AUSTRIA FIRST

Herbert Kickl: Musik mit echten Stimmen und echten Instrumenten ist Trumpf – Musik und Politik

Austria First - Das Patriotenradio

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FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl mag es authentisch – in der Musik wie in der Politik. Eine Band ist für ihn wie die Politik. Es gibt zwar überall einen „Frontman“, ohne Band im Hintergrund geht es aber nicht. Kickls Auftritte sind mit Rock-Hymnen begleitet – zuhause darf´s dann aber auch einmal eine Oper sein. Nur Operetten gehen bei Herbert Kickl gar nicht.

Herbert Kickl erzählt aber auch über seine politischen Anfänge. Da standen Sitzreihen und Aschenbecher in Veranstaltungsräumen im Zentrum der Überlegungen. Der Job des Politikers bringt jeden Tag etwas Neues die Arbeit wird nie Routine. Kickls Ziel: Gerechtigkeit für die Österreicher.

Musik und Politik mit Volker Höferl läuft bei AUSTRIA FIRST jeden Donnerstag von 19 bis 20 Uhr direkt auf https://austriafirst.at/ oder über unsere AUSTRIA FIRST App:

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#austriafirst #radio #musik #politik #kickl

SPEAKER_01

Heute ist der Papa der Familie Österreich und der Chef der FPÖ. Spannend willst du da auch für eigentlich is the Lieblingsong unserer Gast not an Austria first cafe, but all weren't handsignated from Herbert Kigley. Also, Lieblings Lead around and given all the info on our social media canal. I wish you feel a full and yet off from the couch. Here comes Fainster Eurodance of Austria First yesterday. With what is law of Folka Hovel wish another end.

SPEAKER_00

Music and Politik, the musicalism of Austria First.

SPEAKER_02

Servus Wolfger. Freut mich, dass wir heute die Gelegenheit haben, a bit more and plaudern, as this son the fall is. And vielleicht noch ein anderer Gedanke. When es um die Mannschaft geht, die in der Politik auftritt, um das Spitzen team, dann kann man das, glaube ich, auch ganz gut mit einer Band vergleichen. There is an frontman. Meistens is it der Leadsänger, nicht immer, bei vielen Bands, aber dann doch eine zentrale Figur, mit der eine Band dann identifiziert wird. But it is dann eben in einer Band so, bei der Musik und genauso auch in der Politik, dass der eine eben viel zu wenig ist. Es braucht dann alle anderen, es braucht die Gitarristen, es braucht den Keyboard, es braucht den Drummer. Und dann erst haben wir das Gesamtpaket und wenn das alles miteinander harmoniert, dann wird die Musik auch eine gute und so ist man dann auch als Politiker, als Team erfolgreich.

SPEAKER_01

Ja, mir als Schlagzeuger gefällt diese Sicht natürlich ganz besonders, aber das nur am Rande. Damit gleich ab zu Frage Nummer 2. Auf einer Skala von 1 bis 10. Welchen Stellenwert nimmt die Musik in deinem Leben ein?

SPEAKER_02

Hm, ich würde mir da irgendwo zwischen 6 und 7 auf dieser Skala verorten. Also ganz ohne Musik, das geht überhaupt gar nicht. Aber es gibt natürlich auch Phasen, wo ich sehr, sehr gut ohne Musik auskomme. Ich bin jetzt keiner von denen, die ganz bewusst sich eine bestimmte CD oder vielleicht eine Schallplatte von früher noch hernehmen und es dann durchhören. Das ist weniger mein Zugang, sondern für mich ist die Musik dann eher ein Tagesbegleiter oder in bestimmten Situationen dann auch ein Motivationsmittel. Das ist dann quasi der Bereich, wie ich mit Musik umgehe.

SPEAKER_01

Vielen Dank fürs Erste. Wir sprechen gleich weiter. Dann zuerst darüber, was Herbert Kickel denn so antreibt und dann natürlich über seine musikalischen Vorlieben unbedingt dranbleiben. Schönen Abend. Dela Metri hier bei Austria First Musik und Politik mit meinem heutigen Gast und das ist niemand geringerer als Herbert Kickel. Und bevor wir in sein musikalisches Universum quasi vorstoßen und eintauchen, wollen wir unseren Gast einmal kurz vorstellen. Lieber Herbert, wo kommst du her und wie bist du am Ende des Tages denn in die Politik gekommen?

