immer für mich da ist, was ist da meine Erwartungshaltung? Was ist das, was ich mir darunter vorstelle, was sie da erlebt haben? Was war dieses Immer-Dasein, dieses Zuhause-Gefühl?
SPEAKER_00Das Immer-Dasein ist nicht nur immer Präsentsein. Also der physischen Anwesenheit. Der Vater war Bürgermeister, waren natürlich sehr viele auch nicht zu Hause. Aber was meinem Vater immer wichtig war, das war, dass er möglichst am Sonntag zu Hause ist. Meine Eltern sind sehr gläubige Menschen, also sind auch heute noch Kirchgänger, fast jeden Sonntag. Ich war lange Zeit Ministrant, das wissen viele gar nicht. Wenn sie zuerst mit dem Pfarrer erwähnt haben, dass der Pater Andreas Kolm lebt noch, ist noch im Stift Ganz Münster, das ist auch ein Wegbegleiter. Das freut mich irrsinnig. Der schreibt mir immer zu Weihnachtenakkorden, bringt mir vor Weihnachtenäpfel zum Beispiel vorbei. Oder aus der Heiligen Schrift oder Ideen zu Büchern.
SPEAKER_02Und jetzt sind wir genau bei dem, was mich interessiert hätte. Gibt es da, es sei es auch eine Bibelstelle oder einen Satz, der vom Pfarrer gekommen ist, der in ihrem Herzen geblieben ist, der eine Bedeutung für sie hat, der immer wieder mal da ist und an dem sie sich orientieren als Mensch?
SPEAKER_00Ja, also die Bergpredigt finde ich sehr beeindruckend. Also traue nicht den falschen Propheten. Da gibt es sehr viele in der heutigen Zeit, die sozusagen sympathisch und scheinbar sympathisch auftreten, aber irgendwo ein Feinde unserer Gesellschaft sind. Das darf man auch so benennen. Dann gibt es ein paar Sätze, die sind ganz interessant, was wir gemerkt haben für einen Lehrer aus meiner Schulzeit, da hat mir gesagt, das Totenhemd hat keine Taschen, ich weiß nicht warum. Das ist ein wahrer Spruch. Dann ein Spruch eines langjährigen Mitarbeiters von mir, der immer gesagt hat, es gibt nichts Schlechtes, was auch nicht etwas Gutes hat.
SPEAKER_02Es gibt nichts Schlechtes, das ist richtig. Genau, man muss oft nur ein bisschen warten, bis man es sehen kann.
SPEAKER_00Und meine Großmutter hat immer gesagt, am Ende sind alle gleich. Er hat gesagt, es muss ja jeder von der Welt geben, da sind dann alle gleich. Eine sehr bescheidene Frau, auch Vertriebene aus dem Sudetenland. Also meine Vorfahren mütterlicherseits, die alles verloren haben. Und deswegen heißt auch der Otto, ein Sohn von mir, der Otto, Otto heißt Otto Heimbuchner deswegen, weil ein Großvater Otto geheißen hat. Man hat im Sudetenland alles verloren. Man hat die Heimat verloren, aber die Namen nicht. Und ich habe gesagt, der Name soll weiterleben und weitergegeben werden.
SPEAKER_02Sie hören Manfred Heimbuchner bei Giuliani im Gespräch.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch, jeden Sonntag von 10 bis 12. Und alle Folgen zum Nachhören auf AustriaFirst.at.
SPEAKER_02Liebe Zuhörer, bei mir zu Gast heute Manfred Heimbuchner. Wir haben heute schon recht viel über persönliches und auch über Ihre Familie gesprochen. Jetzt stellt sich die Frage, Sie sind ja auch ein bisschen verantwortlich für Oberösterreich und für seine Familien. Wie geht es den oberösterreichischen Familien? Was ist schon getan und was ist noch auf Ihrer To-Do-List?
SPEAKER_00Ja, es ist schon noch einiges zu tun, was die Familien betrifft. Die Familien kämpfen sehr mit der Teuerung der letzten Jahre. Das ist eine riesige Belastung. Und das ist nicht nur irgendein subjektives Empfinden. Das ist tatsächlich so, wir hören das bei vielen Bürgerterminen. Die Akzeptanz der traditionellen Familie in der Öffentlichkeit muss vielmehr gestärkt werden. Denn wir hören heute über alle möglichen Lebensformen, die uns auch in den Medien immer als besonders präsent erscheinen. Aber der Wunsch der Oberösterreicher ist, und das wissen wir in vielen Umfragen seit Jahrzehnten übrigens, sind Mutter, Vater und zwei Kinder. Also eigentlich die Idealfamilie, ich mit meiner Frau, mit zwei Kinder, hat sich glücklicherweise so ergeben. Und die Belastung der Frauen ist eine sehr große. Diese Doppelbelastung Familie und Arbeit. Ich sehe das bei meiner Frau. Meine Frau ist eine sehr tüchtige Frau. hat Betriebswirtschaft studiert, arbeitet in einem bekannten, großen Konzern in Oberösterreich. Und auch wenn ich mich einbringe, also ich bin durchaus einer, der sich um die Kinder kümmert, Mittwoch und Donnerstags am Morgen bringe ich die Kinder, also ein Otto, in die Schule und die Kleine in den Kindergarten. Und da ist meine Frau schon ein, zwei Stunden lang in einem großen Betrieb schon.
SPEAKER_02Ist denn nicht das Ziel für die Frauen, dass sie wählen können? Also natürlich, wenn eine Frau sagt, sie möchte arbeiten und die Kinder erziehen, weil das macht ihr Spaß so und sie kriegt das irgendwie unter einen Hut, dann soll sie es tun können. Ist es aber so, dass eine Frau sagt, sie möchte zu Hause bleiben und die Kinder erziehen, wäre es dann nicht gut, wenn man sie auch dabei unterstützt, dass sie das auch machen kann, ohne dass sie finanzielle Probleme hat?
SPEAKER_00Ja, da sprechen sie mir aus dem Herzen. Da geht es um das Thema dieser Wahlfreiheit. Und wir haben ja in Oberösterreich diesen Kinderbetreuungsbonus einmal eingeführt für diejenigen Eltern, das betrifft jetzt nicht nur Frauen, aber größtenteils natürlich die Frauen, so ehrlich muss man sein, die sich dafür entschieden haben, beim Kind zu bleiben und den Kindergarten oder eine Kinderbetreuungseinrichtung nicht zu nutzen. Das ist ein Betrag von knapp 1000 Euro im Jahr. Wegen dem bleibt doch niemand zu Hause. Das ist ja einmal Herdprämie von den Linken verunglimpft worden. Mir ist es darum gegangen, hier mein.
SPEAKER_02Entschuldigung, ich möchte das jetzt wirklich sagen, weil sie dieses Wort erwähnt haben. Herdprämie. Ich liebe den Herd. Also ich glaube, jeder, der eine Familie hat, sagt, um den Herd herum spielt sich die ganze Welt ab. Also eigentlich muss man sich bedanken für das Wort Herdprämie.
SPEAKER_00Ja, die Linken, glaube ich, versuchen das als negativen Begriff zu prolongieren. In Wahrheit muss ich sagen, ist ja alles lächerlich, weil wegen den 1000 Euro bleibt ja niemand zu Hause. Mir war es wichtig, hier einmal ein Symbol zu setzen. Es werden hunderte Millionen Euro in Kindergärten, in Kindergrippen investiert. Und das ist auch in Ordnung. Aber der Wert, den eine Mutter, oder die Werte, den eine Mutter den Kindern von Anbeginn mitgibt, die sind so viel mehr wert, im wahrsten Sinne des Wortes. Und meine Mutter war selber bei den Kindern zu Hause. Ich bin meiner Mutter sehr, sehr dankbar dafür. Meine Mutter war früher auch berufstätig. Und was ich mir wünsche, ist einfach viel mehr Fairness für diejenigen Mütter, die sagen, ich möchte eigenverantwortlich, aus freier Entscheidung ein bisschen länger bei den Kindern zu Hause sein.
SPEAKER_02Ja, also da sprechen sie auch mir aus dem Herzen und auch dem Professor Dr. Huber, mit dem ich auch für Austria Först ein Interview gemacht habe. Das ist ja der Hormonpapst und einer der bekanntesten Gynäkologen des Landes. Und der hat wirklich sich in der Sendung darüber sehr ausgebreitet, wie unfassbar wichtig diese Mutter-Kind-Bindung in den ersten Jahren ist. Das ist durch niemanden zu ersetzen. Und das ist so ein Thema, wo wir so ein bisschen vom Thema abgekommen sind, weil es geht ja nicht nur darum, Kinder zu bekommen, sondern es geht ja auch darum, weil sie ja in einer Art und Weise auf die Welt kommen, wo sie noch gar nicht überleben könnten. Das ist halt nun mal bei Menschen so, weil länger könnten wir sie gar nicht austragen. Wir Frauen, das ging sich nicht aus. Aber sie brauchen halt dann die Mutter, den Körper der Mutter, den Geruch der Mutter, den Herzschlag der Mutter und jedes andere Herz, das klopft, ist nicht das Herz der eigenen Mutter. Dass man nun mal neun Monate lang gehört hat. Das ist ganz was anderes. Und deswegen ist das wirklich schön, dass sie das auch so als wichtig in den Raum stellen, dass die Frauen die Möglichkeit haben zu wählen, sich das auszusuchen und dass sie keine Angst haben müssen, wenn sie schwanger sind und Kinder bekommen, dass sie existenzielle Angst haben müssen. Das darf ja eigentlich in der heutigen Zeit nicht sein. Die Geburtenraten gehen zurück. Wir sollten eigentlich uns extrem anstrengen, hier zu unterstützen. Ich denke mal, das ist einer ihrer wichtigen Punkte für Familien auf der Agenda.
SPEAKER_00Ja, und da müsste man auch das Steuersystem tatsächlich ändern. Dann wäre vieles leichter für die Familien in diesem Land und was man aber bei all dem nicht übersehen darf, die Entscheidung hinterzubekommen, das ist natürlich nicht immer eine rationale Entscheidung. Es geht schon auch darum, Leben zu schenken und Leben weiterzugeben. Und wir leben in einer Gesellschaft, die das, wie soll ich sagen, auch vergessen hat. Dass ja der Sinn des Lebens, da könnte man philosophisch werden, also ich bin zumindest der Meinung, der Sinn des Lebens ist, Leben weiterzugeben, Leben zu schenken und sich an dem auch zu erfreuen. Also wenn ich mir vorstelle, das Leben meiner Frau und mir ohne Kinder und heute mit Kinder, man kann sich das ohne Kinder gar nicht vorstellen. Man denkt sie, was hat man da eigentlich gemacht zum Teil?