SPEAKER_02

Es ist so gewesen, dass mich mein Studium nach Wien verschlagen hat. Ich habe damals im Hauptfach Philosophie und im Nebenfach Geschichte studiert und war ganz am Ende meiner Studienphase. Und ein Studienkollege von mir, mit dem ich im selben Seminar war, hat beim Freiheitlichen Bildungswerk damals, also die Parteiakademie, gearbeitet und ist auf mich zugekommen und hat gesagt, du, wir bauen ein neues Team auf und wir suchen Leute, wirst du dich nicht bei uns bewerben. Ich habe den Job bekommen und in gewisser Weise habe ich ihn bis heute. Ich habe dann begonnen mit ganz klassischen, einfachen Organisationstätigkeiten. Also man kennt es einen Salbestuhlen, nach einer Veranstaltung wieder zusammenräumen, Rückwände aufbauen. Aschenbecher waren damals noch ein großes Thema. Heute darf man ja nicht mehr rauchen bei diesen Veranstaltungen. Und über diese Organisation bin ich dann zur Wahlkampforganisation gekommen und über die Wahlkampforganisation ins Team von Jörg Haider. Und dort hat man dann diese zweite Seite an mir entdeckt und auch gefördert. Und das war einfach die inhaltliche Arbeit, die kommunikative Arbeit, die strategische Arbeit. Und so ist dann eins zum anderen gekommen. Ich bin Nationalrat geworden und Generalsekretär und dann später Innenminister. Auch der erste und einzige, der bisher entlassen wurde, auch ein eigenes Kapitel, was ganz Besonderes irgendwie. Und dann eben Club Obmann und seit jetzt vier Jahren auch schon wieder seit 2021 Parteiobmann.

SPEAKER_01

Ja, und das erfolgreicher als jeder andere FPÖ-Chef zuvor, darf ich an dieser Stelle auch anmerken. Obwohl du das politische Geschäft schon lange kennst und viel erlebt hast, was treibt dich denn bis heute an?

SPEAKER_02

Es ist ja jeder Tag ein neuer Tag und eine neue Herausforderung. Also das ist schon etwas Faszinierendes an der Politik. Mir geht es zumindest so, es wird für mich nie Routine. Das ist das eine sehr, sehr spannende Element in diesem Job. Man weiß nie so genau, was daherkommt und womit man es zu tun hat. Aber ich glaube, das Entscheidende ist ja der innere Antrieb. Und jetzt verwende ich ein Wort, da werden viele wieder sagen, ja mein Gott, ein großer Begriff. Es geht mir eigentlich um die Herstellung von Gerechtigkeit. Und das ist jetzt gar nichts Abgehobenes und nichts Kompliziertes, sondern ich will einfach für die Menschen da sein, die keine Lobbys haben, die keine Netzwerke haben, die nicht irgendwo anrufen können, damit ihnen irgendjemand was organisiert, was sie im Leben brauchen, sondern für diese Menschen einen Zustand schaffen, der ihnen das kleine Glück, von dem ich gerne rede, ermöglicht. Ein Leben in einem bescheidenen Wohlstand, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Kinder Chancen haben, dass man in einer sicheren Umgebung lebt, also Schutz vor Kriminalität und so weiter, dass man her im eigenen Haus bleibt, also dass man von Menschen umgeben wird, deren Sprache man spricht und wo man gemeinsames Werteverständnis hat und so weiter. Und alles das, glaube ich, ergibt unter dem Strich dann ein Gefühl der Geborgenheit und der Normalität. Und genau für diesen Zustand der Normalität, den die große Masse der Bevölkerung eigentlich schätzt, für den kämpfe ich. Und ich habe einfach das Gefühl, dass die etablierten Parteien sehr, sehr viele Entscheidungen treffen, die genau in die gegenteilige Richtung gehen. Und mein großes Anliegen ist es, einen politischen Zustand herzustellen, wo die Menschen sagen, jetzt geht es aber nach meinem Kopf, jetzt geht es nach meinem Herzen. So gehört ihr es gemacht, so würde ich es auch machen. Das ist der große Antrieb.