SPEAKER_02Ja, manche sagen auch so schön, Kinder zu haben, das ist die eigene Unendlichkeit. Das war jetzt ein sehr schönes Plädoyer für Kinder und zum Kinderbekommen. Sie hören Austria Fürst, liebe Zuhörer, und bei mir ist Manfred Heimbuchner ganz persönlich bei Giuliani im Gespräch.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.
SPEAKER_02Manfred Heimbuchner persönlich bei Giuliani im Gespräch. Natürlich, wir haben es noch gar nicht angeschnitten. Wir haben Wahlkampf in Oberösterreich 2027. Können Sie unseren Zuhörern erklären, was das im Prinzip für einen Politiker und seine Familie bedeutet und auch ein bisschen einen Einblick geben, wie denn so die Prognosen stehen?
SPEAKER_00Ja, ein Wahlkampf ist natürlich immer eine sehr aufregende Zeit für den Politiker, für die Mitarbeiter im Umfeld, für die Mitstreiter und natürlich für die eigene Familie auch eine besondere Belastung. Nachdem es aber schon jetzt, ich würde fast sagen, der x-Wahlkampf ist, den ich mit bestreiten darf, geht man das Ganze schon ein bisschen anders an. Man lernt seine Kräfte besser einzusetzen. Wenn ich mich zurückerinnere an den ersten Wahlkampf 2003 für den Gemeinderat in meiner Heimatgemeinde oder zum Nationalrat im Jahr 2006 und 2008 und dann bin ich Spitzenkandidat geworden für 2009 für die Landtagswahl. Da war das eine ganz andere Herausforderung. Da hat mich eigentlich fast niemand gekannt. Das Problem habe ich heute nicht mehr. Also ich muss nicht.
SPEAKER_02Obwohl es ist doch auch schön, wenn einen fast niemanden kennt, oder?
SPEAKER_00Ja, also manchmal genieße ich das noch, wenn man sozusagen so angenommen wird, ohne dass da auf der Stirn oben steht eine politische Funktion. Also ich bin froh, in meiner Gemeinde sagen nur die meisten der Mande und auch meine Freunde. Und so soll das auch sein. Man zieht sich ja selbst anders, als die Öffentlichkeit einen zieht. Selber denkt man sich, man hat sich nicht wirklich verändert. Man ist ja eh irgendwie der Gleiche geblieben. Ein bisschen verändern muss man sich immer, weil man sich auch weiterentwickeln muss und wenn man hoffentlich auch reift. Und insofern der Wahlkampf kommendes Jahr, 2027, der Mitbewerber hat schon gestartet, da ist die Nervosität, glaube ich, ein bisschen größer. Ich kann mit dem sehr gut umgehen. Denn am Ende in Oberösterreich war es so intensiv. Wahlkampf war so, kann man sagen, vier bis acht Wochen vor der Wahl. Vieles vorher könnte man oft so ein bisschen ein Gebänkel abgeben. Für mich ist es viel wichtiger, dass wir weiterhin eine gute Arbeit machen. Weil das erwarten sich die Leute. Die Leute erwarten sich, dass gewählt, es wird gewählt werden und dann soll ordentlich gearbeitet werden. Und 2027 würde man sagen, das wird unser Erntedankfest werden, um es vielleicht einmal mit einem kirchlichen Fest aus der Tradition ja zu vergleichen.
SPEAKER_02Ja, wer viel arbeitet, darf auch ernten. Und das dürfte durch ihre Persönlichkeit auch wirklich der Fall sein in Oberösterreich und natürlich in der FPÖ. Und ich möchte auch wirklich einmal sagen, dass alle Kollegen im Nationalrat, die in Oberösterreich verbunden sind, sie sehr, sehr wertschätzen. Also da kommt ihnen sehr viel Zuneigung und Liebe entgegen. Was auch eigentlich auf Ihre Persönlichkeit stark hindeutet, dass sie authentisch sind und ehrlich sind, weil die Menschen kennen sie eben nicht nur aus der Öffentlichkeit, sondern auch von der täglichen Arbeit. Das sollte ein liebevolles Kompliment sein.
SPEAKER_00Ja, das freut mich sehr. Werde Floster ein bisschen rot. Was bei mir nicht so leicht ist. Das gefällt mir jetzt wieder.
SPEAKER_02Und jetzt, wenn man doch ein bisschen jetzt in diesen Wahlkampf reinschaut, sie haben gesagt, Erntedankfest, ja, das ist natürlich kein ganz gewöhnlicher Wahlkampf, wo man ja auch ein bisschen sagt, also die Medien sind schon voller Spekulationen, ob dann da überhaupt diese Regierung noch weitermachen wird können oder ob es dann vorher zu Neuwahlen kommt. Also das hat eine gewisse Sprengkraft, dieser Wahlkampf in Oberösterreich.