SPEAKER_01

Ja, und immer mehr Menschen unterstützen diesen Weg des Herbert Kickel und der FPÖ, das zeigen ja wöchentlich die diversen Umfragen. Phil Collins auch mit dabei. Willkommen zurück bei Musik und Politik. Heute mit FPÖ Bundespartei Obmann Herbert Kickel. Und wir beginnen, würde ich vorschlagen, in der Kindheit, lieber Herbert, bist du eigentlich musikalisch aufgewachsen? Waren die Eltern musikalisch? Wie wurdest du in Sachen Musik sozialisiert?

SPEAKER_02

Meine Großmutter, die wollte unbedingt haben, dass ich Zichharmonika lerne. Als Pupp habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, das wollte ich überhaupt gar nicht mehr dorthin setzen und irgendwo bei einem Instrument was üben. Weil meine große Leidenschaft war das Fußballspielen und das Sporteln und ich habe immer gewusst, entweder das eine oder das andere. Und so ist es dann eben der Sport geworden und ich habe das nie erlernt. Und je älter ich geworden bin, desto mehr habe ich das dann irgendwo bereut, weil ich mir gedacht habe, das wäre aber schon klasse, wenn man das können würde. Und heute denke ich mir das auch noch immer. Und dann später natürlich in der Jugendphase als Teenager hat mich die Musik natürlich sehr geprägt. Das war für uns ein Weg des Ausbruchs aus dieser kleinen, engen Welt in Radentein, in Spital, wo wir dort in die Schule gegangen sind. Und da haben wir es dann schon ordentlich krachen lassen bei den Feierlichkeiten und bei den Partys und da war Musik ein ganz zentrales Element. Und einer meiner Schulfreunde war da ein wichtiger Spezialist, der hat dann alles mitgehabt von den Scorpions, Iron Maiden, Metallica war damals ein Thema und so habe ich dann Kontakt auch mit dieser Art von Musik bekommen.

SPEAKER_01

Du bist ja Kärntner und denen sagt man nach, dass sie alle singen können. Es gibt ja das Sprichwort, treffen Sie zwar Kärntner und was machen Sie? Sie gründen sofort einen Chor. Wie schaut es denn da bei dir aus, Hand aufs Herz?

SPEAKER_02

Dann bin ich die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Das ist ein Talent, das ich sehr, sehr gerne hätte, allein es ist mir nicht vergönnt. Und ich kann mich noch erinnern, ich habe einmal eine gute Schulfreundin gehabt, deren Eltern sehr musikalisch gewesen sind. Und ich bin ein paar Mal mit denen auch im Auto mitgefahren und die haben immer gesungen, dort im Auto. Und ich habe halt ein bisschen versucht, da mitzumachen auf bescheidenem Niveau. Und sie haben gemerkt, das funktioniert irgendwie nicht richtig und haben dann ein kleines Trainingsprogramm für mich entwickelt, immer einen Ton vorzugeben und ich sollte den Ton treffen. Das ist mir auf Anhieb nie gelungen. Ich habe immer eine gewisse Vorlaufzeit gehabt, bis ich mich dann an diesem Ton angepasst habe. Also das Talent habe ich nicht und ja, schade, aber vielleicht habe ich dafür andere.

SPEAKER_01

Es muss ja nicht jeder alles können. Aber was mich noch interessiert, wie und wann hörst du eigentlich Musik? Stehst du schon damit auf oder hörst du Musik dann erst irgendwie später im Laufe des Tages?

SPEAKER_02

Ja, also in der Früh spielt Musik sehr, sehr bald eine Rolle. Also wenn ich in der Küche bin und mir das Frühstück zubereitet, dann habe ich im Hintergrund schon Musik laufen. Das ist mir sehr, sehr wichtig. Ich meine, ich achte jetzt nicht so genau darauf, was gespielt wird, aber es gibt dann schon bestimmte Nummern, wo ich mich freue, dass ich sie höre und das motiviert mich dann zusätzlich. Das ist dann so etwas wie ein gutes Omen für den Tag. Und ich ärgere mich dann immer, wenn irgendwelche übermotivierten Moderatoren hineinquatschen. Also das ist so der Tagesstart und Musik spielt auch eine Rolle, wenn ich im Auto unterwegs bin. Ich habe auch oft auch längere Fahrten zu erledigen und da ist Musik auch etwas Wichtiges für mich. Ich verwende sie dann zum Beispiel als Zusatzmotivation, wenn ich einen wichtigen Auftritt habe oder eine Diskussionsveranstaltung und so weiter, dann gebe ich mir vorher noch einmal einen musikalischen Kick. Dann geht man gleich mit einem anderen Energielevel in eine solche Veranstaltung hinein. Und am Abend spielt Musik auch hin und wieder eine Rolle. Da geht es aber dann in die andere Richtung, da werden die Rhythmen ein bisschen langsamer und da gibt es dann auch manche Phasen, wo ich dann zur Klassik greife. Wird vielleicht manche überraschen, aber da gibt es dann Mozart oder da gibt es dann Bach oder da gibt es Beethoven. Und was ich durchaus auch sehr, sehr schätze, das ist zum Beispiel die Musik von Händel. Das ist dann oft einmal der Ausklang, bevor ich dann einschlafe.