SPEAKER_00Ja, Oberösterreich ist ein sehr wichtiges Bundesland. Wir sind das Industriebundesland Nummer eins in Österreich. Wir tragen sehr viel zur Prosperität der Republik bei. Und es ist schon so. Also wir liegen derzeit den Umfragen, über die wir selber verfügen, ungefähr gleich mit der ÖVP. Also es gibt so andere Umfragen, auch wo wir sehr weit da vorn liegen würden für einen Bund. Kann ich das nur bestätigen in der Stimmung. Im Land Oberösterreich würde ich mal sagen, dass wir Kopf an Kopf liegen. Das, glaube ich, ist sehr realistisch, aber natürlich mit der Tendenz nach oben bei der Freiheitlichen Partei. Das hat sehr viel auch mit dem guten Bundestrend und der Politik der FPÖ und der Herbert Kickel zu tun. Das muss man sagen. Wenn man einen Rückenwind verspürt, ist es in einem Bundesland leichter. Ein bisschen andere Gesetze gelten, auch in einem Bundesland, wie auch andere Gesetze in einer Gemeinde gelten. Aber in Oberösterreich kennt man die FPÖ sehr gut und da kennt man auch mich, den Manfred Heimbuch Notemandi sehr gut. Also die Arbeit, die wir machen, die ist ordentlich. Manchmal ist sie vielleicht ein bisschen später sogar. Das kann auch sein. Aber das ist vielleicht auch diese, manchmal vielleicht sogar fade bürgerliche Politik, die aber wirklich den Menschen im Mittelpunkt hat und nicht irgendwelche Überschriften und Utopien verspricht, sondern ich bin als Wohnbau-Referent, kann ich an dem gemessen werden. Was wird gebaut? Weil was nicht gebaut wird, steht nicht. Was nicht saniert wird, ist in einem alten Zustand. Und das sind unsere Zahlen sehr erfolgreich in den vergangenen 15 Jahren.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.
SPEAKER_02Willkommen zurück, liebe Zuhörer. Schön, dass Sie unsere Welle hören. Austria First. Und hier ist Giuliani im Gespräch. The Gedanken sind frei. Jetzt kommen wir zu einem sehr wesentlichen Thema, das uns natürlich all beschäftigt. Auch die FPÖ is sehr beschäftigt, das Thema Naturschutz. It was on Klima and Klimaproblematik. We have an CO2-Ablasshandel, when ich es jetzt einmal so benennen darf. But der Naturschutz is irgendwo aus dem Fokus gerückt, der ja viel wichtiger ist. Also da könnte man ja doch einiges unternehmen. Das ist eine Ihrer Agenten. Bitte erzählen Sie uns, wie das in Oberösterreich genau aussieht. Was machen Sie da? Wo sind Sie dran und wo ist schon ein Hakern drunter?
SPEAKER_00Also erstens mal bin ich selber privat ein begeisterter Naturschützer. Ich bin einer, der für die Biodiversität und die Artenvielfalt sorgt. Zu Hause im eigenen Garten mit einem Biotop, wo es viele seltene Arten gibt. Sogar der Eisvogel schaut bei mir zu Hause vorbei. Ich pflanze Bäume, das ist mein Anliegen. Alte Obstbäume, althergebrachte Sorten. Und vor allem als Jäger und Fisch hat man mit der Natur ständig zu tun. Ich bin auch sehr dankbar, dass Sie das Thema ansprechen: Naturschutz, Klimaschutz. Klimaschutz ist ja etwas total Abstraktes geworden. Und der Naturschutz leidet unter dem Klimaschutz. Denn mittlerweile ist es so, dass man am hohen Altar des Klimaschutzes die Natur und den Naturschutz opfert. Wir sehen, dass bei den erneuerbaren Energieträgern dich grundsätzlich befürworte. Aber das ist eine Art Religion geworden. Also wenn du heute zum Beispiel Windkraftanlagen kritisch siehst, ich bin da kein fundamentaler Gegner davon. Alles hat so seinen Platz. Aber wir haben mittlerweile die Diskussion, dass wir über 250 Meter hohe Windräder in Gegenden errichten lassen sollen oder müssen, auch aufgrund von EU-Vorgaben, die wir an Stellen, wo wir das früher nie zugelassen hätten. Also sonst reden wir über Biodiversität, wir reden über den Vogelschutz, da spielt das alles auf einmal keine Rolle mehr. Und wenn man sagt, bitte Vorsicht, da haben wir ein Problem, gerade bei den Important Bird Areas. Also alles, was man in den letzten Jahrzehnten getan hat, um hier gewisse Arten wieder nach oben zu bringen, das ist uns übrigens in Oberösterreich gelungen. Wir haben bei gewissen Vogelpopulationen wieder einen erfreulichen Zuwachs. Und die sind jetzt wieder gefährdet, auch durch Windkraftanlagen. Jetzt möchte ich das gar nicht schwarz-weiß darstellen. Es gibt Regionen, da hat Windkraft ihren Platz, auch in Österreich, auch in Oberösterreich. Aber die Grünen haben sich von diesem Naturschutz vollkommen verabschiedet. Die sagen jetzt, Atemschutz ist eigentlich wurscht. Also da gibt es die gute Energie, da darf man alles riskieren, da ist der Artenschutz egal. Und für andere Energieformen, wenn man zum Beispiel in Mollen noch Gas gräbt, also ein Lochbuttel, können wir jetzt sagen, dann ist das ganz schlimm. Also das ist nur mehr ideologisch getrieben. Und man orientiert sich gar nicht mehr an dem, was tatsächlich wichtig ist und was mir wichtig ist im Bereich des Naturschutzes, dass wir jene Räume, die noch relativ unbelastet sind, wir leben ja alle in einer Kulturlandschaft von Menschenhand geprägt und gepflegt. Also es gibt keine Wild, das ganz wenige Regionen in Österreich, wo es tatsächlich Wälder gibt, die ein paar hundert Jahre nicht mehr bewirtschaftet worden sind. Gibt es einen Teil in Niederösterreich, einen Teil auch in Oberösterreich. Aber ansonsten leben wir in einer Kulturlandschaft. Und dort haben wir Räume auch geordnet. Und dort sollen wir sozusagen auch den Schutz wirklich streng handhaben. An manchen Seen, wo wir keine verbauten Ufer haben zum Beispiel, das ist mir persönlich wichtig, dort, wo wir noch unbelastete Wälder haben, wo wir unbelastete Flüsse haben und nicht jetzt auf einmal darüber diskutieren, dass das alles jetzt für den Klimaschutz fehlt. Und da muss ich auch dazu sagen, klarerweise, da wird vieles eigentlich nur mehr vorgeschoben. Weil jeder, der so eine Windkraftanlage oder ein anderes Kraftwerk errichtet, will auch damit Profit machen. Und das ist übrigens nichts Schlechtes. Man muss als Unternehmer auch Gewinne machen. Aber man stellt das so dar, als würde man dadurch die Welt retten wollen mit Verlauf. Es geht hier um ganz starke wirtschaftliche und Förderinteressen. Und tausend Windräder mehr oder weniger werden uns nicht unabhängiger machen, das muss man wissen. Denn wir sind ein Industriestandort und wir haben von ca. 300 Terawattstunden Gesamtenergieverbrauch haben wir nur, sagen wir mal, machen wir es einfach, nicht einmal 10 Terawattstunden, also nicht einmal überhaupt 10% davon sind überhaupt, also 10% werden ja 30, aber so überhaupt nicht einmal 10% der gesamten Energieerzeugung sind überhaupt auf Windkraft zurückzuführen. Also das heißt, wir können nicht Aluminium erzeugen oder Stahl erzeugen, rein mit Windkraft oder erneuerbaren Energie drehen. Das ist derzeit technisch nicht machbar. Das ist aufgrund der industriellen Prozesse nicht machbar. Und das erzählt man den Menschen nicht.
SPEAKER_02Wo sehen Sie die Lösungen? Weil also das sind ja viele Menschen in Österreich, auch sicher viele, die uns jetzt zuhören, die sagen, was soll das bitte mit der Windkraft? Natürlich geht es da um Profit, um persönlichen Profit. Wie immer, man sagt ja auch immer, Folge zuerst der Spur des Geldes. Aber wo sehen Sie die echten Lösungen? Es ist ja jetzt noch eine wirklich weiter verschärfte Energiesituation, der sich die ganze Welt auch stellen muss, dadurch, dass der Nahe Osten brennt.
SPEAKER_00Ja, man hat sich ja, und das zeigt ja jetzt auch die gesamte geopolitische Situation, man hat sich ja vollkommen abhängig gemacht von den Arabischen Emiraten Katar, Energie Gas, auch zum Teil wieder von den Amerikanern. Thema LNG übrigens, wo sehr viel Geld vernichtet wird, sehr viel Energie und Geld vernichtet wird auf dem Weg zu uns, weil ja LNG-Gas auch gekühlt werden muss. Das ist ein riesiger Aufwand.
SPEAKER_02Da ist der Naturschutz und der Klimaschutz dann wieder wurscht, komischerweise.
SPEAKER_00Oder beim Krieg ist es auch wurscht. Das sind ja alles nur Überschriften geworden mittlerweile in unserer Zeit. Aber man hat sich natürlich vollkommen abhängig gemacht durch diese dumme Sanktionspolitik gegenüber Russland. Und jetzt sieht man natürlich, wohin diese Politik geführt hat. Also das heißt, es geht bei all diesen Dingen, muss man das österreichische Interesse berücksichtigen. Und das österreichische Interesse ist, dass wir erstens Versorgungssicherheit sicherstellen und gewährleisten können. Und natürlich auch Energie zu einem günstigen, leistbaren Preis. Und das werden wir mit dieser Energiepolitik, die es derzeit gibt, ganz einfach nicht erreichen. Es muss uns allen bewusst sein. Das geht mit Windkraft nicht. Und das ist jetzt gar nicht, dass man das als böse oder schlecht darstellt, das will ich gar nicht. Ich sage nur, dass das physikalisch so nicht funktionieren kann. Das heißt, was wir tun müssen, ist, wir müssen uns diversifizieren, wir müssen Abhängigkeiten, die werden wir nicht abschaffen können, weil wir auch durch die Windkraft sind wir abhängig, weil für jedes Windkraftrad oder auch für jede Photovoltaikanlage, ich habe übrigens selber eine Photovoltaikanlage zu Hause, braucht man Speicher oder man braucht einen Ausgleich sozusagen. Und Gas war immer sozusagen die Brücke oder die Brückentechnologie für eine fossilfreie Zukunft einmal in 50, 60, 70 Jahren. Das wird aber bis 2040 und 2050 nicht passieren. Das ist denunmöglich. Weiß auch jeder, dass es nicht funktioniert.
SPEAKER_02Aber wie ist die Lösung? Wie wäre eine Denklösung?
SPEAKER_00Die Denklösung ist, wie gesagt, insofern zu diversifizieren, möglichst viele Partner zu haben, von denen man Energie beziehen kann. Denn das wird auch beim Wasserstoff nicht anders sein. Also den Wasserstoff werden wir auch nicht selber erzeugen. Der wird auch kommen, entweder aus den arabischen Ländern oder aus Afrika wird der kommen. Also alles, was wir uns da erzählen, ist alles so toll, wir werden dann keine fossilen Energieträger mehr brauchen. Wir werden genauso Abhängigkeiten haben. Das heißt, selber müssen wir schauen, wo sind unsere geopolitischen Interessen, nämlich auch als Republik Österreich. Da vermisse ich jedes Konzept dieser Bundesregierung. Und der zweite Punkt ist ja, die Kraftwerke, die wir haben, müssen wir modernisieren. Da gibt es ein irrsinniges Potenzial, sowohl bei der Wasserkraft als auch, und da kann ich durchaus einmal was Positives auch zur Windkraft sagen. Es gibt auch veraltete Windkraftanlagen, auch die kann man repowern, die stehen schon einmal, die kann man erneuern. Auch bei der Photovoltaik gibt es entsprechende Kapazitäten, geht aber nur mit Speicher und zuerst müssen wir die Netze ausbauen.