SPEAKER_01

Aber wenn man es jetzt so grob einteilt, kann man schon sagen, dass es bei dir schon durchaus Musik mit ein bisschen Zug zum Tor sein darf.

SPEAKER_02

Wenn ich es definieren müsste, dann würde ich sagen, Bands, wo der Sänger singen kann, wo man weiß, der singt das selber und nicht irgendeinen Computer. Und ich habe es auch ganz gern, wenn da mehrere Gitarren mit im Spiel sind und wenn es ein gescheites Schlagzeug gibt und wenn es ein bisschen knackiger zur Sache geht.

SPEAKER_01

Und gibt es sowas wie einen Lieblingskünstler bei dir?

SPEAKER_02

Lieblingskünstler, mein Gott, ich höre zum Beispiel jetzt gerne wieder, irgendwie wiederentdeckt, ja fast aus meiner Jugendzeit Iron Maiden. Wir haben das ja auch jetzt in einigen Passagen schon für Auftrittsjingles verwendet, bei Veranstaltungen von uns. Ich mag natürlich Journey, ich habe gerne Foreigner zum Beispiel. Es gibt Nummern von den Scorpions, die ich höre sehr, sehr gerne, die mich motivieren. Guns N' Roses spielt auch eine Rolle. Das habe ich zum Beispiel ganz gern, wenn ich einmal im Urlaub unterwegs bin und es wartet eine schwierigere Kletterherausforderung. Das gibt mir dann an Adrienalink. Ich bin motivierter, als ich ohne diese Musik wäre.

SPEAKER_01

Und wie schaut das aus? Hast du da beim Sport generell Kopfhörer drinnen? Also zum Beispiel auch während du laufen bist oder am Berg. Man sieht ja immer mehr Leute eigentlich auch beim Sport mit diesen Dingen im Ohr drinnen.

SPEAKER_02

Das ist zum Beispiel etwas, wo ich gar nichts damit anfangen kann. Wenn ich draußen in der Natur unterwegs bin, dann will ich die Natur spüren mit allen Sinnen und dann gehört es für mich dazu, dass ich den Wind in den Ohren habe und dass ich die Vogel umpfeifen höre. Und dass ich mich auch selber sozusagen bei meiner Anstrengung wahrnehme. Da kann ich mit Musik gar nichts anfangen.

SPEAKER_01

Also durch uns durch Natur verbunden. Vielen Dank, Herbert. Du bleibst noch bei uns und wir plaudern gleich weiter. Dann über Musik, die du zum Beispiel gar nicht magst und auch über so manchen österreichischen Künstler. Der hat ja, oder der eine oder andere hat ja ein etwas unterkühltes Verhältnis. Zur stärksten Partei Österreichs. Darüber sprechen wir noch gleich nach zwei Songs. Here is Germany Downstum Believen. Dann kommt noch Mark Kong mit walking in Memphis. Wir walken zwar nicht nach Memphis, aber wir biegen einen in die Zielgerade unserer dieswölchen Musik- und Politik-Sendung heute mit FPÖ Bundesparteiobmann Herbert Kickel, der einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack hat. Aber Hand aufs Herz, Herbert, gibt es bei dir auch ein Genre, mit dem du so was von überhaupt nichts anfangen kannst?