SPEAKER_02Ja, dann wären wir wieder am wesentlichen Punkt Austria first, Österreich zuerst, ist einmal ganz eine wichtige Denke für Politiker, die wirklich für das Land und für die Menschen arbeiten. Und wichtig ist ganz einfach zu schauen, dass man mit den anderen rund um unser Land zusammenarbeitet, auf Augenhöhe, respektvoll und nicht gegen andere arbeitet. Wie immer läuft es hinaus auf Kommunikation, Diplomatie und Verhandlungsgeschick. Kann man das so zusammenfassen?
SPEAKER_00Ja, und vor allem, wir müssen auch vorsichtig sein, wie wir auf der Welt auftreten. Der gute Hof Österreichs ist in Gefahr, auch durch das sehr schwierige Verhalten auch der Außenministerin. Das muss man so sehen. Wir sind ein sehr kleines Land. Wir sollten viel klüger agieren und wir sollten uns die Möglichkeiten offen halten.
SPEAKER_02Sie hören Manfred Heimbuchner bei Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Das waren jetzt einige interessante Gedanken, würde ich sagen.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von zehn bis zwölf.
SPEAKER_02Herr Heimbuchner, wir sind ja jetzt nicht alle in Oberösterreich zu Hause, aber in jedem Bundesrepublik. Land ist auch die Zusammenarbeit unter den Politikern nicht immer so einfach. Sie haben jetzt gerade vorhin die Performance der Außenministerin Mendel Reisinger erlebt. Das ist jetzt auch nicht immer besonders schön, wenn man sie im Parlament trifft oder auch, wie sie sich dort anderen gegenüber verhält. Also da ist viele sagen, es wäre arrogant und ja, also nicht unbedingt positiv. Und jetzt wollte ich mal fragen, wie das so bei Ihnen in Oberösterreich ist. Also wo sind die Politiker im Mitbewerb, wo sie sagen, völlig egal, welcher Couleur mit der Person, mit den Menschen kann ich gut, mit dem kann ich überhaupt nicht. Oder das ist noch ausbaufähig. Lassen Sie uns ein bisschen da hineinschauen, wie denn das so abläuft bei Ihnen. Ja, also wer gegen wen und alle gegen einen oder wie genau ist das in Oberösterreich?
SPEAKER_00Das Schöne ist einmal, dass innerhalb der eigenen Partei alle miteinander können, weil das ist, glaube ich, ein großer Vorteil gegenüber dem politischen Mitbewerber. Da sehe ich, dass die untereinander vor allem auch nicht können.
SPEAKER_02Aua!
SPEAKER_00Also ich habe mit meinem politischen Mitbewerb überhaupt kein Problem. Also ich muss sagen, da hat es schon einmal Leute gegeben, mit denen es durchaus schwierig war. Die haben sich aber größtenteils in die Pension verabschiedet. Also da möchte ich jetzt gar keine großen Namen nennen. In der Regierung selbst, wir haben ein Konzentrationsregierungsmodell in Oberösterreich, sind ja noch alle Parteien ab einer gewissen Größe in der Regierung vertreten. Die Grünen haben ein Regierungsmitglied, die SPÖ hat eines, wir Freundlichen sind zwei und die ÖVP hat fünf Regierungsmitglieder. Ich muss sagen, dass ich grundsätzlich persönlich mit jedem, und das ist ganz ehrlich gesagt, mit jedem persönlich kann. Und zwar geht es nicht darum, dass man sagt, ja, das ist, dass man mit irgendwem sozusagen aufgrund irgendwelcher persönlichen Erfahrungen nicht könnte. Politisch ist natürlich das wieder ganz anders. Und da muss ich sagen, da sieht man einfach, dass die Grünen haben halt, wie gesagt, ihr Thema Naturschutz aufgegeben. Das kommt mir eher so, der Kollege von den Grünen kommt mir eher so vor, wie ein bisschen Wanderprediger. Also das ist halt oft dann ein bisschen weniger Inhalt, aber es geht halt um die Utopie, um eine frohe Botschaft, die jetzt grün verkündet wird. Mag so sein.
SPEAKER_02Wanderprediger waren ja auch oft als Quacksalber verschrieben.
SPEAKER_00Das haben wir jetzt zu gesagt. Dann haben wir einen neuen.
SPEAKER_02Wir hatten immer eine Medizin für alles.
SPEAKER_00Ja, dann haben wir jetzt einen neuen Kollegen der SPÖ in der Regierung, der schon aus Oberösterreich kommt, aber eigentlich in Wien zu Hause ist oder jedenfalls immer seinen Mittelpunkt gehabt hat.
SPEAKER_02Heißt er zufällig Winkler?
SPEAKER_00Ja, und der hat, glaube ich, dem ist irgendwie Fahrt worden in der Pension oder ist einem irgendwas anstrengend worden und er versucht jetzt sein Umwesen ein bisschen in Oberösterreich zu treiben. Aber wie gesagt, der wird sich erst einmal an das oberösterreichische Biotoper ein bisschen angleichen müssen. Ich glaube, der hat zu viele Wiener Berater und hat also traurig auch von den Wien-Rädern.