SPEAKER_02

Das gibt's, ich hoffe, ich trete jetzt niemandem zu nahe, aber das ist die Operette. Das kommt glaube ich daher, als Kind hat es ja manchmal diese Filme gegeben mit Peter Alexander und so weiter. Wo eben nicht nur die Filmhandlung war, sondern wo man dazwischendrinnen immer wieder zu singen begonnen hat. Und das ist mir schon damals furchtbar am Nerv gegangen. Ich habe mir gedacht, das ist nicht Fleisch und nicht Fisch. Und seitdem habe ich eine gewisse Abneigung gegen die Operette und den Nachfolger, der ja dann irgendwie so das Musical ist. Das mag ich gar nicht gern. Und früher habe ich auch die Oper abgelehnt, mit dem habe ich nichts anfangen können, aber in der Zwischenzeit ziehe ich wirklich den Hut vor dieser künstlerischen Leistung, dass man so da gesanglich etwas hinlegen muss, was unvergleichbar ist und gleichzeitig auch noch eine schauspielerische Höchstleistung. Also Respekt vor denen, die da die Opernhäuser füllen.

SPEAKER_01

Es gibt durchaus ja auch ein paar österreichische Künstler, die ebenso Konzerthallen füllen, aber viele rümpfen dann doch die Nase, wenn sie FPÖ nur hören. Gleichzeitig macht es ihnen aber natürlich nichts aus, wenn FPÖ-Sympathisanten ihre CDs kaufen und ihre Konzerte besuchen. Ist das verlogen?

SPEAKER_02

Ich glaube ja, dass die Kunst in gewisser Weise und damit auch die Musik, dass die durchaus politisch sein muss, weil ja viele Themen, um die es in der Musik, in diesen Liedern geht, natürlich auch politisch sind. Wenn es um die Heimat geht zum Beispiel, wenn es um die Freiheit geht, dann sind es politische Themen. Dafür habe ich auch Verständnis. Wofür weniger Verständnis habe, ist Parteipolitik. Ich glaube, dass das nicht wirklich etwas ist, was gescheit ist. Auch für diese Interpreten selber. Ich denke, wenn es wirklich Demokraten wären, dann müssten sie das gut ausweiten, dass wir Freiheitliche dannhin auch bei unserem Radio diese Nummern spielen. Und sie sollten vielleicht ein bisschen weniger Rücksicht auf das eigene Ego nehmen und dann vielleicht ein bisschen mehr Rücksicht auch auf die Zuhörer, auch auf ihre Fans, die vielleicht die politischen Dinge ein bisschen anders sehen als sie selber. Und ein Gedanke noch dazu. Ich glaube, es halten sich viele von denen, die hier sagen, bei den Freiheitlichen nicht und die uns das verbieten, die halten sich für unglaublich mutig, weil sie das tun. Und für vielleicht moralisch irgendwie überlegen. Ich glaube, in Wahrheit ist es unglaublich feig, weil sie damit zeigen, dass sie sehr, sehr angepasste Systemmenschen sind. Mutig wäre das Gegenteil. Zu sagen, ich kann zwar jetzt nichts anfangen mit den Freiheitlichen, aber sie sollen trotzdem unsere Musik spielen, das wäre mutig.

SPEAKER_01

Das würde ich auch unterschreiben. Ja, lieber Herbert, wir sind damit schon fast am Ende. Ich wage jetzt am Schluss noch einen Blick in die Zukunft. Die nächste Nationalratswahl kommt bestimmt, wann auch immer, aber sollte es nach dieser Wahl dann eine feindlich geführte Regierung mit dir als Volkskanzler geben an der Spitze. Wie schaut es dann aus? Hast du schon irgendwie einen Soundtrack im Kopf für den Einzug ins Bundeskanzleramt und vor allem wie werden wir einziehen? Erwin Angeran-Kärnten beim Neuerstreffen hat er gesagt, du wirst der erste Kanzler sein, der über die Fassade das ganze Amt betritt. Welche Vorstellung hast du da?

SPEAKER_02

Also wir gehen sicher durch keinen Tunnel und wir gehen durch keinen Hintereingang, sondern wenn uns dieser Erfolg gelingt, wenn uns die Wähler unterstützen, dann werden wir da durchaus stolz, aber zugleich mit einer gehören Portion Demut beim Haupteingang hinein. Und Volkskanzler, da ist mir eingefallen, People have the power. This wäre vielleicht etwas spielen könnte.

SPEAKER_00

Musik und Politik.