SPEAKER_02Die Berater haben wir in Wien genug.
SPEAKER_00Das ist offensichtlich ein Wiener Problem. Den muss man dann einmal näher beurteilen. Persönlich kann ich natürlich mit dem ganz normal reden und auch mit einem Glas Wein anstoßen. Bei der ÖVP muss ich sagen, da kenne ich die meisten sehr, sehr lange. Natürlich, die waren da sozusagen in ihrer Personalpolitik immer erkennbar. Mit dem Thomas Stelzerman in Landeshauptmann habe ich eine gute Zusammenarbeit seit vielen Jahren. Große Herausforderung war für uns beide sicher das Thema Corona. Ich habe da schon immer eine andere Position gehabt als die österreichische Volkspartei. Und muss dazu sagen, da habe ich oft vieles nicht verstanden, was von der Volkspartei gekommen ist. Das wird vice versa für uns auch gelten sozusagen. Aber diese Zusammenarbeit war immer korrekt. Das ist wichtig. Aber eines ist auch ganz klar. Es geht um den Bewerb bei einer Landtagswahl. Es geht um die Nummer 1. Es geht natürlich auch darum, dass man möglichst viele Stimmen haben will. Das ist verständlich, dass mag jede politische Kraft. Und da hat vielleicht die ÖVP ein bisschen mehr Hegemonialdenken natürlich entwickelt seit 1945. Das ist so. Und von diesem denken wir sich wahrscheinlich die ÖVP ein wenig verabschieden müssen. Persönlich kann ich da mit allen grundsätzlich.
SPEAKER_02Ja, sie gelten auch als sehr konsensual und sind jetzt nicht so der Charakter, die Persönlichkeit, die sagt, ich will jetzt da immer als Nummer eins gehandelt werden. Ihnen geht es um die Arbeit und um Fairness und um korrekten Umgang miteinander. Es kann doch gar nicht sein, dass jemand wie Sie nicht auch in der Politik jemanden getroffen hat, der gesagt hat, das wird wirklich ein Freund von mir. Und zwar nicht nur beruflich, sondern auch privat. Den muss es doch geben.
SPEAKER_00Ja, ja, natürlich. Um Gottes Willen, da bin ich mit einigen sehr, sehr gut, sehr, sehr gut befreundet. Wollen Sie es uns verraten? Ja, das ist ja überhaupt kein Thema, mit dem ich eine langjährige Freundschaft verbindet in der Regierung. Das ist der Günther Steingellner. Den kenne ich im Prinzip seit meiner, also für mich heute Jugendzeit, da war ich ja schon junger Politiker, den kenne ich sehr, sehr lange. Der hat mich sehr, sehr lange begleitet. Dem Lutz Weinzinger habe ich viel zu verdanken, der leider Gottes schon verstorben ist. Mit dem Andreas Rabel habe ich einen sehr freundschaftlichen Kontakt. Und wer freundschaftlich immer bei mir willkommen ist und auch schon zu Hause war, der Herbert Kickel. Und dem möchte ich aber die Zeit nicht stehen. Der hat sehr viel Verantwortung auf einer anderen Ebene zu tragen. Und dem bin ich auch sehr dankbar für seinen Einsatz und auch für seine doch sehr klare Haltung, wie heute oft von Haltung gesprochen wird. Klare und gute und offene Linie und manchmal auch eine offensive Linie. Da muss man auch dem Partei sehr dankbar dafür sein.
SPEAKER_02Ja, er dürfte sehr visionär sein. Also er sieht oft nicht das, was unmittelbar vor einem ist. Das ist eine Kunst, sich zuzutrauen, dass man sieht, wo eine Entwicklung hinführt. Und das kann er ganz gut. Herbert Kickel, danke, dass wir ihn haben. Manfred Heimbuchner bei uns zu Gast, Austria Först. Marie-Christin Giuliani im Gespräch.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.
SPEAKER_02Ja, liebe Zuhörer, da sind wir wieder. Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei mit Manfred Haimbuchner. Bis jetzt ein wahnsinnig spannendes Gespräch, zumindest für mich und ich hoffe auch für Sie, liebe Zuhörer. Wir haben sehr viele Facetten aus Oberösterreich von Manfred Heimbuchner erleben und erfahren dürfen. So eine interessante Frage ist auch immer, Sie stehen jetzt so wirklich vor diesem Wahlkampf 2027 Ernedankfest. Das merke ich mir. Passt super, ja. Erntedankfest, das wünschen wir uns für Oberösterreich. Aber wenn Sie jetzt, und das wird eine Zäsur sein, zurückblicken und sagen, okay, ich schaue mal auf die letzten zehn Jahre, würde ich da irgendwas anders machen? Was würde ich anders machen? Und dann auch der Blick, das ist eine schöne Frage, die in der Psychotherapie auch so super ist, wenn man die Augen zumacht und sich vorstellt, ich bin jetzt zehn Jahre voraus. Was sehe ich, wenn ich die Augen aufmache, was ist rund um mich in Oberösterreich passiert? Also, was wäre das, was sie verändern würden, wenn sie könnten? Und was ist das, was sie sich für Oberösterreich, ein wirklich wunderschönes Bundesland von Österreich, wünschen? Wo soll es in zehn Jahren sein? Natürlich mir am allerliebsten unter Ihrer Führung.
SPEAKER_00Ja, also was die Vergangenheit betrifft, ist es immer schwierig. Fehler macht man immer wieder. Also es gibt ja keinen Politiker oder keinen Menschen, der keine Fehler macht. Mir fehlt da jetzt konkret, ist immer schwierig, wo man sagt, ja, was hätte man ganz konkret anders gemacht. Da ist die Frage, also mir fällt da schon immer ein bisschen auf ein, die Zeit während Corona, wo hätte man sich vielleicht stärker zu Wort melden sollen oder auch nicht. Das ist immer eine ganz schwierige Frage. Was wäre noch alles möglich gewesen? Aber da waren doch der Landespolitik sehr die Hände gebunden, weil die Entscheidungen doch von Bundesebene getroffen worden sind. Aber da denke ich, da hätte die Politik wirklich vieles anders machen können insgesamt. Also gerade damals die Bundesregierung, das war eine Katastrophe, was man da gemacht hat. Und da leiden wir heute noch dran, vor allem die finanziellen Entscheidungen, die getroffen worden sind. Also dieses finanzielle Füllhorn, das geöffnet wurde, auch in den Bundesländern zum Teil.
SPEAKER_02Und natürlich auch die Impfpflicht, das muss man auch noch dazu sagen, wo längst klar war, dass diese Impfung in keinem Fall andere Menschen schützen kann.
SPEAKER_00Das habe ich übrigens damals dem Koalitionspartner auch mitgeteilt schon. Wie diese Entscheidung gefallen ist, also das war damals eine Klausur der Bundesregierung, glaube ich, im 8. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dort habe ich schon gesagt, also das ist eine Entscheidung, die null nachvollziehbar ist und die auch nicht halten wird. Das war ganz klar. Und ich meine, das ist sowieso, also was damals gemacht worden ist, ist völlig unverständlich. Gott sei Dank liegt diese Zeit hinter uns, das muss man auch dazu sagen. Und wir haben heute ganz andere Probleme, wir haben heute ganz andere Themen. Der Rostkonflikt wurde angesprochen. Und wenn ich mir was nicht nur wünschen kann, sondern wie stelle ich mir unsere Heimat in zehn Jahren vor, dann ist vor allem eines wichtig, dass wir ein sicheres Land sind. Sicherheit nicht nur vor Übergriffen, natürlich vor physischen Übergriffen, die mehr geworden sind in den vergangenen Jahren, vor allem auch aufgrund der Migrationsbewegung, der unkontrollierten Zuwanderung seit 2015. So stelle ich mir Sicherheit auch vor für den Industriestandort, Sicherheit der Energieversorgung. Gerade wenn wir jetzt daran denken, was passiert im Nahen Osten, Diversifizierung, sichere Arbeitsplätze, ein sicheres Gesundheitswesen, eine ganz klare Schwerpunktsetzung in der Familienpolitik, dass die Familie aus Mann und Frau und Kindern absolut in den Vordergrund gerückt wird. Dass wir alles unternehmen, dass unsere Kinder geschützt werden von irgendwelchen ideologischen gesellschaftspolitischen Experimenten. Also ich wünsche mir, dass Wogness in zehn Jahren ein historischer Begriff ist. Und diese Wognis endgültig sozusagen auch vom freiheitlichen Willen verweht worden ist.
SPEAKER_02Und wie sieht es mit der Neutralität aus?
SPEAKER_00Die Neutralität ist ein Kernelement des österreichischen Selbstverständnisses. Und das Schlechtreden der Neutralität, das Aushöhlen der Neutralität, das lächerlich machen der Neutralität, das halte ich für extrem gefährlich. Wie gesagt, Österreich ist ein kleines Land. Wenn wir uns mehr verschweizern würden, dann würde das dem Land sehr gut tun. Es würde dem Land sicherheitspolitisch guttun. Es würde dem Land finanzpolitisch guttun. Und es würde dem Land im Sinne der Freiheit. Freiheit, die ich meine, ein wunderschönes Studentenlied, übrigens ein Buch, das mich geprägt hat von Jörg Heider. Diese Freiheit brauchen wir. Wir müssen uns diese Freiheit zurückholen. Wir leben in einer Zeit, wo viel über Freisein und über Liberalismus gesprochen wird. In Wahrheit leben wir mittlerweile schon sehr unfrei. In einer sehr intoleranten Zeit, in einer Zeit, die geprägt ist von Zensur, von Cancel Culture, und wo man sich eigentlich sich schon überlegen darf oder muss, was darf ich mir denken. Also das Buch von Bonelli Tabu, was darf ich eigentlich noch denken? Sehr gutes Buch. Das ist ein sehr gutes Buch. Das ist das Buch, das derzeit bei mir am Nachtkästchen liegt und dieses als nächstes verschlungen wird, wenn ich ein bisschen Zeit habe.
SPEAKER_02Dankeschön, dass Sie bei uns zu Gast waren, liebe Zuhörer. Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Auch danke für Ihre Treue und immer fürs Dabeisein. Herr Heimbuchner, einen Musikwunsch. Was hören Sie gerne? Was wollen Sie jetzt bei Austria First hören?
SPEAKER_00Nachdem ich nach Wien gefahren bin und hier drei Jahre im Nationalrat war und ein großer Falco-Fan bin, würde ich mir Vienda Calling wünschen.
SPEAKER_02Das spielen wir für Sie. Danke für Ihren Besuch und wie ich es jeden Sonntag sage, was wäre AustriaFirst ohne Sie? Gar nichts. Passen Sie gut auf sich auf und haben Sie einen wundervollen Sonntag.
SPEAKER_01Giuliani im Gespräch. Jeden Sonntag von 10 bis 12 und alle Folgen zum Nachhören auf AustriaFirst.at